Manfred Mössinger war 25 Jahre lang Pastor der Evangelisch-Methodistischen Kirche und stand im Gemeindedienst in Reutlingen, Ulm, Stuttgart und Pforzheim-Birkenfeld. Nachdem er jahrelang als Referent auf die Langensteinbacherhöhe gerufen wurde, wählte ihn der dortige Bruderrat 1983 als Nachfolger von Dr. Erich Lubahn zum geistlichen Leiter und Hausvater der Bibelkonferenzstätte Langensteinbacherhöhe.
Die Verkündigung in diesem überkonfessionellen Werk hat durch ihn entscheidende Prägungen gewonnen immer mehr in die Richtung, deretwegen es gegründet wurde: Der heilsgeschichtlichen Auslegung von Gottes Wort und der Betonung der vorbedingungslosen Gnade Gottes in Jesus Christus.
Im September 2000 hat er diesen Dienst an seinen Nachfolger Pastor Andreas Schäfer übergeben. Er hatte das tiefe Verlangen wieder auf die Strassen zu gehen, um den Menschen “hautnah” das rettende und herrliche Evangelium Jesu Christi darzustellen.
Letzter Lahö-Geschwisterbrief von Manfred Mössinger:
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Liebe Geschwister und Freunde,
nach 17 Jahren als Hausvater und Geistlicher Leiter auf der LANGENSTEINBACHERHÖHE ist dies der letzte Geschwisterbrief unter meiner geistlichen Verantwortung. Das Resümee meines Dienstes auf der LANGENSTEINBACHERHÖHE ist ein fünffaches:
- Die zentrale Botschaft ohne Wenn und Aber ist JESUS CHRISTUS, der Gekreuzigte, Auferstandene und Wiederkommende. Ihm wollte ich alle meine Kraft und Leidenschaft widmen.
- Meine Identifikation, existentiell, mit Kreuz und Auferstehung unseres Herrn ist und war meine tiefe Sehnsucht in einer liebenden Beziehung zu IHM.
- Daraus ergab sich immer neu die Verkündigung der totalen Gnade, bedingungslos, grenzenlos, voraussetzungslos. JESUS CHRISTUS selbst ist diese Gnade, erschienen, uns zu retten.
- In den Mittelpunkt wollte ich immer diese totale, voraussetzungslose Gnade stellen, die den tiefsten, schlimmsten Schaden der Sünde und der Trennung von Gott erreicht und darüber triumphiert in der sichtbaren und unsichtbaren Welt. Sie schließt den absoluten, vollkommenen Sieg Jesu Christi ein über alle Menschen und die ganze Schöpfung. Wo die Sünde mächtig geworden ist — in die Länge, Breite, Höhe und Tiefe —, da ist die Gnade noch viel mächtiger (überfließender) geworden (Röm. 5, 20). Die Gnade ist wie ein Bergbach. Er fließt so lange, unaufhörlich, bis er die tiefste Stelle erreicht hat.
- Das einmalige Werkzeug zur Offenbarung dieser Gnade und Liebe Gottes in alle Höhen und Tiefen ist der Apostel Paulus. Er ist der absolute Höhepunkt in der Offenbarung dieser göttlichen Gnade und Liebe. Keiner hat mir JESUS CHRISTUS in der Fülle Gottes so groß gemacht wie er.
Paulus war beauftragt, die Brücke zu schlagen aus der jüdischen Umklammerung ins Griechentum, diese Brücke aufrechtzuerhalten zwischen den noch gesetzestreuen Judenchristen und den Gemeinden Palästinas einerseits und dem Heidenchristentum andererseits, ausgehend von Antiochien über Kleinasien, Mazedonien, Achaja bis nach Rom. Seine Herkunft und sein Bildungsgang prädestinierten ihn zu diesem Brückenschlag. Er hatte das römische Bürgerrecht, darum sein römischer Name Paulus von Jugend an. Er konnte in Tarsus die griechische, kynisch-gnostische Philosophie gründlich kennenlernen. Gleichzeitig war er streng jüdisch in der Tora erzogen und besuchte deswegen wohl keine griechische Schule. Er studierte in Jerusalem bei dem weithin bekannten und geehrten Gesetzesgelehrten Gamaliel. Die Christusoffenbarung vor Damaskus, die Paulus in die Ostererscheinungen einordnete, führte ihn nicht nur zum Glauben, sondern berief ihn zum Apostel (1. Kor. 15, 5-11; 9, 1-6; Gal. 1, 1.12-16). Da er vor seiner Bekehrung ein Eiferer für das Gesetz war, so dass er sich als ‘Antichrist’ betätigte, erkennt er sofort, dass das Gesetz kein Heilsweg sein kann, sondern nur der Glaube an den gekreuzigten und auferstandenen Christus. Ganz schnell führte das zum Bruch mit dem Judentum in der Zentralfrage: Wie gehen Heiden- und Judenchristen mit dem mosaischen Gesetz um?
Lasst uns mit ganzem Herzen und tiefer Freude das gesetzesfreie Evangelium auf der LANGENSTEINBACHERHÖHE verkündigen und leben. Es ist eine wunderbare Gotteskraft und verwandelt uns in das Bild JESU.
Ich befehle Sie dem Herrn und dem Wort seiner Gnade an.
Ihr Manfred Mössinger
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Herzliche Umarmung von Hausvater Manfred Mössinger durch den Vorstand Dr. Hartmut Maier-Gerber (unter Beifall von ca. 600 Gottesdienstbesuchern), nachdem dieser in der Sonntagsmorgen-Versammlung zum 70. Geburtstag gratuliert und für seinen unermüdlichen Einsatz gedankt hat.

Jeden Sonntag ab 10:00 Uhr von der 