Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Von der biologischen Revolution zum Gender Mainstreaming

Hochinteressanter Video-Vortrag von Inge M. Thürkauf über das satanisch inspirierte sog. “Gender Mainstreaming”, das mittlerweile nahezu sämtliche Bereiche der westlichen politischen, gesellschaftlichen und auch kirchlichen (speziell der evangelischen) Welt infiziert hat. Der antichristliche, widergöttliche, menschenfeindliche Charakter dieser zutiefst destruktiven Ideologie wird hier sehr deutlich und eindrücklich dargelegt.

Ich kann diese Videoreihe jedem aufrichtigen Glied am Leibe Christi und jedem Politik- und Wissenschaftsgläubigen nur eindringlich ans Herz legen! Prüfet die Geister!

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Autor: admin | Kategorie(n): Aktuelles, Versuchung & Verführung, Zeitgeist, Zeitgeschichte & Politik  |  5,631 x gelesen

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Welche Bedeutung kommt dem Staat Israel heilsgeschichtlich zu?

Seit dem 15. Mai 1948 besitzen die Juden wieder einen eigenen Staat. Er heißt Israel. Viele Bücher sind seither über jenen wiedererstandenen Staat geschrieben worden. Es wird auch immer wieder gefragt, welche heilsgeschichtliche Bedeutung ihm zukomme. — Wir meinen, daß man das heutige Israel in seiner Bedeutung im Heilsplan Gottes weder unter- noch überschätzen darf. Eine Unterschätzung ist es zweifellos, wenn Professor J. J. Stamm, Bern, schreibt: “Die alttestamentliche Landverheißung hat im NT keinen Platz mehr. Das heißt nicht, daß sie einfach dahingefallen wäre; vielmehr ist sie aufgenommen in Jesu Person und in die Ihn umgebende Gemeinde. Die am Ende in der Unmittelbarkeit zu Gott und zu Jesus stehende Gemeinde ist das Ziel und nicht mehr Jerusalem und der Zion. — Mit diesen beiden Punkten ist gegeben, daß die Gründung des israelischen Staates in Palästina keine direkte heilsgeschichtliche Bedeutung hat. Keine direkte Bedeutung, wohl aber eine indirekte als Zeichen dafür, daß Israel noch immer unter Gottes Treue steht und eine Zukunft hat vor Gott.” (Hervorhebungen von uns.)

Hier hat wieder einmal die fragwürdige Methode der Vergeistigung über das Wörtlichnehmen der Verheißungen Gottes gesiegt. Besonders kraß zeigt dies der Satz, die alttestamentliche “Landverheißung sei aufgenommen in Jesu Person und in die Ihn umgebende Gemeinde”! Das kann man sich weder vorstellen noch steht es geschrieben. Dahin kommt man aber, wenn man alle Worte des AT, die im NT keine wörtliche Wiederholung finden, als abgetan oder vergeistigt oder “verpersönlicht” (wie Stamm sagt) betrachtet! Im übrigen macht das NT sehr wohl, wenn auch spärlich, Ortsangaben. Nach Matth. 24 konzentrieren sich die Endzeitgerichte auf Judäa (V. 16); dort sollen die Juden den Herrn erwarten, und dort werden bei Seiner Ankunft “wehklagen alle (zwölf) Stämme des Landes” (V. 30 und Offb. 1, 7; nicht: “Geschlechter der Erde”; vgl. Sach. 12, 10-14). Und Offb. 20, 9 nennt als Regierungssitz des Tausendjahrreiches “die geliebte Stadt” = das irdische Jerusalem.

Das sind doch unüberhörbare Bestätigungen, daß es bei den Orts- und Landangaben der alttestamentlichen Propheten bleibt! — Man kann eben nicht im gleichen Atemzug die Treue Gottes rühmen, aber die alttestamentlichen Landverheißungen als vergeistigt, verpersönlicht — und das heißt eben doch: in der wortwörtlichen Bedeutung als hinfällig — betrachten! Denn Gott hat sich nach alttestamentlichem Zeugnis nicht nur Sein Volk Israel, sondern ebenso Sein Land Kanaan als Vermählte erkoren (Jes. 62, 4)! Entweder ist Gott treu — dann steht Er zu den Verheißungen für Volk und Land! Oder aber Er wäre es nicht, dann wären die dem Volk Israel gegebenen Verheißungen ebenso wie die Landverheißungen hinfällig.

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Autor: Schumacher, Heinz | Kategorie(n): Heilsgeschichte, Israel, Zeitgeschichte & Politik  |  1,653 x gelesen

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Todesstrafe und Allversöhnung

Die Frage, ob ein Mensch nur in diesem Erdenleben die Möglichkeit der Buße und Umkehr hat, oder ob Gott auch jenseits von Tod und Gericht noch (oder: wieder) solche Möglichkeit bietet, ist gar nicht so theoretisch, unpraktisch, spekulativ oder weltfremd, wie man es ihr bisweilen nachsagt. Das wurde uns aufs neue bewußt, als wir vor kurzem in der Wochenzeitung “CHRIST UND WELT” in einem aktuellen Aufsatz “Kampf um die Todesstrafe” von Giselher Wirsing (Ausgabe vom 9.10.1964) die folgenden Sätze lasen:

“Die christliche Ethik gibt uns in der Frage der Todesstrafe keine übereinstimmende Auskunft. Sowohl in der protestantischen wie in der katholischen Theologie gibt es prominente Anhänger und Gegner der Todesstrafe. Für ihre Anhänger wird die Strafe zur ‘im Namen der Rechtsordnung ausgeübten heiligen Vergeltungsaktion’, wie der katholische Moraltheologe Wendelin Rauch es formulierte. Ob sich eine solche Deutung mit dem modernen säkularen Staat noch vereinbaren läßt, ist fragwürdig … So hat der Abgeordnete Kühn, Hildesheim, durch dessen Initiative das Problem der Todesstrafe neu aufgerollt worden ist, vor allem theologische Motive angeführt. Er erklärt, für ihn sei der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen; wer diese Ebenbildlichkeit für den anderen in Frage stelle, verwirke sein Recht, das heißt also sein Lebensrecht.

Eine solche Argumentation läßt zunächst völlig außer acht, daß unser Strafrecht nicht auf dem Verwirkungsgedanken aufgebaut ist, nicht darauf also, daß eine der Tat entsprechende Strafart gewählt werden müsse, sondern ein der Schuld entsprechendes Strafmaß. Ethisch läßt sich gegen den Grundsatz der Verwirkung vor allem anführen, daß auch dem schlimmsten Frevler nach der Auffassung des Neuen Testaments noch die Gnade Gottes offenstehen muß. Es wird daher immer zweifelhaft bleiben, wieweit der Staat das Leben des Frevlers auslöschen darf, da die Möglichkeit zu Umkehr, Reue und Buße ja nur bei einem lebendigen Menschen möglich ist und sich auch in der Zeit vollzieht …” (Sperrungen von uns.)

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Autor: Schumacher, Heinz | Kategorie(n): Allversöhnung, Zeitgeschichte & Politik  |  1,480 x gelesen

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Friede auf Erden?

Nach dem Verlust des Paradieses erlebt die unter dem Fluch der Sünde stehende Menschheit alles andere als wirkliche Friedenszustände. Im persönlichen Bereich sind Mißgunst, Neid, Zwietracht, Haß, Auseinandersetzungen, Streit und Aggressionen immer wieder die bemerkenswertesten Störfaktoren friedlichen Zusammenlebens. Auf der gesellschaftlich-politischen Ebene versuchen die verschiedensten Interessengruppen ihre Ziele oft mit gewalttätigen Mitteln zu erreichen. Verbale Drohungen, Streiks als Mittel der Tarifkonflikt-Lösungen bei den Gewerkschaften, Terrorakte fanatischer Extremisten (auch in religiösen Bewegungen) und bewaffnete Auseinandersetzungen rivalisierender Parteien sind in der Gegenwart weltweit an der Tagesordnung. Zur Zeit (1996/1997; Anm.) weist die Statistik etwa 70 Krisengebiete mit kriegerischen Auseinandersetzungen auf unserem Planeten aus. Und man gewinnt nicht den Eindruck, daß die vielseitigen Friedensbemühungen auf verschiedenen Ebenen — selbst durch UNO-Vermittlung — einen positiven Erfolg garantieren könnten.

Warum, so fragen sich die meisten Menschen, gelingt es denn nicht, ein friedliches Zusammenleben aller Erdenbewohner, zumindest der Bürger von Ländern und Regionen, zu ermöglichen? Politiker, Philosophen, Theologen, Pädagogen und Psychologen mühen sich allerorts um Lösungen dieses schwierigen Problems.

Den meisten bekannt sein dürfte die Initiative des sogenannten konziliaren Prozesses mit der Forderung nach Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Die Absichten der Initiatoren sind gewiß lobenswert, werden aber nach der Erkenntnis bibelgläubiger Christen nicht zum gewünschten Erfolg führen. Denn hier werden nicht die biblischen Begriffe »Gerechtigkeit« und »Frieden« aufgearbeitet und verwandt, sondern lediglich der Bezug zu gesellschaftlichen Ordnungen wird hergestellt. Nicht die Gerechtigkeit Gottes und der Friede mit Gott werden angestrebt, sondern der sozial-politische Aspekt ist der beherrschende Faktor aller Bemühungen. Und die Forderung nach Bewahrung der Schöpfung läßt völlig außer acht, daß die jetzige Schöpfung vergänglich ist und erst ein neuer Himmel und eine neue Erde die endgültige Lösung aller ökologischen Probleme garantieren.

Wer erinnert sich noch an die Hippie-Bewegung, die vor ca. 30 Jahren in den USA Aufsehen erregte? Diese »Blumenkinder« mit ihrem »Flower-Power« wollten der Welt den Frieden bringen. Ein Jahr der angeblichen Liebe in der Gemeinschaft sollte viel Freundschaft mit wenig Konsum, aber gemeinsamem Teilen in allen Lebensbeziehungen bringen. Doch schon wenige Jahre später folgte die Ermordung Martin Luther Kings und J. F. Kennedys, und die US-Nationalgarde feuerte auf Studenten, die gegen den Vietnamkrieg demonstrierten. — So ließen sich aus der Geschichte und der Gegenwart zahlreiche typische Beispiele anführen, die alle ein gemeinsames Phänomen deutlich werden lassen: Die Menschen guten Willens bemühen sich, das Zusammenleben auf persönlicher, gesellschaftlicher und politischer Ebene möglichst mit friedlichen Methoden konfliktfrei zu gestalten. Aber in letzter Konsequenz gelingt das nie dauerhaft. Im Gegenteil: Oft ergeben sich aus den vordergründigen Lösungsansätzen weitere schwierige Probleme bzw. Konflikte.

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Autor: Heinemann, Karl | Kategorie(n): Heilsgeschichte, Lehre, Zeitgeschichte & Politik  |  5,445 x gelesen

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»Endzeit« im 1. Jahrhundert

Die Parallelität zwischen Urchristenzeit und Endzeit

Gliederung:

I. Das Ende kehrt zum Anfang zurück (Urzeit und Endzeit)
II. Die Vision Daniels über den Geschichtsverlauf (Dan. 7)
III. Letzte Tage während der Erdentage Jesu und Seiner Apostel (»Endzeit« im 1. Jahrhundert)


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Die Parallelen zwischen der Urzeit der Menschheitsgeschichte und der Endzeit sind frappierend. Wer die Anfänge nicht versteht, kann das Ende nicht durchschauen. So müssen wir uns, um einen Blick für die Endzeit zu gewinnen, mit den Anfängen beschäftigen. Verständnis der Urgeschichte gibt Licht für die Endgeschichte. — Weniger bekannt sind ähnliche Beziehungen zwischen der Zeit Jesu und Seiner Apostel und der Endzeit. Diese sollen in der vorliegenden Arbeit beleuchtet werden.

I. Das Ende kehrt zum Anfang zurück (Urzeit und Endzeit)

Die Endzeit, also die Jahre und Jahrzehnte vor der Wiederkunft Jesu Christi mit Seiner Gemeinde in Macht und Herrlichkeit zur Errichtung Seines Königreiches, ist genau besehen eine Zeit der Ausreife. Sie bringt im Kern nichts Neues. Die Weisheit Salomos belehrt uns: »Das, was war, ist das, was wieder sein wird. Und das, was getan wurde, ist das, was wieder getan wird. Und es gibt gar nichts Neues unter der Sonne« (Pred. 1, 9). Das heißt doch mit anderen Worten: Alles war schon einmal da. Wirklich Neues gibt es nicht. Es ist immer nur eine Neuauflage des Früheren in anderer »Gestalt«, aber mit gleichem Wesenskern.

Das ist in der Endzeit nicht anders. Alle Entwicklungen und Erscheinungen waren bereits keimhaft am Anfang der Menschheitsgeschichte vorhanden. In der hebräischen Bibel heißt das erste Buch »Im Anfang«. Es schildert nicht nur den Anfang, sondern auch die Anfänge. Endzeit ist von daher nur voll ausgereifte Anfangs- oder Urzeit. So ziehen sich die Emanzipation des Menschen (1. Mose 3), das religiöse Ich-Wesen (Kain) im Gegensatz zum Menschen des Glaubens (Abel — 1. Mose 4), der Okkultismus und der Einbruch der »Götter« (1. Mose 6), das Gericht über die alte Welt (»Tage Noahs« — 1. Mose 7-8), die revolutionäre, technik- und baubegeisterte Einheitsmenschheit im Turmbau zu Babel (1. Mose 11) und das lasterhafte, reiche, stolze und sexuell pervertierte Sodom und Gomorra (»Tage Lots« —1. Mose 19) mit immer neuen Abarten und Variationen nicht nur wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte, sondern kulminieren am Ende der Tage vor allem in der »Hure Babylon« und im Antichristentum. In den Endzeitreden prophezeit Jesus, dass es »sein wird wie in den Tagen Noahs und Lots« (Luk. 17, 26ff.).

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Autor: Wörz, Reiner | Kategorie(n): Endzeit, Gemeinde, Heilsgeschichte, Israel, Versuchung & Verführung, Völkerschaften, Zeitgeschichte & Politik  |  2,004 x gelesen

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Leben wir in der Zeit der kräftigen Irrtümer?

Es gibt ein bekanntes lateinisches Sprichwort: Errare humanum est (Irren ist menschlich). Das besagt: Irren ist eine menschliche Unzulänglichkeit und ist nicht völlig auszuschließen. In allen Lebensbereichen erfahren wir täglich die Wahrheit dieser Aussage mit mehr oder weniger schwerwiegenden Folgen. Je nach Bedeutung der Irrtumsprozesse sind die Ärgernisse entsprechend für alle Beteiligten von belanglos bis katastrophal einzustufen. Entscheidend aber ist stets die Möglichkeit der Schadensbegrenzung und Berichtigung. Oft können geringe Fehlursachen gewaltige Auswirkungen erzielen, und umgekehrt können gravierende Irrtümer so korrigiert werden, dass die Folgen verhältnismäßig unbedeutend bleiben.

Auch bei glaubenden Menschen kann es immer wieder zu Irrtümern sowohl im Lehrbereich als auch im praktischen Verhalten kommen. Diese Erfahrungen sind für alle wahrheitsliebenden Gläubigen schmerzlich, lassen sich aber mit absoluter Gewissheit nie ganz vermeiden.

Auch die Bibel berichtet von solchen Erfahrungen. Deshalb ist einerseits von allen Beteiligten wahre Demut vonnöten, andrerseits sollte die menschlich-begrenzte Sichtweise stets die Weisheit und Erkenntnis Gottes einbeziehen.

Gefährlich werden Entwicklungen, wenn punktuelle und partielle Irrungen nicht mehr erkannt werden, sondern sich verfestigen und weitere Irrtümer nach sich ziehen. So konnten z. B. aus Lehrirrtümern Irrlehren entstehen, die große Schäden im Laufe der Kirchengeschichte angerichtet haben und sich bis auf den heutigen Tag in Kirchen, Gemeinden und vor allem Sekten hartnäckig behauptet haben.

Der Apostel Paulus ermahnt die Epheser eindringlich: “Deshalb sollen wir nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen durch die Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum” (Kap. 4, 14). Hier wird auch noch differenziert zwischen solchen, die aktiv und bewusst zu Irrtum verführen, und jenen, die sich als Arglose (Unmündige) von der Lehrwahrheit abwenden lassen.

Wir wollen nun der Frage nachgehen, ob in der Gegenwart nicht nur die menschlich bedingten Fehler und Irrtümer vorhanden sind, sondern ob bereits über das normale Maß hinaus kräftige Irrtümer im Sinne des Irrwahns erkennbar sind, so wie es Paulus in 2. Thess. 2, 11 für das Ende des Zeitlaufs (Äons) vorausgesagt hat. In Verbindung mit der Anbahnung des Erscheinens des letzten Menschheitsverführers, den Paulus den Gesetzlosen (Menschen der Sünde) nennt, wird der große Abfall als ein bedeutsames Zeichen genannt. Dieser Prozess wird begleitet durch verführerische Wunder und den Betrug der Sünde (2. Thess. 2, 9.10). Diese verderbliche Entwicklung wird weltweit stattfinden und nach dem Gesamtzeugnis der Bibel den politischen, wirtschaftlichen und religiösen Bereich umfassen.

So wollen auch wir alle drei gesellschaftlich bedeutsamen Aspekte bei der Behandlung unseres Themas berücksichtigen, am meisten jedoch den entscheidenden religiösen Sektor.

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Autor: Heinemann, Karl | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Endzeit, Glaubensleben & Wandel, Schwarmgeist, Versuchung & Verführung, Zeitgeist, Zeitgeschichte & Politik  |  46,454 x gelesen

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Die größte Revolution

Vorbemerkung:

Der nachfolgende Text ist die erste von zwölf Reden von Fritz Binde, die vom Verlag Gottlob Koezle (Wernigerode) im Todesjahr Bindes, 1921, in dem Buch “Neue Herzen” herausgegeben wurden. Die restlichen elf Reden werden im Verlauf der nächsten Wochen ebenfalls an dieser Stelle leicht bearbeitet neu veröffentlicht.

Bei dem aktuell vorliegenden Text ist zu beachten, dass Fritz Binde ihn unter dem Eindruck der sich in Deutschland zum Ende des ersten Weltkrieges und innerhalb der frühen Jahre der Weimarer Republik abspielenden politischen und sozialen Unruhen, Umbrüche und Reformen schrieb. Am 9. November 1918 wurde Kaiser Wilhelm II. unter anderem aufgrund des Drucks aus den USA durch Reichskanzler Prinz Max von Baden eigenmächtig und verfassungswidrig abgesetzt, um den Weg für günstige Friedensverhandlungen mit den alliierten Siegermächten freizumachen. Es gab sowohl vor als auch nach der Entmachtung des Monarchen Aufstände, Putsche, Revolten und politische Morde durch unterschiedlichste politische Kräfte und Bewegungen. Zahlreiche Reformen traten in Kraft, u. a. führte man das Frauenwahlrecht und den achtstündigen Arbeitstag ein. Großen Zulauf fanden neben nationalistischen auch sozialistisch und kommunistisch geprägte Bewegungen und Parteien mit ihren teilweise extrem radikalen Revolutionsbestrebungen. Im Januar 1919 wurde der Spartakusaufstand von monarchistischen und rechtskonservativen Freikorps niedergeschlagen und die kommunistischen Anführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht dabei ermordet. Bis Mitte 1919 schlugen Reichswehr- und Freikorpsverbände auch alle weiteren Versuche, sozialistische Räterepubliken nach Vorbild der Russischen Sowjetrepublik in Deutschland zu etablieren, gewaltsam nieder, zuletzt am 2. Mai 1919 die Münchner Räterepublik. Später erfolgte u. a. der Kapp-Putsch (März 1920) und fast gleichzeitig mit diesem erschütterte ein kommunistischer Aufstandsversuch das Ruhrgebiet, der wiederum von Reichswehr und Freikorps blutig niedergeschlagen wurde. Weitere Aufstände fanden in Mitteldeutschland, Thüringen und Hamburg statt. (Viele andere Aufstände, Putsch- und Umsturzversuche seit der Novemberrevolution 1918 können in den einschlägigen Geschichtsbüchern nachgelesen werden.) Erst 1924, also ca. drei Jahre nach Veröffentlichung des Textes von Fritz Binde, begann eine Phase der relativen Ruhe und Stabilität. Trotz aller Konflikte schien sich die Demokratie durchzusetzen, die allerdings schon wenige Jahre später der Steigbügelhalter für die schrecklichste deutsche Diktatur werden sollte.

Fritz Bindes heiliger Zorn, der in dem nachfolgenden Text immer wieder deutlich zu spüren ist, ruht daher, dass er vor seiner bewussten Hinwendung zu Gott selbst glühender Sozialist und später Anarchist und deshalb mit dem wahren Wesen dieser Ideologien bestens vertraut war. An manchen Stellen schimmert seine Sympathie für einen sog. “christlichen Sozialismus”, vermutlich inspiriert von Apg. 4, 32-37, durch und zeigt, dass er auch als Kind Gottes einer gewissen sozialistischen Idee nicht grundsätzlich abgeneigt schien — wenn die Vorzeichen und Grundlagen dafür stimmten. Man möge davon halten, was man will. — Es gibt darüberhinaus in dem Text so manche Aussagen Bindes, die für heutige Ohren sehr ungewöhnlich sind und nur richtig eingeordnet und verstanden werden können, wenn man eben berücksichtigt, zu welcher Zeit und unter welch gewaltigen Eindrücken sie verfasst wurden und dass das wahre geistliche Leben damals, wie auch zu anderen Krisenzeiten, unter gewaltigem Druck von sich physisch und ideell in Deutschland manifestierter widergöttlicher geistiger Kräfte und Mächte stand.

Die nachfolgende Rede ist keine gewöhnliche, schon gar keine leichte Kost. Auch mag oder kann man möglicherweise nicht allem zustimmen, was Fritz Binde schrieb, oder wünschte sich mehr Differenziertheit, mehr biblischen Bezug etc., aber dennoch handelt es sich hierbei um ein — wie ich finde — sehr spannendes, interessantes, in die Auseinandersetzung eines großartigen Gottesmannes mit einer äußerst schwierige Phase der damaligen deutschen Geschichte Einblick gebendes Dokument und Zeugnis, das deshalb allemal der erneuten Veröffentlichung wert ist.

J. Krafzik


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Ungeheure Umwälzungen haben das Leben einer Reihe von Völkern bewegt und bewegen es noch. Tatsächlich ist das Oberste nach unten und das Unterste nach oben gekehrt worden. Gekrönte Machthaber sind gestürzt, getötet oder verjagt worden. Machtlüsterne sind mehr oder weniger gewalttätig nach oben gekommen und wollen nach ganz neuen Ordnungen den Völkern Heil und Gedeihen bringen. Eine neue Zeit sei angebrochen, heißt es, ein neuer Weltenmärz habe begonnen. Der Sinn des Weltkrieges sei die Offenbarwerdung alles Veralteten, Verrotteten und Unhaltbaren gewesen, dessen Zusammensturz habe erfolgen müssen. Mit der überlebten Machtstellung und Gewaltherrschaft bevorrechtet gewesener einzelner Häupter oder der oberen Zehntausend sei es nun vorbei. Durch die ungeheure Kraftaufrüttelung im Weltenkrieg sei das Volk unter schmerzlichen Opfern klug und reif geworden zur Selbstregierung. Nun nehme es sein Geschick endlich frei, sicher und bewusst in die eigenen Hände. An Stelle der persönlichen Willkürherrschaft trete nun die allein gerechte Volksherrschaft, an Stelle der unheilvollen Machtpolitik die heilsame Friedenspolitik. Und nun breche auch das Zeitalter der sozialen Gerechtigkeit endlich an. Der grelle Flammenbrand des Krieges habe den Arbeiter sehend gemacht. Die privatkapitalistische Wirtschaftsordnung sei als die Ursache des Völkermordens erkannt worden. Deshalb müsse der Demokratisierung der Politik die Sozialisierung der wirtschaftlichen Produktion und des Konsumes folgen. Nur in der sozialen Demokratie liege das Heil der Zukunft. Aber während die einen eine allmähliche Vergesellschaftung der Gütererzeugung und des Güterverbrauches, sowie aller Arbeit anstreben, wollen die anderen den gewaltsamen Abbruch jeder Privatwirtschaft und die sofortige Gültigkeit einer kommunistischen Wirtschaftsweise. So brennt das Völkerleben gegenwärtig im Feuer einer tatsächlich nie dagewesenen Umwandlung. Nichts scheint mehr fest zu stehen, alles scheint sich neu gestalten zu wollen. Wahrlich, wir leben in einer Zeit großer Umwälzungen!

Aber trotz ihrer erlangten Gewalt und Größe sagen uns diese Umwälzungen eigentlich nichts Neues. Sie sind nur die über Nacht reifgewordene Wirklichkeitsernte einer jahrzehntelangen wohlbekannten Gedankenaussaat. Längst hielt man die monarchische Regierungsform für veraltet und betrachtete ihren Zusammenbruch nur noch als eine Frage der Zeit, obgleich ihr Ende jetzt unerwartet schnell kam. Und längst erwartete man bis hoch ins Bürgertum hinauf eine vermehrte Teilnahme des Volkes an der Gesetzgebung und den politischen Regierungsgeschäften, obgleich man sich die Verwirklichung dieser Erwartung ganz anders gedacht hatte. Ebenso hatte man sich angesichts des Wachstums der sozialdemokratischen Partei ja längst mit dem kommenden Umsturz vertraut gemacht, und doch hatte ihn niemand in so schnellreifer Plötzlichkeit und in so unheimlich glattem Verlauf erwartet. Also bedeuten die eingetretenen großen Umwälzungen eigentlich nur die überraschend schnell gekommene Verwirklichung längst bekannter Gedankengänge und längst gehegter Erwartungen, die durch die Gluthitze des unseligen Krieges zur jähen Tatsache gebracht worden sind. Man erntete jetzt geschichtlich, was man seit Jahrzehnten in Leichtfertigkeit oder Trotz gedanklich gesät hat.

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Autor: Binde, Fritz | Kategorie(n): Hingabe, Zeitgeist, Zeitgeschichte & Politik  |  1,279 x gelesen

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Das Evangelium im Weltbankrott

Er ist unaufhaltsam, der Weltbankrott, wenn nicht alle Zeichen trügen. Das ist zum Heulen und Wehklagen auf der einen, zum Jauchzen und Frohlocken auf der andern Seite. Die kulturstolze, ruhmredige, himmelanstürmende Welt des 20. Jahrhunderts mit all den hochgepriesenen Errungenschaften in Wissenschaft, Technik, Industrie und schönen Künsten — auf geradem Weg zum Bankrott. Nicht dass sie selbst das glaubte — bewahre! Es geht ihr wie so manchem Opfer der sog. “weißen Pest”, das sich auf schönster Besserung wähnt, wenn schon die Kirchhofsrosen auf den Wangen glühen. Wie viel kann, wie viel wird man noch leisten! Wir schaffen eine ganz neue Welt, so hat es der amerikanische Präsident mit übers Meer gebracht. Das hat ihm sogar das zusammenbrechende Deutschland geglaubt und daraufhin einen Waffenstillstand angenommen, der in einem Wilson-Frieden enden sollte. Dasselbe Lied singt in Russland und Ungarn der Bolschewismus, und Hunderttausende glauben das und sind bereit, alles Bestehende kurz und klein zu schlagen, um Raum zu schaffen für das “goldene Zeitalter”, das vor der Tür stehe. Ein Mindestmaß von Arbeit und Leistung und die höchsten Löhne. Sechs Stunden an der Drehbank oder Webstuhl, zehn Stunden auf der Bierbank, dem Tanzboden oder im Kino. So leben wir, so leben wir alle Tage. Bekommen wir das nicht, so wird gestreikt. Es lebe die Freiheit, die Kommune, das Proletariat.

Und die großen Herren dieser neuen Welt, die dabei sind, die Landkarte von Europa und etlichen angrenzenden Weltteilen gründlich zu revidieren, und die seit Monaten nicht aufgehört haben, der Welt den Dauerfrieden zu versprechen, was tun die? Die sitzen hinter verschlossenen Türen am grünen Tisch und markten und feilschen, wie man der niedergeworfenen deutschen “Bestie” die Krallen beschneide, dass sie nie wieder wachsen, wie man sie mit Hunger weiter knebeln, ihre unschuldigen Weiber und Kinder auf diesem nicht ganz neuen Weg des eleganten und sehr humanen Massenmordes verelenden und dezimieren kann, wie man aus ihrer Flanke sein Pfund Fleisch herausschneiden kann, ohne dass sie ganz verblute, um dann der erlösten Menschheit das goldene Zeitalter mit unfehlbarer Garantie auf den Präsentierteller zu legen. Denn dann ist der deutsche Militarismus tot, der allein an allem Elend der Welt schuld war. Die Völkerliga wird alles andere bestens besorgen und im besten Stand halten. So hat es ja Präsident Wilson versprochen, und der muss es doch gewiss wissen. Ob es aber dem großen Präsidenten der großen Union (= USA; Anm. J.K.) auch passieren könnte, dass er mit seinen vierzehn Punkten Bankrott macht? Wir können es abwarten. Inzwischen steht geschrieben: “Verflucht ist, wer sich auf Menschen verlässt und hält Fleisch für seinen Arm” (Jer. 17, 5). Damit ist auch ihm und allen seinen lauten und stillen Bewunderern der unausbleibliche Bankrott angesagt von durchaus kompetenter Seite.

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Autor: Ströter, Ernst F., Prof. | Kategorie(n): Allversöhnung, Heilsgeschichte, Zeitgeschichte & Politik  |  1,272 x gelesen

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Zionismus — Bolschewismus — Antisemitismus

Vorbemerkung: Dies ist die letzte Betrachtung zur Weltlage, die wir aus der Feder von Professor Ströter in der Zeitschrift “Das Prophetische Wort” abgedruckt fanden. Sie erschien erst nach seinem Tode im November/Dezember 1923. Da Ströter am 29. August 1922 in Zürich verstorben ist, muß er diese Betrachtung 1922 — wahrscheinlich aber schon wenige Jahre zuvor — verfaßt haben. Es wird darin das Negative am Judentum, sein Fluchwesen, nicht verschwiegen; viel kräftiger aber ertönt Ströters Nein zum hochmütigen, brutalen Antisemitismus. In geradezu prophetischer Weise — als sähe er im Zeichen des Hakenkreuzes, das er “das Symbol der erlösenden Liebe Gottes mit Teufelskrallen” nennt, Schlimmes kommen — mahnt und warnt er vor dem “gefährlichen Gift judenfeindlicher Gesinnung und Handlungsweise”. Hätte Ströter die Hitlerzeit erlebt, er wäre sicher einer der wenigen gewesen, die von Anfang an das teuflische Blendwerk und den frommen Schein durchschauten.
H. Schumacher


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Die Judenfrage ist brennend geworden, mehr als seit Jahrhunderten. Man braucht nur drei Worte auszusprechen: Zionismus, Bolschewismus, Antisemitismus — dann hat man sie in ihrer ganzen unheimlichen Ausgestaltung vor sich. Sie ist das drohendste, unheilvollste Ungewitter, das am Himmel der christianisierten Völkerwelt aufsteigt — höher und höher. Wer soll es bannen, wer es zerstreuen?

1. Um beim Z zu beginnen: Was will der Zionismus? Er bedeutet das erst seit 40 Jahren vernehmliche “Erwachen der jüdischen Nation”. Es war etwas Neues, die Welt Überraschendes, daß dieses rastlos umgetriebene, nirgends heimische Wandervolk, das überall nur geduldet wurde und nur zur Miete wohnte, anfing sich zu schütteln und von Heimat und Vaterland nicht nur dumpf zu träumen, sondern deutlich zu reden. Das fand bald seinen kräftigen Ausdruck in der bekannten Herzl’schen Schrift “Der Judenstaat”. Aus dem Inhalt dieses Buches erwuchs der politische (durchaus nicht religiöse) Zionismus. Er stellte mit viel Geschick, unter großem Enthusiasmus und unter dem Beifall vieler bibelgläubiger Nichtjuden Europas und Amerikas auf dem Ersten Zionistischen Kongreß zu Basel 1897 das bestimmte Programm der Forderung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina auf. In etwas mehr als 20 Jahren hat diese Bewegung an Tiefe, Stärke und Ausdehnung derart gewonnen, daß die beiden großen angelsächsischen Reiche, England und die Vereinigten Staaten von Nordamerika, die mit als Sieger aus dem Weltkrieg hervorgingen, sich in unzweideutiger Weise auf das zionistische Programm verpflichtet und dessen Durchführung dem jüdischen Volk versprochen haben. Ein Erfolg einer großen Idee, wie die ganze Völkergeschichte kaum einen ähnlichen aufweisen dürfte.

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Autor: Ströter, Ernst F., Prof. | Kategorie(n): Israel, Völkerschaften, Zeitgeist, Zeitgeschichte & Politik  |  1,235 x gelesen

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