Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Wasser und Geist

Wo die Gewalt der Finsternismächte gebrochen wird, indem der Geist Gottes sie austreibt und die aus ihrer Macht Befreiten unter die Herrschaft Gottes stellt, da ist Reich Gottes (Matth. 12, 28; Luk. 11, 20). Das Mittel, durch das der Geist den Herrschaftsanspruch Gottes kundtut und dem Sklavenhalter befiehlt, sein Opfer loszulassen, ist das Wort. Der Hauch des Mundes, das an den Geist gebundene Wort, ist das Schwert, mit dem der Herr Seine Feinde schlägt. Dies muß der Antichrist beim Kommen des Herrn zunächst erfahren (2. Thess. 2, 8); dann aber auch alle Nachfolger des falschen Christus (Offb. 1, 16; 2, 16; 19, 15; vgl. auch 1. Kor. 10, 20). Das Wort Gottes ist ein wesenhaftes Wort, die Wahrheit oder Wirklichkeit und darum auch ein Schöpfungswort, durch das Er alles wirkt. “Wenn Er spricht, so geschieht’s, und wenn Er gebietet, so steht’s da” (Psalm 33, 9; 147, 18; 148, 5). Durch Sein Wort tut Er Seinen Willen kund, und dem vermag niemand zu widerstehen. Auf Sein Wort hin geben die Weltbeherrscher der Finsternis ihre Opfer frei. Die Dämonen fahren aus, sobald der Herr es ihnen befiehlt (Mark. 1, 27; Luk. 4, 36; 8, 29-33), und der Gott und Fürst dieser Welt, Satan (2. Kor. 4, 4), muß sich wegheben, wenn das Wort Gottes es gebietet (Matth. 4, 10.11; Joh. 12, 31; 14, 30; 16, 11). “Ein Wörtlein kann ihn fällen.”

Überall da, wo die Herrschaft der Zwischenmächte aufhört und Gott selbst die Herrschaft übernimmt, ist Reich Gottes. Es ist also kein äußeres Reich, das mit äußeren Gebärden kommt, d. h. so, daß man es beobachten könnte (Luk. 17, 20), sondern die Aufrichtung der Herrschaft Gottes in den Herzen. Wer diese Herrschaft Gottes anerkennt, wer Jesus als Herrn bekennt, der ist ein Glied dieses Reiches, ganz einerlei, welche Berufung ihm zuteil wurde oder zu welcher Heilskörperschaft er gehört.

Im Gegensatz zum Reiche Gottes kommt das Königreich des Sohnes äußerlich sichtbar und ist auch zeitlich begrenzt. Auf der alten Erde dauert es 1000 Jahre und auf der neuen Erde so lange, bis Er alles dem Vater zurückgebracht und untertan gemacht hat. Dann unterwirft sich der Sohn selbst dem Vater, auf daß Gott sei alles in allem.

Reich Gottes ist also überall da, wo Gott unmittelbar die Herrschaft ausübt. Wer diese Herrschaft anerkennt, gehört zu Seinem Reiche. Darum gehören die Glieder der Leibesgemeinde ebensogut zum Reiche Gottes wie die Gläubigen auf früheren oder späteren Berufungslinien. Der Unterschied in der Berufung besteht ja nicht darin, daß man zu einem anderen Reiche gehört, sondern darin, daß man in demselben Reiche verschiedene Aufgaben hat, verschiedene Dienste und Berufe ausübt, eine andere Stellung einnimmt, einer anderen Heilskörperschaft angehört. Darum predigt Paulus das Reich Gottes genausogut wie jeder andere Apostel, ja, mehr als alle (Röm. 14, 17.18; 1. Kor. 4, 20; 6, 9.10; 15, 50; Gal. 5, 21; Eph. 5, 5; Kol. 4, 11; 1. Thess. 2, 12; 2. Thess. 1, 5; 2. Tim. 4, 1.18), denn die andern Apostel erwähnen das Reich fast gar nicht, sondern nur einmal in Jak. 2, 5. Dies ist gut zu verstehen, denn in diesem Reiche, das nicht mit äußeren Gebärden kommt, ist die Leibesgemeinde die erste Heilskörperschaft, die als Organismus von innen her durch den Geist geleitet ist und nicht als Organisation mit äußeren Machtmitteln erscheint. — Das Reich Christi aber erwähnen die andern auch (vgl. Apg. 1, 6; 2. Petr. 1, 11; Offb. 11, 15; 20, 4).

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Autor: Geyer, Karl | Kategorie(n): Lehre, Verwandlung & Erstattung  |  1,158 x gelesen

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Fleischliches Versagen und geistliche Erneuerung

(Nach einer Tonbandaufnahme — überarbeitet von Wolfgang Jugel)

“Und es geschah, als David und seine Männer am 3. Tage nach ZIKLAG kamen, da waren die AMALEKITER in den Süden und in ZIKLAG eingefallen; und sie hatten Ziklag geschlagen und es mit Feuer verbrannt” (1. Sam. 30, 1).

Wenn wir solches lesen, erhebt sich doch sofort die Frage: Warum hat Gott dies zugelassen? Hierzu müssen wir in unserer Bibel ein wenig zurückblättern.

Da wird David mit seinen 600 Männern Tag für Tag und Nacht um Nacht von dem verworfenen König Saul gejagt. Einmal birgt er sich in der Höhle Adullam, ein anderes Mal entflieht er in die Wüste Juda; dann wieder weilt er auf einer Bergfeste — und immer weiß er: Die Häscher Sauls verfolgen mich auf Schritt und Tritt! Andererseits hat er die großen Verheißungen Gottes empfangen: Du bist der Gesalbte! Du wirst einmal, König werden! Und schon oft hat er die Erfahrung gemacht, daß Gott auch in der allergrößten Not einen Weg findet, ihn und die Seinigen durchzubringen. 1. Sam. 26, 25 aber berichtet uns von einer Atempause; endlich kehrt einmal Ruhe ein.

Nun können wir aber gar nicht verstehen, was uns Kap. 27, 1 berichtet (dies führte nämlich letztlich zur Vernichtung Ziklags):

“Und DAVID sprach in seinem Herzen: Eines Tages werde ich ja doch durch die Hand Sauls umkommen; nichts kann mir besser sein, als daß ich eilends in das Land der PHILISTER entrinne; dann wird Saul von mir ablassen …”

Damit uns das lebendig wird, müssen wir einmal die Kapitel 1. Sam. 27-29 ganz durchlesen. Ich will nur einige Punkte herausstellen:

David hat einen großen Fehler gemacht, den auch wir begehen, wenn wir gleich ihm in Spannungen und Schwierigkeiten hineinkommen: Daß wir dann mit uns selbst zu Rate gehen und unser eigenes Herz befragen! Stattdessen sollten wir stille werden und uns einmal daran erinnern, wie der lebendige Gott in der Vergangenheit unseres Lebens gehandelt hat und welche kostbaren Verheißungen Er uns für die Zukunft gegeben hat. Dies hätte auch David tun sollen.

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Autor: Schadt, Robert | Kategorie(n): Glaubensleben & Wandel, Israel, Verwandlung & Erstattung  |  1,114 x gelesen

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Acht göttliche Wandlungen

(Neujahrsansprache auf der Langensteinbacherhöhe vom 1. Januar 1962)

Zu dem, was ich heute morgen sagen möchte, zwei Bibelstellen:

“Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf daß die Überschwenglichkeit der Kraft sei Gottes und nicht aus uns. Allenthalben bedrängt, aber nicht eingeengt; keinen Ausweg sehend, aber nicht ohne Ausweg; verfolgt, aber nicht verlassen; niedergeworfen, aber nicht umkommend; allezeit das Sterben Jesu am Leibe umhertragend, auf daß auch das Leben Jesu an unserem Leibe offenbar werde.” (2. Kor. 4, 7-10)

“… indem wir in keiner Sache irgendeinen Anstoß geben, auf daß der Dienst nicht verlästert werde, sondern in allem uns erweisen als Gottes Diener: in vielem Ausharren, in Drangsalen, in Nöten, in Ängsten, in Streichen, in Gefängnissen, in Aufständen, in Mühen, in Wachen, in Fasten; in Reinheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Gütigkeit, im Heiligen Geiste, in ungeheuchelter Liebe, im Worte der Wahrheit, in der Kraft Gottes;
durch die Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und Linken;
durch Ehre und Unehre;
durch böses Gerücht und gutes Gerücht;
als Verführer und Wahrhaftige;
als Unbekannte und Wohlbekannte;
als Sterbende, und siehe, wir leben;
als Gezüchtigte und nicht getötet;
als Traurige, aber allezeit uns freuend;
als Arme, aber viele reich machend;
als nichts habend und alles besitzend.”
(2. Kor. 6, 3-10)

Wenn man diese beiden Stellen liest, die Paulus aus der Praxis heraus schreibt, kann man erschrecken. Sie zeigen Licht und Finsternis, ungeheure Spannungen, aber auch den Herrn, der aus den Spannungen herausführt. Darauf möchte ich uns einmal hinweisen auch im Blick auf das neue Jahr, das vor uns liegt und viele ungelöste Fragen mit sich bringt. Werden sie gelöst werden? Das weiß GOTT allein.

Gott ist ein Gott, der auf der einen Seite Spannungen herbeiführt, und zugleich ist Er der, der immer einen Ausweg für uns hat. Er kann Wandlungen vollführen, und darüber möchte ich heute morgen etwas sagen.

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Autor: Schadt, Robert | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Erkenntnis & Wesen Gottes, Lehre, Verwandlung & Erstattung  |  1,067 x gelesen

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Gott wandelt Fluch in Segen — Dargestellt an Josuas Fluch über die Gibeoniter

(Nach einem Wortdienst von Arthur Muhl in Arosa)

Heute richten wir einmal unsere Aufmerksamkeit auf ein “Lumpengesindel”, von dem uns Josua 9 Kunde gibt. Ich will es kurz berichten und dann einige Worte herausgreifen.

Ganz Kanaan war dem Fluch verfallen. Und nun kommt Josua, der Kämpfer Gottes, mit Israel, mit den Schlachtreihen des lebendigen Gottes, herangerückt. Jericho ist bereits gefallen, und auch Ai ist gefallen. Die Leute von Gibeon, einer der hoch bis zum Himmel befestigten Städte Kanaans, haben das alles gehört. Was taten daraufhin diese verfluchten Kanaaniter? Sie glaubten der Kunde, die sie hörten, und sandten Abgeordnete nach Gilgal, ins Lager zu Josua. Nun hatten die Gibeoniter aber gehört, daß Josua, der Mann Gottes, Jericho und Ai und noch andere Städte mit List eingenommen hatte. Da sagten sie sich: Wenn ein Mann Gottes mit List eine Stadt erobert zur Zerstörung, dann dürfen wir Kanaaniter, die wir ohnehin dem Fluch verfallen sind, Gottlose von Haus aus, es doch wohl auch wagen, unsererseits mit einer List zu Josua zu gehen, um uns zu retten. Wie sehen daher diese Abgeordneten aus? Es sind keine hohen Ratsherren in Uniform, sondern sie kommen in abgetragenen Lumpen, zerrissenen Schuhen, mit schimmligem Brot und abgenutzten Weinschläuchen daher. So wollten sie den Israeliten vortäuschen, sie kämen aus fernem Lande, von einer vielleicht 500 km langen Reise, wären erschöpft und am Ende ihrer Kräfte und Habseligkeiten.

In dieser Aufmachung kommt das “Lumpengesindel” zu Josua, dem Vorbild auf Jesus, ins Lager nach Gilgal, dem hebräischen Stichwort für das neutestamentliche Golgatha, und bittet um ein Bündnis.

Wer so als “Lump” zum Herrn Jesus nach Golgatha kommt in der Hoffnung auf Begnadigung, der hat Aussicht, gerettet zu werden und dem gerechten Gericht zu entkommen, das eigentlich an ihm vollzogen werden müßte. Waren wir nicht alle solche, als wir zum erstenmal zu dem Herrn nach Golgatha kamen? Die Gibeoniter haben schauspielerisch dargestellt, was wir sind, und was auch sie in Gottes Augen tatsächlich waren. Als sie dort den Josua dreist und kühn belogen, haben sie, ohne es zu wissen und zu wollen, zum erstenmal die Wahrheit gesagt und sich so gezeigt, wie sie vor Gott sind.

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Autor: Muhl, Arthur | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Erkenntnis & Wesen Gottes, Heilsgeschichte, Verwandlung & Erstattung  |  1,410 x gelesen

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Vom Ausharren Hiobs und vom Endziel Gottes

“Nehmet, Brüder, zum Vorbild (Modell oder Verhaltensmuster) des Leidens und der Geduld die Propheten, die im Namen des HERRN (JHWH’s) geredet haben. Siehe, wir preisen die glückselig, die ausgeharrt haben. Vom Ausharren HIOBS habt ihr gehört und das Ende des HERRN habt ihr gesehen, (nämlich) daß der Herr voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist!” (Jak. 5, 10-11).

Vorliegender Text will uns ein heiliges Verhaltensmuster für das geduldige Ertragen von Unglücksschlägen, Verhängnissen, Leiden, Anfechtungen und Trübsalen geben. Es ist verständlich, wenn er aus der Galerie der Leidensgestalten im Alten Bunde gerade HIOB auswählt. Galt doch sein Leiden dem Volke Gottes schon immer als eine Antwort auf die Frage, warum denn die Auserwählung so eng verflochten mit der Trübsal ist. Ja, Hiob wird auf seinem Leidensweg zum Modell des Leidensknechtes schlechthin, zum Vorbild des entmachteten und gekreuzigten Messias!

Wie sehr sich immer wieder die Edlen Israels mit Hiob identifizierten, der im tiefsten Unglück sprach: “JHWH hat gegeben, JHWH hat genommen, der Name JAWH’s sei gesegnet!”, mag folgende jüdische Überlieferung zeigen:

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Autor: Jugel, Wolfgang | Kategorie(n): Erkenntnis & Wesen Gottes, Glaubensleben & Wandel, Lehre, Verwandlung & Erstattung  |  1,561 x gelesen

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Wunder der Verwandlung

Uralt und tief in die Herzen eingewurzelt ist die Sehnsucht der Menschheit, sich aus dem Staub und Elend der Erde in das Licht einer höheren, wesenhaften Welt zu erheben, die immer unhaltbarer werdenden Zustände neu zu gestalten oder, bildlich gesprochen, Steine in Gold zu verwandeln. Sie trägt eine selig-unselige Rückerinnerung an die Freuden und Wonnen des Paradieses unbewußt in sich und erahnt und ersehnt etwas von den großen Gottesverheißungen, die der gequälten Schöpfung gegeben sind.

Lesen wir doch von mancherlei Wandlungen, die der Vater der Liebe zustande bringt. “Gott wandelt Fluch in Segen”, sagen uns 5. Mose 23, 5 und Neh. 13, 2. Kann Er das nicht auch bei uns im Vollumfang tun? Vermag der Herr in der scheinbaren Ausweglosigkeit unsres enttäuschten und müden Lebens das nicht wahr zu machen, was Er einst an Seinem Volk Israel bei seinem Auszug aus Ägypten als Vorbild auf uns tat: “Er wandelte das Meer in trockenes Land, sie gingen zu Fuß durch den Strom; da freuten wir uns in Ihm” (Ps. 66, 6)? Warum sollte nicht auch über uns und alle der Geist Gottes geraten, so daß wir, wie einst Saul, in völlig andre Menschen verwandelt werden (1. Sam. 10, 6)? Weshalb sollten nicht auch wir, ja die ganze gequälte Menschheit und die gesamte Schöpfung gleich den Juden zur Zeit des Ahasveros Ruhe erlangen vor allen Feinden, so daß sich jeder Kummer in Freude und alle Trauer in einen Festtag verwandelt (Esther 9, 22)?

Alle diese Verwandlungen sind “Wunder”, d. h. sie entsprechen nicht den täglichen Erfahrungen und den kontrollierten und anerkannten “Wissenschaftlichen Tatsachen”. Und doch sind sie Wirklichkeiten, weit wesenhaftere Wirklichkeiten als all das, was die kleinen, armseligen, für Gott und Sein Wort blinden Menschlein mit ihrem verfinsterten Verstand begreifen und darum huldvoll bejahen und gelten lassen.

Es gibt tatsächlich Wunder der Verwandlung. Von ihnen wollen wir einige betrachten und uns fragen, ob und wieweit wir in diesem köstlichen Prozeß der Umgestaltung und Erneuerung persönlich stehen.

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Erkenntnis & Wesen Gottes, Heilsgeschichte, Lehre, Verwandlung & Erstattung  |  841 x gelesen

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Acht Maßstäbe göttlicher Erstattung

Christus ist nicht nur Schöpfer und Erlöser, Träger und Hohepriester, Richter und König Seines Volkes Israel und der Nationen, Seiner Leibesgemeinde und des Weltenalls — Er ist auch für alle Seine Wesen und Welten Erstatter und Vollender. Erst die zielführenden Ämter lassen uns Seine Glorie hell aufleuchten und befriedigen völlig das Herz des Glaubens. Wem Gott einmal den Blick dafür öffnen konnte, daß Er uns in Seinem Sohn Erstattung, Wiedergutmachung und Erneuerung sichergestellt hat, der lernt anbeten in heiliger, gelöster Freude.

Nach Gottes unantastbarem Wort gibt es nicht nur verschiedene Arten, sondern auch verschiedene, genau festgelegte Maßstäbe der Erstattung.

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Erkenntnis & Wesen Gottes, Lehre, Verwandlung & Erstattung  |  1,166 x gelesen

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Das Geheimnis des Nichtentschlafenmüssens und der Verwandlung

“Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune. Denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.” (1. Kor. 15, 51.52)

“Wir wollen aber nicht, Brüder, daß ihr in Unkenntnis seid in betreff der Entschlafenen, auf daß ihr nicht betrübt seid, so wie auch die übrigen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, daß Jesus starb und auferstand, also wird auch Gott die durch Jesum Entschlafenen mit ihm bringen. Denn dies sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die Lebenden, die übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, werden die Entschlafenen keineswegs überholen. Denn der Herr selbst wird mit Befehlsruf, mit der Stimme eines Engelfürsten und mit der Posaune Gottes herabsteigen vom Himmel, und die Toten in Christo werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die Lebenden, die übrigbleiben, zugleich mit ihnen zusammen entrückt (weggerafft) werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft, und also werden wir immerdar mit dem Herrn zusammen sein. So ermuntert nun einander mit diesen Worten.” (1. Thess. 4, 13-18)

Alles Erschaffene ist der Vergänglichkeit unterworfen. Die ganze Schöpfung seufzt und liegt in Geburtswehen bis jetzt. Auch wir selbst seufzen in uns selbst, erwartend die Sohnschaft, die Erlösung unseres Leibes (Röm. 8, 19-23).

Wenn schon die Söhnegemeinde seufzt, die doch als Erstling Gottes aus allem Erschaffenen den Geist trägt, d. h. die erste Heilskörperschaft ist, die, solange die Welt steht, Teilhaber der göttlichen Natur ist, Anteil hat an seinem Wesen, weil der Geist Gottes in ihr wohnt (und der Geist ist das Wesenhafte, die Wahrheit), — wievielmehr müssen die seufzen, die den Geist noch nicht haben! Ihnen fehlt damit die Teilhaberschaft an der göttlichen Natur, ihnen fehlt die innere Wesenseinheit mit Gott, ihnen fehlt die Heilsgewißheit, ihnen fehlt die Versiegelung mit dem Geiste, ihnen fehlt das Unterpfand für ein Erbe im Licht. Das ist doch der völlige Mangel an allem Wesenhaften, an allem Bleibenden. Sollten sie nicht seufzen, wenn wir dies doch noch tun, die wir alle diese Stücke schon haben durch den in uns wohnenden Geist? — Wir sind doch bereits im Geiste erneuert und stehen in Wesens- und Lebensgemeinschaft mit Gott. Nur unser Leib wartet noch auf Erlösung. Sie aber haben noch keinerlei Unterpfand und empfinden noch nicht, was es heißt, freigemacht zu sein vom Gesetz der Sünde und des Todes (Röm. 8, 2). Darum liegt noch die Knechtschaft des Verderbens und der Vergänglichkeit wie ein lähmender Bann auf allem und hält alle Wesen ständig in der geheimen Angst und in der Sklaverei der Todesfurcht (Hebr. 2, 15).

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Autor: Geyer, Karl | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Entrückung, Gemeinde, Verwandlung & Erstattung  |  865 x gelesen

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