Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Von der biologischen Revolution zum Gender Mainstreaming

Hochinteressanter Video-Vortrag von Inge M. Thürkauf über das satanisch inspirierte sog. “Gender Mainstreaming”, das mittlerweile nahezu sämtliche Bereiche der westlichen politischen, gesellschaftlichen und auch kirchlichen (speziell der evangelischen) Welt infiziert hat. Der antichristliche, widergöttliche, menschenfeindliche Charakter dieser zutiefst destruktiven Ideologie wird hier sehr deutlich und eindrücklich dargelegt.

Ich kann diese Videoreihe jedem aufrichtigen Glied am Leibe Christi und jedem Politik- und Wissenschaftsgläubigen nur eindringlich ans Herz legen! Prüfet die Geister!

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Autor: admin | Kategorie(n): Aktuelles, Versuchung & Verführung, Zeitgeist, Zeitgeschichte & Politik  |  5,631 x gelesen

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Prophetie für die Gemeinde Jesu Christi

Soll das etwa heißen, daß die Gemeinde Jesu Christi eine eigene, d. h. eine Spezialprophetie hat? Gewiß! Wer das nicht weiß, ist zu bedauern. Spricht doch die Heilige Schrift unverkennbar von den getrennten Körperschaften: Gemeinde Jesu Christi als sein Leib, und Israel als sein Weib. Beide Körperschaften werden nicht nur getrennt gesehen, sondern es werden auch ihre getrennten Wirkungszeiten genauestens aufgewiesen. Wenn die Bibel diese Heilskörperschaften ganz korrekt getrennt sieht, warum vermengt man sie? Ist das notwendig? Kann durch das “Gemenge” Klarheit erstehen?

Über allen Zweifel erhaben ist die Tatsache, daß nur Paulus die Gnade hat, “zu enthüllen das Geheimnis, das vor Grundlegung der Welt verborgen gewesen ist” (Eph. 3, 1-11). Wenn Paulus allein den göttlichen Auftrag hat, das umfassende Wesen der Gemeinde darzustellen, dann hat er auch die Aufgabe, ihre Wirkungsverhältnisse mit ihren eigenen Zeiten aufzuweisen. Und das ist nichts anderes als exakte Prophetie! Darum ist allein Paulus für die Gemeinde Jesu Christi der Prophet! — Wer die Prophetie für die Gemeinde anderweitig sucht, der sucht sie an verkehrter Stelle.

Leider haben viele Gemeindeglieder von dieser Tatsache wenig Kenntnis. Sie operieren mit prophetischen Dingen, die meist Israel und die Nationen angehen und für die Gemeinde nur am Rande liegen. Verwirrend wird es dann, wenn sie diese Prophetie auf die Gemeinde anwenden. — Es wirkt wahrhaftig sonderbar, wenn man einen Körper mit einem wesensfremden Anzug bekleidet. Solches Handeln ist nicht nur unsachlich, sondern auch nachteilig. Die Gemeinde Jesu Christi hat nun einmal ihr Sonderwesen und ihre Sonderzeit und hat darum auch ihre besondere prophetische Weisung. Daß man das im allgemeinen nicht sieht, gibt zu denken. Wer verursacht diese Verdunkelung?

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Autor: Malessa, Friedrich | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Endzeit, Gemeinde, Kirchentum, Versuchung & Verführung, Zeitgeist  |  1,758 x gelesen

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Verherrlicht nun Gott in eurem Leibe!

(1. Kor. 6, 20)

Alles Geistige drängt danach, Gestalt anzunehmen. An und für sich ist der Geist unsichtbar. Darum wird auch Gott, der Geist ist, der unsichtbare Gott genannt (Kol. 1, 15; 1. Tim. 1, 17; Hebr. 11, 27; Röm. 1, 20; 1. Tim. 6, 16; Joh. 1, 14-18; 14, 8-11 u.a.). — Um sichtbar zu werden, mußte Er leibhaftig werden, d. h. in einem Leibe erscheinen, sichtbare Gestalt annehmen. Nur in dieser Form und Wesenheit ist die Liebes-Einheit zwischen Gott und Menschen restlos vollziehbar. Bis dahin ist sie nur geist- und glaubensmäßig wirksam. — In der Vollendung, wenn wir Ihn sehen, wie Er ist, wird die Liebes-Einung in der neuen Geistleiblichkeit schaubar vollzogen. Im Blick auf diesen Zukunftsstand sagt Oetinger mit vollem Recht: “Geistleiblichkeit ist das Endziel der Wege Gottes.”

Als Gott im Sohne ins Fleisch kam, so daß wir Seine Herrlichkeit in leibhaftiger Gestalt sehen konnten, jauchzte der Sohn in glückseliger Freude Seines gottseligen Herzens: “Schlachtopfer und Brandopfer hast Du nicht gewollt; aber einen Leib hast Du Mir bereitet!” (Hebr. 10, 5).

Sein Kommen in diese Welt diente also zunächst nicht der Befriedigung der Bedürfnisse der Menschen, sondern der Stillung des Liebesverlangens und des innersten Geistesdranges des Vaters, der sich im Sohne offenbaren und sichtbar darstellen wollte, und zwar so, daß der Sohn bekennen konnte: “Wer mich sieht, der sieht den Vater!” (Joh. 14, 8-11).

Darum sang auch die alte Gemeinde, die Ekklesia Gottes, die Er in 1. Tim. 3, 15 den Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit nennt: “Anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Gott ist geoffenbart worden im Fleische, gerechtfertigt im Geiste, gesehen von den Engeln, gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit” (1. Tim. 3, 16).

Im Sohn der Liebe wohnte nicht nur so ein Stück göttlichen Wesens, sondern die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig (Kol. 2, 9). Im gleichen Brief bezeugt uns der Heilige Geist durch den Apostel Paulus, daß dieses Wohnen der ganzen Fülle im Sohne seinen Ursprung hatte in dem Wohlgefallen des Vaters (Kol. 1, 19). Es war des Vaters Wonne, Seine Lust, Sein Wohlgefallen, Seine Eudokia, das ist die Höchstlust der Wonne Seiner Liebe, im Sohne zu wohnen. Hier waren wirklich Gottheit und Menschheit in Einem vereint, so daß in Ihm, dem Gottessohn Christus Jesus, alle vollkommene Fülle erscheinet. Der Sohn der Liebe ist der Mittler zwischen Gott und Menschen, der in der Mitte zwischen beiden Stehende und Vermittelnde, der aus beiden eines macht, der Mensch Christus Jesus, der wahre und wesenhafte Gottmensch (1. Tim. 2, 5).

An diesem Punkte scheiden sich daher auch die Geister. Wer da bekennet, daß der Sohn Gottes ins Fleisch kam, der ist aus Gott. Ein jeder Geist, der das nicht bekennet, ist nicht aus Gott. Dies ist der Geist des Antichrists (1. Joh. 4, 1-3).

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Autor: Geyer, Karl | Kategorie(n): Gemeinde, Glaubensleben & Wandel, Heiligung, Hingabe, Versuchung & Verführung  |  1,561 x gelesen

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Der Aufruhr Korahs und das Wesen der Sünde

“Und Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehaths, des Sohnes Levis, unternahm es, und mit ihm Dathan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On, der Sohn Peleths, die Söhne Rubens, und sie standen auf gegen Mose, mit 250 Männern von den Kindern Israel, Fürsten der Gemeinde, Berufenen der Versammlung, Männern von Namen. Und sie versammelten sich wider Mose und wider Aaron und sprachen zu ihnen: Laßt es genug sein! denn die ganze Gemeinde, sie allesamt sind heilig, und der Herr ist in ihrer Mitte! Und warum erhebt ihr euch über die Versammlung des Herrn?” (4. Mose 16, 1-3)

Was wir in diesen und den folgenden Versen von 4. Mose 16 vor uns haben, ist ein Gemeindestreit besonderer Art. Nicht nur wurde er auf eine außergewöhnliche Weise von Gott beendet und gerichtet, nicht nur barg er besonderen Zündstoff in sich, weil er zugleich ein Streit unter Verwandten war, und nicht allein spielt er sich vor einem ungewöhnlich dunklen Hintergrund der Geschichte Israels ab — an dieser Rebellion in der Wüste Paran läßt sich auch so besonders deutlich erkennen, worin das Wesen der Sünde eigentlich besteht.

Wie ernst Gott das Ganze nahm, läßt sich daran messen, wie streng Er es bestrafte. Mose darf in V. 29 und 30 der ganzen Gemeinde die drohenden Worte entgegenschleudern: “Wenn diese sterben, wie alle Menschen sterben, und mit der Heimsuchung aller Menschen heimgesucht werden, so hat der Unwandelbare mich nicht gesandt; wenn aber der Herr ein Neues schafft und der Erdboden seinen Mund auftut und sie verschlingt mit allem, was ihnen angehört, und sie lebendig in den Scheol (das Totenreich) hinabfahren, so werdet ihr erkennen, daß diese Männer den Herrn verachtet haben.” Kaum hatte er diese Worte ausgeredet, da geschah das Außerordentliche: der Erdboden spaltete sich, die Erde tat ihren Mund auf und verschlang die Rebellen samt ihren Familien und Anhängern und ihrer ganzen Habe. Sie fuhren lebendig ins Totenreich hinab, und die Erde bedeckte sie (Verse 31-33).

Bevor wir uns ansehen, worin denn diese so außergewöhnlich streng und furchterregend bestrafte Sünde bestand, sei noch ein Blick auf die verwandtschaftlichen Verhältnisse und die geschichtliche Epoche geworfen, in der sich dieser Aufruhr ereignete. Ersteres verdeutlichen wir am besten durch eine Skizze:

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Autor: Schumacher, Heinz | Kategorie(n): Heilsgeschichte, Israel, Versuchung & Verführung  |  1,436 x gelesen

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Unsere Gegner nach Epheser 6, 12

Das Leben ist ein Kampf. Das sagt schon ein weltliches Sprichwort und meint damit die täglichen Mühsale und Enttäuschungen, die keinem Sterblichen erspart bleiben. Wieviel tiefer aber ist die Einsicht, die Gottes heilige Urkunden uns geben! Sie zeigen uns, daß unser Kampf im eigentlichen Grund nicht gegen die Welt um uns, sondern vielmehr gegen die Welt über uns geht. Unsre wirklichen Gegner sind nicht in der Umwelt, sondern in der Überwelt zu suchen.

Lesen wir darüber Eph. 6, 12: “Unser Kampf ist nicht wider Fleisch und Blut, sondern wider die Fürstentümer, wider die Gewalten, wider die Weltbeherrscher dieser Finsternis, wider die Bosheitsgeister in den Überhimmeln.”

Der inspirierte Apostel nennt vier Gruppen von Gegnern, wider die wir in der Waffenrüstung Gottes zu kämpfen und zu siegen vermögen. Es sind:

  1. Die Anfangsmächte oder Fürstentümer;
  2. die Herrschaften oder Vollzugsgewalten;
  3. die Weltbeherrscher oder Systemhalter;
  4. die Geister der Bosheit in den Überhimmeln.

Was sagt die Schrift über diese Feinde, denen unser Glaubenskampf gilt? Zunächst geht aus den einleitenden Worten unseres Verses hervor, daß es keine Wesen aus Fleisch und Blut sind. Es sind Engelmächte, die auf uns einwirken. Zweierlei wollen wir festhalten, was von grundlegender Bedeutung für die Kampfesart jener Geisterwelten ist. Zuerst gilt es zu bedenken, daß diese Wesen unsern eigentlichen Geistes- und Glaubensgrund nicht anzutasten vermögen.

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Gemeinde, Unsichtbare Welt, Versuchung & Verführung  |  1,356 x gelesen

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Kirchen-Ökumene aus der Sicht des prophetischen Wortes

Vorbemerkung: Dieser Artikel erschien 1965. Heute sind die ökumenischen Bestrebungen bereits wesentlich weiter, und vieles von dem, was Dr. Kahn noch mit Grausen kommen sah, hat sich mittlerweile bestätigt und erfüllt — und ist gar schlimmer gekommen. Trotzdem dieser Artikel nicht auf dem heutigen Stand der ökumenischen Verhandlungen und Gegebenheiten ist, stellt er einen lesenwerten, mahnenden, immer noch aktuellen Beitrag zu dieser unbiblisch-religiösen Bündnisbestrebung dar, die im Gesamtrahmen der heilsgeschichtlichen Endzeitprophetie ein wesentlicher Mosaikstein ist für die sich immer deutlicher abzeichnende widergöttliche — Gott sei Dank im letzten Ende nur kurz dauernde! — “Welt-Einheit” des Antichristen.

(Unterstreichungen im Artikel vom Bearbeiter)


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Joh. 10, 14-16: “Ich bin der gute Hirte und erkenne die Meinen und bin bekannt den Meinen, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle; und dieselben muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und wird eine Herde und ein Hirte werden.”

Diesem “eine Herde und ein Hirte” liegt zunächst alle ökumenische Bestrebung zugrunde. Da in dieser Richtung so viel aufrichtiges Bemühen sichtbar wird, ist die Gefahr einer Einbuße an Glaubenssubstanz und damit unbewußter Schrittmacherdienste zum Abfall, ja zum Widerchristen hin sogar, besonders groß. Es ist ein menschliches Vorwegnehmen eines großen Zieles Gottes auf das Reich hin, ähnlich wie beim vorweggenommenen Missionsauftrag von Matth. 28, alle Nationen zu Jüngern zu machen, nur viel schwerwiegender und in der Folge unabsehbar, weil bei den Missionen immerhin viel gottgefälliger Erfolg auf manchen Gebieten sich einstellen kann, während die Gefahr fauler Kompromisse und der Verflachung — als Folge ökumenischer Zielsetzung — unabsehbar ist.

Da, wie gesagt, dennoch — zunächst — sehr viel aufrichtiges Wirken geschieht und auch Frucht zu bringen scheint, ist vor allem die Jugend gefährdet. Sie wird nicht unterscheiden können, was an solchen Bestrebungen wertvoll ist, und was negativ. Ganz im Gegenteil: Sie wird den Gesprächspartnern, welche auf die Gefahren hinweisen — und wären die Argumente noch so überzeugend vom Wort der Bibel her begründet —, entgegenhalten, alles Abbremsen solcher Bestrebungen stelle überaltete “konservative” Einstellungen dar, und es sei an der Zeit, der “neuen Zeit neuen Wind” in das religiöse Segel wehen zu lassen.

Als Phänomen der grundsätzlich umstrittenen Grundhaltung und damit auch — leider! — als Prototyp der Schrittmacherdienste zum Antichristentum hin, mag Albert Schweitzer gelten. Steht er doch im Ansehen vieler Christen als ein wunderbares Zeugnis beglaubigter Nachfolge Jesu Christi da, als ein Ausweis, ein “Brief Christi”, eine Ausprägung vieler christlicher Tugenden. Und doch glaubt Schweitzer weder an die Gottes-Sohn-Natur Jesu (”ins Fleisch gekommen”) noch an das Blut Jesu. Keine Erlösung direkt von Gott her also, sondern nur Ideal und Vorbild menschlichen Wirkens. Wäre das ganze Werk Schweitzers nur philanthropisch oder humanitär, dann dürfte, ja müßte man es als solches begrüßen und achten. Dann wäre es ein humanitäres Wirken etwa von der Art Marshalls mit seinem Marshall-Plan, oder Dunants, des Gründers des Roten Kreuzes. So aber ist das Werk Schweitzers in den Augen vieler Zeitgenossen in ein christliches Zeugnis eingemäntelt und dient mit dazu, die Grundelemente evangelischen Glaubens von der Erlösung Jesu und dem gewaltigen Heilsplan Gottes auf eine menschliche Ebene zu verschieben! —

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Autor: Kahn, George, Dr. | Kategorie(n): Endzeit, Kirchentum, Religionen, Versuchung & Verführung, Zeitgeist  |  1,263 x gelesen

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Zeichen des Abfalls in unserer Zeit

Das Substantiv (Hauptwort) »Abfall« kommt im Neuen Testament nur zweimal vor: »Abfall von Mose« (Apg. 21, 21) und »der Abfall« vor dem Erscheinen des Menschen der Gesetzlosigkeit, des Sohnes des Verderbens (2. Thess. 2, 3). Das Wort »Abfall« (apostasia) mit dem bestimmten Artikel bezieht sich auf ein besonderes endgeschichtliches Ereignis. Es bezeichnet die totale, weltumfassende Loslösung der meisten Menschen von allen bisherigen Gottesbeziehungen.

Das Verb (Zeitwort) »abfallen« erscheint nur bei Paulus im Sinne des Abfallens vom Glauben, wie dieser der Gemeinde Jesu Christi in gesunder Lehre und persönlichem Zeugnis vermittelt wurde.

Der am Ende des gegenwärtigen bösen Äons (Zeitalters) stattfindende große Abfall hat seinen Entwicklungsprozeß seit Beginn der Endzeit im weiteren Sinne (seit Jesu Erdenwirken). Die Endzeit im engeren Sinne setzen Kenner des prophetischen Wortes mit der Staatsgründung Israels (1948) an. Wie lange sie dauern wird, kann niemand exakt zeitlich festlegen. Die Letztzeit dürfte den Zeitraum der letzten 70. Jahrwoche (nach Daniel) umfassen. Diese Epoche wird geprägt von der Herrschaft des Antichristen über die Völkerwelt, der Herausgeburt des wahren Israels durch Gericht und Gnade (Erscheinen des Messias) sowie dem Gericht Gottes an den Nationen. Danach kann erst der folgende Äon des Friedensreiches auf dieser Erde beginnen.

Die Gemeinde Jesu Christi, die ihrem Herrn treu bleibt, weil Er sie durchträgt und bewahrt bis zu Seiner Parusie (1. Thess. 5, 23.24), darf ihre Errettung vor dem Zorn Gottes (große Drangsal) erwarten (1. Thess. 5, 9). Solange der noch auf Erden weilende Teil dieser Ekklesia (Gemeinde) das »Aufhaltende« bildet, kann der letzte Weltherrscher seine Diktatur noch nicht voll entfalten. Erst nach ihrer Entrückung (1. Thess. 4, 17; 1. Kor. 15, 51.52; Kol. 3, 4; Phil. 3, 20.21; 1. Joh. 3, 2) ist die totale Verführung aller Abgefallenen möglich. Daß Gott in dieser dämonischen Zeit dennoch die nächste Heilskörperschaft (Israel) und eine große Schar Glaubender aus dieser Drangsalsperiode herausbildet, ist Sein geheimnisvolles und erbarmungsvolles, souveränes Walten (siehe Offb. Kap. 7, 12, 14 und 15!).

A.

Wie es nun zu diesem letzten großen Abfall auf dieser Erde kommen wird, soll im folgenden aufgrund typischer Zeiterscheinungen und anhand des prophetischen Wortes beschrieben werden. Dabei können nur die großen Entwicklungslinien aufgezeigt und Tendenzen deutlich gemacht werden. Da sich Gott auf drei Ebenen —

  1. im allgemeinen als Schöpfergott,
  2. durch das Gesetz und die Propheten im Alten Bund
  3. und durch Jesus Christus in der Gemeinde

kundgetan hat, möchte ich die Abfallsituation auch auf diese Bereiche beziehen.

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Autor: Heinemann, Karl | Kategorie(n): Endzeit, Irrlehre, Kirchentum, Schwarmgeist, Versuchung & Verführung, Zeitgeist  |  1,765 x gelesen

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»Endzeit« im 1. Jahrhundert

Die Parallelität zwischen Urchristenzeit und Endzeit

Gliederung:

I. Das Ende kehrt zum Anfang zurück (Urzeit und Endzeit)
II. Die Vision Daniels über den Geschichtsverlauf (Dan. 7)
III. Letzte Tage während der Erdentage Jesu und Seiner Apostel (»Endzeit« im 1. Jahrhundert)


.

Die Parallelen zwischen der Urzeit der Menschheitsgeschichte und der Endzeit sind frappierend. Wer die Anfänge nicht versteht, kann das Ende nicht durchschauen. So müssen wir uns, um einen Blick für die Endzeit zu gewinnen, mit den Anfängen beschäftigen. Verständnis der Urgeschichte gibt Licht für die Endgeschichte. — Weniger bekannt sind ähnliche Beziehungen zwischen der Zeit Jesu und Seiner Apostel und der Endzeit. Diese sollen in der vorliegenden Arbeit beleuchtet werden.

I. Das Ende kehrt zum Anfang zurück (Urzeit und Endzeit)

Die Endzeit, also die Jahre und Jahrzehnte vor der Wiederkunft Jesu Christi mit Seiner Gemeinde in Macht und Herrlichkeit zur Errichtung Seines Königreiches, ist genau besehen eine Zeit der Ausreife. Sie bringt im Kern nichts Neues. Die Weisheit Salomos belehrt uns: »Das, was war, ist das, was wieder sein wird. Und das, was getan wurde, ist das, was wieder getan wird. Und es gibt gar nichts Neues unter der Sonne« (Pred. 1, 9). Das heißt doch mit anderen Worten: Alles war schon einmal da. Wirklich Neues gibt es nicht. Es ist immer nur eine Neuauflage des Früheren in anderer »Gestalt«, aber mit gleichem Wesenskern.

Das ist in der Endzeit nicht anders. Alle Entwicklungen und Erscheinungen waren bereits keimhaft am Anfang der Menschheitsgeschichte vorhanden. In der hebräischen Bibel heißt das erste Buch »Im Anfang«. Es schildert nicht nur den Anfang, sondern auch die Anfänge. Endzeit ist von daher nur voll ausgereifte Anfangs- oder Urzeit. So ziehen sich die Emanzipation des Menschen (1. Mose 3), das religiöse Ich-Wesen (Kain) im Gegensatz zum Menschen des Glaubens (Abel — 1. Mose 4), der Okkultismus und der Einbruch der »Götter« (1. Mose 6), das Gericht über die alte Welt (»Tage Noahs« — 1. Mose 7-8), die revolutionäre, technik- und baubegeisterte Einheitsmenschheit im Turmbau zu Babel (1. Mose 11) und das lasterhafte, reiche, stolze und sexuell pervertierte Sodom und Gomorra (»Tage Lots« —1. Mose 19) mit immer neuen Abarten und Variationen nicht nur wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte, sondern kulminieren am Ende der Tage vor allem in der »Hure Babylon« und im Antichristentum. In den Endzeitreden prophezeit Jesus, dass es »sein wird wie in den Tagen Noahs und Lots« (Luk. 17, 26ff.).

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Autor: Wörz, Reiner | Kategorie(n): Endzeit, Gemeinde, Heilsgeschichte, Israel, Versuchung & Verführung, Völkerschaften, Zeitgeschichte & Politik  |  2,004 x gelesen

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Verblendete Sinne

Ist aber auch wirklich unsere Heilsverkündigung verhüllt, so ist sie bei denen, die verloren gehen, verhüllt, bei denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne (Gedanken) der Ungläubigen geblendet hat, auf dass ihnen nicht erstrahle der Lichtglanz der Heilsbotschaft von der Herrlichkeit des Christus, der da ist das Bild Gottes (2. Kor. 4, 3.4).

Da haben wir die wahre Ursache des Unglaubens aller Weltkinder, nämlich vom Satan geblendete Sinne, die unfähig machen, Christus zu erkennen. Und diese verblendeten Sinne sind zugleich das sichere Kennzeichen derer, die verloren gehen.

Dass aber auf diese letzte Ursache allen Unglaubens und auf dies schauerliche Kennzeichen des Verderbens nicht mit ernstlicherer Entschiedenheit hingewiesen wird, gehört selbst wiederum mit zu Satans Blendwerk, womit er die Heilsverkündigung zu verhüllen sucht.

Was wird heute nicht alles empfohlen, um das Evangelium von der Erlösung der Menschen in Christus annehmbarer zu machen. Alles der Vernunft Anstößige müsse entfernt werden, man müsse auf die gedanklichen Schwierigkeiten der Gebildeten mehr Rücksicht nehmen, man dürfe nur noch auf wissenschaftlicher Grundlage vorgehen und nach psychologischer Methode verfahren, das kultivierte, humanistische Empfinden des modernen Menschen müsse geschont werden usw. — also nur ja nichts von Satan, Gericht und Verdammnis reden! — Was für ein Betrug!

Denn das Ergebnis dieser Bemühungen bedeutet Verfälschung des Wortes Gottes, Entkräftung der Heilsbotschaft, Betörung der Seelen, Verwirrung der Gewissen, Verirrung des Lebens und bleibende Verblendung zum ewigen Verderben.

Wahre Knechte Jesu können und wollen sich und ihre Botschaft nicht anders empfehlen, als durch die Kundmachung der Wahrheit an jedes Gewissen vor den Augen Gottes (Vers 3). Und da gilt: “Ist und bleibt unsere Heilsverkündigung verhüllt, so ist sie bei denen verhüllt, die verloren gehen.”

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Autor: Binde, Fritz | Kategorie(n): Erkenntnis & Wesen Gottes, Hingabe, Versuchung & Verführung, Zeitgeist  |  1,608 x gelesen

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Leben wir in der Zeit der kräftigen Irrtümer?

Es gibt ein bekanntes lateinisches Sprichwort: Errare humanum est (Irren ist menschlich). Das besagt: Irren ist eine menschliche Unzulänglichkeit und ist nicht völlig auszuschließen. In allen Lebensbereichen erfahren wir täglich die Wahrheit dieser Aussage mit mehr oder weniger schwerwiegenden Folgen. Je nach Bedeutung der Irrtumsprozesse sind die Ärgernisse entsprechend für alle Beteiligten von belanglos bis katastrophal einzustufen. Entscheidend aber ist stets die Möglichkeit der Schadensbegrenzung und Berichtigung. Oft können geringe Fehlursachen gewaltige Auswirkungen erzielen, und umgekehrt können gravierende Irrtümer so korrigiert werden, dass die Folgen verhältnismäßig unbedeutend bleiben.

Auch bei glaubenden Menschen kann es immer wieder zu Irrtümern sowohl im Lehrbereich als auch im praktischen Verhalten kommen. Diese Erfahrungen sind für alle wahrheitsliebenden Gläubigen schmerzlich, lassen sich aber mit absoluter Gewissheit nie ganz vermeiden.

Auch die Bibel berichtet von solchen Erfahrungen. Deshalb ist einerseits von allen Beteiligten wahre Demut vonnöten, andrerseits sollte die menschlich-begrenzte Sichtweise stets die Weisheit und Erkenntnis Gottes einbeziehen.

Gefährlich werden Entwicklungen, wenn punktuelle und partielle Irrungen nicht mehr erkannt werden, sondern sich verfestigen und weitere Irrtümer nach sich ziehen. So konnten z. B. aus Lehrirrtümern Irrlehren entstehen, die große Schäden im Laufe der Kirchengeschichte angerichtet haben und sich bis auf den heutigen Tag in Kirchen, Gemeinden und vor allem Sekten hartnäckig behauptet haben.

Der Apostel Paulus ermahnt die Epheser eindringlich: “Deshalb sollen wir nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen durch die Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum” (Kap. 4, 14). Hier wird auch noch differenziert zwischen solchen, die aktiv und bewusst zu Irrtum verführen, und jenen, die sich als Arglose (Unmündige) von der Lehrwahrheit abwenden lassen.

Wir wollen nun der Frage nachgehen, ob in der Gegenwart nicht nur die menschlich bedingten Fehler und Irrtümer vorhanden sind, sondern ob bereits über das normale Maß hinaus kräftige Irrtümer im Sinne des Irrwahns erkennbar sind, so wie es Paulus in 2. Thess. 2, 11 für das Ende des Zeitlaufs (Äons) vorausgesagt hat. In Verbindung mit der Anbahnung des Erscheinens des letzten Menschheitsverführers, den Paulus den Gesetzlosen (Menschen der Sünde) nennt, wird der große Abfall als ein bedeutsames Zeichen genannt. Dieser Prozess wird begleitet durch verführerische Wunder und den Betrug der Sünde (2. Thess. 2, 9.10). Diese verderbliche Entwicklung wird weltweit stattfinden und nach dem Gesamtzeugnis der Bibel den politischen, wirtschaftlichen und religiösen Bereich umfassen.

So wollen auch wir alle drei gesellschaftlich bedeutsamen Aspekte bei der Behandlung unseres Themas berücksichtigen, am meisten jedoch den entscheidenden religiösen Sektor.

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Autor: Heinemann, Karl | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Endzeit, Glaubensleben & Wandel, Schwarmgeist, Versuchung & Verführung, Zeitgeist, Zeitgeschichte & Politik  |  46,456 x gelesen

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