Das Sterben der Gläubigen, ihr »Zwischenzustand« und ihre Auferstehung zur Entrückung
Solange der Herr noch nicht wiederkommt, ruft Er zwar die Seinen nach Vollendung ihrer Daseinsfrist auf dieser Erde ab. Aber Er tut dies selbst! Der Tod hat keine Macht mehr über sie. Sie unterstehen in allem ihrem Herrn und Haupt, dem Christus. Das Gesetz des Todes ist für sie aufgehoben (Röm. 8, 2). Der Herr selbst ruft sie heim. Sie entschlafen nicht durch den Tod, sondern durch Jesus. Deshalb sind sie auch nicht Tote im Tode, sondern Tote in Christo (1. Thess. 4, 14.16 Elberfelder Übs.). Darum auch sind die Toten, die in dem Herrn sterben, glückselig (Offb. 14, 13). Das Sterben ist seit der Auferstehung Jesu Christi Gewinn geworden (Phil. 1, 21). Bei Christo zu sein ist weit besser, als hier auf Erden zu leben, so daß in dem, der solches erkannt hat, die Lust erwacht, abzuscheiden und bei Christo zu sein (Phil. 1, 23). Mit dem »Ausheimischwerden« aus dem Leibe werden wir ja »einheimisch« beim Herrn, und dort brauchen wir nicht zu schlafen, sondern bemühen uns dort ebenso, Ihm wohlzugefallen, wie wir es hier im Leibe taten. Ob einheimisch oder ausheimisch, in beiden Fällen geht unser Bemühen darauf hin, Sein Wohlgefallen auszuführen (2. Kor. 5, 6-9).
Wenn Er aber eines Tages mit dem gebietenden Zuruf (Befehlsruf, Kommandoruf), mit der Stimme eines Erzengels (eines Engelfürsten) und der Posaune Gottes herniederkommt vom Himmel, werden nicht nur die Toten in Christo auferstehen, sondern die Lebenden, die bis zu diesem Zeitpunkt auf der Erde übrigblieben, werden in einem Nu verwandelt, in einem Augenblick, und beide Abteilungen, die Auferstandenen und die Verwandelten, werden zusammen weggerafft von der Erde und dem Herrn entgegengerückt in die Luft, begleitet von den Wolken von Zeugen, die uns jetzt schon täglich umlagern, um die Vollendung der Gemeinde zu beobachten, weil sie nicht ohne uns vollendet werden können (1. Thess. 4, 16.17; Hebr. 11, 35.39.40; 12, 1; Matth. 27, 51-53; Hebr. 12, 22-24).
So gewiß der Christus durch Gottes Gnade für alle den Tod schmeckte (Hebr. 2, 9), ebenso gewiß wird jeder, der Sein Wort bewahrt, den Tod nicht schmecken ewiglich (Joh. 8, 51.52). Mag auch der Leib tot sein, der Sünde wegen, der Geist ist Leben der Gerechtigkeit wegen. Christus, der Auferstandene, lebt in ihnen, und der kann nicht mehr sterben.
Autor: Geyer, Karl | Kategorie(n): Entrückung, Tod & Auferstehung | 451 x gelesen


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