Laßt uns nie vergessen, daß immer der Fleischgeborene den
Geistgeborenen lästert und verfolgt, und nie umgekehrt (Gal. 4,29).


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Das Sterben der Gläubigen, ihr »Zwischenzustand« und ihre Auferstehung zur Entrückung

Solange der Herr noch nicht wiederkommt, ruft Er zwar die Seinen nach Vollendung ihrer Daseinsfrist auf dieser Erde ab. Aber Er tut dies selbst! Der Tod hat keine Macht mehr über sie. Sie unterstehen in allem ihrem Herrn und Haupt, dem Christus. Das Gesetz des Todes ist für sie aufgehoben (Röm. 8, 2). Der Herr selbst ruft sie heim. Sie entschlafen nicht durch den Tod, sondern durch Jesus. Deshalb sind sie auch nicht Tote im Tode, sondern Tote in Christo (1. Thess. 4, 14.16 Elberfelder Übs.). Darum auch sind die Toten, die in dem Herrn sterben, glückselig (Offb. 14, 13). Das Sterben ist seit der Auferstehung Jesu Christi Gewinn geworden (Phil. 1, 21). Bei Christo zu sein ist weit besser, als hier auf Erden zu leben, so daß in dem, der solches erkannt hat, die Lust erwacht, abzuscheiden und bei Christo zu sein (Phil. 1, 23). Mit dem »Ausheimischwerden« aus dem Leibe werden wir ja »einheimisch« beim Herrn, und dort brauchen wir nicht zu schlafen, sondern bemühen uns dort ebenso, Ihm wohlzugefallen, wie wir es hier im Leibe taten. Ob einheimisch oder ausheimisch, in beiden Fällen geht unser Bemühen darauf hin, Sein Wohlgefallen auszuführen (2. Kor. 5, 6-9).

Wenn Er aber eines Tages mit dem gebietenden Zuruf (Befehlsruf, Kommandoruf), mit der Stimme eines Erzengels (eines Engelfürsten) und der Posaune Gottes herniederkommt vom Himmel, werden nicht nur die Toten in Christo auferstehen, sondern die Lebenden, die bis zu diesem Zeitpunkt auf der Erde übrigblieben, werden in einem Nu verwandelt, in einem Augenblick, und beide Abteilungen, die Auferstandenen und die Verwandelten, werden zusammen weggerafft von der Erde und dem Herrn entgegengerückt in die Luft, begleitet von den Wolken von Zeugen, die uns jetzt schon täglich umlagern, um die Vollendung der Gemeinde zu beobachten, weil sie nicht ohne uns vollendet werden können (1. Thess. 4, 16.17; Hebr. 11, 35.39.40; 12, 1; Matth. 27, 51-53; Hebr. 12, 22-24).

So gewiß der Christus durch Gottes Gnade für alle den Tod schmeckte (Hebr. 2, 9), ebenso gewiß wird jeder, der Sein Wort bewahrt, den Tod nicht schmecken ewiglich (Joh. 8, 51.52). Mag auch der Leib tot sein, der Sünde wegen, der Geist ist Leben der Gerechtigkeit wegen. Christus, der Auferstandene, lebt in ihnen, und der kann nicht mehr sterben.

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Autor: Geyer, Karl | Kategorie(n): Entrückung, Tod & Auferstehung  |  451 x gelesen

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Der Tod verschlungen in den Sieg

(1. Korinther 15)

Inhalt:

01. Das Evangelium des Paulus an die Nationen
02. Christus gestorben, begraben, auferstanden
03. Die Erscheinungen des auferstandenen Herrn
04. Gottes Gnadenwirken an Paulus
05. Ohne Totenauferstehung kein Heil, keine Hoffnung!
06. Christus der Erstling der Entschlafenen
07. Ordnung und Ziel der Lebendigmachung aller
     a) Die Lebendigmachung aller
     b) Die Ordnung dieser Lebendigmachung
     c) Hernach das Ende
     d) Alle Feinde Christi überwunden
     e) Der letzte Feind, der Tod, abgetan
     f) Alles Ihm unterworfen
     g) Gott alles in allen
08. Taufe für die Toten und stündliche Gefährdung ohne Totenauferweckung sinnlos
09. Mit was für einem Leibe kommen die Toten?
10. Verwesliche und unverwesliche Leiblichkeit
11. Der erste Mensch und der zweite Mensch
12. Die Verwandlung der Heiligen
13. Schlußermahnung

Dem aufmerksamen Bibelleser wird es kaum entgehen, daß in dem ersten Brief an die Korinthergemeinde höchst bedenkliche Zustände aufgedeckt und gerügt werden. Das Bild geistlichen Tiefstandes, das der Apostel entwirft, wird wohl in keinem anderen Brief erreicht oder gar übertroffen, wenn man absieht von dem letzten der sieben Sendschreiben im Buch der Offenbarung, gerichtet an die Gemeinde zu Laodicäa.

Wie verhält sich der Apostel gegenüber solch traurigen Verhältnissen einer Gemeinde, die durch Spaltungen zerrissen, durch gefährliche Irrlehren und Leugnung göttlicher Offenbarungswahrheiten schwer geschädigt und von unerhörter Unsittlichkeit angefressen war? Gewiß, er schont die Korinther nicht. Der herbste Tadel, die schärfste Rüge, die ernsteste Zucht kommt zur Anwendung, wie sich’s gebührt. Was aber sehr in die Augen fällt, ist der Umstand, daß der Heilige Geist durch die Feder des Apostels gerade dieser so fleischlichen Gemeinde ein wahres Füllhorn der allerköstlichsten Erkenntnisse und Geheimnisse in den Schoß schütten läßt. Das entspricht gar nicht menschlichem Denken oder Handeln. Wir wären weit eher geneigt, einer solchen Gemeinde den Brotkorb mit geistlicher Speise etwas höher zu hängen, ihr nur die elementarste Nahrung, das Allernotwendigste darzureichen und ihr auf diese Weise zu verstehen zu geben, sie könne erst nach eingetretener Besserung in die Tiefen Gottes in Christo weiter eingeführt werden.

Dagegen finden wir in diesem Brief reiche Mitteilungen über die verborgene Weisheit Gottes; es wird hingewiesen auf die unbeschreiblich hohe Berufung der Gläubigen, Gericht zu halten über die Welt und die Engel; auf die wahre Würde der menschlichen Leiblichkeit als Tempel des Heiligen Geistes; auf die verschiedenen geistlichen Gaben und die wunderbare Einheit und organische Geschlossenheit des ganzen Leibes Christi; der Brief enthält das unübertroffene Hohelied der Liebe und die reiche Belehrung über geistliche Gaben in Kapitel 14.

Daran reiht sich das Kapitel, das uns zur Betrachtung vorliegt, würdig an. Es handelt von der Auferstehung der Toten und gestattet uns einen Ausblick in die allerweitesten und umfassendsten Ziele Gottes mit Seiner ganzen dem Tode verfallenen Schöpfung.

Fürwahr, ein solches Verfahren unseres Gottes und Heilandes nötigt uns die tiefste Bewunderung und Danksagung ab! Es unterliegt auch keinem Zweifel, daß sich dieses Verfahren als durchaus praktisch und wirksam bewährt hat, wie aus dem zweiten Brief deutlich hervorgeht. Wenden wir uns nun dem Inhalt unseres Kapitels zu!

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Autor: Ströter, Ernst F., Prof. | Kategorie(n): Allversöhnung, Das prophetische Wort, Heilsgeschichte, Lehre, Paulusbriefe, Tod & Auferstehung  |  406 x gelesen

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Die Kraft Seiner Auferstehung

An der Auferstehung Jesu Christi scheiden sich die Geister. Während die geschichtliche Wirklichkeit des Kreuzes großenteils auch von Ungläubigen nicht bestritten wird, weil hier die eigentliche Glaubensentscheidung erst bei der Frage nach der Bedeutung des Todes Jesu einsetzt, fordert Seine Auferstehung schon als bloße Tatsache und geschichtliche Wirklichkeit Stellungnahme und Entscheidung. Und das aus guten Gründen.

Ein Kreuzestod an sich ist nämlich für den natürlichen Menschen noch keineswegs unglaublich oder unfaßbar. Je und je sind Menschen, von Idealismus oder Fanatismus getrieben, für ihre Idee in den Tod gegangen, bis hin zu dieser schmachvollsten Todesart, der Kreuzigung. Deshalb fällt es den natürlichen Menschen gar nicht schwer, das Kreuz Christi als geschichtliche Tatsache anzuerkennen, — es aber zugleich in seiner wahren Bedeutung abzutun mit dem Hinweis, daß eben auch Jesus einer von den vielen sei, die “für ihre Überzeugung gestorben” sind.

Bei Seiner Auferstehung hingegen wurde eine Kraftwirkung Gottes offenbar, die noch nie zuvor in Erscheinung getreten war. Weder konnte noch kann je ein Mensch diese Kraft aufbringen, noch hatte es Gott gefallen, sie jemals zuvor zu erweisen. Denn der Sohn Gottes sollte ja in allem den Vorrang haben (wörtlich: der Erste sein) und mußte daher auch der “Erstgeborene ans den Toten” werden (Kol. 1, 18b).

Deshalb war es etwas so ungeheuer Großes und Gewaltiges, als ein Abraham es Gott zutraute, er vermöchte auch die Toten wieder lebendig zu machen, weshalb er eben um dieses Glaubens willen zum Vater aller Gläubigen wurde (Röm. 4, 16-18). Dieser Glaube konnte sich nicht — wie unser Auferstehungsglaube — auf geschichtliche Tatsachen und Beweise stützen — er war allein gestellt auf die Verheißungen Gottes. In dieser Glaubenshaltung konnte Abraham auf dem Wege nach Morija den zurückbleibenden Knechten sagen: “Bleibet ihr hier mit dem Esel; ich aber und der Knabe wollen bis dorthin gehen und dann zu euch zurückkehren” (1. Mose 22, 5; nicht: “Und ich will dann zu euch zurückkehren.”) Der Abrahamsglaube gründet sich auf die “Vollgewißheit, daß Gott, was Er verheißen hat, auch zu tun vermag” (Röm. 4, 21). Aus dieser Vollgewißheit heraus kam er zu der heiligen Schlußfolgerung, daß Gott, wenn wirklich Isaak geopfert werden müsse, um Seiner einmal gegebenen Verheißungen willen ihn durch Totenauferweckung ins Leben zurückrufen müsse.

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Autor: Schumacher, Heinz | Kategorie(n): Erkenntnis & Wesen Gottes, Tod & Auferstehung  |  491 x gelesen

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Tod, wo ist dein Sieg?

(Predigt auf der Bibelkonferenzstätte Langensteinbacherhöhe)

“… auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie (die Gemeinde) nicht überwältigen” (Matthäus 16, 18).

Wir haben uns in diesen Tagen der Konferenz reichlich mit den Themen “Tod” und “ewiges Leben” beschäftigt. Es könnte sogar sein, daß der eine oder andere denkt: Es war mir zuviel vom Tod und zu wenig vom ewigen Leben die Rede.

Wer mit Jesus lebt, besitzt die Freiheit, unbekümmert über den Tod zu reden; denn durch das Evangelium von Jesus Christus werden wir einerseits lebenstüchtig und andererseits sterbenstüchtig gemacht. Das eine läßt sich vom andern bei einem nüchternen geistlichen Leben nicht trennen. Wem es also unter uns schwerpunktmäßig um das Leben geht, der sollte um sein Sterben besorgt sein; wem es unter uns schwerpunktmäßig um das Sterben geht, der soll auch für das Leben tauglich gemacht werden.

Gestern Abend fragte mich mein Jüngster: “Vati, was würdest Du heute und morgen tun, wenn Du in der nächsten Woche sterben würdest?” Da sagte ich ihm: “Genau dasselbe, was ich mir auch ohne das Sterben vorgenommen habe: nämlich mich jetzt noch für die morgige Predigt vorbereiten und dann fröhlich und dankbar schlafen gehen.”

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Autor: Lubahn, Erich, Dr. | Kategorie(n): Gemeinde, Lehre, Tod & Auferstehung  |  699 x gelesen

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Hat Gott Seinen Sohn am Kreuz verlassen?

Betrachtung über das vierte Wort Jesu am Kreuz

Das für unser Heil grundlegende Geschehen am Kreuz und die Worte, die der Herr Jesus während der entsetzlichen Todesqualen gesprochen hat, haben von jeher gläubige Herzen bewegt. Ganz besonders das Wort aus Matth. 27, 46 und Mark. 15, 34: “Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?” Ist es denkbar, daß Gott Seinen Sohn im Stich gelassen hat, daß das innige Einssein mit dem Vater, das der Sohn in jedem Augenblick Seines irdischen Lebens ganz konkret in Geist und Herz erlebte, gerade in der höchsten Not unterbrochen worden ist? Hat Jesus nicht selbst vor Seinem Gang nach Gethsemane gesagt: “Ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir”? (Joh. 16, 32). Diese schwierige Frage ist wirklich des Nachdenkens und der Prüfung wert.

I.

Betrachten wir den Text etwas genauer. Die vier Evangelisten überliefern uns insgesamt sieben Worte, die Jesus am Kreuz gesprochen hat, aber so, daß keiner sämtliche Worte anführt, sondern jeder ein oder mehrere Ausrufe Jesu berichtet, die der andere Evangelist nicht erwähnt. Das Wort von der Verlassenheit zeichnet sich dadurch vor den anderen Worten aus, daß es übereinstimmend von den beiden Evangelien Matthäus und Markus berichtet wird. Es besteht kein Zweifel daran, daß der Herr Jesus den ersten Vers des 22. Psalms gesprochen hat. Wahrscheinlich hat Er den ganzen Psalm während Seines Kreuzesleidens ein oder mehrere Male gebetet. Denn dieser Psalm enthält in auffallender Weise die meisten Einzelheiten, die prophetisch auf das Geschehen am Kreuz hinweisen. Der 1. Vers lautet in der hebräischen Bibel: “Eli, Eli, lamah asabthani”. Das heißt auf deutsch: “Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?” Der griechische Text in den genannten Evangelien (nach Nestle) aber zitiert den Ausruf Jesu (wenn man die Anrede wegläßt) nicht in der hebräischen, sondern in der aramäischen Sprache und gibt ihn mit griechischen Buchstaben so wieder: “Lama sabachthani”. Und sowohl Matthäus als auch Markus fügen hinzu: “Das heißt: Warum hast Du mich verlassen?” Die beiden Evangelisten unterscheiden sich nur dadurch, daß Matthäus die Anrede in Hebräisch anführt: “Eli, Eli”, während Markus auch hier die aramäische Fassung hat, nämlich: “Eloi, Eloi”. Die Lösung ist die, daß eben Jesus dieses Zitat aus dem 22. Psalm sowohl im biblischen Hebräisch als auch in der Ihm geläufigen damaligen Landessprache, im Aramäischen, auswendig aussprechen konnte. Als Gekreuzigter hat Er also die aramäische Fassung bevorzugt. An der inhaltlichen Übereinstimmung beider Fassungen kann deshalb nicht gezweifelt werden. Darum muß das im Aramäischen verwendete Zeitwort “schbak” dasselbe bedeuten wie das hebräische “asab”. Das Verbum “Schbak” hat mehrere Bedeutungen. Es kann sowohl “verlassen” wie auch “aufbewahren” oder “übriglassen” heißen.

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Autor: Liede, Friedrich | Kategorie(n): Erkenntnis & Wesen Gottes, Gerichte Gottes, Tod & Auferstehung  |  611 x gelesen

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Der Auferstehungsleib der Christen

Der Auferstehungsleib der Christen ist nicht zu verwechseln mit dem Leib des Christus. Beim letzteren ist der Ausdruck »Leib« im übertragenen Sinn zu verstehen als einheitliches Organ, an dem Christus das Haupt ist, während die mit dem Haupt lebensmäßig verbundenen Gläubigen die Glieder oder die ausführenden Organe darstellen. Beim Auferstehungsleib der Christen aber handelt es sich um die Leiblichkeit oder körperliche Wirklichkeit, wie auch bei dem Leib Jesu, der ans Kreuz geschlagen, begraben und auferweckt wurde, der die Verwesung nicht gesehen hat, sondern unmittelbar in den Zustand der Verklärung übergegangen ist.

Welch entscheidende Rolle die Leiblichkeit im Heilsplan Gottes überhaupt spielt, wird im allgemeinen viel zu wenig beachtet. Deshalb ist die Auferstehungshoffnung der Christen bei vielen so verschwommen und so wenig lebendig. Wenn Paulus in Kol. 2, 9 schreibt, daß »in Ihm die gesamte Fülle der Gottheit leiblich (soomatikoos) wohnt«, so meint er damit, daß die Gottheit, d. h. die Wesenheit Gottes, in der Leiblichkeit Christi zur füllemäßigen Offenbarung kommt. Dadurch will Paulus im Kolosserbrief gerade die Größe Christi herausstellen und zeigen, wie die ganze Fülle (Gottes) Wohlgefallen hat, in Ihm zu wohnen (Kol. 1, 19). So soll auch in dem Auferstehungsleib der Gläubigen eine besondere Fülleoffenba­rung Gottes zur Darstellung kommen.

Es ist das große Anliegen des Apostels Paulus, die Bedeutung der Leiblichkeit in Gottes Heilsplan hervorzuheben. Deshalb schreibt er den Gläubigen in 1. Kor. 6, 19: »Wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel (naos) des Heiligen Geistes ist in euch, den ihr habt von Gott?« Im Hebräerbrief wird die Leiblichkeit Christi besonders betont in Verbindung mit Seinem Versöhnungswerk (10, 5) und unserer Heiligung (10, 10).

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Autor: Langenberg, Heinrich | Kategorie(n): Gemeinde, Tod & Auferstehung  |  995 x gelesen

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Die Aufenthaltsräume der Toten

Die Frage, wo unsre Toten sind und ob sie Bewußtsein haben oder nicht, ist nie verstummt. Fantasie und Berichte aus zweifelhaften Quellen haben die mannigfachsten sich stark widersprechenden Antworten gegeben. Wenn auch die Schrift einen gewissen Schleier über diese Dinge gelegt hat, so gibt sie doch andrerseits so viele klare Einblicke und unzweideutige Antworten, daß man daran nicht achselzuckend vorbeigehen darf, wenn man wirklich von jedem Worte leben will, das von dem Munde Gottes ausgeht (Matth. 4, 4).

Wir wollen uns auf keine philosophischen oder dogmatischen Erörterungen dieses vielumstrittenen Themas einlassen, sondern lediglich schlicht und einfach bezeugen, was die Schrift darüber sagt. Man möge Gottes Wort zu seinem Herzen und Geiste sprechen lassen und das fassen, was man zu fassen vermag. Was einem jedoch noch unklar und widerspruchsvoll erscheint, das lasse man getrost liegen und streite nicht um Dinge, in die man keinen gottgeschenkten Einblick hat. Wie oft stehen der Stimmaufwand und die unnachgiebige Starrheit, mit der man eine Lehrmeinung als der Wahrheit letzten Schluß vorträgt, im umgekehrten Verhältnis zu der Treue, dem Ernst und dem Fleiß, die man aufwendete, um aus der Schrift selbst einen Durchblick zu bekommen. Weitaus die meisten machen sich das “edle” Werk der Beröenser (Apg. 17, 10.11) sehr einfach: sie verschreiben sich irgend einem Dogma, das sie ungeprüft übernehmen, und sprechen alles eifrig nach, was ihnen vorgetragen wird.

So wollen wir es nicht machen. Wir wollen prüfen, forschen, vergleichen und jedem “Es stehet geschrieben” das ebenso wichtige “Wiederum stehet geschrieben” entgegenzusetzen wagen. Nicht aus Lust am Widerspruch, sondern aus Liebe zur Wahrheit. Und dann wollen wir nur das vertreten und bezeugen, was uns von Gott durch sein Wort wirklich aufgeschlossen und lebendig gemacht wurde. Dazu soll auch dieses schlichte Zeugnis einen kleinen Anreiz der Liebe geben.

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Gerichte Gottes, Heilsgeschichte, Lehre, Tod & Auferstehung  |  496 x gelesen

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Gethsemane — die Stunde der Gewalt der Finsternis

Matth. 26, 36-46; Mark. 14, 32-42; Luk. 22, 39-46; Hebr. 2, 10.17.18; 4, 15; 5, 7-9

Das erschütterndste Erlebnis des Menschensohnes während seines Erdenwandels ist die Stunde der Gewalt der Finsternis, durch die er hindurchging. Beim Beginn seiner öffentlichen Tätigkeit trat ihm der Versucher schon einmal entgegen, aber allein. Dort versuchte er, den Herrn mit List vom Wege des Glaubensgehorsams abzubringen. Dies gelang dem Satan nicht. Darum kehrte er nochmals wieder, aber nicht allein, sondern begleitet von allen seinen Verderbens- und Todesmächten, um nun mit Gewalt sein Ziel zu erreichen.

Gethsemane birgt unendlich mehr, als wir zu fassen und mit menschlichen Worten zu sagen vermögen. Was ihn, den Heiligen und Reinen, so erschütterte: die direkte Berührung mit der Macht der Finsternis und das Erdulden der geheimen Ratschläge seiner Feinde aus dem gesamten Kosmos, ist für uns zunächst untragbar. Darum hat Gott in seiner Weisheit uns dies in einer Form mitgeteilt, die unserer geschöpflichen Schwachheit angemessen ist, so daß wir diese Offenbarungen der Finsternis ertragen können. Zunächst sind für uns nur die Umrisse sichtbar, die den Ablauf der Ereignisse erkennen lassen (Spr. 25, 2). Soviel kann jeder ertragen. Was aber sonst noch unter der Worthülle steckt, erfahren die Berufenen und Auserwählten nach dem Maße ihrer Herzensverbindung mit dem Herrn. Die Zwölfe hören mehr als die übrigen Hörer seiner Predigt (Matth. 13, 10-12; Mark. 4, 33.34; Matth. 20, 17-19). Dies gilt, wie das letzte Schriftwort zeigt, ganz besonders im Hinblick auf sein Leiden und Sterben. Darum feiert er auch sein letztes Mahl mit ihnen nicht vor fremden Augen, und auf den Berg der Verklärung dürfen gar nur drei Jünger mit, die seinem Herzen am nächsten stehen. Ebenso ist es auch bei seinem Leiden in Gethsemane. Da blieben die Jünger am Eingang des Gartens zurück, und nur drei, die auch seine Herrlichkeit gesehen hatten, durften weiter mit in den Garten hinein, aber auch sie blieben auf eines Steinwurfs Weite hinter ihm zurück. So wird auch heute noch der Glaubende nach dem Maße seines Mitleidens und seiner geistlichen Reife hineingeführt in die Tiefen der Leiden des Menschensohnes (Phil. 3, 10-16). Und wo die Liebe überströmend wird, da gibt es auch Erkenntnis und Einsicht in alles (Phil. 1, 9-11; Eph. 1, 15-23; Kol. 1, 3-10.24-29; 1. Kor. 2, 6-12). Immer gewaltiger steigt dann das Werk des Christus Gottes vor uns auf und treibt uns zur Anbetung im Geist und in Wesenhaftigkeit.

Es ist daher notwendig, in die Erforschung des Berichtes über den Kampf des in tiefster Seelennot ringenden Christus mit aller Keuschheit gegenüber dem Wort der Schrift einzutreten und mit Wachen und Beten sich unter die Zucht und Leitung des Heiligen Geistes zu stellen, damit wir nicht in Versuchung kommen und der Satan uns übervorteile. Andrerseits aber gilt es auch, in dieser letzten Stunde, in der die Gemeinde des Herrn vollbereitet werden soll (vgl. 1. Joh. 2, 18; Röm. 13, 11; 1. Petr. 5, 8-11; 4, 13-19; 5, 1; Röm. 8, 18; 2. Kor. 4, 16-18; Phil. 3, 10; Jak. 5, 10-12 u.v.a.), mit allem Ernst zu forschen, ob es sich also verhielte und sich nicht damit begnügen, nur Milch zu trinken (Hebr. 5, 12-14; 6, 1-3; 1. Kor. 3, 1-3). Dazu hat uns Gott seinen Geist gegeben, daß er uns in die ganze Wahrheit, die volle Wesenhaftigkeit hineinleite (Joh. 16, 12-15; 1. Joh. 2, 27). Wir sollen die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind (1. Kor. 2, 12). Deshalb hat er uns ja seinen Heiligen Geist gegeben, der alle Dinge erforscht, auch die Tiefen der Gottheit. Die Erkenntnis seiner selbst aber ist die starke Speise, die uns in den Stürmen der Vor-Endzeit und der Endzeit notwendig ist, um gewappnet zu sein gegen alle Anläufe des Teufels, auf daß er uns nicht übervorteile (2. Kor. 2, 11), denn auch unser Kampf ist nicht mit Fleisch und Blut, sondern wider die Fürstentümer und die Gewalten, wider die Weltbeherrscher der Finsternis, wider die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern (Eph. 6, 10-12).

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Autor: Geyer, Karl | Kategorie(n): Lehre, Tod & Auferstehung, Versuchung & Verführung  |  393 x gelesen

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Die Todesüberwindung durch Jesus Christus und ihre heilsgeschichtliche Bedeutung

Keine Religion in dieser Welt hat eine befreiende Antwort auf die drängende Frage der Menschheit nach dem Sinn des Lebens und der beherrschenden Macht des Todes.

Nur die Bibel — und hier insbesondere das Neue Testament — hat eine göttliche Antwort auf dieses existenziell so wichtige Problem.

Wie unbefriedigend ist doch — um nur eine religionsbedingte Lösung unter anderen anzuführen — die Lehre Buddhas, die die Reinkarnation (Wiederverkörperung) als endgültige Zielperspektive anbietet. Nicht Erlösung, sondern Eigenleistung ist die Kernaussage dieser Religion. Und je nach moralischer Einstellung und Verhaltensweise in diesem Leben muss der Mensch in der jeweils erneuten Erscheinungsweise die Frucht des vorherigen Lebens auskosten. Und das, bis nach irgendeiner der zahlreichen Reinkarnationen als Ziel »ein seliges Nichts« (Nirwana) erreicht werden kann.

Das Wort Gottes hingegen lässt als frohe Botschaft (Evangelium) eine lebendige Hoffnung aufleuchten, die zunächst den an Christus Gläubigen geoffenbart wird und schließlich, wenn auch nach Äonen und entsprechenden Gerichten, der gesamten Menschheit und Schöpfung eine herrliche Zielvollendung in Aussicht stellt.

Welche Erkenntnisse und Einsichten uns zu dieser Gewissheit des Glaubens und der Hoffnung führen, soll nun in diesem Artikel anhand der Bibel dargestellt werden. Dabei wollen wir zunächst auf die verschiedenen Aspekte und Bedeutungen des Begriffs Tod eingehen. Danach soll die Person des Todesüberwinders und seine totale Erlösung aufgezeigt werden. Und schließlich wollen wir die gewaltigen, das ganze Universum (All) umfassenden Folgen bedenken.

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Autor: Heinemann, Karl | Kategorie(n): Heilsgeschichte, Tod & Auferstehung  |  429 x gelesen

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Die Bedeutung der Auferstehung für unsere geistliche Haltung

(Nach einem Wortdienst auf der Langensteinbacherhöhe am 06.10.1969 anläßlich der 11. Brüderkonferenz; vom Verfasser überarbeitet)

Meine lieben Geschwister und Freunde!

Vielleicht könnt Ihr ein wenig mitfühlen, daß ich nicht ganz befriedigt war, als ich den Text von 1. Kor. 15, 29-34 für diesen Abenddienst vorgelegt bekam. Er erschien mir als ein etwas “dürrer Knochen” im Vergleich mit den andern Abschnitten dieses Auferstehungskapitels. Nun ist etwas Fleisch, hoffentlich aber auch Geist darum gewachsen. Die Themastellung aus diesem mittleren der 5 Abschnitte liegt mir ja, und zwar deshalb, weil ich wünsche, daß alles, was ich in der Bibel lese, sich im praktischen Alltag bei mir auswirken möchte. Das ist meine Bitte und meine Haltung.

Das Kernstück des Evangeliums

Man spricht im Alltag von dem Kernstück einer Sache. Das wäre beim Photoapparat die Linse, beim Auto der Motor und bei der Lokomotive der Dampfkessel. Was wäre das schönste Auto in Chrom und Silber ohne Motor?

Das Kernstück des Christentums ist die Auferstehung. In Apostelgeschichte 17, 18 verkündigt Paulus das Evangelium der Person Jesu und von dieser Person wiederum als wichtigste Wirkung nicht etwa die Liebe, Seine Geduld u. ä. m., sondern die Auferstehung. Durch diese Tatsache wurde Seine Person so beglaubigt (Röm. 1, 4), daß Er von sich sagen konnte: “Ich bin die Auferstehung und das Leben” (Joh. 11, 25).

Wo dieses Hauptthema verkündigt wird, gibt es Entscheidungen. Wir sehen solche Wirkungen im 32. bis 34. Vers des obengenannten Kapitels. Aufgrund der Verkündigung von der Auferstehung scheiden sich die Zuhörer in 3 Gruppen:

  1. Die Spötter. Das ist die billigste Äußerung zu einer Sache.
  2. Die Unaufrichtigen, die sich selbst betrügen, die Paulus gar nicht mehr hören wollten, obwohl sie so sagten. Sie hatten nicht den Mut zu einer Absage. Das hat der Apostel sofort durchschaut und vereinbarte deshalb mit ihnen keinen Termin, sondern ließ sie einfach stehen.
  3. Die Verlangenden, die sich ihm sofort “anklebten”, weil sie das “Heute” Gottes als ernsthaftes Angebot realisierten.

Wenn wir nicht zur dritten Gruppe der “Auferstehenden” gehören, dann kommt für uns eine dreifache Fehlanzeige in unserem Auferstehungskapitel (1. Kor. 15) in Betracht, und zwar ist unser Glaube

  1. ein Scheinglaube (Vers 2 = “vergeblich”), wenn wir in unserer Alltagspraxis an der Verwirklichung der Verkündigung der Auferweckung (Vers 4) nicht unbedingt festhalten,
  2. ein “leerer” Glaube (Vers 14 = “vergeblich”), wie eine Prunkvase ohne Blumen oder eine Rose ohne Duft, und
  3. ist unser Glaube “vergebliche Liebesmühe” (Vers 17 = “eitel”), d. h. alle Anstrengungen für das Reich Gottes, alle Konferenzen, alles Hören und Lesen des Wortes Gottes, all unser Kämpfen und Bemühen, hier unten als Gotteskinder ein entsprechendes Leben zu führen, sind fruchtlose Anstrengungen.

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Autor: Heck, Hanns | Kategorie(n): Glaubensleben & Wandel, Lehre, Tod & Auferstehung  |  457 x gelesen

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