Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Gedenket eurer Lehrer!

Ein Wort zum Heimgang unseres Bruders Karl Geyer

Unserem allweisen und alliebenden Gott und Vater in Christo hat es gefallen, unseren teuren, hochgeschätzten Bruder Karl Geyer heimzurufen. Unser törichter Verstand will es nicht fassen; unser unverständiges Herz möchte ihn zurückholen; nur der Glaubensgehorsam kann auch dazu sagen: “Der Herr hat ihn uns gegeben, der Herr hat ihn uns genommen, der Name des Herrn sei gelobt!”

Einer, der weithin als eine Säule der Gemeinde Gottes angesehen wurde (Gal. 2, 4), ward abberufen. Wie sollen wir als Hinterbliebene — und dazu gehören ja letztlich alle, denen er in ihrem geistlichen Leben etwas bedeutet hat; wie vielen ist er Vater, Seelsorger, Lehrer, Prophet gewesen! — uns nun angesichts solch göttlicher Führung verhalten? Sollen wir klagen, jammern oder gar zweifeln und murren? Oder alle Regungen des Gedenkens und Erinnerns um des Schmerzes willen, vielleicht auch aus falscher “Geistlichkeit”, vorerst mit Gewalt ersticken? — Beides sei ferne!

Dem Schreiber des Hebräerbriefes wurde es durch den Heiligen Geist geschenkt, auch für solche Lage den Gläubigen eine Richtlinie gottgewollten Verhaltens zu geben. Er setzt sie uns in Kapitel 13, 7 auseinander in den drei kurzen, klaren Ermahnungen:

  1. Gedenket eurer Lehrer!
  2. Ihr Ende schauet an!
  3. Folget ihrem Glauben nach!

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Autor: Schumacher, Heinz | Kategorie(n): Glaubensleben & Wandel, Lebensbilder  |  2,501 x gelesen

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Johann Christoph Blumhardt in Möttlingen

Versuch einer Lebensbeschreibung

(Herausgegeben von der Evangelischen Kirchengemeinde Möttlingen)

Johann Christoph Blumhardt wurde am 16. Juli 1805 in Stuttgart geboren.

Schon im 4. Lebensjahr besuchte der rege Knabe die Schule.

Weil er so klein und zart war, trug ihn der Vater dorthin. Nach Hause brachte ihn ebenso der Schulmeister. Später kam Blumhardt in das Gymnasium, das er bald unentgeltlich besuchen durfte.

In diese Zeit fiel die Hungersnot von 1815/16. Früh erwachte auch die musikalische Begabung des Knaben, er durfte im Stiftskirchenchor mitsingen.

Mit 14 Jahren machte er die Prüfung für das Niedere Seminar in Schöntal und gehörte zu denen, die einen Freiplatz erhielten. Dort fand er wohlwollende Lehrer und wertvolle Freunde unter den Mitschülern.

Von 1824-29 war er im sogenannten Stift in Tübingen. Die dortigen Studien nahm er sehr ernst, betrieb sie aber nicht einseitig, sondern wandte sich auch anderen Fächern zu, so der Weltgeschichte, Physik, Astronomie, sogar der Medizin, was ihm später wieder zugute kam. Nebenbei erlernte er ohne Lehrer das Klavierspiel. Um seiner Mutter und den Geschwistern nach dem Tode seines Vaters 1822 mit Geld etwas behilflich zu sein, übersetzte er mit einem Freund für einen Stuttgarter Verlag englische Schriften ins Deutsche.

Diese umfassende Bildung zeigte sich bei seinen Arbeiten auf der Universität.

Ein Lehrer äußerte sich einmal über einen Aufsatz Blumhardts mit den Worten: “Ei, ei, der Blumhärdtle ist originell, recht originell”.

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Autor: Haug, Otto | Kategorie(n): Lebensbilder  |  5,118 x gelesen

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