Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Prophetie für Israel

Israel ist nach der Gemeinde, dem “Leib Christi”, der zweite Heilskörper. Diesem Israel ist “Blindheit widerfahren solange, bis das Vollmaß aus den Nationen (= Leibesgemeinde) eingegangen ist” (Röm. 11, 25.26). Alsdann wird der Heilskörper erneut eingesetzt, damit er in vollkommener Weise seine Aufgaben erfülle.

Der grundsätzliche Unterschied der beiden Heilskörper besteht darin, daß der “Leib Christi” seine Begründung in den himmlischen Regionen hat (Eph. 1, 4) und deshalb auch seine Dienste zur Hauptsache im Himmlischen erhält (1. Kor. 6, 2.3). Der Leib Christi hat, wie sein Haupt, vorgeschichtliche, übergeschichtliche und überdimensionale Verhältnisse. Dagegen ist der zweite Körper das “Weib Christi”, das nach der Brautzeit dem Manne zugeführt und angetraut wird. Israel geht seit seinem Bestehen nach dem göttlichen Vorsatz: “Ich will mich mit dir verloben in Ewigkeit; ich will mich mit dir vertrauen in Gerechtigkeit und Gericht, in Gnade und Barmherzigkeit. Ja, im Glauben will ich mich mit dir verloben und du wirst den Herrn erkennen” (Hosea 2, 21.22). Diese Braut wird dem Bräutigam in der “Reifezeit” zugeführt und wird nach der “Hochzeit” als das Weib Christi seine Dienste in der irdischen Sphäre übernehmen. Darum hat dieser Heilskörper eine irdische Begründung und eine irdische Existenz. Seine Anfänge liegen in der Unheilszeit, in der das Heil Gottes zur Ausführung gelangen soll. Der göttliche Heils-Haushalt erhält eine “Gehilfin”. Der zweite Heilskörper ist in der erfüllten Zeit dem “Manne” angetraut und behält darum die weibliche Art und den Wirkungsplatz, der dem Weibe gebührt.

Wichtig ist es, den Anfang dieses Heilskörpers festzustellen. Er liegt nicht wie bei der Leibesgemeinde “vor Grundlegung der Welt”. Darum hat er mit den “Grundlegungen” nichts zu tun. Der Anfang des zweiten Heilskörpers liegt in der Zeit des ausgereiften Unheils und der Heilsvollführungen. Es ist die Zeit, in der das Heil Gottes in der Welt des Unheils “irdisch ausgeboren” werden muß. Darum hat dieser Körper von Anfang an mit den “Geburten” zu tun und hat darum weibliche und mütterliche Bestimmung. Die Geburtsstunde dieses Körpers liegt in jener göttlichen Beurkundung: “Durch deinen Samen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden” (1. Mos. 22, 18).

Mit Abraham ist Israel gezeugt, und mit Isaak und Jakob geboren (lies alle Schriftstellen, die in Abraham, Isaak und Jakob Israel begründet sehen). Dieses Israel hat als das weibliche Wesen auch den “Messias nach dem Fleisch geboren” (Sach. 9, 9). Und in der Fülle der Zeiten wird dieses Weib, das dann dem Manne angetraut sein wird, die “messianischen Erfüllungen” gebären (Offbg. 12, 5; Sach. 8, 20-23). — Von diesen Heilsvollführungen durch Israel spricht das gesamte prophetische Wort.

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Autor: Malessa, Friedrich | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Heilsgeschichte, Israel  |  1,325 x gelesen

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Der Aufruhr Korahs und das Wesen der Sünde

“Und Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehaths, des Sohnes Levis, unternahm es, und mit ihm Dathan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On, der Sohn Peleths, die Söhne Rubens, und sie standen auf gegen Mose, mit 250 Männern von den Kindern Israel, Fürsten der Gemeinde, Berufenen der Versammlung, Männern von Namen. Und sie versammelten sich wider Mose und wider Aaron und sprachen zu ihnen: Laßt es genug sein! denn die ganze Gemeinde, sie allesamt sind heilig, und der Herr ist in ihrer Mitte! Und warum erhebt ihr euch über die Versammlung des Herrn?” (4. Mose 16, 1-3)

Was wir in diesen und den folgenden Versen von 4. Mose 16 vor uns haben, ist ein Gemeindestreit besonderer Art. Nicht nur wurde er auf eine außergewöhnliche Weise von Gott beendet und gerichtet, nicht nur barg er besonderen Zündstoff in sich, weil er zugleich ein Streit unter Verwandten war, und nicht allein spielt er sich vor einem ungewöhnlich dunklen Hintergrund der Geschichte Israels ab — an dieser Rebellion in der Wüste Paran läßt sich auch so besonders deutlich erkennen, worin das Wesen der Sünde eigentlich besteht.

Wie ernst Gott das Ganze nahm, läßt sich daran messen, wie streng Er es bestrafte. Mose darf in V. 29 und 30 der ganzen Gemeinde die drohenden Worte entgegenschleudern: “Wenn diese sterben, wie alle Menschen sterben, und mit der Heimsuchung aller Menschen heimgesucht werden, so hat der Unwandelbare mich nicht gesandt; wenn aber der Herr ein Neues schafft und der Erdboden seinen Mund auftut und sie verschlingt mit allem, was ihnen angehört, und sie lebendig in den Scheol (das Totenreich) hinabfahren, so werdet ihr erkennen, daß diese Männer den Herrn verachtet haben.” Kaum hatte er diese Worte ausgeredet, da geschah das Außerordentliche: der Erdboden spaltete sich, die Erde tat ihren Mund auf und verschlang die Rebellen samt ihren Familien und Anhängern und ihrer ganzen Habe. Sie fuhren lebendig ins Totenreich hinab, und die Erde bedeckte sie (Verse 31-33).

Bevor wir uns ansehen, worin denn diese so außergewöhnlich streng und furchterregend bestrafte Sünde bestand, sei noch ein Blick auf die verwandtschaftlichen Verhältnisse und die geschichtliche Epoche geworfen, in der sich dieser Aufruhr ereignete. Ersteres verdeutlichen wir am besten durch eine Skizze:

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Autor: Schumacher, Heinz | Kategorie(n): Heilsgeschichte, Israel, Versuchung & Verführung  |  1,436 x gelesen

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Womit beginnt die Endzeit?

(Gekürzte Fassung einer biblischen Betrachtung)

Nach unserer Auffassung ist der Zeitpunkt der Entrückung zugleich auch der Beginn der Endzeit. Es geht uns hierbei nicht um Berechnungen irgendwelcher Art, sondern um Feststellung bedingter (relativer) Zeitmerkmale, das heißt, wenn das eine geschieht, dann geschieht das andere … Die Schrift bietet uns mehrere solcher relativer Zeitpunkte, die alle auf denselben Punkt treffen: den des Überganges vom Gemeindehaushalt der Jetztzeit zum künftigen Reichshaushalt der Endzeit, anders ausgedrückt: von der Gnadenzeit zur Gerichtszeit. Wir nennen im folgenden vier solcher bedingter Zeitmerkmale. Die Endzeit beginnt

  1. mit dem Ertönen der Gottesposaune und der Entrückung der Gemeinde;
  2. mit dem Verlassen des Himmels durch den Herrn und der beginnenden religiösen Wiederherstellung Israels;
  3. mit dem Wiederaufbau der verfallenen Hütte Davids = mit der politischen Wiederherstellung Israels;
  4. mit dem Aufheben der Verstockung Israels nach dem Eingehen der Nationen-Fülle (= Entrückung der Gemeinde) bzw. dem Aushauen der wilden Zweige des Ölbaums.

In diesen Feststellungen liegen zugleich die biblischen Beweise dafür, daß die Gemeinde mit der letzten Zeit nichts zu tun hat, vielmehr vorher entrückt wird, sowie weiter auch, daß die letzte Zeit noch nicht begonnen hat.

1. Das Ertönen der Gottesposaune und die Entrückung der Gemeinde

Den Ausgangspunkt hierzu sollen zwei Stellen bilden:

1. Thess. 4, 16: “Der Herr selbst wird beim Aufruf, (nämlich:) mit Erzengelstimme und mit Gottesposaune, herabfahren vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst; alsdann wir, die da leben, die da übrigbleiben, werden zugleich mit ihnen entrückt werden …”

1. Kor. 15, 51.52: “Siehe, ein Geheimnis sage ich euch: Alle (zwar) werden wir nicht entschlafen, (aber) alle werden wir verwandelt werden, in einem Nu, in einem Augenblinken, bei der letzten Posaune; denn es wird posaunen, und die Toten werden erweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.”

Die beiden Stellen sagen uns, daß die Entrückung beim Aufruf, der Erzengelstimme und der Gottesposaune (nach der Thessalonicherstelle), bei der letzten Posaune (nach der 1. Kor.-Stelle) erfolgen wird. Wenn also der Aufruf, die Erzengelstimme, die Gottesposaune bzw. die letzte Posaune ertönt, dann geschieht die Entrückung. Da entsteht nun die Frage, was es mit dem Aufruf, der Stimme und der Posaune für eine Bewandtnis hat. So fing ich an, die Bedeutung der drei Worte im hebräischen und griechischen AT systematisch zu untersuchen, und da zeigte es sich, daß die betreffenden Worte Bezeichnungen für den Beginn der letzten Zeit sind, das Signal für den Beginn der Endzeit, des Herrntages. Somit fiele also das Herabfahren des Herrn Jesus zur Einholung Seiner Ekklesia mit dem Beginn der Endzeit zeitlich zusammen, es ist ein Zeitpunkt: auf der einen Seite das Ende der Gnadenzeit, auf der andern der Anfang der Gerichtszeit. Die Signale aber gelten nach meiner Auffassung Israel!

Zunächst einleitend einiges über die sogenannte letzte Zeit.

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Autor: Ludwig, Rudolf | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Endzeit, Entrückung, Gemeinde, Israel  |  1,859 x gelesen

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Welche Bedeutung kommt dem Staat Israel heilsgeschichtlich zu?

Seit dem 15. Mai 1948 besitzen die Juden wieder einen eigenen Staat. Er heißt Israel. Viele Bücher sind seither über jenen wiedererstandenen Staat geschrieben worden. Es wird auch immer wieder gefragt, welche heilsgeschichtliche Bedeutung ihm zukomme. — Wir meinen, daß man das heutige Israel in seiner Bedeutung im Heilsplan Gottes weder unter- noch überschätzen darf. Eine Unterschätzung ist es zweifellos, wenn Professor J. J. Stamm, Bern, schreibt: “Die alttestamentliche Landverheißung hat im NT keinen Platz mehr. Das heißt nicht, daß sie einfach dahingefallen wäre; vielmehr ist sie aufgenommen in Jesu Person und in die Ihn umgebende Gemeinde. Die am Ende in der Unmittelbarkeit zu Gott und zu Jesus stehende Gemeinde ist das Ziel und nicht mehr Jerusalem und der Zion. — Mit diesen beiden Punkten ist gegeben, daß die Gründung des israelischen Staates in Palästina keine direkte heilsgeschichtliche Bedeutung hat. Keine direkte Bedeutung, wohl aber eine indirekte als Zeichen dafür, daß Israel noch immer unter Gottes Treue steht und eine Zukunft hat vor Gott.” (Hervorhebungen von uns.)

Hier hat wieder einmal die fragwürdige Methode der Vergeistigung über das Wörtlichnehmen der Verheißungen Gottes gesiegt. Besonders kraß zeigt dies der Satz, die alttestamentliche “Landverheißung sei aufgenommen in Jesu Person und in die Ihn umgebende Gemeinde”! Das kann man sich weder vorstellen noch steht es geschrieben. Dahin kommt man aber, wenn man alle Worte des AT, die im NT keine wörtliche Wiederholung finden, als abgetan oder vergeistigt oder “verpersönlicht” (wie Stamm sagt) betrachtet! Im übrigen macht das NT sehr wohl, wenn auch spärlich, Ortsangaben. Nach Matth. 24 konzentrieren sich die Endzeitgerichte auf Judäa (V. 16); dort sollen die Juden den Herrn erwarten, und dort werden bei Seiner Ankunft “wehklagen alle (zwölf) Stämme des Landes” (V. 30 und Offb. 1, 7; nicht: “Geschlechter der Erde”; vgl. Sach. 12, 10-14). Und Offb. 20, 9 nennt als Regierungssitz des Tausendjahrreiches “die geliebte Stadt” = das irdische Jerusalem.

Das sind doch unüberhörbare Bestätigungen, daß es bei den Orts- und Landangaben der alttestamentlichen Propheten bleibt! — Man kann eben nicht im gleichen Atemzug die Treue Gottes rühmen, aber die alttestamentlichen Landverheißungen als vergeistigt, verpersönlicht — und das heißt eben doch: in der wortwörtlichen Bedeutung als hinfällig — betrachten! Denn Gott hat sich nach alttestamentlichem Zeugnis nicht nur Sein Volk Israel, sondern ebenso Sein Land Kanaan als Vermählte erkoren (Jes. 62, 4)! Entweder ist Gott treu — dann steht Er zu den Verheißungen für Volk und Land! Oder aber Er wäre es nicht, dann wären die dem Volk Israel gegebenen Verheißungen ebenso wie die Landverheißungen hinfällig.

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Autor: Schumacher, Heinz | Kategorie(n): Heilsgeschichte, Israel, Zeitgeschichte & Politik  |  1,653 x gelesen

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Wann gewinnt Israel Heilsbedeutung?

(Nachschrift eines mündlichen Dienstes)

Israel ist heilsmäßig und heilsgeschichtlich ein besonderes Problem. Zunächst wird Israel Unheilsträger sein, ehe es Heilsträger wird. Und zwar wird Israel beide Seiten in der krassesten Form durchlaufen. Die alttestamentliche Verheißung: “Aus dir soll mir kommen der Herrscher und Friedefürst” (vgl. Micha 5, 1-3; Jes. 9, 6) hat sich in Jesus Christus erfüllt. Aus Israel kam der Retter, der Heiland. Aber auch das andere hat sich erfüllt: “Er kam in Sein Eigentum, und die Seinen nahmen Ihn nicht auf” (Joh. 1, 11). Sie haben Ihn, ihren Messias, ans Kreuz gebracht. Schon an diesen beiden Schriftaussagen sehen wir, wie Israel einerseits Heilsträger, andererseits Unheilsträger war. Und dieses Volk wird noch eine Weile Unheilsträger sein, bis es eines Tages das Heilsvolk Gottes wird. Glauben wir: “Was Er sich vorgenommen, und was Er haben will, das muß doch endlich kommen zu Seinem Zweck und Ziel.”

Wann aber wird Israel Heilsbedeutung gewinnen? Dieses “Wann” ist auch für uns wichtig.

Der Prophet Daniel hatte nicht nur den Auftrag, die Nationenzeiten und die Nationengeschichte zu zeigen, sondern auch die Geschichte Israels. Wir müssen uns von Daniel sagen lassen, wann Israel wieder Heils- und Weltbedeutung gewinnt. In Daniel 9 finden wir eine wunderbare Weisung für das Volk Israel, die auch uns angeht. Daniel wurde nach einem langen Gebet diese Schau geoffenbart. Lesen wir von Vers 25 an: “Vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis auf den Messias, den Fürsten, sind 7 Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wiederhergestellt und gebaut werden, und zwar in Drangsal der Zeiten.” Bis hierher ist der Text bereits Geschichte geworden. Bis auf die Ausrottung des Messias waren 7 und 62 = 69 Jahrwochen verstrichen. Dann wurde der Gesalbte ausgerottet, gekreuzigt. Israel aber wurde verwüstet, seine Bewohner zerstreut, weil es sich an dem Gesalbten versündigt hatte. (Man lese dazu aus Daniel 9 die Verse 26 und 27!) Diese “wüste Zeit” ist ohne Zahlenangabe und darum auch nicht zu berechnen. Die letzte Jahrwoche steht noch aus (Vers 27). Eine Jahrwoche hat 7 Jahre, und auch die letzte Jahrwoche wird 7 Jahre lang sein. Der den Bund mit den Vielen stärken wird, ist der Antichrist. Er wird in der Mitte der letzten Jahrwoche Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen. Schon aus dieser Tatsache können wir ersehen, daß es sich um Israel handelt. Der Antichrist (das Tier) wird den Vielen (Israel) eine Woche lang (7 Jahre) den Bund stärken. Ein Teil Israels (die “Hure”) wird sogar das Tier, d. h. den Antichristen und die antichristliche Welt, nach Offb. 17 als Reiterin lenken. In dieser Stellung ist Israel dann Unheilsträger. Beim Auftauchen des Antichristen also wird Israel Weltbedeutung erlangen, und zwar zunächst Unheilsbedeutung.

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Autor: Malessa, Friedrich | Kategorie(n): Heilsgeschichte, Israel  |  1,219 x gelesen

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Das Gericht am Hause Ahab

Unlängst hatte ich ein Gespräch über den König Ahab. Ich bekam dabei den folgenden Einwand zu hören: “Ich kann nicht verstehen, daß die Nachfahren des Königs Ahab bestraft werden für den Mord, den er an Naboth begangen hatte. Was können Kinder und Kindeskinder dafür, wenn ihre Väter Sünde auf sich luden?”

Ganz abgesehen davon, daß die Folgen der Schuld immer schrecklicher sind, als wir Menschen es wahrhaben wollen, und die Missetat der Väter an den Kindern heimgesucht werden kann bis ins dritte und vierte Glied (2. Mos. 20, 5), so ist die Schuld des Königs Ahab viel umfassender, als man bei oberflächlicher Betrachtung meint. Da liegt nicht nur die Tyrannei gegen Naboth vor, um in den Besitz seines Weinberges zu kommen, sondern der Schaden liegt viel tiefer. Der Untergang des Hauses Ahab war längst bei Gott beschlossen, ehe sich jenes schauderhafte Vergehen ereignete. Der Justizmord an Naboth bildete nur das letzte Glied einer Kette schuldhafter Ereignisse, das die Bibel berichtet. Das Grundübel aber war sein gottloser, götzendienerischer Lebensstil, der sich auf das ganze Volk auswirkte. “Er tat, was böse war in den Augen des Herrn, mehr als alle, die vor ihm gewesen waren” (1. Kön. 16, 30). Das müssen wir sehen und erkennen, und dann urteilen wir anders.

Die Heilige Schrift berichtet von Ahabs Vater, Omri, daß er bereits einer war, der “tat, was dem Herrn übel gefiel, und er trieb es ärger als alle, die vor ihm gewesen waren” (1. Kön. 16, 25). Ahab war von 875-854 v. Chr. König vom Nordreich Israel. “Es war ihm ein Geringes, daß er in der Sünde lebte” (1. Kön. 16, 29ff.). Seine Heirat mit Isebel (= “Baal sei mit dir”) war eine rein machtpolitische. Sie war die Tochter des heidnischen Königs von Sidon, die dafür sorgte, daß der Glaube an Jehovah abgeschafft und daß der Baalskult eingeführt wurde. Die Altäre des HERRN wurden niedergerissen, Baalstempel und -altäre gebaut, Ascherabildnisse (Göttin der Fruchtbarkeit) aufgestellt. Die Propheten Gottes wurden ausgerottet. Hundert konnte der Hofmeister Obadja retten (1. Kön. 18, 4). Nun trieben 450 Priester und Propheten des Baal und 400 der Aschera ihr Unwesen (1. Kön. 18, 19). So tat Ahab unter dem verhängnisvollen Einfluß seiner Frau mehr als alle Könige vor ihm, um den lebendigen Gott zu erzürnen. Das war der Grund für das Gericht am Hause Ahab. Seine außenpolitische Bündnispolitik vermochte ihn nicht vor dem Untergang zu retten. Wer Gott den Kampf ansagt, zieht letztlich immer den kürzeren, mag er menschlich auch eine noch so kluge Politik treiben.

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Autor: Bayer, Rupprecht | Kategorie(n): Gerichte Gottes, Israel, Religionen  |  1,181 x gelesen

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Jesus und die Ehebrecherin

»Und sie gingen ein jeder in sein Haus. Jesus aber ging auf den Ölberg. Am frühen Morgen aber kam Er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu Ihm; und Er setzte sich und lehrte sie.
Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber bringen eine Frau herbei, beim Ehebruch ergriffen, und stellen sie in die Mitte und sagen zu Ihm: Lehrer, diese Frau ist auf frischer Tat ergriffen worden, Ehebruch treibend; im Gesetz aber hat uns Moses befohlen, eine solche zu steinigen; Du nun, was sagst Du? Dies aber sagten sie, um Ihn auf die Probe zu stellen, damit sie etwas hätten, Ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
Als sie aber fortfuhren, Ihn zu fragen, richtete Er sich auf und sagte zu ihnen: ›Der Sündlose unter euch soll als erster den Stein auf sie werfen!‹ Und noch einmal bückte Er sich und schrieb auf die Erde.
Als sie aber dies gehört hatten, gingen sie hinaus — einer nach dem anderen — angefangen von den Ältesten, und Er blieb allein mit der Frau, die in der Mitte dastand.
Jesus aber richtete sich auf und sprach zu ihr: ›Frau, wo sind diese? Hat niemand dich verurteilt?‹ Sie aber sprach: ›Keiner, HERR!‹ Da sprach Jesus: ›Auch ich verurteile dich nicht! Gehe hin, und von nun an sündige nicht mehr!‹«
(Joh. 7, 53 - 8, 11)

Die griechischen Handschriften lassen erkennen, daß dieser Bericht wohl nicht von Johannes selbst geschrieben, sondern offensichtlich später in sein Evangelium eingefügt wurde. Man kann annehmen, daß dies durch die beiden Augenzeugen und Mitapostel geschah, die in Joh. 21, 24.25 die Verfasserschaft des Apostels Johannes verbürgen. Aber »die innere Echtheit und Überzeugungskraft« des Berichts »ist unbezweifelbar. Sie zeigt uns Jesus in unvergleichlicher Weise« (Dr. Werner de Boor, Wuppertaler Studienbibel).

Der Bericht steht auch am rechten Ort. Er ist eingefügt in den Rahmen des Laubhüttenfestes (Sukkoth; ab K. 7, 1); dieses erinnerte Israel an die Wundertaten Gottes in der Wüste und galt als »Fest der Gottes-Epiphanie« — also der göttlichen Offenbarung und Erscheinung — und zugleich als ein prophetisches Modell für die endzeitliche Erfüllung im Reich des Messias (s. Sach. 14, 16-19!). Nicht von ungefähr wurde in der jüdischen Festliturgie die Umschreibung des hochheiligen JAHWEH-Namens mit »Ich bin ER« besonders häufig gebraucht. So sagte Rabbi Hillel über das Fest Laubhütten: »Wenn das göttliche ICH BIN (hebr.: ani hu) hier ist, dann ist alles hier!« Ein levitischer Doppelchor aber sang sich zu: (I) »Ich bin ER« … (II) »So hilf doch! (hoshianna)«.

Das Fest der Gottesepiphanie bewegte die Brüder Jesu zu einer dringenden Bitte: Er möge doch, wenn Er nun wirklich der Messias sei, Sein Wirken »in der Verborgenheit« aufgeben, und, wenn Er nun einmal solche Machttaten wirke, sich »der Welt zeigen« und sich als Messias offenbaren. Jesus antwortete ihnen, daß Sein Offenbarungstermin noch nicht gekommen sei, und ließ sie zunächst allein zum Sukkothfest nach Jerusalem gehen. Er selbst aber ging, entgegen Seiner ursprünglichen Absicht, später hinauf — allerdings »nicht öffentlich, sondern gleichsam wie im Verborgenen« (d. h. nach Bornhäuser, ohne sich als Messias in der Öffentlichkeit zu proklamieren; Joh. 7, 1-11).

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Autor: Jugel, Wolfgang | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Erkenntnis & Wesen Gottes, Israel, Lehre  |  2,559 x gelesen

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Zweierlei Erwartungsgut

Die Zukunftserwartung der Gemeinde Jesu Christi geht himmelwärts.
Die Zukunftserwartung des Volkes Israel ist erdbezogen.

»Denn unser Bürgertum ist in den Himmeln, von wo wir auch den Herrn Jesus Christus als Retter erwarten, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird zur Gleichförmigkeit mit Seinem Leibe der Herrlichkeit« (Phil. 3, 20.21).

»Siehe, Ich werde die Kinder Israel aus den Nationen herausholen … Ich werde sie von ringsumher sammeln und sie in ihr Land bringen. Und Ich werde sie zu einer Nation machen im Lande auf den Bergen Israels …, und sie werden wohnen in dem Lande …, worin eure Väter gewohnt haben …, sie und ihre Kinder und Kindeskinder, bis in Ewigkeit« (Hes. 37, 21.22.25).

Aus den vorangestellten Schriftzeugnissen ersehen wir, daß beide Heilskörperschaften eines in ihren Erwartungszielen gemeinsam haben: Beide sehnen sich danach, aus der Fremdlingschaft in die Heimat zurückzukehren. Der Unterschied besteht nur darin, daß sich die Heimat der Gemeinde in den Himmeln befindet (Phil. 3, 20), während Israels Heimat das verheißene Land Kanaan (Erez Israel) auf dieser Erde ist (Hes. 37, 25). So liegt die Zukunftserwartung der Gemeinde auf geistlicher Ebene und zielt himmelwärts, die des Volkes Israel auf irdischer Ebene.

Wenn die Staatsbürgerschaft der Glieder des Leibes Christi »in den Himmeln« ist, dann beschreibt dies nicht nur unser Erwartungsziel, sondern zunächst einmal unsere himmlische Herkunft: »Auserwählt in Ihm vor Grundlegung der Welt, zuvorbestimmt zur Sohnschaft durch Jesus Christus« (Eph. 1, 4.5), durch den Heiligen Geist zu einer neuen Schöpfung gezeugt (Röm. 8, 16; 2. Kor. 5, 17). Darum hat Gott uns auch gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern in Christus (Eph. 1, 3). Die Dinge dieser Erde sind für die Gemeinde zweitrangig. Wir sollen sie zwar beachten, ihnen aber den richtigen Stellenwert einräumen, denn in Kol. 3, 1-4 fordert uns Paulus auf, das zu suchen, was droben ist, wo der Christus ist, und auf das zu sinnen, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist.

Gott hat Seinem Sohn Jesus Christus alles unterworfen und Ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die Sein Leib ist, die Vervollständigung dessen, der alles in allen erfüllt (Eph. 1, 22.23). Christus wartet auf die Vervollständigung des Körpers durch Seine Glieder. Die Gemeinde sehnt sich nach der Vereinigung mit ihrem Haupt. So sind beide Seiten von einer großen Sehnsucht zueinander erfüllt. Erst nach der Vereinigung mit Seinen Gliedern kann Christus die großen Vollendungsaufgaben erfüllen. Er will, daß wir diese Aufgaben zusammen mit Ihm ausführen. Er hat verheißen, daß wir allezeit bei Ihm sein werden (1. Thess. 4, 17). Zu diesen Aufgaben gehört nach 1. Kor. 6, 2.3, daß wir die Welt und die Engel richten, d. h. zurechtbringen werden. Mit unserem irdischen Leib sind wir nicht in der Lage, diese Aufgaben, die sich bis in den Kosmos erstrecken, auszuführen. Darum warten wir nach unserm Eingangswort und nach 1. Thess. 4, 13-17 darauf, daß unser Herr Jesus Christus am Tage der Entrückung unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird zur Gleichförmigkeit mit Seinem Leibe der Herrlichkeit, der nicht mehr an Raum und Zeit gebunden ist. Zur Entrückung kommt Christus Seinen Gliedern bis in den Lufthimmel entgegen. Die Vereinigung des Hauptes mit Seinen Gliedern findet in dem Bereich statt, in dem Satan heute noch die Herrschaft hat (Eph. 2, 2). Welch ein Triumph!

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Autor: Herbst, Gerhard | Kategorie(n): Gemeinde, Heilsgeschichte, Israel, Schriftteilung  |  1,295 x gelesen

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»Endzeit« im 1. Jahrhundert

Die Parallelität zwischen Urchristenzeit und Endzeit

Gliederung:

I. Das Ende kehrt zum Anfang zurück (Urzeit und Endzeit)
II. Die Vision Daniels über den Geschichtsverlauf (Dan. 7)
III. Letzte Tage während der Erdentage Jesu und Seiner Apostel (»Endzeit« im 1. Jahrhundert)


.

Die Parallelen zwischen der Urzeit der Menschheitsgeschichte und der Endzeit sind frappierend. Wer die Anfänge nicht versteht, kann das Ende nicht durchschauen. So müssen wir uns, um einen Blick für die Endzeit zu gewinnen, mit den Anfängen beschäftigen. Verständnis der Urgeschichte gibt Licht für die Endgeschichte. — Weniger bekannt sind ähnliche Beziehungen zwischen der Zeit Jesu und Seiner Apostel und der Endzeit. Diese sollen in der vorliegenden Arbeit beleuchtet werden.

I. Das Ende kehrt zum Anfang zurück (Urzeit und Endzeit)

Die Endzeit, also die Jahre und Jahrzehnte vor der Wiederkunft Jesu Christi mit Seiner Gemeinde in Macht und Herrlichkeit zur Errichtung Seines Königreiches, ist genau besehen eine Zeit der Ausreife. Sie bringt im Kern nichts Neues. Die Weisheit Salomos belehrt uns: »Das, was war, ist das, was wieder sein wird. Und das, was getan wurde, ist das, was wieder getan wird. Und es gibt gar nichts Neues unter der Sonne« (Pred. 1, 9). Das heißt doch mit anderen Worten: Alles war schon einmal da. Wirklich Neues gibt es nicht. Es ist immer nur eine Neuauflage des Früheren in anderer »Gestalt«, aber mit gleichem Wesenskern.

Das ist in der Endzeit nicht anders. Alle Entwicklungen und Erscheinungen waren bereits keimhaft am Anfang der Menschheitsgeschichte vorhanden. In der hebräischen Bibel heißt das erste Buch »Im Anfang«. Es schildert nicht nur den Anfang, sondern auch die Anfänge. Endzeit ist von daher nur voll ausgereifte Anfangs- oder Urzeit. So ziehen sich die Emanzipation des Menschen (1. Mose 3), das religiöse Ich-Wesen (Kain) im Gegensatz zum Menschen des Glaubens (Abel — 1. Mose 4), der Okkultismus und der Einbruch der »Götter« (1. Mose 6), das Gericht über die alte Welt (»Tage Noahs« — 1. Mose 7-8), die revolutionäre, technik- und baubegeisterte Einheitsmenschheit im Turmbau zu Babel (1. Mose 11) und das lasterhafte, reiche, stolze und sexuell pervertierte Sodom und Gomorra (»Tage Lots« —1. Mose 19) mit immer neuen Abarten und Variationen nicht nur wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte, sondern kulminieren am Ende der Tage vor allem in der »Hure Babylon« und im Antichristentum. In den Endzeitreden prophezeit Jesus, dass es »sein wird wie in den Tagen Noahs und Lots« (Luk. 17, 26ff.).

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Autor: Wörz, Reiner | Kategorie(n): Endzeit, Gemeinde, Heilsgeschichte, Israel, Versuchung & Verführung, Völkerschaften, Zeitgeschichte & Politik  |  2,004 x gelesen

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Schritte auf dem Weg zur endzeitlichen Erneuerung Israels

— “Blätter” und “Frühfeigen” am Feigenbaum Juda in unseren Tagen —

Zwei bedeutsame Ereignisse kennzeichneten im Jahre 1977 das Geschehen in Israel; wir dürfen in ihnen endzeitliche Weichenstellungen sehen. Zum einen wurde am 17. Mai 1977 der konservativ-orthodoxe “Likud-Block” zur Regierungsbildung verpflichtet und Menachem Begin zum Ministerpräsidenten Israels gewählt, wodurch zum ersten Male seit der Gründung Israels die sozialistisch geprägte “Mapai”-Gesellschaft abgelöst wurde; sodann ist das Treffen des neugewählten Ministerpräsidenten mit dem ägyptischen Präsidenten Sadat in Jerusalem zu erwähnen, das hier nicht einer näheren biblischen Würdigung unterzogen werden soll (es kann positive, aber auch negative Entwicklungen einleiten); doch scheint sich hiermit das Ausscheren Ägyptens aus der militärischen Phalanx der kommenden “Gog-Armee” (Hes. 38/39) anzubahnen.

Es war schon bewegend, wie bei der feierlichen Parlamentssitzung am 20.11.1977, auf der beide Präsidenten sprachen, der Vorsitzende der “Knesseth” die Sitzung mit einem Prophetenwort eröffnete, und Ministerpräsident Begin seine Rede mit einem Gebet beschloß. Wo anders in der Welt wäre solches möglich? Man stelle sich dies einmal in Bonn vor! Als am 26.12.1977 Begin von Nachfolgegesprächen mit Sadat über die Friedenspläne aus Ismaelia zurückkehrte, wurde er auf dem Flugplatz vom Oberrabbiner Israels begrüßt und mit Handauflegung gesegnet.

Wenn man dergleichen aus Israel berichtet, muß man — nicht nur in Kreisen, die mit dem prophetischen Wort wenig vertraut sind — immer wieder damit rechnen, wie folgt abgewiesen zu werden: Dies alles habe ja noch nichts zu bedeuten; Israel sei ebensowenig wie andere Völker schon “wiedergeboren”; auch in Tel Aviv gebe es Nachtclubs und andere negative Erscheinungen; den christlichen Missionen in Israel werde viel Widerstand geboten; das orthodoxe Judentum sei immer noch eine Minderheit im Volke und huldige wie zu Zeiten Jesu dem “toten Buchstaben” — und was der Gegengründe mehr sein mögen!

Ganz gewiß ist der “Geist der Gnade und des Flehens” noch nicht über Israel ausgegossen, und man sollte auch nicht in einer falschen christlich-zionistischen Israelbegeisterung die Augen vor den Realitäten verschließen; aber es geht doch wohl zu weit, wenn kürzlich in einer christlichen Zeitschrift zu lesen stand: “Hängt wirklich die ganze Heilsgeschichte in unseren Tagen an der Existenz des Judenstaates, der trotz unserer frommen Wünsche immer noch ein ganz profaner Staat ist und nichts von der Glorie besitzt, die man ihm so gerne zulegen würde?”

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Autor: Jugel, Wolfgang | Kategorie(n): Endzeit, Heilsgeschichte, Israel, Lehre  |  1,319 x gelesen

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