Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Das Evangelium von der Sohnschaft

Die frohe Botschaft der Bibel — insbesondere des Neuen Testaments — enthält viele herrliche Verheißungen für die erwählten und berufenen Gläubigen. Eine der kostbarsten göttlichen Gnadengaben ist das Geschenk der Sohnschaft in Verbindung mit der einmaligen Stellung der Gemeinde Jesu Christi.

Der Sohnschaftsstand der Glieder des Leibes Christi ist aber nur möglich infolge der Herrlichkeit des Erstgeborenen, Jesus Christus, und Seiner wunderbaren Mittlerschaft. In Psalm 2, 7 wird die prääonische Zeugung des Sohnes Gottes verkündet. Bis zu diesem wunderbaren Akt war Gott das allein existierende Wesen. Gott, der Vater Jesu Christi, hatte aber einen Entschluss gefasst, nicht nur einen Sohn ins Leben zu rufen, sondern viele Brüder dieses Erstlings (Röm. 8, 29).

Und wer die Heilsgeschichte der Bibel kennt, weiß auch, dass Gott nicht eher ruht, bis auch die ganze Schöpfung in den Sohnesstand versetzt sein wird. Dazu bedarf es der Mithilfe der erlösten Gemeinde, die eine enorm wichtige Zukunftsaufgabe nach ihrer Vollendung erhält. Diese »Ekklesia« (Auswahl, Herausgerufene) ist nicht zum Selbstzweck erlöst, sondern zum Mitherrschen und -regieren bestimmt.

Wir betrachten im Folgenden

  1. Die Sohnschaft der Gemeinde Jesu Christi und die Knechtschaft der Religiosität
  2. Die heilsgeschichtliche Entwicklung der Sohnschaftsphasen
  3. Die Konsequenzen der Erwählung zum Sohnesstand

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Autor: Heinemann, Karl | Kategorie(n): Gemeinde, Glaubensleben & Wandel, Irrlehre, Kirchentum, Religionen  |  3,002 x gelesen

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Zeichen des Abfalls in unserer Zeit

Das Substantiv (Hauptwort) »Abfall« kommt im Neuen Testament nur zweimal vor: »Abfall von Mose« (Apg. 21, 21) und »der Abfall« vor dem Erscheinen des Menschen der Gesetzlosigkeit, des Sohnes des Verderbens (2. Thess. 2, 3). Das Wort »Abfall« (apostasia) mit dem bestimmten Artikel bezieht sich auf ein besonderes endgeschichtliches Ereignis. Es bezeichnet die totale, weltumfassende Loslösung der meisten Menschen von allen bisherigen Gottesbeziehungen.

Das Verb (Zeitwort) »abfallen« erscheint nur bei Paulus im Sinne des Abfallens vom Glauben, wie dieser der Gemeinde Jesu Christi in gesunder Lehre und persönlichem Zeugnis vermittelt wurde.

Der am Ende des gegenwärtigen bösen Äons (Zeitalters) stattfindende große Abfall hat seinen Entwicklungsprozeß seit Beginn der Endzeit im weiteren Sinne (seit Jesu Erdenwirken). Die Endzeit im engeren Sinne setzen Kenner des prophetischen Wortes mit der Staatsgründung Israels (1948) an. Wie lange sie dauern wird, kann niemand exakt zeitlich festlegen. Die Letztzeit dürfte den Zeitraum der letzten 70. Jahrwoche (nach Daniel) umfassen. Diese Epoche wird geprägt von der Herrschaft des Antichristen über die Völkerwelt, der Herausgeburt des wahren Israels durch Gericht und Gnade (Erscheinen des Messias) sowie dem Gericht Gottes an den Nationen. Danach kann erst der folgende Äon des Friedensreiches auf dieser Erde beginnen.

Die Gemeinde Jesu Christi, die ihrem Herrn treu bleibt, weil Er sie durchträgt und bewahrt bis zu Seiner Parusie (1. Thess. 5, 23.24), darf ihre Errettung vor dem Zorn Gottes (große Drangsal) erwarten (1. Thess. 5, 9). Solange der noch auf Erden weilende Teil dieser Ekklesia (Gemeinde) das »Aufhaltende« bildet, kann der letzte Weltherrscher seine Diktatur noch nicht voll entfalten. Erst nach ihrer Entrückung (1. Thess. 4, 17; 1. Kor. 15, 51.52; Kol. 3, 4; Phil. 3, 20.21; 1. Joh. 3, 2) ist die totale Verführung aller Abgefallenen möglich. Daß Gott in dieser dämonischen Zeit dennoch die nächste Heilskörperschaft (Israel) und eine große Schar Glaubender aus dieser Drangsalsperiode herausbildet, ist Sein geheimnisvolles und erbarmungsvolles, souveränes Walten (siehe Offb. Kap. 7, 12, 14 und 15!).

A.

Wie es nun zu diesem letzten großen Abfall auf dieser Erde kommen wird, soll im folgenden aufgrund typischer Zeiterscheinungen und anhand des prophetischen Wortes beschrieben werden. Dabei können nur die großen Entwicklungslinien aufgezeigt und Tendenzen deutlich gemacht werden. Da sich Gott auf drei Ebenen —

  1. im allgemeinen als Schöpfergott,
  2. durch das Gesetz und die Propheten im Alten Bund
  3. und durch Jesus Christus in der Gemeinde

kundgetan hat, möchte ich die Abfallsituation auch auf diese Bereiche beziehen.

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Autor: Heinemann, Karl | Kategorie(n): Endzeit, Irrlehre, Kirchentum, Schwarmgeist, Versuchung & Verführung, Zeitgeist  |  1,761 x gelesen

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Die Wiederbringung aller Dinge

Vorbemerkung des Webmasters zu dieser Rede:

Viele der hier genannten und zitierten Aussagen hinsichtlich der Wiederbringung/Allversöhnung stehen nicht auf biblischem Fundament, sondern sind hellenistisch-philosophischen, esoterisch-mystischen und medial-visonellen Ursprungs. Aus diesem Grund stellen sie keine Referenzen für die ansonsten auf come2god.de vertretene biblische Allversöhnung-/Wiederbringungslehre dar, werden im Gegenteil explizit als unbiblisch und unnüchtern zurückgewiesen.

Lediglicher Sinn und Zweck der Veröffentlichung dieser Rektoratsrede ist eine kurze Übersicht der in den Jahrhunderten vertretenen Ansichten, Meinungen und Aussagen zum Thema Allversöhnung/Wiederbringung.


.

(Rektoratsrede, gehalten zur Jahresfeier der Universität Basel am 18. November 1960)

Hochansehnliche Versammlung!

1.
In den Bereich von Lehre und Forschung einer Universität gehört alles, was den Menschengeist bewegt, sowohl die unendlichen Reichtümer und Abgründe der Natur und des natürlichen Lebens als die unermeßlichen Schöpfungen, Probleme, Leiden, Leidenschaften, Sehnsüchte und Glaubensüberzeugungen des geistigen Lebens.

Einer der großen Inhalte dieses geistigen Lebens ist nun das Fragen und Ringen nach dem Sinn und dem Ziel der Menschheitsgeschichte, ja der Geschichte der ganzen Welt, des ganzen Kosmos, der ganzen Schöpfung überhaupt. Es dürfte daher nicht abwegig sein, wenn bei diesem feierlichen akademischen Anlaß von einer Lehre gehandelt wird, die eben das Ziel aller Geschichte zum Gegenstand hat, von der Lehre von der “Apokatastasis pantoon”, der Wiederherstellung oder Wiederbringung aller Dinge.

2.
In der Verkündigung des Neuen Testamentes können drei Konzeptionen der Lehre vom Ausgang der Weltgeschichte festgestellt werden.

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Autor: Staehelin, Ernst, Prof. Dr. | Kategorie(n): Allversöhnung, Irrlehre, Kirchentum  |  1,598 x gelesen

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Babylon — Ein endzeitliches Geheimnis

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort
DIE GROSSE FRAGE …
1. Das Ur-Babylon Nimrods
2. Das Neu-Babylon Nebukadnezars
3. Die Hure Babylon
    a) … als endzeitliche Gestalt
    b) … als religiöse Ausreife
    c) … als Geheimnis
    d) … als Hochburg des Okkultismus
    e) … und ihr plötzliches Ende
… UND IHRE ANTWORT
Das paulinische Gemeindeverständnis
Der Katholizismus
Der Protestantismus
Die Freikirchen
Der innerkirchliche Pietismus
Die Zukunft des Christentums
Die Antwort auf die gestellte große Frage
Das zweimalige »Gehet aus« im Neuen Testament
Eine unnötige Frage
Der geringe Überrest
Statt eines Schlußwortes
Anhang: Zitate von C. A. Auberlen
Literaturverzeichnis


.

Vorwort

Immer wieder werden einzelne Gesichtspunkte der hier behandelten Fragen angeschnitten, aber kaum einmal konsequent zu Ende durchdacht.

Nach zwei Anfang der Sechziger Jahre in »Licht+Leben« veröffentlichten Aufsätzen über endzeitliche Gefahren beschied der damalige Schriftleiter Wilhelm Busch über einen dritten mit dem Thema »Ökumene«: »Dieser Artikel ist vielleicht in fünf Jahren am Platz, jetzt aber — nach meiner Kenntnis der Dinge — noch nicht.« Der Verfasser hat nicht nur fünf Jahre gewartet, sondern fünfundzwanzig. Nun gab die damalige kleine Arbeit den Anstoß zu diesem Heft, wobei die inzwischen weitergegangene Entwicklung Berücksichtigung fand.

Im Bewußtsein der großen Verantwortung sind auch »heiße Eisen« im Blick auf aktuelle und uns hart bedrängende Fragen angepackt worden (andere Punkte werden vom Verfasser in Heft 9/10 dieser Reihe »Die Gefahren der Endzeit für die Gläubigen« behandelt. Wir haben es also heute nicht nur mit den bekannten Problemen der zweiten, dritten oder gar einer weiteren Generation zu tun, sondern zusätzlich noch mit endzeitlichen Verfallserscheinungen. Dabei ist Hand in Hand mit dieser Entwicklung ein Aufwachen der allerdings nur eine Minderheit darstellenden wahren Gemeinde Gottes das dringende Gebot der Stunde).

Dabei war es dem Verfasser ein Anliegen, eingedenk der apostolischen Mahnung die Wahrheit nicht rücksichtslos, sondern in der Liebe zu bezeugen (Eph. 4, 15) (wir sollten uns ausstrecken nach der gesunden Verbindung einer bis zum Äußersten gehenden opferbereiten Liebe mit unnachgiebigen Feststehen für die Wahrheit). »Es ist wichtig, daß wir uns davor hüten, grob unbiblische Aussagen der Gegenseite mit Genugtuung unserer ›Sammlung‹ einzuverleiben, um sie bei passender Gelegenheit gegen sie auszuwerten. Wer selber vor Gott gedemütigt ist, der kann nie mit Genugtuung die Fehler der anderen entdecken und registrieren, sondern er wird im Leidtragen vor Gott in diesen schmerzlichen Auseinandersetzungen stehen« (16/S. 137 — die erste Zahl weist auf die laufende Nummer des Literaturverzeichnisses (Seite 77 ff.) hin, die zweite gibt die Seitenzahl der Zitatquelle an).

Wie bestürzend für Karl Hartenstein (1894-1952) die Erkenntnis über die Hure Babylon (Offb. 17) gewesen sein muß (s. S. 58), offenbart sein offenes Eingeständnis, »daß es mir angst ist um die Auslegung dieses Kapitels 17. Denn ich weiß, wie gefährlich es ist, hier Dinge zu sagen, die auch die gläubige Gemeinde verletzen oder erschüttern können« (19/S. 156). Darf das aber ein Grund sein, sie zu verschweigen, während verführerische, verderbliche und andere unbiblische Stimmen sich frech zu Wort melden?

So konnte auch der Verfasser diese Zeilen nur mit wehem Herzen niederschreiben (s. Kapitel 3 e).

Deshalb gilt es, sich vor allzu schnellen Reaktionen zu hüten und alles gründlich vor dem Herrn zu bewegen, um dann ­ sollten wir von der Schrift her durch Überführung des Geistes eines Besseren belehrt werden — auch zur Aufgabe selbst lieb gewordener und bisher für selbstverständlich gehaltener Positionen bereit zu sein.

Bewußt gewählt wurde eine knappe Darstellung, so daß im Blick auf ausführlichere Einzelheiten auf die reichlich vorhandene Literatur verwiesen werden muß.

Heute trifft diese Feststellung aus der Zeit des Dritten Reiches noch viel mehr zu: »Alles Unechte bricht in unsern Tagen zusammen … Das ist ein Gericht über die seichte und oft schwindelhafte Art des Christentums und der Wortverkündigung in den letzten Jahrzehnten, die massenhaft ›törichte Jungfrauen‹ erzeugte. Darüber müssen wir Buße tun, d. h. unsern Sinn ändern« (42/S. 9/10).

Bei der Beschäftigung mit diesem Heft verliere man es nie aus den Augen, in welch einer ernsten Zeit wir leben und daß noch nie dagewesene Zuspitzungen auch einmalige besondere Entscheidungen abverlangen.

Der Verfasser


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Autor: Salomon, Gerhard | Kategorie(n): Das Böse, Das prophetische Wort, Endzeit, Irrlehre, Israel, Kirchentum, Religionen, Versuchung & Verführung  |  4,837 x gelesen

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Aufbruch überweltlicher Mächte gegen das kommende Reich Gottes

(Wortdienst anläßlich der “Prophetischen Woche”, Langensteinbacherhöhe, 11/1979; gekürzte Fassung nach einer Tonbandaufnahme, vom Verfasser durchgesehen)

Unser Thema behandelt umfassende Dinge, und ich bin mir bewußt, nur einige Schwerpunkte setzen zu können.

Wenn wir uns hier zu einer “Prophetischen Woche” zusammengefunden haben, dann sehe ich die Gefahr, daß wir zwar ein Ohr für diese prophetischen Dinge haben, aber vergessen, daß wir ein gehorsames, demütiges und treues Leben in der Jesusnachfolge führen sollten. Daß wir das prophetische Wort und die Heiligung in ein rechtes Verhältnis zueinander bringen, ist mir ein besonderes Anliegen. Wenn wir das prophetische Wort immer vor dem Hintergrund des gesamtbiblischen Zeugnisses sehen, dann wird es uns demütigen, uns gehorsam machen, wir werden in der Hingabe und Treue Jesus gegenüber Fortschritte machen und Ihn sehnsüchtiger erwarten.

Als ich im Gespräch am Tisch das Thema dieses Abends erwähnte, wurde das Wort “Aufbruch” in Frage gestellt. Aufbruch? Sind denn diese Mächte nicht schon lange aufgebrochen? Befinden sie sich nicht in einem mächtigen Vormarsch? — Dieser Gedanke ist natürlich berechtigt. Wurde die Gemeinde Jesu nicht schon von Anfang an vor Verführung gewarnt? Haben wir nicht schon in den Briefen des Neuen Testamentes die Warnung “Glaubet nicht jedem Geist”? Schreibt nicht Johannes in seinem 1. Brief, daß der Widerchrist im Aufbruch sei und schon viele Widerchristen gekommen seien (1. Joh. 2, 18)? Schreibt nicht Paulus, daß wir nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen haben, sondern mit den Beherrschern dieser Welt, die im Unsichtbaren ihr Dasein haben und von da aus sehr wohl in das Sichtbare der Menschen hereinwirken (Eph. 6)? Wurde nicht die Gemeinde Jesu von Anfang an vor den “Weltelementen” gewarnt (Kol. 2, 8 und Gal. 4, 3), von denen gesagt wird, daß sie die “Macher” der Philosophien, Ideologien und Religionen dieser Welt sind, mit denen wir uns von Generation zu Generation auseinanderzusetzen haben?

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Autor: Henninger, Martin | Kategorie(n): Gemeinde, Irrlehre, Religionen, Schwarmgeist, Versuchung & Verführung  |  1,434 x gelesen

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Es steht geschrieben — Wiederum steht geschrieben

Es geht im Folgenden nach meiner Überzeugung um einen wichtigen Beitrag zu dem Thema: Gesunde Lehre — Gesunde Glaubenshaltung. Darauf weist ja der Apostel Paulus in seinen letzten Briefen immer wieder hin. Es gibt unter den Gläubigen leider so manche extreme Haltung — in der einen oder anderen Richtung. Dieser wichtige Beitrag von Br. Karl Heinemann möchte Hilfestellung geben, sie zu erkennen und zu vermeiden. (H. Schumacher)

Wir wollen uns in diesem Artikel mit einem wichtigen Prinzip der biblischen Textauslegung befassen, das bei Nichtbeachtung zu Einseitigkeiten und gefährlichen Verdrehungen von Schriftwahrheiten führen kann.

In der Geschichte der Versuchung Jesu durch den Teufel wird uns ein typisches Beispiel vor Augen geführt. Satan begegnet Jesus dreimal mit biblischen Argumenten bzw. direkten Schriftzitaten, um Jesus von Seinem Erlösungsweg abzubringen und sich ihm gefügig zu machen. (Es geht dabei um die Brot-, Macht- und Wunderfrage.) Jesus antwortet dem Versucher jedesmal entschieden: Es steht geschrieben bzw. es ist gesagt (Luk. 4, 1-13).

Lehrinhalte, Glaubenszeugnisse und auch Entscheidungssituationen sind oft komplexer Art und dürfen nicht ihre Polarität verlieren. Es muss aber auch betont werden, dass es andrerseits klare Aussagen in der Schrift im Sinne des »Entweder-oder« gibt. Dazu nenne ich nur einige wichtige Gegensätze:

  • Gott — Satan
  • Christus — Antichrist
  • Leben — Tod
  • Licht — Finsternis
  • Erlösung — Verdammnis
  • Geist — Fleisch

(Dieses Prinzip ist jedoch nicht Gegenstand dieser Abhandlung.) Anhand einiger lehrhafter Beispiele soll nun erhellt werden, wie jeweils zwei entscheidende Aspekte unbedingt zur ausgewogenen Schriftexegese benötigt werden. Es geht hierbei nicht — wie so oft bei Problemlösungen — um Kompromisse, sondern um zwei sich notwendig ergänzende Sichtweisen.

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Autor: Heinemann, Karl | Kategorie(n): Glaubensleben & Wandel, Irrlehre, Lehre, Zeitgeist  |  1,080 x gelesen

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Erst- und Zweitrangiges in Lehre und Leben

Jeder Mensch steht in seinen vielfältigen Entscheidungssituationen vor dem Problem, zwischen Erst- und Zweitrangigem abwägen zu müssen. Die Gewichtung der Entscheidungsmomente ist dabei unerlässlich und setzt die Kenntnis der notwendigen Beurteilungskriterien voraus. Fehlentscheidungen bei der Einschätzung der Vorrangigkeit können oft nicht revidierbare Folgeentwicklungen auslösen.

Besonders im Glaubensleben sind wortgegründete Prüfungskriterien wichtig, um Fehlentwicklungen und Irreführungen zu vermeiden. Denn nur die Kenntnis und Verinnerlichung gesunder Worte vermögen einen gesunden Wachstumsprozess bis zum Vollendungsziel zu garantieren.

Zur Zeit beobachten wir im christlichen und sogar evangelikalen Lager eine zunehmende Verwirrung bei der Beurteilung einer eindeutigen christozentrischen Gemeindelehre mit entsprechenden Konsequenzen in der Gemeindepraxis.

Deshalb bedürfen wir der Weisheit und Erkenntnis Gottes zum rechten Prüfen der biblischen Lehre und des Glaubenslebens, und dazu besonders des Unterscheidungsvermögens zwischen Erst- und Zweitrangigem, Wichtigem und Unwichtigem, Vorrangigem und Nachgeordnetem — kurzum der Prioritäten-(Rang-)Bestimmung.

Anhand von fünf beispielhaft bedeutsamen Begriffspaaren wollen wir die Rangfolge bestimmen und dabei die schriftorientierten Begründungen darlegen.

Diese Themen sollen wie folgt in entsprechenden Abschnitten behandelt werden:

  • Gottes Wille — Des Menschen Wille
  • Das Wort Gottes — Geistliche Erlebnisse
  • Die Stellung der Leibesgemeinde — Die Praxis des Glaubenslebens
  • Der Geber — Die Gaben
  • Das Gebet — Geistliche Aktivitäten

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Autor: Heinemann, Karl | Kategorie(n): Gemeinde, Glaubensleben & Wandel, Irrlehre, Schwarmgeist, Zeitgeist  |  1,084 x gelesen

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