Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
DIE GROSSE FRAGE …
1. Das Ur-Babylon Nimrods
2. Das Neu-Babylon Nebukadnezars
3. Die Hure Babylon
a) … als endzeitliche Gestalt
b) … als religiöse Ausreife
c) … als Geheimnis
d) … als Hochburg des Okkultismus
e) … und ihr plötzliches Ende
… UND IHRE ANTWORT
Das paulinische Gemeindeverständnis
Der Katholizismus
Der Protestantismus
Die Freikirchen
Der innerkirchliche Pietismus
Die Zukunft des Christentums
Die Antwort auf die gestellte große Frage
Das zweimalige »Gehet aus« im Neuen Testament
Eine unnötige Frage
Der geringe Überrest
Statt eines Schlußwortes
Anhang: Zitate von C. A. Auberlen
Literaturverzeichnis
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Vorwort
Immer wieder werden einzelne Gesichtspunkte der hier behandelten Fragen angeschnitten, aber kaum einmal konsequent zu Ende durchdacht.
Nach zwei Anfang der Sechziger Jahre in »Licht+Leben« veröffentlichten Aufsätzen über endzeitliche Gefahren beschied der damalige Schriftleiter Wilhelm Busch über einen dritten mit dem Thema »Ökumene«: »Dieser Artikel ist vielleicht in fünf Jahren am Platz, jetzt aber — nach meiner Kenntnis der Dinge — noch nicht.« Der Verfasser hat nicht nur fünf Jahre gewartet, sondern fünfundzwanzig. Nun gab die damalige kleine Arbeit den Anstoß zu diesem Heft, wobei die inzwischen weitergegangene Entwicklung Berücksichtigung fand.
Im Bewußtsein der großen Verantwortung sind auch »heiße Eisen« im Blick auf aktuelle und uns hart bedrängende Fragen angepackt worden (andere Punkte werden vom Verfasser in Heft 9/10 dieser Reihe »Die Gefahren der Endzeit für die Gläubigen« behandelt. Wir haben es also heute nicht nur mit den bekannten Problemen der zweiten, dritten oder gar einer weiteren Generation zu tun, sondern zusätzlich noch mit endzeitlichen Verfallserscheinungen. Dabei ist Hand in Hand mit dieser Entwicklung ein Aufwachen der allerdings nur eine Minderheit darstellenden wahren Gemeinde Gottes das dringende Gebot der Stunde).
Dabei war es dem Verfasser ein Anliegen, eingedenk der apostolischen Mahnung die Wahrheit nicht rücksichtslos, sondern in der Liebe zu bezeugen (Eph. 4, 15) (wir sollten uns ausstrecken nach der gesunden Verbindung einer bis zum Äußersten gehenden opferbereiten Liebe mit unnachgiebigen Feststehen für die Wahrheit). »Es ist wichtig, daß wir uns davor hüten, grob unbiblische Aussagen der Gegenseite mit Genugtuung unserer ›Sammlung‹ einzuverleiben, um sie bei passender Gelegenheit gegen sie auszuwerten. Wer selber vor Gott gedemütigt ist, der kann nie mit Genugtuung die Fehler der anderen entdecken und registrieren, sondern er wird im Leidtragen vor Gott in diesen schmerzlichen Auseinandersetzungen stehen« (16/S. 137 — die erste Zahl weist auf die laufende Nummer des Literaturverzeichnisses (Seite 77 ff.) hin, die zweite gibt die Seitenzahl der Zitatquelle an).
Wie bestürzend für Karl Hartenstein (1894-1952) die Erkenntnis über die Hure Babylon (Offb. 17) gewesen sein muß (s. S. 58), offenbart sein offenes Eingeständnis, »daß es mir angst ist um die Auslegung dieses Kapitels 17. Denn ich weiß, wie gefährlich es ist, hier Dinge zu sagen, die auch die gläubige Gemeinde verletzen oder erschüttern können« (19/S. 156). Darf das aber ein Grund sein, sie zu verschweigen, während verführerische, verderbliche und andere unbiblische Stimmen sich frech zu Wort melden?
So konnte auch der Verfasser diese Zeilen nur mit wehem Herzen niederschreiben (s. Kapitel 3 e).
Deshalb gilt es, sich vor allzu schnellen Reaktionen zu hüten und alles gründlich vor dem Herrn zu bewegen, um dann sollten wir von der Schrift her durch Überführung des Geistes eines Besseren belehrt werden — auch zur Aufgabe selbst lieb gewordener und bisher für selbstverständlich gehaltener Positionen bereit zu sein.
Bewußt gewählt wurde eine knappe Darstellung, so daß im Blick auf ausführlichere Einzelheiten auf die reichlich vorhandene Literatur verwiesen werden muß.
Heute trifft diese Feststellung aus der Zeit des Dritten Reiches noch viel mehr zu: »Alles Unechte bricht in unsern Tagen zusammen … Das ist ein Gericht über die seichte und oft schwindelhafte Art des Christentums und der Wortverkündigung in den letzten Jahrzehnten, die massenhaft ›törichte Jungfrauen‹ erzeugte. Darüber müssen wir Buße tun, d. h. unsern Sinn ändern« (42/S. 9/10).
Bei der Beschäftigung mit diesem Heft verliere man es nie aus den Augen, in welch einer ernsten Zeit wir leben und daß noch nie dagewesene Zuspitzungen auch einmalige besondere Entscheidungen abverlangen.
Der Verfasser
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