Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Versiegelt durch den Heiligen Geist

Der Reichtum des Christus ist unausforschlich. Darum sind uns Seine Schätze zum großen, vielleicht sogar zum größten Teil noch verborgen. Von den unermeßlichen Gaben und Gütern Gottes, von Seinen unaussprechlichen Freuden und Wonnen haben wir nur sehr wenig erkannt und geschmeckt. Denn das meiste davon ist ja noch zukünftig und wird jetzt nur anbruchweise ins Herz und Leben gelegt, da wir in diesem Leibe der Schwachheit und Niedrigkeit den Vollgenuß Seiner Seligkeit und Herrlichkeit gar nicht zu ertragen vermöchten.

Aber es gibt auch göttliche Gewißheiten und heilige Gnadenreichtümer, deren wir uns jetzt schon erfreuen dürfen, da deren Besitz und Genuß zu der Vollausrüstung der Heiligen für die Gegenwart gehört. Daß der Feind, der sehr wohl weiß, was die Vollendung der Gemeinde des Leibes Christi für ihn bedeutet, mit allen Mitteln zu verhindern sucht, daß die Gläubigen in den Vollumfang ihrer Berufung und Segnung hineinwachsen und dadurch in Christi Art und Wesen praktisch hineingestaltet werden, ist leicht ersichtlich. Hat er doch in der natürlichen Trägheit unseres Fleisches seinen besten Bundesgenossen. —

Zu den Aufgaben und Gnaden, die uns von Gott gegeben sind und um die wir wissen dürfen und sollen, gehört auch das, was die Schrift Versiegelung nennt. Lesen wir nur zwei Schriftzeugnisse darüber: Eph. 1, 13.14 und 2. Kor. 1, 21.22. “Nachdem ihr gehört habt das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, seid ihr in Ihm, nachdem ihr geglaubt habt, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung, welcher das Unterpfand unsres Erbes ist, bis zur Erlösung des erworbenen Besitzes zum Preise Seiner Herrlichkeit … Gott hat uns versiegelt und hat das Pfand des Geistes in unsre Herzen gegeben.”

Hier ist zunächst gar nicht die Rede davon, was wir zu tun haben, sondern was Gott selbst getan hat. Das ist von großer Wichtigkeit. Denn in unsrer religiösen Verblendung meinen wir immer, wir müßten uns gewaltig anstrengen und irgendetwas Großes leisten, um dadurch Gottes Zuneigung zu erringen. Wir wähnen, durch Reue und Zerknirschung, durch Buße und Glauben unser Heil zu bewirken.

Das ist jedoch eine überaus gefährliche Schwerpunktverlagerung, die unsern Gott völlig mißversteht und uns niemals von Herzen frei und froh werden läßt. Weit mehr Menschen als wir wissen unterliegen dieser Gefahr und quälen nicht nur sich, sondern in bester Meinung durch eine gesetzliche, ichverhaftete Haltung auch andere. In redlicher Absicht und mit dem reinsten Wollen versuchen sie Gottes Gnade zu erwerben, um so des Heils und schließlich der Herrlichkeit teilhaftig zu werden. Es sind dies durchaus keine hochmütigen Pharisäer, sondern meist treue, selbstlose Menschen. Sie sind in allen religiösen Kreisen christlicher und außerchristlicher Prägung zu finden. Wie werden wir einmal staunen, wenn wir erkennen werden, wie groß die Zahl derer ist, die unter Römer 2, 6.7.10 fallen, die höchste Ziele verfolgten, ohne auf Erden zur Gewißheit und Freude des vollen Heils durchgebrochen zu sein! —

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Gemeinde, Heiliger Geist, Lehre  |  1,030 x gelesen

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Weltweisheit und Gottesgeist

“Und ich, als ich zu euch kam, Brüder, kam ich nicht nach Vortrefflichkeit der Rede oder Weisheit, euch das Zeugnis Gottes verkündigend. Denn ich hielt nicht dafür, etwas unter euch zu wissen, als nur Jesum Christum, und ihn als gekreuzigt. Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und in vielem Zittern; und meine Rede und meine Predigt war nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, auf daß euer Glaube nicht beruhe auf Menschen-Weisheit, sondern auf Gottes-Kraft. Wir reden aber Weisheit unter den Vollkommenen, nicht aber Weisheit dieses Äons (Zeitlaufs), noch der Fürsten dieses Äons, die zunichte werden, sondern wir reden Gottes Weisheit in einem Geheimnis, die verborgene, welche Gott zuvorbestimmt hat, vor den Zeitaltern (= Äonen), zu unserer Herrlichkeit; welche keiner von den Fürsten dieses Zeitlaufs (= Äons) erkannt hat (denn wenn sie dieselbe erkannt hätten, so würden sie wohl den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt haben), sondern wie geschrieben steht: ‘Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.’ Uns aber hat Gott es geoffenbart durch seinen Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also weiß auch niemand, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes. Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, auf daß wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind; welche mir auch verkündigen, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, mitteilend geistliche Dinge durch geistliche Mittel. Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird; der geistliche aber beurteilt alles, er selbst aber wird von niemand beurteilt, denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, der ihn unterweise? — Wir aber haben Christi Sinn.” (1. Kor. 2, 1-16)

Gott ist Geist. Geist ist das unerschaffene Licht-Kraft-Wesen Gottes. Geist ist Wahrheit, unwandelbare Gotteswirklichkeit, ewige Wesenheit, in sich selbst seiende und bestehende Wesenhaftigkeit.

Alles, was Gott tut, schafft er durch die Lichtkraftfülle des Geistes. Geist ist die Kraft, durch die er alles ins Dasein ruft und alles durch die Fehlentscheidungen der Geschöpfe Entartete wieder erneuert und verwandelt und seiner gottgemäßen Bestimmung zuführt.

Zu Beginn des Sechstagewerks brütete der Geist Gottes über den Wassern. Sein lebendiges, lebenschaffendes Wirkewort: “Es werde Licht!” genügte, um aus dem Chaos der Materie, dem Tohu-wa-bohu des Urschlamms und aus der Finsternis der Tiefe das Licht hervorstrahlen zu lassen (1. Mose 1, 2). Der Hauch des Geistes: “Die Erde bringe hervor …” ließ die Schollen des Erdkreises ergrünen und aufblühen und fruchten. Ebenso erregte sich durch den lebenwirkenden Geisthauch das Wasser vom Gewimmel lebendiger Seelen und aus der Erde kamen die lebendigen Wesen hervor, wie der Geist wollte. Den Menschen aber machte er zum Träger seines Geistes und hauchte ihm denselben ein. So entstand alles durch die lebenschaffende Kraft des Geistes.

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Autor: Geyer, Karl | Kategorie(n): Heiliger Geist, Lehre, Zeitgeist  |  656 x gelesen

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Im Geiste wandelt!

Jedes Kind Gottes hat ständig die Erfahrung eines inneren Streites oder Kampfes. Das wird ihm immer wieder eine Quelle von Unruhe, Zweifel und Entmutigung — solange ihm die biblische Lehre hierüber nicht bekannt, im Glauben von ihm angenommen, verwirklicht und festgehalten wird. Wie der Verfasser aus Gesprächen und Briefen schließen muss, werden manche Gläubige mit solchen Zweifeln beschwert und innerlich angefochten. Aus dieser Wahrnehmung und selbstgemachter Erfahrung heraus ist der vorliegende Artikel entstanden, der den in solchen Anfechtungen stehenden Gläubigen helfen und sie zurechtbringen will, damit ihr Friede im Herzen immer völliger werde. —

In Gal. 5, 17 belehrt uns der Apostel der Gemeinde zunächst über die Tatsache dieses inneren Widerstreites: “Das Fleisch streitet gegen den Geist, der Geist aber gegen das Fleisch; denn diese widerstehen einander.”

Befassen wir uns zuerst mit den sich gegenüberstehenden beiden Polen: Fleisch — Geist.

Das Fleisch

“Fleisch” ist im biblischen Sinne, also von Gott aus gesehen, der Ausdruck für den natürlichen Zustand, in den der Mensch hineingeboren worden ist. Es ist die überkommene sündige Bestimmheit, die in ihrer Betätigung und Auswirkung in Erscheinung tritt, in Wahrheit aber gottfeindlich und ein Zustand der Sünde ist.

Als solche Auswirkungen oder Früchte des Fleisches sind zunächst die verschiedenen Sünden zu nennen, feine und grobe, wie wir sie in den sog. Lasterkatalogen der Schrift aufgezeichnet finden, so z. B. Gal. 5, 19f.; 1. Kor. 6, 9f.; Eph. 5, 5; Kol. 3, 5; 1. Tim. 1, 9.10. Weitere Worte über diese einzelnen Sünden dürften sich hier erübrigen.

Aber die volle Würdigung des bei Paulus vielfach vorkommenden und für das Verständnis seiner Lehre so wichtigen Wortes “Fleisch” (oder “fleischlich”) und des in ihm liegenden Gegensatzes zu “Geist” (oder “geistlich”) zeigt, dass sich Paulus des Wortes Fleisch besonders gern bedient zur Bezeichnung eines bestimmten Ausflusses der adamitischen Natur, nämlich die Betätigung in gesetzlichen, religiösen oder frommen Werken. Der Charakter des Fleisches nach dieser Richtung ist dann, dass es nicht Gott allein die Ehre geben möchte, sondern menschliche Werke das Mittel oder wenigstens Ergänzungsmittel sein sollen zur Erlangung der Gerechtigkeit oder Heiligung vor Gott: Selbstverherrlichung, Selbstruhm! Das Fleisch möchte sich durch fromm erscheinende Werke das Heil selbst oder wenigstens mitverdient haben, mit solchen Werken äusserlich glänzen und sich hervorheben. Das war zunächst die Natur des israelitischen Religionsdienstes, wie er in dem fleischlichen Werke des Talmud bis ins Kleinste festgelegt worden war. Der Kampf, den der Herr ausfechten musste, richtete sich weniger gegen die groben und gemeinen Sünder, sondern vielmehr gegen die äusserlich sehr frommen Pharisäer und Schriftgelehrten, also gegen das fromm gemachte Fleisch.

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Autor: Ludwig, Rudolf | Kategorie(n): Gemeinde, Glaubensleben & Wandel, Heiliger Geist, Heiligung, Lehre  |  754 x gelesen

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Die Gaben des Geistes

“Über die geistlichen Gaben will ich euch, liebe Brüder, nicht ohne Erkenntnis lassen” (1. Kor. 12, 1).

Daß es in einem Gottesdienst der ersten Christen ganz anders zuging als in einer streng orthodoxen, abendländischen Kirche oder in einer tumultartigen schwarmgeistigen Versammlung, steht fest. Die ganze Gemeinde und jedes Glied beteiligte sich an dem Gottesdienst, und wenn alles schriftgemäß zuging, war eine vom Geist Gottes durch die Ehrfurcht gewirkte Ordnung da. Der eine hatte ein Gebet, der andere eine Danksagung, der dritte einen Lobgesang, der vierte eine Offenbarung. Und wo der eine den anderen höher achtete als sich selbst, war ein wunderbares Zusammenwirken da zur Ehre Gottes und zur Erbauung der Gemeinde. Die Wortverkündigung oder die Schriftauslegung waren die Hauptsache, und das Wachstum der Gemeinde ein Bedürfnis.

Daß es aber nicht immer so gut ging und auch Überheblichkeit unter den Dienern vorkam, wie auch Überbewertung der geistlichen Gaben über das Wort, beweisen uns die paulinischen Briefe. Es ist im Grunde einer dieser ungesunden Gemeindezustände gewesen, der die Ursache war, daß der Apostel Paulus den ersten Korintherbrief schrieb an die an Gaben und Kräften reiche Gemeinde.

Und wir sehen, daß es auch heute wie damals in Korinth nicht der böse Wille ist, das Wirken des Geistes zum Eigennutz anzuwenden, sondern vielmehr die Unkenntnis. Darum bemüht sich auch der Apostel in den drei wunderbar aufeinanderfolgenden Kapiteln 12, 13 und 14 des 1. Korintherbriefes, hierauf hinzuweisen; ja, er will nichts zurückhalten, was einigermaßen von allgemeinem Nutzen sein kann.

Er zeigt uns, daß das geistliche Material in Kap. 12 in den Schmelzofen von Kap. 13 muß, auf daß es an den Werten von Kap. 14 geprüft werden kann.

Was sind nun geistliche oder Geistesgaben?

Das ist eine sehr wichtige und grundlegende Frage. Denn es gibt noch immer Bibelausleger, die “Geistesgaben” ansehen als Gaben des menschlichen Geistes. So etwas wie eine bei der Geburt mitgegebene Begabung für etwas Besonderes. Sie vergessen, daß Geistesgaben nur da sind für die Kinder Gottes, die Jesus Christus als ihren Herrn angenommen haben (1. Kor. 12, 2.3).

Geistesgaben haben nichts zu tun mit einer natürlichen Begabung. Ein “Hellseher” ist etwas ganz anderes als ein Prophet. — Geistesgaben haben auch nichts zu tun mit der gepflegten Erziehung unseres Geistes. Durch Übung und Anstrengung kann jeder Mensch sich in einer besonderen Linie entfalten, dies hat aber nichts mit dem Charisma des Geistes zu tun.

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Autor: Thiessen, John, Dr. | Kategorie(n): Gemeinde, Heiliger Geist, Lehre  |  763 x gelesen

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Die Geistestaufe (Was ist sie und was ist sie nicht? — Was sagt die Heilige Schrift?)

(Nach Bibelstunden — vom Verfasser überarbeitet)

Auf mehrfachen Wunsch soll einmal das Thema behandelt werden: Die Geistestaufe, und eng damit verbunden: Geisteserfüllung, Geistesgaben, Geistesfrucht.

Ich habe schon des öfteren Zeugnisse etwa des folgenden Inhaltes zu hören oder zu lesen bekommen:

“Ich war Christ, ich versuchte auch, mit Jesus zu leben, aber ich merkte: Mir fehlt noch etwas. Ich stellte bei mir einen Mangel fest. Das Gefühl wurde immer deutlicher: Das, was du besitzt, kann nicht alles sein! Dann kam jemand und sagte zu mir: Du mußt einmal beten, du mußt einmal fasten, du mußt vor allem um die Geistestaufe beten! ­ Das habe ich dann, mehr oder weniger lange, getan; und irgendwann geschah es dann: Eine Nacht hindurch konnte ich nicht schlafen; ich schaute ein helles Licht; eine Kraft durchfuhr mich, durchzuckte mich, und ich merkte: ich werde ein ganz neuer Mensch. Am andern Morgen wußte ich: Ich hab’s, ich habe sie, die Geistestaufe, und damit verbunden irgendeine Gabe, vielleicht die, daß ich in Zungen reden kann.”

Solche und ähnliche Zeugnisse kann man immer wieder hören oder lesen. Es gab auch in der Pfingstbewegung in Verbindung damit einen Ausdruck, der solches Erleben gewissermaßen von der Heiligen Schrift her belegen sollte: zweite Gnade. Man empfängt gewissermaßen eine erste Gnade, wenn man als Sünder zu Jesus kommt und ein Gotteskind wird. Man merkt aber nach einigen Jahren: das langt noch nicht, es reicht nicht. Ich bin zwar ein Gotteskind, ich kenne die Bibel, ich gehe in eine Kirche oder Gemeinschaft, aber es fehlt noch etwas. Und so strecke ich mich aus nach der zweiten Gnade. Gewiß, dieser Ausdruck steht im Neuen Testament, in 2. Kor. 1, 15, er hat aber dort einen völlig anderen Sinn; es ist überhaupt nicht von einer Geistestaufe die Rede, sondern davon, daß Paulus wieder einmal zu den Korinthern kommen möchte, um sie durch seinen Besuch und Dienst zu stärken, so daß sie einen neuen Segen, eine neue Gnade empfangen.

Was ist zu all dem nun zu sagen? Ist die Geistestaufe in diesem Sinne biblische Lehre? Haben wir uns danach auszustrecken? Haben nicht auch viele unter uns, vielleicht die meisten, den inneren Eindruck: Mir fehlt noch etwas? — Dreierlei möchte ich zugestehen:

  1. Vielen Gläubigen, vielleicht den meisten, fehlt wirklich etwas. Sie haben den inneren Eindruck: Was ich besitze, kann nicht alles sein!
  2. Natürlich spricht das Neue Testament an mehreren Stellen vom Getauftwerden mit dem Heiligen Geist.
  3. Mehrfach ist in der Apostelgeschichte vom Geistempfang in Verbindung mit der Gabe des Zungenredens die Rede.

Auf diese drei Dinge möchte ich nun eingehen:

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Autor: Schumacher, Heinz | Kategorie(n): Gemeinde, Heiliger Geist, Lehre  |  1,274 x gelesen

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Die Fülle Gottes in den Söhnen

“Denn In Ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und ihr seid erfüllt (zur Fülle gelangt, habt die Fülle) in Ihm” (Kol. 2, 9.10a).

“… auf dass ihr erfüllt sein möget zu der ganzen Fülle Gottes” (Eph. 3, 19b).

“Es war das Wohlgefallen der ganzen Fülle, in Ihm zu wohnen” (Kol. 1, 19).

Es gibt Schriftworte, die in ganz besonderer Weise ungeahnte und unausforschliche Reichtümer umschließen, Reichtümer, die wir in unserem gegenwärtigen Niedrigkeitsstand auch nicht annähernd zu erfassen vermögen. Zu ihnen gehört auch das Wort von der Fülle Gottes in Seinen Söhnen — dem Erstgeborenen wie auch den Nachgeborenen.

Die Fülle Gottes — was liegt doch alles in diesen schlichten Worten verborgen! Alles, was das Herz unseres Rettergottes im Innersten bewegt, erfüllt und beseligt, die Gesamtheit Seines ureigentlichen und unveränderlichen Seins und Wesens, das dem Geschöpf, das in der Natur lediglich die Außenseite Gottes, Seine Kraft und Göttlichkeit (Röm. 1, 20), wahrnehmen kann, zunächst verborgen ist.

Diese mit Worten letztlich unbeschreibbare, nur wesensmäßig erfaßbare Fülle Seines göttlichen Wesens goß Er hinein in den Sohn Seiner Liebe (Kol. 1, 1-3) und ließ sie in Ihm eine leibesmäßige Gestalt und Darstellung finden. So konnte der Sohn, dessen Ursprung ja nur in Gott dem Vater lag, der Ihm Vater und Mutter war, das genaue Abbild und Ebenbild Seines himmlischen Vaters werden und von Sich sagen: “Ich und der Vater sind eins” (Joh. 10, 30), und: “Wer Mich sieht, sieht den Vater” (Joh. 14, 9).

Was sagt uns die Schrift über das Wesen des Vaters, das füllemäßig in dem Sohne wohnte und wohnt?

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Autor: Schumacher, Heinz | Kategorie(n): Erkenntnis & Wesen Gottes, Gemeinde, Heiliger Geist  |  560 x gelesen

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Offenbarungsstufen des Heiligen Geistes

(Nach einem Referat auf der Brüderkonferenz 1986 der Langensteinbacherhöhe)

Es ist ja sicher allen Bibellesern klar, dass Gott Geschichte macht, eine Offenbarungsgeschichte. Das bedeutet: Er sagt am Anfang nicht alles, sondern Er enthüllt es in bestimmten Stufen. Es geht weiter in heilsgeschichtlichen Schüben. So offenbart sich Gott auch heute unter uns — es geht weiter und weiter. Gott ist nie Stagnation, nie Statik allein, sondern immer Dynamik, immer Bewegung, die weiterführt.

Ich möchte hier zunächst einen kurzen Überblick geben, so wie ich das im NT sehe:

1. Wenn wir das NT aufschlagen, dann haben wir zuerst die Evangelien vor uns. Es beginnt mit Matthäus, Markus, Lukas — diese drei ersten sind die sogenannten “synoptischen Evangelien”, die in ihrer Art (wie und was sie darstellen von Christus und vom Heiligen Geist) zusammengeschaut werden können. Sie zeigen uns die messianische Zeit in Israel, denn Jesus hat gesagt: “Das Königreich Gottes ist mitten unter euch” (Luk. 17, 21), es ist angebrochen in meiner Person. Es ist also messianische Heilszeit, die in Israel mit dem Kommen Jesu, mit dem Erscheinen des Gottes- und Menschensohnes, angebrochen ist. Jesus Christus ist erschienen, das Königreich Gottes brach an. Kranke wurden geheilt, Besessene befreit und Tote auferweckt. Das Evangelium wurde gepredigt, auch als Bußruf an Israel.

2. Es gibt einen Übergang aus der messianisch-jüdischen Heilszeit heraus und hinüber in die paulinische Zeit der Gemeinde des Leibes Christi. Das Bindeglied zwischen den drei ersten Evangelien und dem Apostel Paulus scheint mir das Johannesevangelium zu sein. Ich erinnere hier an die Kapitel 14-16, die sogenannten Abschiedsreden, sowie an die Kapitel 20 und 21, wo Johannes uns als Einziger berichtet, dass Jesus Seine Jünger schon vor Pfingsten angehaucht und ihnen Geist gegeben hat. Man fragt sich natürlich, in welche Offenbarungsstufe das hineingehört. Der Heilige Geist von Pfingsten kann es noch nicht gewesen sein, denn Er war noch nicht aufgefahren, und erst nach Seiner Auffahrt kam der Geist des Vaters und des Sohnes (Joh. 7, 39; Apg. 2, 33). Das war also eine Übergangszeit.

3. Nun kommt Pfingsten selbst. Das ist noch einmal eine messianische Gabe an das Volk Israel, und damit verbunden ist die Entstehung der judenchristlichen Gemeinde. Ich werde das nachher noch mehr aufschlüsseln.

4. Jetzt kommt die Erwartung des messianischen Reiches durch Bekehrung ganz Israels. Das wird vor allem in Apg. 2-6 ganz deutlich. Die judenchristliche Gemeinde erwartet das sofortige Hereinbrechen des messianischen Reiches unter der Voraussetzung der Bekehrung ganz Israels. In diese Phase hinein gehört wohl auch der erste Teil, die erste Phase des Lebens des Paulus nach seiner Bekehrung — ich teile das Leben des Apostels in drei Teile auf —, die Missionstätigkeit in Damaskus und in Jerusalem und dann das Verschwinden für 13 Jahre.

5. Sicher ist Euch das schon aufgefallen: Mit Kapitel 12 bricht die Apostelgeschichte mit der Tätigkeit von Johannes, Jakobus und Petrus ab; sie werden dann nur noch erwähnt, insofern sie für Paulus relevant sind. Alles andere verschweigt die Apostelgeschichte. Lukas hat uns nichts mehr über die judenchristliche Gemeinde in Jerusalem oder Judäa zu sagen, sondern er berichtet jetzt weiter, was der Apostel Paulus tut. Das wäre die zweite Phase im Leben des Apostels Paulus: Israel und Jerusalem verlieren an Bedeutung, aber sehr gewichtig wird nun das, was Paulus in der Nationengemeinde, der Leibesgemeinde tut — auf seinen drei Missionsreisen und in seiner Arbeit in drei großen Missionszentren. Das ist zunächst Antiochien, dann ist es Korinth und dann ist es Ephesus. In Antiochien hielt er sich mindestens ein Jahr lang mit Barnabas auf, später noch einmal, dann war er eineinhalb Jahre in Korinth und dann drei Jahre in Ephesus. Das waren für ihn die ganz besonderen Zentren; von da aus hat er Leibesgemeinde des Christus im paulinischen Sinn der totalen Gnade aufgebaut und dargestellt. Diese zweite Phase im Leben des Apostels Paulus wird uns vor allem in Apg. 13-28 beschrieben und auch in Gal. 1-2. In dieser zweiten Phase sind seine ersten Briefe entstanden — an die Galater und Thessalonicher, Korinther und Römer. Die zweite Phase ist noch gekennzeichnet durch den Dienst zuerst an den Juden, auch noch mit Zeichen und Wundem.

6. Dann kommt die dritte Phase im Leben des Apostels Paulus: seine Gefangenschaften. Wir denken da an die Gefangenschaft in Cäsarea und dann in Rom bis zu seinem Märtyrertod. (Es könnte durchaus sein, dass Paulus auch noch in Ephesus gefangen gesetzt war, doch darüber ist man sich nicht ganz einig.) In dieser Zeit entstanden seine Gefangenschaftsbriefe.

Nach diesem kurzen Überblick sollen uns nun die Offenbarungsstufen des Heiligen Geistes im Einzelnen beschäftigen.

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Autor: Mössinger, Manfred | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Gemeinde, Heiliger Geist, Heilsgeschichte, Israel, Lehre, Paulus, Schriftteilung  |  1,544 x gelesen

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Liebe und Kraft des Heiligen Geistes

Es gibt im Deutschen wohl nicht viele Worte, die so mißverstanden und mißbraucht werden wie das Wort Liebe. Für die einen bedeutet die Liebe kaum mehr als Sinnlichkeit und Leidenschaft, für die anderen stellt sie den Inbegriff des Glückes dar.

Wir bedauern es, daß die deutsche Sprache für die verschiedenen Arten von »Liebe« nur ein Wort hat. Die griechische Sprache ist in diesem Stück offenbar genauer. Wir lassen uns sagen, daß sie nicht weniger als vier Ausdrücke für das hat, was wir mit »lieben« bezeichnen: 1. eran (Hauptwort eros), wenn wir den andern fleischlich und selbstsüchtig, leidenschaftlich und eifersüchtig für uns begehren; 2. stergein, wenn wir etwas oder jemand zärtlich gern haben, wie etwa Eltern ihre Kinder; 3. philein, wenn wir gefühlsmäßig, also seelisch lieben, uns zu jemand hingezogen fühlen, weil er uns »sympathisch« ist; 4. agapan (Hauptwort agape), wenn wir göttlich lieben, es also auch dann tun, wenn der andere gar nicht »liebenswürdig« ist.

Nun ist es sehr bezeichnend, daß im weltlichen Griechisch der eros sehr viel, die agape aber kaum vorkommt, und umgekehrt, daß in der Schrift die agape am häufigsten vorkommt, während sich eran gar nicht, stergein im Neuen Testament nur in der verneinenden Form findet. — Knoch sagt in seiner Konkordanz zu dem Wort Liebe als agape: »Nur die höhere, selbstlose Liebe, zu unterscheiden von der geringeren (Freundschaft), die durch die Vorzüge ihres Gegenstandes erregt wird, ebenso von der Leidenschaft für das andere Geschlecht.«

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Autor: Merz, Karl | Kategorie(n): Heiliger Geist  |  665 x gelesen

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Werdet zur Fülle gebracht im Geiste

“Werdet zur Fülle gebracht im Geiste, dadurch dass ihr zu euch selbst redet in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern, dadurch dass ihr singet und spielet dem Herrn in euren Herzen, dadurch dass ihr danksaget allezeit für alles dem Gott und Vater im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dadurch dass ihr einander Untertan seid in der Furcht Christi” (Eph. 5, 18-21; wörtlich).

Die vornehmste und wichtigste Aufgabe, die unser Herr durch Seinen Heiligen Geist in unserem jetzigen Zeitlauf durchführen lässt, ist die Zubereitung Seiner Gemeinde, die Er sich vor Grundlegung der Welt auserwählt hat (Eph. 1, 3). Es handelt sich nicht darum, dass diese Auserwählten “selig” würden, sondern dass die Sehnsucht des Herrn, als des Hauptes, erfüllt wird, durch die Vereinigung mit Seinem “Leibe” zur Fülle, zur Vollendung zu gelangen (Eph. 1, 25), damit Er dann als “der Christus” fortfahren könne, alles, d. h. das All, unter Sein Haupt und Seine Herrschaft zu bringen (Eph. 1, 10). Die Gemeinde soll also den Leib des Christus bilden und ihn zu Seiner Fülle (pleroma) bringen — gleichzeitig muss deshalb aber die Gemeinde sowohl als Ganzes wie jedes ihrer Glieder zur Fülle gebracht werden. Das durchzuführen ist die Aufgabe des Heiligen Geistes. Er will mit überströmender Wirkung jeden Einzelnen bis zur Erreichung des Vollmaßes erfüllen. Das meint Paulus mit den Worten, die wir an den Anfang unserer Betrachtung gestellt haben und die man gewöhnlich übersetzt: werdet voll Geistes (Luther), oder: werdet mit dem Geiste erfüllt (Elberf.).

Damit ist das Vollendungsziel jedes einzelnen zum Leibe des Christus gehörenden Gliedes umschrieben. Die Erreichung dieses Zieles ist vorbildlich für die Erlösung der gesamten Menschheit, ja des ganzen Kosmos. Wenn die Gemeinde bis zur Erreichung des Vollmaßes mit dem Heiligen Geiste erfüllt werden soll, bis sie das Reifestadium des erwachsenen Mannes, das Maß des vollendeten Wuchses zur Aufnahme der Fülle des Christus (Eph. 4, 15) erreicht hat, so gilt dies auch für die ganze Menschheit, ja die ganze Schöpfung, die in den kommenden Äonen freigemacht werden soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes (Röm. 8, 21), und die in dasselbe Leben hineingezeugt werden soll (1. Tim. 6, 15). So ist Weg und Ziel der Heiligung der Gemeinde an den Besitz und die Wirksamkeit des Heiligen Geistes gebunden.

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Autor: Liede, Friedrich | Kategorie(n): Gemeinde, Glaubensleben & Wandel, Heiliger Geist, Heiligung  |  605 x gelesen

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Zwölf Aufgaben des Heiligen Geistes

(Nachschrift eines Wortdienstes in Berlin)

Meine lieben Brüder und Schwestern, ihr Heiligen und Geliebten und Auserwählten Gottes!

Es ist mir eine herzliche Freude, heute und morgen in Eurer Mitte sein zu dürfen. Möge der Herr uns aus dem Reichtum Seines Wortes an Licht, an Lösung, an Frieden, an Freude, an Kraft und Vollmacht mehr schenken, als wir brauchen!

Laßt mich heute und morgen etwas sagen über zwölf Aufgaben des Heiligen Geistes. Die Schrift redet von Aufgaben und Ämtern und Würden des Heiligen Geistes. Wenn wir das Schriftganze ins Auge fassen — nicht nur die paulinischen Briefe, die in besonderer Weise zeigen, was für uns gilt —, so bekommen wir erst ein vollständiges Bild von dem, was der Geist Gottes uns bedeu­tet und darreichen will. Wir leben in einer Welt der Geistermächte, die uns beherrschen wollen. Es ist wunderbar, einmal darüber nachzudenken und nachzuforschen, welche Aufgaben der Heilige Geist hat.

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Heiliger Geist, Lehre  |  1,766 x gelesen

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