Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Das Evangelium von der Sohnschaft

Die frohe Botschaft der Bibel — insbesondere des Neuen Testaments — enthält viele herrliche Verheißungen für die erwählten und berufenen Gläubigen. Eine der kostbarsten göttlichen Gnadengaben ist das Geschenk der Sohnschaft in Verbindung mit der einmaligen Stellung der Gemeinde Jesu Christi.

Der Sohnschaftsstand der Glieder des Leibes Christi ist aber nur möglich infolge der Herrlichkeit des Erstgeborenen, Jesus Christus, und Seiner wunderbaren Mittlerschaft. In Psalm 2, 7 wird die prääonische Zeugung des Sohnes Gottes verkündet. Bis zu diesem wunderbaren Akt war Gott das allein existierende Wesen. Gott, der Vater Jesu Christi, hatte aber einen Entschluss gefasst, nicht nur einen Sohn ins Leben zu rufen, sondern viele Brüder dieses Erstlings (Röm. 8, 29).

Und wer die Heilsgeschichte der Bibel kennt, weiß auch, dass Gott nicht eher ruht, bis auch die ganze Schöpfung in den Sohnesstand versetzt sein wird. Dazu bedarf es der Mithilfe der erlösten Gemeinde, die eine enorm wichtige Zukunftsaufgabe nach ihrer Vollendung erhält. Diese »Ekklesia« (Auswahl, Herausgerufene) ist nicht zum Selbstzweck erlöst, sondern zum Mitherrschen und -regieren bestimmt.

Wir betrachten im Folgenden

  1. Die Sohnschaft der Gemeinde Jesu Christi und die Knechtschaft der Religiosität
  2. Die heilsgeschichtliche Entwicklung der Sohnschaftsphasen
  3. Die Konsequenzen der Erwählung zum Sohnesstand

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Autor: Heinemann, Karl | Kategorie(n): Gemeinde, Glaubensleben & Wandel, Irrlehre, Kirchentum, Religionen  |  3,006 x gelesen

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Das All dient Ihm und uns!

“Alle Dinge dienen Dir (eigentlich: Dir dient das All, das Ganze, das ganze Weltall; vergl. Fußnote in der Elberfelder Übersetzung)!” (Psalm 119, 91).

“Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zusammenwirken zum Guten, denen, die nach Vorsatz berufen sind” (Röm. 8, 28).

Die kürzeste Weltgeschichte ließ der Heilige Geist durch den Apostel Paulus schreiben. Sie umfaßt nur einen Satz und lautet: “Aus Ihm und durch Ihn und zu Ihm hin ist das All” (Röm. 11, 36; man vergl. hierzu auch 1. Kor. 8, 6; Kol. 1, 16 u. a.).

Die Weltgeschichte der erneuerten und vollendeten Schöpfung ist ebenso kurz und lautet: “Gott wird sein alles in allem” (1. Kor. 15, 28). Auch diese ungeheure Zusammenballung aller zukünftigen Zustände in der vollendeten und verherrlichten Schöpfung durfte der Apostel der Leibesgemeinde schreiben, Paulus, dem Gott das offenbarte, was Er in den vorhergehenden Generationen (= Geschlechtern) den Söhnen der Menschen nicht kundgetan hatte.

Das All verdankt seine Existenz dem Willen Gottes. Ehe es Welten und Geschöpfe gab, faßte ER in sich selbst den Entschluß, das All ins Dasein zu rufen. Niemand war dabei Sein Mitberater (Röm. 11, 34). Außer Ihm war keiner da. Nichts existierte außer Ihm, was Ihm hätte eine Veranlassung geben können zu Seinem Entschluß, die Welt zu erschaffen. Sein eignes Inneres, Sein Gotteswesen, Sein Höchstadel des Geistes und der Liebe drängten Ihn dazu, sich zu entfalten in heiligem Liebestrieb, und in göttlich vollkommenem Vorsatz den Weltplan der Äonen festzustellen und Sein machtvolles schöpferisches Werde-Wort auszusprechen.

Darum huldigen Ihm auch in ehrfürchtiger Anerkennung dieser gewaltigen Wahrheiten und Gotteswirklichkeiten die Herrlichkeiten des Himmels (Neh. 9, 6) und werfen ihre Kronen vor Ihm nieder und bezeugen: “Du bist würdig, o unser Herr und unser Gott, zu nehmen die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht; denn Du hast alle Dinge (wörtlich: ta panta = das All) erschaffen, und Deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden” (Off. 4, 11).

Auf die Frage der Geschöpfe: Warum existiert diese Welt und wir in ihr? gibt es nur eine völlig richtige Antwort, nämlich die: Weil Gott es so wollte!

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Autor: Geyer, Karl | Kategorie(n): Erkenntnis & Wesen Gottes, Erwählung, Gemeinde, Lehre  |  1,352 x gelesen

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Prophetie für die Gemeinde Jesu Christi

Soll das etwa heißen, daß die Gemeinde Jesu Christi eine eigene, d. h. eine Spezialprophetie hat? Gewiß! Wer das nicht weiß, ist zu bedauern. Spricht doch die Heilige Schrift unverkennbar von den getrennten Körperschaften: Gemeinde Jesu Christi als sein Leib, und Israel als sein Weib. Beide Körperschaften werden nicht nur getrennt gesehen, sondern es werden auch ihre getrennten Wirkungszeiten genauestens aufgewiesen. Wenn die Bibel diese Heilskörperschaften ganz korrekt getrennt sieht, warum vermengt man sie? Ist das notwendig? Kann durch das “Gemenge” Klarheit erstehen?

Über allen Zweifel erhaben ist die Tatsache, daß nur Paulus die Gnade hat, “zu enthüllen das Geheimnis, das vor Grundlegung der Welt verborgen gewesen ist” (Eph. 3, 1-11). Wenn Paulus allein den göttlichen Auftrag hat, das umfassende Wesen der Gemeinde darzustellen, dann hat er auch die Aufgabe, ihre Wirkungsverhältnisse mit ihren eigenen Zeiten aufzuweisen. Und das ist nichts anderes als exakte Prophetie! Darum ist allein Paulus für die Gemeinde Jesu Christi der Prophet! — Wer die Prophetie für die Gemeinde anderweitig sucht, der sucht sie an verkehrter Stelle.

Leider haben viele Gemeindeglieder von dieser Tatsache wenig Kenntnis. Sie operieren mit prophetischen Dingen, die meist Israel und die Nationen angehen und für die Gemeinde nur am Rande liegen. Verwirrend wird es dann, wenn sie diese Prophetie auf die Gemeinde anwenden. — Es wirkt wahrhaftig sonderbar, wenn man einen Körper mit einem wesensfremden Anzug bekleidet. Solches Handeln ist nicht nur unsachlich, sondern auch nachteilig. Die Gemeinde Jesu Christi hat nun einmal ihr Sonderwesen und ihre Sonderzeit und hat darum auch ihre besondere prophetische Weisung. Daß man das im allgemeinen nicht sieht, gibt zu denken. Wer verursacht diese Verdunkelung?

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Autor: Malessa, Friedrich | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Endzeit, Gemeinde, Kirchentum, Versuchung & Verführung, Zeitgeist  |  1,755 x gelesen

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Besitzende oder Besessene?

Alles Irdische ist vergänglich; die schönste Blume verblüht, das herrlichste Bauwerk, das Menschenhände schufen, zerbröckelt und zerfällt einmal in Schutt und Asche, Menschen und Völker unterliegen dem Prozeß innerer und äußerer Verwesung und sinken ins Grab. Doch nicht nur das! Allem Geschaffenen wohnt das Prinzip des Bösen inne, haftet ein Fluch an. In den reinsten Kinderherzen ist die Wurzel zu allem Bösen, ist die Möglichkeit zu jedem Verbrechen vorhanden; auch der edelste Mensch steht unter dem Gesetz der Sünde.

Das gilt nicht nur von den intelligenten Geschöpfen; auch alles Geschaffene ist der Nichtigkeit und dem Verderben unterworfen, wie Rö. 8, 20.21 so eindringlich bezeugt. Die beiden hier gebrauchten griechischen Ausdrücke mataiotees und phthora bedeuten Torheit, Erfolglosigkeit, Zwecklosigkeit oder Lügenhaftigkeit und Verderben, Zerrüttung, Schändung, Untergang.

Wie ganz anders wäre unsere Einstellung zu den Schätzen und Gütern dieser Welt, wenn wir diese biblischen Zeugnisse wirklich glaubten! Paulus spricht 14-mal vom Reichtum:

Rö. 2, 4: Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld;
Rö. 9, 23: Reichtum seiner Herrlichkeit;
Rö. 11, 12: Reichtum der Welt durch Israels Fall;
Rö. 11, 33: Reichtum der Weisheit und Erkenntnis;
2. Kor. 8, 2: Reichtum der Freigebigkeit;
Eph. 1, 7: Reichtum seiner Gnade;
Eph. 1, 18: Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes;
Eph. 2, 7: Reichtum seiner Gnade in Güte;
Eph. 3, 8: Unausforschlicher Reichtum des Christus;
Eph. 3, 16: Reichtum seiner Herrlichkeit in Stärke und Kraft;
Phil. 4, 19: Reichtum in Erfüllung aller Notdurft;
Kol. 1, 27: Reichtum der Herrlichkeit des Geheimnisses;
Kol. 2, 2: Reichtum der vollen Gewißheit;
1. Tim. 6, 17: Ungewißheit irdischen Reichtums.

Hier lesen wir 13-mal von göttlichen wesenhaften Schätzen, aber nur 1-mal (1. Tim. 6, 17) von den Gütern dieser Welt in warnendem Sinn. Das sollte uns doch zu denken geben! Wie ganz anders ist doch meistens die Einstellung der Frommen und erst recht die der christlichen Organisationen aller Prägung! Gott schenke uns hinsichtlich dieser “Wurzel aller Übel!” einen klaren Durchblick und ein heiliges Erwachen!

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Gemeinde, Glaubensleben & Wandel  |  1,130 x gelesen

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Verherrlicht nun Gott in eurem Leibe!

(1. Kor. 6, 20)

Alles Geistige drängt danach, Gestalt anzunehmen. An und für sich ist der Geist unsichtbar. Darum wird auch Gott, der Geist ist, der unsichtbare Gott genannt (Kol. 1, 15; 1. Tim. 1, 17; Hebr. 11, 27; Röm. 1, 20; 1. Tim. 6, 16; Joh. 1, 14-18; 14, 8-11 u.a.). — Um sichtbar zu werden, mußte Er leibhaftig werden, d. h. in einem Leibe erscheinen, sichtbare Gestalt annehmen. Nur in dieser Form und Wesenheit ist die Liebes-Einheit zwischen Gott und Menschen restlos vollziehbar. Bis dahin ist sie nur geist- und glaubensmäßig wirksam. — In der Vollendung, wenn wir Ihn sehen, wie Er ist, wird die Liebes-Einung in der neuen Geistleiblichkeit schaubar vollzogen. Im Blick auf diesen Zukunftsstand sagt Oetinger mit vollem Recht: “Geistleiblichkeit ist das Endziel der Wege Gottes.”

Als Gott im Sohne ins Fleisch kam, so daß wir Seine Herrlichkeit in leibhaftiger Gestalt sehen konnten, jauchzte der Sohn in glückseliger Freude Seines gottseligen Herzens: “Schlachtopfer und Brandopfer hast Du nicht gewollt; aber einen Leib hast Du Mir bereitet!” (Hebr. 10, 5).

Sein Kommen in diese Welt diente also zunächst nicht der Befriedigung der Bedürfnisse der Menschen, sondern der Stillung des Liebesverlangens und des innersten Geistesdranges des Vaters, der sich im Sohne offenbaren und sichtbar darstellen wollte, und zwar so, daß der Sohn bekennen konnte: “Wer mich sieht, der sieht den Vater!” (Joh. 14, 8-11).

Darum sang auch die alte Gemeinde, die Ekklesia Gottes, die Er in 1. Tim. 3, 15 den Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit nennt: “Anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Gott ist geoffenbart worden im Fleische, gerechtfertigt im Geiste, gesehen von den Engeln, gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit” (1. Tim. 3, 16).

Im Sohn der Liebe wohnte nicht nur so ein Stück göttlichen Wesens, sondern die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig (Kol. 2, 9). Im gleichen Brief bezeugt uns der Heilige Geist durch den Apostel Paulus, daß dieses Wohnen der ganzen Fülle im Sohne seinen Ursprung hatte in dem Wohlgefallen des Vaters (Kol. 1, 19). Es war des Vaters Wonne, Seine Lust, Sein Wohlgefallen, Seine Eudokia, das ist die Höchstlust der Wonne Seiner Liebe, im Sohne zu wohnen. Hier waren wirklich Gottheit und Menschheit in Einem vereint, so daß in Ihm, dem Gottessohn Christus Jesus, alle vollkommene Fülle erscheinet. Der Sohn der Liebe ist der Mittler zwischen Gott und Menschen, der in der Mitte zwischen beiden Stehende und Vermittelnde, der aus beiden eines macht, der Mensch Christus Jesus, der wahre und wesenhafte Gottmensch (1. Tim. 2, 5).

An diesem Punkte scheiden sich daher auch die Geister. Wer da bekennet, daß der Sohn Gottes ins Fleisch kam, der ist aus Gott. Ein jeder Geist, der das nicht bekennet, ist nicht aus Gott. Dies ist der Geist des Antichrists (1. Joh. 4, 1-3).

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Autor: Geyer, Karl | Kategorie(n): Gemeinde, Glaubensleben & Wandel, Heiligung, Hingabe, Versuchung & Verführung  |  1,558 x gelesen

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“Aus Ägypten habe Ich Meinen Sohn gerufen”

Über die sinnbildliche Bedeutung des Auszugs aus Ägypten

Der Krieg in Nahost hat die Blicke der Weltöffentlichkeit und insonderheit der Kinder Gottes in verstärktem Maße auf Israel, daneben aber auch auf Ägypten gelenkt. Die Feindschaft zwischen Ägypten und Israel ist ja uralt. Der Auszug der Kinder Israels aus Ägypten, begleitet von der Tötung aller ägyptischen Erstgeburt und dem tödlichen Haß des nur widerwillig sie freigebenden Pharao, war Israels völkische Geburt. Dieser “Exodus” war nicht eine beiläufige, belanglose Episode in der wechselvollen Geschichte des auserwählten Volkes Gottes, sondern drückte ihm für immer den Stempel auf. So wie es für ein Gotteskind charakteristisch ist, aus der Finsterniswelt heraus errettet zu sein (Kol. 1, 12.13) — ohne diese Rettung wäre es ja gar kein Gotteskind! —, so ist es für Israel kennzeichnend, ein aus Ägypten errettetes Volk zu sein.

Jeder Gottessohn wurde aus Ägypten herausgerufen und herausgeführt. Dieser göttliche Grundsatz von Hosea 11, 1 erfüllte sich im Erdenleben Jesu Christi, des erstgeborenen Sohnes des Vaters, bei der Rückkehr der heiligen Familie von ihrem Aufenthalt in Ägypten (Mt. 2, 15). — Gott besitzt aber auch einen völkischen erstgeborenen Sohn, Israel. Von ihm lesen wir im Buch des Auszugs (2. Mose 4, 22.23): “Und du sollst zu dem Pharao sagen: Mein Sohn, mein erstgeborener, ist Israel; und ich sage zu dir: Laß meinen Sohn ziehen, daß er mir diene! und weigerst du dich, ihn ziehen zu lassen, siehe, so werde ich deinen Sohn, deinen erstgeborenen, töten!”

Dieser völkische erstgeborene Sohn Gottes wurde damals unter Mose aus Ägypten herausgeführt. Zu dem erstgeborenen Sohn Gottes aus der Völkerwelt werden sich im Tausendjährigen Reich sicherlich weitere völkische Söhne Gottes gesellen. In der Gegenwart hingegen “gibt es so wenig christliche Staaten, wie es christliche Löwen, Bären und Tiger gibt” (Ströter), und auch einer ihrer Führer in der Gegenwart (de Gaulle) gibt offen zu: “Staaten sind Ungeheuer”.

Was der erstgeborene Sohn Gottes, Jesus Christus, und der erstgeborene völkische Sohn Gottes, Israel, buchstäblich erfuhren, erfährt die Gemeinde der Erstgeborenen, erlebt jeder Gottessohn, den Gott in der Gegenwart herausruft, um ihn durch Seinen Geist zu leiten (Röm. 8, 14), auf geistlicher Ebene. Er muß durchaus nicht nach Ägypten reisen und von dort in sein Heimatland zurückkehren; es genügt ihm vollauf, aus der Einengung, dem Druck und der Knechtschaft Pharaos, d. h. des Satans und der Finsterniswelt, im Geiste errettet zu sein. Parallel zum Volke Israel erlebt auch er

  • eine Herausrettung aus Ägypten, der Finsterniswelt;
  • eine Hindurchrettung durch die Wüste dieser Welt und zuletzt
  • eine Hineinrettung ins Land der Verheißung (das für uns nicht auf Erden, sondern in den Himmeln liegt).

Dabei ergeben sich so manche Parallelen zu dem einstigen Auszug Israels aus Ägypten, denen wir in einigen Zusammenhängen nachgehen wollen:

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Autor: Schumacher, Heinz | Kategorie(n): Biblische Symbolik, Gemeinde, Glaubensleben & Wandel  |  1,474 x gelesen

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Acht göttliche Gewißheiten

“Die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen”, sagt der Herr im Blick auf die Endzeit (Luk. 21, 26). Ist diese Zeit schon im Anbruch? Über dieses Problem wird viel geredet und geschrieben. Fragen wir uns aber zuerst einmal, ob es in dieser Zeit der Furcht und ängstlichen Erwartung überhaupt noch wirkliche Gewißheiten gibt. Ist nicht vieles, was gesprochen und gedruckt wird, Schwärmerei und religiöse Selbsttäuschung? Diese Frage ist durchaus berechtigt, denn der Herr spricht gerade im Blick auf die Letztzeit von “vielen falschen Propheten”, die in frommem Gewande auftreten.

Darum gilt es nüchtern zu sein, allein auf dem untrüglichen, gottgehauchten Wort heiliger Schrift zu stehen und dabei genauestens zu verharren. Wenn wir das nicht tun, verfallen wir dem Formalismus und Rationalismus, dem Liberalismus und Atheismus. Das aber ist Abfall von dem lebendigen Gott, der gesagt hat, daß Himmel und Erde, nicht aber Seine Worte vergehen werden.

Wir wollen im folgenden von acht göttlichen Gewißheiten sprechen. Wenn wir nicht von Gewißheiten schlechthin, sondern von Stufen göttlicher Gewißheiten reden, so soll damit gesagt sein, daß auch unser Glaubenswachstum sich nach “Naturgesetzen in der Geisteswelt” vollzieht.

Das hat auch der Herr Jesus bezeugt, wenn Er in Mark. 4, 26-29 sagt: “So ist das Reich Gottes, wie wenn ein Mensch den Samen auf das Land wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same sprießt hervor und wächst, er weiß selbst nicht, wie. Die Erde bringt von selbst Frucht hervor, zuerst Gras, dann eine Ähre, dann vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht sich darbietet, so schickt er alsbald die Sichel, denn die Ernte ist da.”

Gras, Ähre, voller Weizen heißen die Stufen natürlichen Wachstums. Im Göttlich-Geistlichen ist es ebenso. Auch bei uns, den Gliedern des Körpers Christi, geht alles wachstümlich. Wo das nicht der Fall ist, gibt es keine wesenhafte, bleibende Frucht. Wer göttliche Sterbens- und Wachstumsprozesse überspringen will, wird meist schon hier auf Erden, bestimmt aber dort vor der Preisrichterbühne Christi oder dem großen, weißen Gerichtsthron Gottes ungeahnte Enttäuschungen erleben. Davon redet die Schrift sehr ernst. Wer z. B. seinem Bruder nicht vergeben will, wähne ja nicht, Vergebung von Gott zu haben! Und wer seinen Bruder nicht lieben will und kann, behaupte ja nicht, er sei aus dem Tode zum Leben gelangt!

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Gemeinde, Lehre  |  1,137 x gelesen

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Unsere Gegner nach Epheser 6, 12

Das Leben ist ein Kampf. Das sagt schon ein weltliches Sprichwort und meint damit die täglichen Mühsale und Enttäuschungen, die keinem Sterblichen erspart bleiben. Wieviel tiefer aber ist die Einsicht, die Gottes heilige Urkunden uns geben! Sie zeigen uns, daß unser Kampf im eigentlichen Grund nicht gegen die Welt um uns, sondern vielmehr gegen die Welt über uns geht. Unsre wirklichen Gegner sind nicht in der Umwelt, sondern in der Überwelt zu suchen.

Lesen wir darüber Eph. 6, 12: “Unser Kampf ist nicht wider Fleisch und Blut, sondern wider die Fürstentümer, wider die Gewalten, wider die Weltbeherrscher dieser Finsternis, wider die Bosheitsgeister in den Überhimmeln.”

Der inspirierte Apostel nennt vier Gruppen von Gegnern, wider die wir in der Waffenrüstung Gottes zu kämpfen und zu siegen vermögen. Es sind:

  1. Die Anfangsmächte oder Fürstentümer;
  2. die Herrschaften oder Vollzugsgewalten;
  3. die Weltbeherrscher oder Systemhalter;
  4. die Geister der Bosheit in den Überhimmeln.

Was sagt die Schrift über diese Feinde, denen unser Glaubenskampf gilt? Zunächst geht aus den einleitenden Worten unseres Verses hervor, daß es keine Wesen aus Fleisch und Blut sind. Es sind Engelmächte, die auf uns einwirken. Zweierlei wollen wir festhalten, was von grundlegender Bedeutung für die Kampfesart jener Geisterwelten ist. Zuerst gilt es zu bedenken, daß diese Wesen unsern eigentlichen Geistes- und Glaubensgrund nicht anzutasten vermögen.

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Gemeinde, Unsichtbare Welt, Versuchung & Verführung  |  1,352 x gelesen

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“Wir alle …”

(Nachschrift eines Wortdienstes in Berlin)

Meine Freunde und Brüder, ihr Heiligen und Geliebten Gottes!

Möge der Herr uns heute abend Sich selbst so enthüllen, daß wir Ihn mit den Augen des Glaubens schauen können und erfaßt und erfüllt und überströmend werden von dem, was Er ist und wie Er ist. Gott gebe uns nicht nur eine flüchtige Begegnung, sondern schenke uns, daß wir uns von Ihm erfassen lassen bis in das Letzte, Tiefste und Geheimste unseres Unterbewußten und Unbewußten. Das ist mein innigstes Anliegen. Und möge wahr werden, was wir eben gehört haben im Liede der Sänger: “Ewigkeit, in die Zeit leuchte hell hinein”! Gott gebe das in diesen Minuten!

Ich möchte heute abend ein Zeugnis geben von zwei Wörtlein, die der Apostel Paulus mehrfach gebraucht hat und in denen er sich mit seinen Briefempfängern zusammenschließt und damit Aussagen verbindet, die das Letzte und Tiefste unseres Verlorenseins und den Weg unserer Rettung zeigen. Diese Wörtlein heißen: “wir alle”. Diese beiden Wörtlein sind in den Zusammenhängen, die wir betrachten wollen, Speise für den Geist und ein Anker für die Seele. Durch sie werden wir alle zusammengeschlossen. Möchten sie uns unverlierbar eingeprägt werden durch den Heiligen Geist!

Wir wollen jetzt acht Zeugnisse betrachten, in denen die Wörtlein “wir alle” in den Paulusbriefen vorkommen.

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Gemeinde, Paulusbriefe  |  1,028 x gelesen

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Womit beginnt die Endzeit?

(Gekürzte Fassung einer biblischen Betrachtung)

Nach unserer Auffassung ist der Zeitpunkt der Entrückung zugleich auch der Beginn der Endzeit. Es geht uns hierbei nicht um Berechnungen irgendwelcher Art, sondern um Feststellung bedingter (relativer) Zeitmerkmale, das heißt, wenn das eine geschieht, dann geschieht das andere … Die Schrift bietet uns mehrere solcher relativer Zeitpunkte, die alle auf denselben Punkt treffen: den des Überganges vom Gemeindehaushalt der Jetztzeit zum künftigen Reichshaushalt der Endzeit, anders ausgedrückt: von der Gnadenzeit zur Gerichtszeit. Wir nennen im folgenden vier solcher bedingter Zeitmerkmale. Die Endzeit beginnt

  1. mit dem Ertönen der Gottesposaune und der Entrückung der Gemeinde;
  2. mit dem Verlassen des Himmels durch den Herrn und der beginnenden religiösen Wiederherstellung Israels;
  3. mit dem Wiederaufbau der verfallenen Hütte Davids = mit der politischen Wiederherstellung Israels;
  4. mit dem Aufheben der Verstockung Israels nach dem Eingehen der Nationen-Fülle (= Entrückung der Gemeinde) bzw. dem Aushauen der wilden Zweige des Ölbaums.

In diesen Feststellungen liegen zugleich die biblischen Beweise dafür, daß die Gemeinde mit der letzten Zeit nichts zu tun hat, vielmehr vorher entrückt wird, sowie weiter auch, daß die letzte Zeit noch nicht begonnen hat.

1. Das Ertönen der Gottesposaune und die Entrückung der Gemeinde

Den Ausgangspunkt hierzu sollen zwei Stellen bilden:

1. Thess. 4, 16: “Der Herr selbst wird beim Aufruf, (nämlich:) mit Erzengelstimme und mit Gottesposaune, herabfahren vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst; alsdann wir, die da leben, die da übrigbleiben, werden zugleich mit ihnen entrückt werden …”

1. Kor. 15, 51.52: “Siehe, ein Geheimnis sage ich euch: Alle (zwar) werden wir nicht entschlafen, (aber) alle werden wir verwandelt werden, in einem Nu, in einem Augenblinken, bei der letzten Posaune; denn es wird posaunen, und die Toten werden erweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.”

Die beiden Stellen sagen uns, daß die Entrückung beim Aufruf, der Erzengelstimme und der Gottesposaune (nach der Thessalonicherstelle), bei der letzten Posaune (nach der 1. Kor.-Stelle) erfolgen wird. Wenn also der Aufruf, die Erzengelstimme, die Gottesposaune bzw. die letzte Posaune ertönt, dann geschieht die Entrückung. Da entsteht nun die Frage, was es mit dem Aufruf, der Stimme und der Posaune für eine Bewandtnis hat. So fing ich an, die Bedeutung der drei Worte im hebräischen und griechischen AT systematisch zu untersuchen, und da zeigte es sich, daß die betreffenden Worte Bezeichnungen für den Beginn der letzten Zeit sind, das Signal für den Beginn der Endzeit, des Herrntages. Somit fiele also das Herabfahren des Herrn Jesus zur Einholung Seiner Ekklesia mit dem Beginn der Endzeit zeitlich zusammen, es ist ein Zeitpunkt: auf der einen Seite das Ende der Gnadenzeit, auf der andern der Anfang der Gerichtszeit. Die Signale aber gelten nach meiner Auffassung Israel!

Zunächst einleitend einiges über die sogenannte letzte Zeit.

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Autor: Ludwig, Rudolf | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Endzeit, Entrückung, Gemeinde, Israel  |  1,856 x gelesen

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