Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
Beitrag per E-Mail weiterempfehlen   Beitrag drucken   0

Womit beginnt die Endzeit?

(Gekürzte Fassung einer biblischen Betrachtung)

Nach unserer Auffassung ist der Zeitpunkt der Entrückung zugleich auch der Beginn der Endzeit. Es geht uns hierbei nicht um Berechnungen irgendwelcher Art, sondern um Feststellung bedingter (relativer) Zeitmerkmale, das heißt, wenn das eine geschieht, dann geschieht das andere … Die Schrift bietet uns mehrere solcher relativer Zeitpunkte, die alle auf denselben Punkt treffen: den des Überganges vom Gemeindehaushalt der Jetztzeit zum künftigen Reichshaushalt der Endzeit, anders ausgedrückt: von der Gnadenzeit zur Gerichtszeit. Wir nennen im folgenden vier solcher bedingter Zeitmerkmale. Die Endzeit beginnt

  1. mit dem Ertönen der Gottesposaune und der Entrückung der Gemeinde;
  2. mit dem Verlassen des Himmels durch den Herrn und der beginnenden religiösen Wiederherstellung Israels;
  3. mit dem Wiederaufbau der verfallenen Hütte Davids = mit der politischen Wiederherstellung Israels;
  4. mit dem Aufheben der Verstockung Israels nach dem Eingehen der Nationen-Fülle (= Entrückung der Gemeinde) bzw. dem Aushauen der wilden Zweige des Ölbaums.

In diesen Feststellungen liegen zugleich die biblischen Beweise dafür, daß die Gemeinde mit der letzten Zeit nichts zu tun hat, vielmehr vorher entrückt wird, sowie weiter auch, daß die letzte Zeit noch nicht begonnen hat.

1. Das Ertönen der Gottesposaune und die Entrückung der Gemeinde

Den Ausgangspunkt hierzu sollen zwei Stellen bilden:

1. Thess. 4, 16: “Der Herr selbst wird beim Aufruf, (nämlich:) mit Erzengelstimme und mit Gottesposaune, herabfahren vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst; alsdann wir, die da leben, die da übrigbleiben, werden zugleich mit ihnen entrückt werden …”

1. Kor. 15, 51.52: “Siehe, ein Geheimnis sage ich euch: Alle (zwar) werden wir nicht entschlafen, (aber) alle werden wir verwandelt werden, in einem Nu, in einem Augenblinken, bei der letzten Posaune; denn es wird posaunen, und die Toten werden erweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.”

Die beiden Stellen sagen uns, daß die Entrückung beim Aufruf, der Erzengelstimme und der Gottesposaune (nach der Thessalonicherstelle), bei der letzten Posaune (nach der 1. Kor.-Stelle) erfolgen wird. Wenn also der Aufruf, die Erzengelstimme, die Gottesposaune bzw. die letzte Posaune ertönt, dann geschieht die Entrückung. Da entsteht nun die Frage, was es mit dem Aufruf, der Stimme und der Posaune für eine Bewandtnis hat. So fing ich an, die Bedeutung der drei Worte im hebräischen und griechischen AT systematisch zu untersuchen, und da zeigte es sich, daß die betreffenden Worte Bezeichnungen für den Beginn der letzten Zeit sind, das Signal für den Beginn der Endzeit, des Herrntages. Somit fiele also das Herabfahren des Herrn Jesus zur Einholung Seiner Ekklesia mit dem Beginn der Endzeit zeitlich zusammen, es ist ein Zeitpunkt: auf der einen Seite das Ende der Gnadenzeit, auf der andern der Anfang der Gerichtszeit. Die Signale aber gelten nach meiner Auffassung Israel!

Zunächst einleitend einiges über die sogenannte letzte Zeit.

[weiterlesen ...]

Autor: Ludwig, Rudolf | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Endzeit, Entrückung, Gemeinde, Israel  |  1,854 x gelesen

Beitrag per E-Mail weiterempfehlen   Beitrag drucken   0

Das Sterben der Gläubigen, ihr »Zwischenzustand« und ihre Auferstehung zur Entrückung

Solange der Herr noch nicht wiederkommt, ruft Er zwar die Seinen nach Vollendung ihrer Daseinsfrist auf dieser Erde ab. Aber Er tut dies selbst! Der Tod hat keine Macht mehr über sie. Sie unterstehen in allem ihrem Herrn und Haupt, dem Christus. Das Gesetz des Todes ist für sie aufgehoben (Röm. 8, 2). Der Herr selbst ruft sie heim. Sie entschlafen nicht durch den Tod, sondern durch Jesus. Deshalb sind sie auch nicht Tote im Tode, sondern Tote in Christo (1. Thess. 4, 14.16 Elberfelder Übs.). Darum auch sind die Toten, die in dem Herrn sterben, glückselig (Offb. 14, 13). Das Sterben ist seit der Auferstehung Jesu Christi Gewinn geworden (Phil. 1, 21). Bei Christo zu sein ist weit besser, als hier auf Erden zu leben, so daß in dem, der solches erkannt hat, die Lust erwacht, abzuscheiden und bei Christo zu sein (Phil. 1, 23). Mit dem »Ausheimischwerden« aus dem Leibe werden wir ja »einheimisch« beim Herrn, und dort brauchen wir nicht zu schlafen, sondern bemühen uns dort ebenso, Ihm wohlzugefallen, wie wir es hier im Leibe taten. Ob einheimisch oder ausheimisch, in beiden Fällen geht unser Bemühen darauf hin, Sein Wohlgefallen auszuführen (2. Kor. 5, 6-9).

Wenn Er aber eines Tages mit dem gebietenden Zuruf (Befehlsruf, Kommandoruf), mit der Stimme eines Erzengels (eines Engelfürsten) und der Posaune Gottes herniederkommt vom Himmel, werden nicht nur die Toten in Christo auferstehen, sondern die Lebenden, die bis zu diesem Zeitpunkt auf der Erde übrigblieben, werden in einem Nu verwandelt, in einem Augenblick, und beide Abteilungen, die Auferstandenen und die Verwandelten, werden zusammen weggerafft von der Erde und dem Herrn entgegengerückt in die Luft, begleitet von den Wolken von Zeugen, die uns jetzt schon täglich umlagern, um die Vollendung der Gemeinde zu beobachten, weil sie nicht ohne uns vollendet werden können (1. Thess. 4, 16.17; Hebr. 11, 35.39.40; 12, 1; Matth. 27, 51-53; Hebr. 12, 22-24).

So gewiß der Christus durch Gottes Gnade für alle den Tod schmeckte (Hebr. 2, 9), ebenso gewiß wird jeder, der Sein Wort bewahrt, den Tod nicht schmecken ewiglich (Joh. 8, 51.52). Mag auch der Leib tot sein, der Sünde wegen, der Geist ist Leben der Gerechtigkeit wegen. Christus, der Auferstandene, lebt in ihnen, und der kann nicht mehr sterben.

[weiterlesen ...]

Autor: Geyer, Karl | Kategorie(n): Entrückung, Tod & Auferstehung  |  1,279 x gelesen

Beitrag per E-Mail weiterempfehlen   Beitrag drucken   0

Die Vollendung der Gemeinde des Herrn

Hinweis des Schriftleiters (Heinz Schumacher): Hier kommt Professor Ströter — den Lesern bekannt durch seine Daniel-Auslegung, die in dieser Zeitschrift (Gnade & Herrlichkeit) seit einigen Jahren fortlaufend wieder abgedruckt wird — einmal in mündlicher Rede zu Wort. Diese Ausführungen über die Entrückung und Vollendung der Gemeinde sind eine Wiedergabe nach Stenogrammen von Vorträgen, die E. F. Ströter in Berlin (und an anderen Orten) über dieses wichtige Thema gehalten hat. Sie erschienen 1915 in der Zeitschrift “Das Prophetische Wort”.


.

(1. Thess. 4, 13-18)

“Das sagen wir euch im Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und übrigbleiben zur Zukunft (Ankunft) des Herrn, den Entschlafenen nicht zuvorkommen werden.” Diese Gläubigen in Thessalonich waren in der irrtümlichen Auffassung befangen, die im Glauben an den Herrn Heimgegangenen würden zu kurz kommen, wenn Er wiederkommt, sie wären dann nicht mit dabei. In diesem Punkt korrigiert sie der Apostel. Das gibt uns Gelegenheit zu sehen, ob der Apostel nicht noch etwas anderes zu korrigieren hatte. In vielen gläubigen Kreisen kann man heute hören: “Aber Sie denken doch nicht, daß wir es möglicherweise erleben, daß der Herr kommt? Da muß doch zuvor der Antichrist kommen!” Wenn Paulus die Gläubigen in Thessalonich selbst über einen verhältnismäßig nebensächlichen Gegenstand wie den: “Wer kommt zuerst an die Reihe?” nicht im Zweifel läßt, so hätte er, falls in diesem so wichtigen Punkt ein Irrtum vorgelegen hätte, diesen unbedingt auch korrigieren müssen. Diese lieben Gläubigen in Thessalonich haben damals so gestanden, daß sie mit der gegenwärtigen Möglichkeit rechneten: Der Herr kommt wieder aus dem Himmel. Wäre das Schwärmerei gewesen und der Apostel hätte sie darüber nicht zurechtgewiesen, was wäre da noch für ein Verlaß auf einen Apostel Jesu Christi!

[weiterlesen ...]

Autor: Ströter, Ernst F., Prof. | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Entrückung, Gemeinde, Lehre  |  899 x gelesen

Beitrag per E-Mail weiterempfehlen   Beitrag drucken   0

Die Entrückung der Gemeinde des Herrn

Die Entrückung der Gemeinde des Herrn ihm auf den Wolken entgegen in die Luft steht heute mehr im Vordergrunde der Erwartung bei den Kindern Gottes, als es wohl in allen Jahrhunderten nach der Apostelzeit der Fall war. Dieselbe verdient auch alles Interesse, das man ihr zuwendet. Sie wird ein Ereignis von der allerhöchsten Tragweite sein. In ihr gipfelt das tiefste Sehnen zugleich des erhöhten Herrn und Hauptes, und das seiner wartenden Glieder. Sie hat, wie alle große Gottestat, ihre alttestamentlichen Vorbilder, — Henoch und Elias. Zugleich ist sie Gegenstand sehr bestimmter Lehroffenbarung.

Zwei Aussagen Pauli, des Apostels der Gemeinde im engeren Sinn, kommen vornehmlich in Betracht[1]. Sie lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Die ausführlichste und der Zeit nach zuerst verfaßte Beschreibung des wunderbaren Vorgangs gibt uns 1. Thess. 4, 13-18:

“Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen in Betreff der Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesum mit ihm führen. Denn das sagen wir euch in einem Worte des Herrn, daß wir, die wir leben und überbleiben bis zur Ankunft des Herrn, den Entschlafenen nicht zuvorkommen werden. Denn er selbst, der Herr, wird mit Getümmel (Kommandoruf), bei dem Schall der Stimme des Erzengels und der Posaune Gottes, herniederfahren von dem Himmel und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst, danach werden wir, die lebend überbleiben, zugleich mit ihnen hingerückt werden in den Wolken dem Herrn entgegen in der Luft, und werden also bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch nun untereinander mit diesen Worten.”

Eine wertvolle Bestätigung und Ergänzung dieses Berichtes enthält 1. Kor. 15, 51-53:

[weiterlesen ...]

Autor: Ströter, Ernst F., Prof. | Kategorie(n): Entrückung, Gemeinde, Lehre  |  1,048 x gelesen

Beitrag per E-Mail weiterempfehlen   Beitrag drucken   0

Was bedeutet die Entrückung der Gemeinde?

(Nach einer Tonbandaufnahme; man lese vorab 1. Thessalonicher 4, 13-18)

Wir wollen heute, meine Brüder und Schwestern, ihr Heiligen und Geliebten Gottes, auf das Thema eingehen: Was bedeutet die Entrückung der Gemeinde?

Ich bin überzeugt, daß viele unter uns den Text von 1. Thessalonicher 4, 13-18 auswendig gelernt haben und oft in ihren Gebeten benützen. Und doch, so möchte ich sagen, stecken in diesem Wort noch tiefe, uns kaum enthüllte Geheimnisse, von denen uns Gott vielleicht das eine oder andere zeigt.

So klar und einfach dieses Wort zu sein scheint, so schwer und tief und vieldeutig ist es. Man kann da manche Frage anschneiden. Doch ich möchte zunächst heute einen Überblick geben darüber, was denn die Entrückung eigentlich ist. Es gibt ja mehrere Entrückungen. Denn auch aus Israel wird ein Teil entrückt werden, der “männliche Sohn” (Offb. 12, 5). Das ist eine Gruppe aus Israel! — Und auch die beiden Zeugen der Endzeit, Mose und Elia, werden entrückt werden, nachdem man sie umgebracht hat und ihre Leichname dreieinhalb Tage lang auf der Straße gelegen haben (Offb. 11, 11 bis 12). Es gibt also mindestens drei Entrückungen, und wir sollten wissen, zu welcher wir gehören. Denn wir wollen doch solche sein, die in der lebendigen Erwartung stehen, die in dem Liedvers zum Ausdruck kommt, den wir sicher alle schon einmal gehört haben:

    Und kehr in den Himmel ich ein durch Sein Blut,
    ich werde kein Fremdling dort sein!

Die Dinge, die wir dort erleben werden, sollen uns bekannt sein, so daß uns zumute ist wie einem Heimkehrer, und nicht wie einem Fremdling, der angsterfüllt ein völlig fremdes Land betritt. Wir werden kein Fremdling dort sein, sondern “einheimisch” (2. Kor. 5, 8 Elbf. übs.; Phil. 3, 20). Darum gilt auch für uns: “Schick’ das Herze da hinein, wo du ewig wünschst zu sein!”

[weiterlesen ...]

Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Entrückung, Gemeinde  |  870 x gelesen

Beitrag per E-Mail weiterempfehlen   Beitrag drucken   0

Das Geheimnis des Nichtentschlafenmüssens und der Verwandlung

“Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune. Denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.” (1. Kor. 15, 51.52)

“Wir wollen aber nicht, Brüder, daß ihr in Unkenntnis seid in betreff der Entschlafenen, auf daß ihr nicht betrübt seid, so wie auch die übrigen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, daß Jesus starb und auferstand, also wird auch Gott die durch Jesum Entschlafenen mit ihm bringen. Denn dies sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die Lebenden, die übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, werden die Entschlafenen keineswegs überholen. Denn der Herr selbst wird mit Befehlsruf, mit der Stimme eines Engelfürsten und mit der Posaune Gottes herabsteigen vom Himmel, und die Toten in Christo werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die Lebenden, die übrigbleiben, zugleich mit ihnen zusammen entrückt (weggerafft) werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft, und also werden wir immerdar mit dem Herrn zusammen sein. So ermuntert nun einander mit diesen Worten.” (1. Thess. 4, 13-18)

Alles Erschaffene ist der Vergänglichkeit unterworfen. Die ganze Schöpfung seufzt und liegt in Geburtswehen bis jetzt. Auch wir selbst seufzen in uns selbst, erwartend die Sohnschaft, die Erlösung unseres Leibes (Röm. 8, 19-23).

Wenn schon die Söhnegemeinde seufzt, die doch als Erstling Gottes aus allem Erschaffenen den Geist trägt, d. h. die erste Heilskörperschaft ist, die, solange die Welt steht, Teilhaber der göttlichen Natur ist, Anteil hat an seinem Wesen, weil der Geist Gottes in ihr wohnt (und der Geist ist das Wesenhafte, die Wahrheit), — wievielmehr müssen die seufzen, die den Geist noch nicht haben! Ihnen fehlt damit die Teilhaberschaft an der göttlichen Natur, ihnen fehlt die innere Wesenseinheit mit Gott, ihnen fehlt die Heilsgewißheit, ihnen fehlt die Versiegelung mit dem Geiste, ihnen fehlt das Unterpfand für ein Erbe im Licht. Das ist doch der völlige Mangel an allem Wesenhaften, an allem Bleibenden. Sollten sie nicht seufzen, wenn wir dies doch noch tun, die wir alle diese Stücke schon haben durch den in uns wohnenden Geist? — Wir sind doch bereits im Geiste erneuert und stehen in Wesens- und Lebensgemeinschaft mit Gott. Nur unser Leib wartet noch auf Erlösung. Sie aber haben noch keinerlei Unterpfand und empfinden noch nicht, was es heißt, freigemacht zu sein vom Gesetz der Sünde und des Todes (Röm. 8, 2). Darum liegt noch die Knechtschaft des Verderbens und der Vergänglichkeit wie ein lähmender Bann auf allem und hält alle Wesen ständig in der geheimen Angst und in der Sklaverei der Todesfurcht (Hebr. 2, 15).

[weiterlesen ...]

Autor: Geyer, Karl | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Entrückung, Gemeinde, Verwandlung & Erstattung  |  866 x gelesen

Beitrag per E-Mail weiterempfehlen   Beitrag drucken   7

32 Beweise für die Entrückung vor der großen Trübsal

Wir leben in einer sehr schweren und dunklen Zeit. Das Volk Gottes in aller Welt bewegt so manche ernste Frage, zum Beispiel: Wo stehen wir in der Endentwicklung? Ist die gegenwärtige Weltlage in der Schrift zu finden und wo? Stehen wir unmittelbar vor der großen Trübsal? Dann: Kommt die Gemeinde Jesu in die große Trübsal hinein? Was lehrt die Schrift darüber?

Im Folgenden sollen 32 biblische Beweise, daß die Gemeinde Jesu Christi vor der großen Trübsal entrückt werden wird, behandelt werden.

1. Den ersten Beweis finden wir 1. Korinther 15, 51-52: »Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden …« Hier nennt Paulus die Entrückung ein Geheimnis. Ein Geheimnis ist immer etwas, das vorher verborgen gehalten war. Wie nun die Gemeinde selbst ein Geheimnis ist (Eph. 3, 3-4), so ist auch ihre Entrückung ein Geheimnis. Beide Geheimnisse waren in den 4000 Jahren vor Christus nicht, auch keinem Propheten, geoffenbart, sondern verborgen gehalten worden. Diejenigen, die da lehren, daß alle Stellen, die von der Entrückung handeln, sich auf Jesu Wiederkunft in großer Kraft und Herrlichkeit beziehen, also nach der großen Trübsal, irren sehr. Denn die sichtbare Wiederkunft des Herrn in großer Kraft und Herrlichkeit war durch viele Jahrhunderte im Alten Testament immer wieder neu verkündigt worden. Man kann doch nicht etwas, was seit Jahrhunderten klar geoffenbart worden ist, ein Geheimnis nennen!

2. Wie der 1. Thessalonicherbrief einen Irrtum der dortigen Gläubigen korrigierte, so korrigierte auch der 2. Thessalonicherbrief — besonders Kapitel 2 — einen Irrtum. Irrlehrer hatten ihn in Abwesenheit des Paulus den Gläubigen beigebracht. Der Irrtum bestand darin, daß diese den dortigen Gläubigen sagten, der »Tag des Herrn sei schon da«. Ihre Trübsale und Verfolgungen, die sie zu erdulden hatten, seien ein sicherer Beweis davon, daß der »Tag des Herrn« wirklich da sei. Der »Tag des Herrn«, das ist der große und schreckliche Tag, der brennen soll wie ein Ofen (Mal. 3, 19).

Über diese Mitteilung, daß dieser schreckliche Tag schon da sei, wurden die dortigen Gläubigen außerordentlich traurig. Warum denn? Nun, sie waren von ihrem Lehrer Paulus gelehrt worden, daß zuerst die Entrückung komme (1. Thess. 4, 13-18), und dann komme der Tag des Herrn. Wenn es aber nun wahr sei, daß der Tag des Herrn schon da sei, dann haben wir ja die Entrückung verpaßt und sind von ihr ausgeschlossen — o wehe uns! Darüber wurden sie ungemein traurig.

Paulus hatte den Thessalonichern gesagt, der Tag des Herrn (vor dem sie so Angst hatten) komme nicht, »es sei denn, daß zuvor der Abfall komme und geoffenbart werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens«. Statt dessen lesen heute viele Gläubige: »denn Er kommt nicht«, das heißt, der Herr komme nicht, es sei denn … also etwas, was gar nicht im Text steht.

Wären die Gläubigen in Thessalonich gelehrt worden (was heute leider so viele lehren), daß die Entrückung mit der sichtbaren Wiederkunft des Herrn, also am Tage des Herrn oder doch in der großen Trübsal stattfinden werde, dann ist absolut nicht einzusehen, warum die Gläubigen daselbst so traurig waren. Statt traurig zu sein, hätten sie sich ungemein freuen sollen. Denn wenn ihre Leidenszeit schon der große Tag des Herrn sei, dann wußten sie ja, jetzt wird der Herr ganz schnell kommen und uns zu sich nehmen.

Zu unserem zweiten Beweis lese ich noch 2. Thessalonicher 2, 6.7: »Und was es noch aufhält, wisset ihr, daß er geoffenbart werde zu seiner Zeit. Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur daß, der es jetzt aufhält, muß hinweggetan werden.« In diesen Versen ist von etwas und von jemand die Rede, das und der die Offenbarung des Menschen der Sünde noch aufhält. Aus dem Text geht hervor, daß »das« oder »der« eine gewaltige Persönlichkeit sein muß, die stärker als der Antichrist, ja stärker als der Satan sein muß. Weder der Antichrist noch der Satan kann diese gewaltige Persönlichkeit beseitigen. Was oder wer ist dieser Aufhaltende? Sind es die bestehenden Staatsformen, wie manche meinen? Niemals, denn die bestehenden Staatsformen haben die Diktatoren weggefegt wie Spreu auf der Sommertenne. Das Aufhaltende ist der Heilige Geist in der Gemeinde Jesu Christi. Und der ist stärker als der Satan; deshalb sagt Johannes von ihm (1. Joh. 4, 4): »Denn der in euch ist, ist größer, als der in der Welt ist.«

[weiterlesen ...]

Autor: Fuenning, A. | Kategorie(n): Entrückung, Gemeinde, Lehre  |  9,411 x gelesen

Beitrag per E-Mail weiterempfehlen   Beitrag drucken   0

Die verschiedenen Auferstehungen

Von Karl Geyer, Karl Merz, Heinz Schumacher, Paul Müller, Adolf Heller und Ernst F. Ströter — Zusammengestellt von Heinz Schumacher

Vorbemerkung: 1961 erschienen in mehreren Heften dieser Zeitschrift (Gnade & Herrlichkeit) Artikel von KARL MERZ zum Thema »Die verschiedenen Auferstehungen«. Darauf aufbauend und durch Texte anderer Autoren ergänzt, soll im folgenden von acht verschiedenen Auferstehungen die Rede sein. Es soll aber die Zahl 8 natürlich kein Dogma sein — der eine Schriftforscher wird weniger, ein anderer vielleicht noch mehr Auferstehungen zählen. Auch der Inhalt der Ausführungen soll kein Dogma sein, sondern eine Hilfe zum Glauben und zum weiteren Forschen. Uns ist bewußt, daß z. B. die »Ausauferstehung« von manchen Gläubigen gegenüber dem biblischen Befund überbewertet, von anderen als eine frühere oder fortlaufende Auferstehung ganz abgelehnt wird. Umstritten ist auch unter Gläubigen die Bedeutung der »Ersten Auferstehung« von Offb. 20. Von einer Wiederkehr der früheren Einwohner der Sündenstädte Sodom und Gomorra hört man in der Verkündigung fast nichts. — Wir meinen aber, daß unsere Leser dafür dankbar sein werden, daß einmal der Versuch unternommen wird, die verschiedenen Auferstehungen in einem Artikel zusammenfassend darzustellen. — Unberücksichtigt bleiben die alttestamentlichen Vorbilder der Auferstehung sowie überhaupt alle Auferweckungen, die vor der Auferstehung Jesu Christi stattfanden.

Heinz Schumacher


.

1. Die Auferstehung Jesu Christi

Seine Auferstehung ist die grundlegende und wichtigste aller Auferstehungen überhaupt. Hier sei an das sieghafte Auferstehungskapitel 1. Kor. 15 erinnert. (Dr. Paul Müller hat es in seinem Buch »Unser Leben im Licht der Liebe Gottes« in feiner Weise ausgelegt.) In der Auferweckung Seines Sohnes erwies der Vater Seine ganze Macht (Eph. 1, 19), besiegte Er den letzten Feind, den Tod. Auch wenn die Menschheit nach wie vor eine sterbliche und unser Kosmos ein vergehender ist — der Anfang ist gemacht, und Gott wird nicht ruhen, bis »wie in dem Adam alle (Menschen) sterben, also auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden« (1. Kor. 15, 22). Dies geschieht aber nicht auf einmal, sondern in Abteilungen, Gruppen oder Ordnungen. Deshalb ist hier die Rede von mehreren, verschiedenen Auferstehungen. H. Sch.

KARL GEYER (1893-1955) schrieb über die Auferstehung Jesu Christi: Die Auferstehung Jesu Christi ist zunächst der Erweis dafür, daß Christus wirklich Gottes Sohn ist. Bis zu Seiner Auferstehung kam noch keiner im Auferstehungsleibe aus den Toten wieder. Lazarus z. B. wurde nur auferweckt, d. h. in den natürlichen Leib zurückgerufen. Christus ist der Erstgeborene aus den Toten. Vor Seiner Auferstehung konnte der Teufel die Menschen immer damit höhnen, daß ihr Glaube an ein Weiterleben bzw. an eine Auferstehung aus den Toten nur Einbildung sei, weil ja noch keiner von drüben wiedergekommen sei. Nach der Auferstehung des Herrn aber war Satan in dieser Behauptung als Lügner erwiesen.

Wäre Christus nicht mehr aus den Toten auferstanden, dann wäre das ganze Rettungswerk Gottes für die Welt gescheitert gewesen … Ohne die Auferstehung Christi wäre nicht nur die Hoffnung des Vaters, der ja der Gott der Hoffnung ist (Röm. 15, 13) und alle Seine Hoffnung auf Ihn, den Garanten und Bürgen für alle Gottesverheißungen (2. Kor. 1, 20), setzte, umsonst gewesen, sondern auch wir wären alle um jede Hoffnung betrogen. Wir wären die Elendesten unter allen Menschen (1. Kor. 15,19), zweimal betrogen, sowohl um die Lust dieser Welt, auf die wir um der Hoffnung der Auferstehung willen verzichtet hätten, wie dann auch um die Erfüllung dieser zukünftigen Hoffnung selbst.

[weiterlesen ...]

Autor: Diverse | Kategorie(n): Entrückung, Tod & Auferstehung  |  1,298 x gelesen

468 Artikel online •
3 Besucher online