Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Vom Wesen des Antichristen

“Einst gingen die Bäume hin, einen König über sich zu salben; und sie sprachen zum Olivenbaum: Sei König über uns! Und der Olivenbaum sprach zu ihnen: Sollte ich meine Fettigkeit aufgeben, welche Götter und Menschen an mir preisen, und sollte hingehen, zu schweben über den Bäumen? Da sprachen die Bäume zum Feigenbaum: Komm du, sei König über uns! Und der Feigenbaum sprach zu ihnen: Sollte ich meine Süßigkeit aufgeben und meine gute Frucht, und sollte hingehen, zu schweben über den Bäumen? Da sprachen die Bäume zum Weinstock: Komm du, sei König über uns! Und der Weinstock sprach zu ihnen: Sollte ich meinen Most aufgeben, der Götter und Menschen erfreut, und sollte hingehen, zu schweben über den Bäumen? Da sprachen alle Bäume zum Dornstrauch: Komm du, sei König über uns! Und der Dornstrauch sprach zu den Bäumen: Wenn ihr mich in Wahrheit zum König über euch salben wollt, so kommet, vertrauet euch meinem Schatten an; wenn aber nicht, so soll Feuer von dem Dornstrauch ausgehen und die Zedern des Libanon verzehren” (Richter 9, 8-15).

In diesem Abschnitt wird uns — ganz unabhängig von den Ereignissen, in die er hineingestellt ist — erstmals Wesentliches vom Antichristen geoffenbart. Und wenn bis dahin kaum besondere Beachtung darauf gerichtet worden ist, so deshalb, weil die Lehre, welche daraus zu ziehen ist, wie so vieles andere in der Heiligen Schrift, erst unseren endzeitlichen Generationen greifbar und verständlich wird, weil auch sie, um mit denn Apostel Petrus zu reden, zu den “gegenwärtigen Wahrheiten” (2. Petr. 1, 12) gehört.

Die Bäume — die Nationen

Zunächst ist unschwer zu erkennen, dass unter den Bäumen die Nationen zu verstehen sind, so dass die Königswahl der Bäume nichts anderes bedeutet als die Wahl eines obersten Fürsten über die Nationen. Oftmals wird in der Heiligen Schrift für einzelne Menschen sowohl wie für ganze Völker Baum oder Bäume als Gleichnis gebraucht. “Ich sehe Bäume wie Menschen”, sagt der Psalmist. Das erste Wunder Gottes in der Wüste war das Süß- und Schmackhaftmachen des bitteren Wassers “Mara” durch das Süßholz, welches Mose auf das Geheilt des Allmächtigen hineinwarf (2. Mose 15, 22-23). Damit ist in wunderbar vorschattender Weise der mitfolgende Felsen Jesus, als ins Fleisch gekommener Mensch, gekennzeichnet, und gleichzeitig das Fluchholz, an welchem Er in den Opfertod ging.

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Autor: Kahn, George, Dr. | Kategorie(n): Das Böse  |  654 x gelesen

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“Und sie gaben ihre Regierungsmacht dem Tier”

Der endzeitliche Zehnstaatenbund nach Texten aus Daniel und der Offenbarung

In meinem Buche “Urzeit und Endzeit”, aber auch in einigen Artikeln habe ich mich über den Zehnstaatenbund in der Endzeit geäußert; da dies ohne nähere biblische Begründung geschah, wurde ich oftmals danach befragt, aber auch hier und da geringschätzig abgetan. Darum soll hier eine ausführliche Darstellung meiner Schau niedergelegt werden, der allerdings sorgfältige Studien zugrundeliegen. Ich versuche darin, eine Zusammenschau biblischer Texte, sonderlich aus dem Propheten Daniel und der Johannes-Apokalypse, zu geben. Woher mag der gedankliche Widerstand gegen die Schau eines endzeitlichen Staatenbundes im europäischen Raum rühren?

Zum einen hat man die Aussagen des Apostels Johannes über das TIER zu sehr von seiner alttestamentlichen Grundlage, dem Propheten Daniel, losgelöst und verselbständigt. Dann hat man — bei allen starken Gründen für eine futurologische (zukunftsgerichtete) Auslegung der “Offenbarung” — oft zu wenig den zeitgeschichtlichen Standort des heiligen Sehers beachtet. Auch die Festlegung auf mögliche nahe Termine des Endzeitgeschehens ließ kaum noch Raum zur endzeitlichen Ausformung des Zehnstaatenbundes auf dem Boden des Römischen Weltreiches. Sodann hat man immer wieder den heutigen Ost-West-Konflikt überbewertet und zu wenig beachtet, daß alle Endzeitpropheten von einem Nord-Süd-Konflikt sprechen, zu dem erst jetzt die Weichen gestellt werden. Anstatt der biblischen Darstellung der Weltreiche zu folgen, hat man, zeitgeschichtlich befangen, moderne Nationen oder gar die UNO eingesetzt. Das gebannte Schauen auf die Tagesereignisse brachte auch eine Überberwertung der Rolle der wiedererwachten islamischen Staaten (bis hin zu einer angenommenen islamischen Welteroberung) mit sich, die so im Worte der Propheten für die Endzeit nicht geschaut wird, es sei denn in den saftig werdenden “Bäumen”, die den Saft gewinnenden “Feigenbaum” Juda umstehen. —

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Autor: Jugel, Wolfgang | Kategorie(n): Das Böse, Das prophetische Wort, Endzeit  |  6,419 x gelesen

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Zwanzig Versuche Satans, Gottes Heilsträger auszurotten

Inhalt:

Einleitung
01. Der erste Finsterniseinbruch nach dem Sündenfall
02. Die folgenden Finsterniseinbrüche
03. Satan besetzt Kanaan, ehe Abraham einzieht
04. Der Feind läßt eine Hungersnot entstehen
05. Der Feind entfernt Abraham aus Kanaan
06. Gott bewahrt durch Joseph Sein Volk vor dem Hungertod
07. Satan will das gesamte Israel zerstören
08. Zweiter Versuch Satans, ganz Israel zu vernichten
09. Der Feind sucht die königliche Linie zu zerstören
10. Satan will mittelst der Philister und Araber den davidischen Samen ausrotten
11. Athalja versucht, allen königlichen Samen des Hauses Juda zu vernichten
12. Der Plan, alle Juden des medo-persischen Weltreiches zu vertilgen
13. Der Versuch des Feindes, das Jesusknäblein bereits im Mutterschoß zu töten
14. Der Kindermord des Herodes
15. Der Feind sucht Jesus durch Hinabsturz zu töten
16. Ein Seesturm soll den Sohn Gottes verschlingen
17. In Gethsemane versucht der Feind, Jesus zu töten, ehe Er als freiwilliges Opfer ans Kreuz geht
18. Satans Scheinsieg auf Golgatha
19. Das Grabessiegel und die römische Wache sollen die Auferstehung Jesu Christi verhindern
20. Satan will die Ausreife und Vollendung des Körpers Christi verhindern


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Einleitung

Um Sein Heil aus- und durchzuführen, hat Gott Heilsträger. Er könnte alles auch allein bewerkstelligen. Aber die verborgene Weisheit Seiner Liebe, die ja immer Schnittpunkte vieler Interessen schafft, d. h. gleichzeitig mehrere Ziele verfolgt, hat es anders gewollt. Stück- und stufenweise dürfen wir in diese unnachahmliche Durchführung Seines Gnadenwillens mit Seiner gesamten Schöpfung hineinschauen und hineinwachsen, hineinsterben und hineinverklärt werden.

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Das Böse  |  640 x gelesen

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Vom Ursprung, Dienst und Ende alles Bösen

(Abschrift einer Tonbandaufnahme eines Dienstes in München am 30.11.1965)

Meine Brüder und Schwestern,
ihr Heiligen und Geliebten Gottes!

Wir wollen in dieser Abendstunde in Dinge hineinschauen, die ungeheuer groß und weit und tief sind. Wo Gottes Wort redet, haben wir zu glauben und zu zeugen; und wo Gott schweigt, worüber Er nichts sagt, haben auch wir zu schweigen, und wehe uns, wenn wir das nicht tun!

Das Gebiet, das wir heute betreten, hat es mit der letzten und gewaltigsten Urfrage der Mensch­heit zu tun: Warum das Böse, die Sünde, das Grauen, der Jammer? Mußte das sein, und hat es einen Sinn? Gibt es einen allmächtigen Gott der Liebe angesichts der Dinge, die heute abrollen?

Auf diese Frage kann nur das klare Wort Gottes uns Antwort geben, und es gibt sie uns auch. Allerdings gehört dazu, meine Brüder und Schwestern, eine totale Aufrichtigkeit ohne Neben- und Hintergedanken und eine Arbeit des Heiligen Geistes an uns, die mit unserem Zerbruch beginnt. Und so möge Gott uns allen einen reichen Segen, eine geistige Schau, ein göttliches Wissen in Furcht und Zittern schenken!

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Das Böse, Heilsgeschichte  |  781 x gelesen

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Babylon — Sein Wiedererstehen und Sturz

Die beiden Brennpunkte, um die die Ellipse irdischen Geschehens in der nahen Endzeit kreisen wird, werden Jerusalem und Babylon sein. Noch liegen beide, die erstere weniger, die zweite fast völlig, in Trümmern. Wer weiß jedoch, in welch unvorstellbar naher Zukunft beide Städte wieder machtvoll erstehen werden! Werfen wir einen Blick in Babylons Vergangenheit und nehmen wir das im Glaubensgehorsam zu Herzen, was uns die heiligen Urkunden Gottes über ihre Zukunft sagen.

Zum erstenmal finden wir den Namen Babel (griech. Babylon) in 1. Mose 10, 10. Bab-ili heißt soviel wie “Tor Gottes”, bedeutet aber auch “Verwirrung”. Seine Gottheit, Merodach oder Marduk, galt als Weltschöpfer und Weltherrscher. Der ihm geweihte Tempel Esagil war in der ganzen damaligen Kulturwelt berühmt, und der dazu gehörige Tempelturm Etemenanki, der Turm, von dem Gottes Wort in 1. Mose 11 berichtet, war ein gewaltiges Wunderwerk. Sein Oberbau bestand aus gebrannten Ziegeln mit leuchtender, blauer Glasur. Als Nebukadnezar diesen zerstörten Riesenbau wieder aufführte, schrieb er: “Etemenankis Spitze aufzusetzen, daß mit dem Himmel sie wetteifere, legte ich Hand an.” Der Leiter der Ausgrabungen, die die deutsche Orientgesellschaft dort vornahm, sagt von diesem gewaltigsten aller Bauwerke: “Das kolossale Massiv des Turmes inmitten der stolzen Priesterpaläste, der weiten Vorratshäuser, der zahllosen Fremdengelasse — weiße Wände, bronzene Tore, drohende Festungsmauern ringsum mit hochragenden Portalen und einem Wald von tausend Türmen — es muß ein überwältigender Anblick der Größe, der Macht und der Fülle gewesen sein!” (Nach dem Calwer Bibellexikon).

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Das Böse, Das prophetische Wort, Endzeit  |  364 x gelesen

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Die Ursache des Verderbens

“… indem ihr dem Verderben entflohen seid, das in der Welt ist durch die Lust” (2. Petr. 1, 4).

“Denn alles, was in der Welt ist, die Lust des Fleisches und die Lust der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern ist von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Lust” (1. Joh. 2, 16.17).

“Und sie wurden lüstern in der Wüste und versuchten Gott in der Einöde. Da gab er ihnen ihr Begehr, aber er sandte Auszehrung (Schwindsucht) in ihre Seelen” (Ps. 106, 14.15).

“An den meisten derselben aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste dahingestreckt worden. Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen, daß wir nicht nach bösen Dingen gelüsten, gleichwie auch jene gelüsteten.” — “Alle diese Dinge aber widerfuhren jenen als Vorbilder und sind geschrieben worden zu unserer Ermahnung, auf welche die Enden der Äonen gekommen sind” (1. Kor. 10, 5.6.11).

Als Gott den Menschen schuf, bereitete er ihm zugleich auch eine Wohnstätte, den Garten in Eden, der in seiner Paradieses-Herrlichkeit ein Ort war, an dem der Mensch als Stellvertreter Gottes dieser Würde entsprechend wohnen konnte, und an dem auch Gott wandeln konnte, wenn er kam, um sein Geschöpf zu besuchen und Gemeinschaft mit ihm zu pflegen.

Diesen Garten sollte der Mensch bebauen und bewahren. Es dauerte jedoch nicht lange, und das Verderben hielt seinen Einzug. Die Schlange lenkte den Blick des Menschen auf die Frucht des Baumes der Erkenntnis des Guten und Bösen. Das Weib sah, daß der Baum gut zur Speise, und daß er eine Lust für die Augen, und daß der Baum begehrenswert wäre, um Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab ihrem Manne mit ihr, und er aß (1. Mo. 3, 6).

Was hier geschah, spielt sich täglich in uns selbst und um uns in Millionen von Fällen ab, und jeder dieser Fälle ist ein neuer Fall, ein wirkliches Herabfallen von einer geistigen Stellung ins Fleisch. Ob du einem kleinen Kinde zuschaust, das noch nichts von Gesetz und Evangelium weiß, wie es begehrend die Erdbeeren in Nachbars Garten anschaut und dann zögernd die kleine Hand durch den Zaun steckt und nimmt, was es erreichen kann, oder ob die Kirschen auf einem fremden Grundstück auch Ältere zum Stehlen reizen, oder ob du selbst ein Weib anschaust, ihrer zu begehren, oder ob es dich gelüstet nach Ehre und Anerkennung oder Macht und Einfluß oder Beförderung im Amt und Titeln oder einer guten Stellung und einer entsprechenden Wohnung oder Geld und Gut, — es hat alles die gleiche Triebfeder: die Lust.

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Autor: Geyer, Karl | Kategorie(n): Das Böse, Versuchung & Verführung  |  364 x gelesen

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