Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Fürchte dich nicht!

Die auffallendsten Kennzeichen der gegenwärtigen, ihrem Abschluß entgegentaumelnden Weltzeit sind Angst und Furcht. Sie bilden ohne Zweifel die bedrohlichste Großmacht der Erde. Wer sich selber wirklich kennt oder gar in das Herz anderer hineinschauen und hineinlauschen darf, findet das in erschreckender Weise bestätigt. Aus der allgemeinen Lebensunsicherheit wird nagende, quälende Sorge geboren, und die Sorge erzeugt die herzbeklemmende, alle Freude tötende Furcht. Und wenn die Angst einmal Dauerzustand geworden ist, so ist es nur noch ein Schritt zur Verzweiflung und zur Zerrüttung der Sinne, zum Irrenhaus und zum Selbstmord.

Die Furcht hat als Wurzel durchaus nicht immer äußere Not und Armut. Leitende Ärzte in Anstalten für Schwermütige und “Geisteskranke” (die im Sinne des Wortes Gottes oft Besessene leichterer oder schwererer Art sind), bestätigen, daß der ungebrochene Eigenwille sehr oft die Ursache ist, daß viele Patienten, die sonst wertvolle Menschen ins guten sozialen Verhältnissen sind, in Irrenhäusern betreut werden müssen. Wer dächte da nicht an das überaus ernste Gerichtswort ans 1. Sam. 15, 23, wo wir lesen: “Widerspenstigkeit ist Sünde der Wahrsagerei, und Eigenwille ist Abgötterei und Götzendienst.”

Aus dem im tiefsten Grunde dem Hochmut entspringenden Gefühl der Minderwertigkeit, ans dem fruchtlosen Kampf gegen die Sinnlosigkeit und die tagtäglichen Mühen und Plackereien entsteht die Lebensangst. Wir sind geschaffen und veranlagt, Menschen der Freude, des Lichts und der Liebe zu sein; wir sollen und dürfen in Christo durch Erkenntnis und Geständnis unsrer Schuld und Armseligkeit neue Kreaturen werden voll heilig-demütigen Selbstbewußtseins, wozu Gott uns in seinem Sohn verordnet und berufen hat. Hier liegt die eigentliche und letzte Lösung aus den quälenden Verkrampfungen und Verzerrungen, ans Hochmut und Verzweiflung, Neid und Streit, Herrschsucht und Geldgier, die, bis hinein in die gläubigen Kreise, die Menschen umklammern und sie so todunglücklich machen.

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Andachten, Glaubensleben & Wandel  |  410 x gelesen

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Mein Vater steht am Steuer!

“Wir wissen aber, daß Gott denen, die ihn lieben, alles zum Guten zusammenwirkt, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.” Röm. 8, 28

“… die wir zuvor ausersehen sind, dein Vorsatz dessen gemäß, der alles wirkt nach dem Rat seines Willens.” Eph. 1, 11

“Gedenket des Anfänglichen von der Urzeit her, daß ich Gott bin, und sonst ist keiner, daß ich Gott bin, und gar keiner wie ich; der ich von Anfang an das Ende verkünde, und von alters her, was noch nicht geschehen ist; der ich spreche: Mein Ratschluß soll zustande kommen, und all meinen Willen mache ich zur Tat!” Jes. 46, 9.10

Vor uns liegt ein neues Jahr. Kein Mensch weiß, was die 365 Tage für ihn bringen werden. Niemand kennt die Ereignisse, die über die Völker und Reiche des Erdballs kommen, noch die Vorgänge, die den Kosmos erschüttern.

Wir gehen äußerlich mit größerer Ungewißheit in das Kommende, als s. Zt. Kolumbus auf die Fahrt zur Entdeckung des Seewegs nach Indien, die nach großen Mühen und Beschwernissen zur Entdeckung Amerikas führte. Der Ozean der Zeit liegt vor uns wie das Weltmeer in dunkler Nacht. Ein alter Sänger beschreibt dies mit den Worten: “Wie mit grimmigem Unverstand Wellen sich bewegen! Nirgends Rettung, nirgends Land vor des Sturmwinds Schlägen. Einer ist’s, der in der Nacht, Einer ist’s, der uns bewacht: Christ Kyrié, Du wandelst auf der See!” (Johann Falk).

Einer aber weiß, was kommt! Er hat vor der Zeit der Welt den Vorsatz der Äonen, der Weltzeitalter, in Christo gefaßt und alle unsere Tage in sein Buch geschrieben, ehe es Tage gab. Er, der alles wirkt nach dem Rate seines Willens, hat alle Vorgänge und Ereignisse so in seinem Vorsatz zuvorbestimmt und in seinen Weltplan hineingestellt, daß alle, ohne jede Ausnahme, Dir und mir zum Besten dienen! Alles hat er so um Dein und mein Leben herumgestellt und angeordnet, daß jedes Geschehnis Dich und mich in der zweckmäßigsten Weise vorwärts trägt, dem Ziele zu. Der Ökonom der Zeiten, der König der Zeitalter, Gott selbst, hat im voraus jeden Vorgang so geprüft, daß mit einem Mindestmaß an Energie ein Höchstmaß an Wirkung und Leistung und Ertrag garantiert und sichergestellt ist.

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Autor: Geyer, Karl | Kategorie(n): Andachten  |  349 x gelesen

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