Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Israel — ein heiliger Überrest — und wir

Im elften Kapitel des Römerbriefs wirft der Apostel Paulus die Frage auf: “Gott verstößt doch nicht Sein Volk?” (11, 1). Diese Frage hat einen wichtigen heilsgeschichtlichen Hintergrund und hängt mit der Berufung des Volkes Israel und der Aufgabe zusammen, die Gott mit ihm zu verwirklichen Sich vorgesetzt hat. Sie rührt an die Wurzeln der von Gott diesem Volk gegebenen Verheißungen.

Wenn wir die Frage heute in unserer Zeit stellen, dann machen wir die Erfahrung, daß vermehrt auf die Bedeutung dieses Volks in Gottes Heilsratschluß hingewiesen wird. Als Beweis wird vielfach angeführt, daß es seit 1948 wieder einen Staat Israel gibt, der allen Anfeindungen zum Trotz einen festen Platz in der Völkergemeinschaft hat und sich mit Mut und Tapferkeit gegenüber seinen Gegnern behauptet. Der Apostel Paulus, der ebenfalls mit aller Entschiedenheit ver­neint, daß Gott Sein Volk verstoßen hat, führt andere Beweisgründe an, die uns zu denken geben sollten. — Zuvor wollen wir jedoch kurz auf die Berufung Israels und seine Bedeutung im Vorsatz Gottes eingehen.

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Autor: Prolingheuer, Wilhelm | Kategorie(n): Gemeinde, Heilsgeschichte, Israel  |  1,202 x gelesen

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