Laßt uns nie vergessen, daß immer der Fleischgeborene den
Geistgeborenen lästert und verfolgt, und nie umgekehrt (Gal. 4,29).


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Womit beginnt die Endzeit?

(Gekürzte Fassung einer biblischen Betrachtung)

Nach unserer Auffassung ist der Zeitpunkt der Entrückung zugleich auch der Beginn der Endzeit. Es geht uns hierbei nicht um Berechnungen irgendwelcher Art, sondern um Feststellung bedingter (relativer) Zeitmerkmale, das heißt, wenn das eine geschieht, dann geschieht das andere … Die Schrift bietet uns mehrere solcher relativer Zeitpunkte, die alle auf denselben Punkt treffen: den des Überganges vom Gemeindehaushalt der Jetztzeit zum künftigen Reichshaushalt der Endzeit, anders ausgedrückt: von der Gnadenzeit zur Gerichtszeit. Wir nennen im folgenden vier solcher bedingter Zeitmerkmale. Die Endzeit beginnt

  1. mit dem Ertönen der Gottesposaune und der Entrückung der Gemeinde;
  2. mit dem Verlassen des Himmels durch den Herrn und der beginnenden religiösen Wiederherstellung Israels;
  3. mit dem Wiederaufbau der verfallenen Hütte Davids = mit der politischen Wiederherstellung Israels;
  4. mit dem Aufheben der Verstockung Israels nach dem Eingehen der Nationen-Fülle (= Entrückung der Gemeinde) bzw. dem Aushauen der wilden Zweige des Ölbaums.

In diesen Feststellungen liegen zugleich die biblischen Beweise dafür, daß die Gemeinde mit der letzten Zeit nichts zu tun hat, vielmehr vorher entrückt wird, sowie weiter auch, daß die letzte Zeit noch nicht begonnen hat.

1. Das Ertönen der Gottesposaune und die Entrückung der Gemeinde

Den Ausgangspunkt hierzu sollen zwei Stellen bilden:

1. Thess. 4, 16: “Der Herr selbst wird beim Aufruf, (nämlich:) mit Erzengelstimme und mit Gottesposaune, herabfahren vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst; alsdann wir, die da leben, die da übrigbleiben, werden zugleich mit ihnen entrückt werden …”

1. Kor. 15, 51.52: “Siehe, ein Geheimnis sage ich euch: Alle (zwar) werden wir nicht entschlafen, (aber) alle werden wir verwandelt werden, in einem Nu, in einem Augenblinken, bei der letzten Posaune; denn es wird posaunen, und die Toten werden erweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.”

Die beiden Stellen sagen uns, daß die Entrückung beim Aufruf, der Erzengelstimme und der Gottesposaune (nach der Thessalonicherstelle), bei der letzten Posaune (nach der 1. Kor.-Stelle) erfolgen wird. Wenn also der Aufruf, die Erzengelstimme, die Gottesposaune bzw. die letzte Posaune ertönt, dann geschieht die Entrückung. Da entsteht nun die Frage, was es mit dem Aufruf, der Stimme und der Posaune für eine Bewandtnis hat. So fing ich an, die Bedeutung der drei Worte im hebräischen und griechischen AT systematisch zu untersuchen, und da zeigte es sich, daß die betreffenden Worte Bezeichnungen für den Beginn der letzten Zeit sind, das Signal für den Beginn der Endzeit, des Herrntages. Somit fiele also das Herabfahren des Herrn Jesus zur Einholung Seiner Ekklesia mit dem Beginn der Endzeit zeitlich zusammen, es ist ein Zeitpunkt: auf der einen Seite das Ende der Gnadenzeit, auf der andern der Anfang der Gerichtszeit. Die Signale aber gelten nach meiner Auffassung Israel!

Zunächst einleitend einiges über die sogenannte letzte Zeit.

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Autor: Ludwig, Rudolf | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Endzeit, Entrückung, Gemeinde, Israel  |  552 x gelesen

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Im Geiste wandelt!

Jedes Kind Gottes hat ständig die Erfahrung eines inneren Streites oder Kampfes. Das wird ihm immer wieder eine Quelle von Unruhe, Zweifel und Entmutigung — solange ihm die biblische Lehre hierüber nicht bekannt, im Glauben von ihm angenommen, verwirklicht und festgehalten wird. Wie der Verfasser aus Gesprächen und Briefen schließen muss, werden manche Gläubige mit solchen Zweifeln beschwert und innerlich angefochten. Aus dieser Wahrnehmung und selbstgemachter Erfahrung heraus ist der vorliegende Artikel entstanden, der den in solchen Anfechtungen stehenden Gläubigen helfen und sie zurechtbringen will, damit ihr Friede im Herzen immer völliger werde. —

In Gal. 5, 17 belehrt uns der Apostel der Gemeinde zunächst über die Tatsache dieses inneren Widerstreites: “Das Fleisch streitet gegen den Geist, der Geist aber gegen das Fleisch; denn diese widerstehen einander.”

Befassen wir uns zuerst mit den sich gegenüberstehenden beiden Polen: Fleisch — Geist.

Das Fleisch

“Fleisch” ist im biblischen Sinne, also von Gott aus gesehen, der Ausdruck für den natürlichen Zustand, in den der Mensch hineingeboren worden ist. Es ist die überkommene sündige Bestimmheit, die in ihrer Betätigung und Auswirkung in Erscheinung tritt, in Wahrheit aber gottfeindlich und ein Zustand der Sünde ist.

Als solche Auswirkungen oder Früchte des Fleisches sind zunächst die verschiedenen Sünden zu nennen, feine und grobe, wie wir sie in den sog. Lasterkatalogen der Schrift aufgezeichnet finden, so z. B. Gal. 5, 19f.; 1. Kor. 6, 9f.; Eph. 5, 5; Kol. 3, 5; 1. Tim. 1, 9.10. Weitere Worte über diese einzelnen Sünden dürften sich hier erübrigen.

Aber die volle Würdigung des bei Paulus vielfach vorkommenden und für das Verständnis seiner Lehre so wichtigen Wortes “Fleisch” (oder “fleischlich”) und des in ihm liegenden Gegensatzes zu “Geist” (oder “geistlich”) zeigt, dass sich Paulus des Wortes Fleisch besonders gern bedient zur Bezeichnung eines bestimmten Ausflusses der adamitischen Natur, nämlich die Betätigung in gesetzlichen, religiösen oder frommen Werken. Der Charakter des Fleisches nach dieser Richtung ist dann, dass es nicht Gott allein die Ehre geben möchte, sondern menschliche Werke das Mittel oder wenigstens Ergänzungsmittel sein sollen zur Erlangung der Gerechtigkeit oder Heiligung vor Gott: Selbstverherrlichung, Selbstruhm! Das Fleisch möchte sich durch fromm erscheinende Werke das Heil selbst oder wenigstens mitverdient haben, mit solchen Werken äusserlich glänzen und sich hervorheben. Das war zunächst die Natur des israelitischen Religionsdienstes, wie er in dem fleischlichen Werke des Talmud bis ins Kleinste festgelegt worden war. Der Kampf, den der Herr ausfechten musste, richtete sich weniger gegen die groben und gemeinen Sünder, sondern vielmehr gegen die äusserlich sehr frommen Pharisäer und Schriftgelehrten, also gegen das fromm gemachte Fleisch.

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Autor: Ludwig, Rudolf | Kategorie(n): Gemeinde, Glaubensleben & Wandel, Heiliger Geist, Heiligung, Lehre  |  477 x gelesen

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Über die Schriftteilung — Das Wort der Wahrheit recht teilen

1. Über die Schriftteilung

Paulus ist nicht etwa der 13. Apostel Jesu, auch nicht Ersatz für Judas. Der Unterschied ist der:

Wie Jesus damals nur zum Volke Israel gesandt war, wie er selbst sagt (Matth. 15, 24; 10, 5f.), so waren auch seine 12 Jünger nur zu demselben Volke gesandt, um das Evangelium vom kommenden Reich zu verkünden, d. h. das von den Propheten des alten Bundes verheißene künftige 1000-jährige Reich Christi auf Erden (Offb. 20, 4), wovon besonders die Offenbarung und die Evangelien reden. Dies Evangelium vom Reich ist irdischer Natur und betrifft die Menschen auf der Erde. Von diesem Evangelium handelt das Neue Testament — außer den Briefen des Paulus.

Paulus dagegen hatte im Gegensatz zu den zwölf Jüngern vom erhöhten Herrn den Sonderauftrag, infolge des Versagens des Volkes Israel, das nun eingeschaltete Evangelium von der Gemeinde des Christus zu verkünden; er war der Diener Christi für die Nationen. “Mir, dem allergeringsten unter den Heiligen, ward die Gnade verliehen, den Nationen den unerforschlichen Reichtum des Christus zu verkünden.” Damit stimmt auch überein, wenn Paulus sagt, dass er unter den Nationen, die Zwölf aber in Israel wirken sollten (Röm. 15, 16; Eph. 3, 8; Gal. 2, 9).

Das Gemeindeevangelium, das uns gilt, ist aber nicht irdischer Natur wie das Reichsevangelium, sondern himmlischer Natur. Danach soll von Gott aus allen Völkern eine Anzahl Menschen herausgenommen werden, die Gemeinde, die zusammen mit Christus ein Leib, ein Lebewesen himmlisch-geistlicher Natur bilden sollen, nicht auf Erden, sondern im Himmel. Die Geltung dieses Evangeliums wird ihr Ende erreichen, wenn einst die Vollendung dieser Gemeinde eingetreten, d. h. sie entrückt und mit dem Herrn verbunden sein wird (Röm. 11, 25; Apg. 15, 14). Dann erst wird wieder das seit dem Auftreten des Apostels Paulus unterbrochene Evangelium vom Reich auf Erden nochmals eine kurze Zeit in der ganzen Welt verkündet werden (2 Zeugen). Erst dann wird das Ende kommen (Matth. 24, 14)! Sofort nach der Entrückung der Gemeinde tritt das Gemeindeevangelium außer Kraft; es hat dann nur noch historische Bedeutung.

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Autor: Ludwig, Rudolf | Kategorie(n): Heilsgeschichte, Paulusbriefe, Schriftteilung, Wort Gottes (Bibel)  |  416 x gelesen

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Paulus und Jakobus

(Bearbeitet nach “Unsearchable Riches” für das “Prophetische Wort”, 1923)

Jeder Kenner des Neuen Testamentes weiß, dass hinsichtlich des Heils und der Rechtfertigung, bzw. der Frage, ob die Errettung zu erreichen sei durch Werke oder durch Werke und Glauben oder durch Glauben allein, ein Widerstreit ist zwischen der Lehre des Jakobus und der des Paulus. Man beachte nur die Nebeneinanderstellung folgender Aussprüche.

Jakobus sagt: “Also auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, so ist er tot in sich selbst” (Jak. 2, 17); “Denn gleich wie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne Werke tot” (Jak. 2, 26); “Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, dabei aber keine Werke hat? Kann ihn denn der Glaube retten?” (Jak. 2, 14); “Ward nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte?” (Jak. 2, 21); “Ihr seht nun, dass der Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht allein aus dem Glauben” (Jak. 2, 24).

Paulus dagegen sagt: “Da wir denn durch Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus” (Röm. 5, 1); “So halten wir nun dafür, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird ohne Gesetzeswerke” (Röm. 3, 28); “Wer aber mit Werken umgeht, dem wird der Lohn nicht aus Gnaden angerechnet, sondern aus Schuldigkeit; wer dagegen keine Werke verrichtet, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet” (Röm. 4, 4.5); “Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.” (Eph. 2, 8.9); “Nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit hat er uns errettet” (Tit. 3, 5); “Denn was sagt die Schrift? Abram hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet” (Röm. 4, 3); “Wir sagen, dass der Glaube dem Abraham zur Gerechtigkeit gerechnet worden ist, nicht im beschnittenen, sondern im unbeschnittenen Zustand! Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, welchen er schon im unbeschnittenen Zustande hatte, auf dass er ein Vater aller wäre, die in der Vorhaut glauben, damit auch ihnen die Gerechtigkeit zugerechnet würde, und Vater der Beschneidung, die auch wandeln in den Fußtapfen des Glaubens” (Röm. 4, 9-11); “Denn nicht durch das Gesetz erhielt Abraham … die Verheißung, sondern durch die Glaubensgerechtigkeit” (Röm. 4, 13).

Wenn diese beiden Reihen von Schriftaussagen einander nicht völlig widersprechen, und wenn sie nicht schlechthin sich weigern, sich so auslegen zu lassen, als ob beide Reihen dasselbe sagen wollten, so entschwindet uns die Möglichkeit, je zu einem klaren Verständnis und Gebrauch der Sprache zu gelangen. — Wir gehen nicht etwa darauf aus, einen Gegensatz zwischen Paulus und Jakobus auffinden zu wollen. Der Gegensatz liegt ohnehin schon in den beiden genannten Reihen von Schriftaussagen klar zutage. Uns liegt vielmehr daran, die rechte Auslegung beider Aussagenreihen zu suchen, denn beide sind göttlich eingegeben und unter der Leitung des Heiligen Geistes niedergeschrieben worden. Beide sind wahr; daran ist nicht zu zweifeln. Wozu aber dieser große Unterschied bei dem, was zum Heile notwendig ist?

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Autor: Ludwig, Rudolf | Kategorie(n): Paulus, Paulusbriefe, Schriftteilung, Wort Gottes (Bibel)  |  404 x gelesen

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Die Wiederherstellung Israels nach dem Propheten Hosea

(Der vorliegende Aufsatz stellt ein vom Verfasser im Jahr 1927 bei einer prophetischen Konferenz in Bad Klosterlausnitz gehaltenes Referat dar)

Vorwort über Prophetie

Israel unterscheidet sich von allen andern Völkern durch sein Gesetz. — Verkennen wir aber nicht den Charakter dieses Gesetzes. Dies von Gott seinem erwählten Volk am Sinai gegebene und vom Volk angenommene Gesetz ist ein Staatsgesetz und enthält die Grundlage einer Staatsverfassung, einen Staatsplan, der einst noch im biblischen 1000-jährigen Reich auf Erden durchgeführt werden wird.

Doch: Gott kennt sein Volk; er weiß, dass Zeiten kommen werden, in denen es vom Gesetz und dem darin offenbarten Willen Gottes und damit von Gott selber abfallen wird; dass Zeiten kommen, in denen weder die Könige noch die Priester treue Hüter des göttlichen Willens sein, sondern in den Wegen der Nationen wandeln werden. Wenn also die Führer zu Verführern werden, was dann? Gegen diese schwerste Gefährdung des göttlichen Willens hat das Gesetz eine Sicherung getroffen, eine Sicherung, die mächtiger sein soll als alle andern im Staat aufkommenden Gewalten, nämlich: die Einrichtung des Prophetentums! Auf den wahren Propheten, der furchtlos gegenüber den Mächtigen und dem Volk des Landes für Gott eintritt, soll das Volk hören. Der Prophet tritt auf, um die zerrüttete Ordnung wiederherzustellen.

Aber wo Gott eingreift, macht auch der Satan mobil. Das zeigt uns das falsche Prophetentum in Israel. Es waren dies eine Art Volksredner, die das Wesen der wahren Propheten treulich nachahmten, in Wahrheit aber den Machthabern, den Königen und Priestern, schmählich Handlangerdienste leisteten. Diese falschen Propheten waren Volksverführer der schlimmsten Sorte. Für Bezahlung boten sie den Mächtigen ihre Dienste an und scheuten sich nicht, die schamlosesten Lügen mit dem Ernst des geisterfüllten, wahren Propheten vorzutragen. Die verderbten Könige bedienten sich dieser feilen Lobredner, um durch sie den Einfluss der wahren Propheten zu bekämpfen. — Wir können es nachfühlen, dass da die Tätigkeit und die Lage der wahren Propheten eine überaus schwere und gefahrvolle war. —

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Autor: Ludwig, Rudolf | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Heilsgeschichte, Israel  |  1,429 x gelesen

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Wie kann ein Mensch gerecht sein vor Gott?

Wir kennen das Buch Hiob. Hiob ist kein Israelit, das Buch handelt nirgends von Israel, auch die auftretenden Sprecher sind Nichtisraeliten. Das Buch hat auch nichts mit dem mosaischen Gesetz oder Glauben zu tun. Es tritt also ganz aus der israelitischen Richtung der anderen Bücher des AT heraus. Das Buch ist also in erster Linie für Nichtisraeliten, die Nationen bestimmt, also an uns gerichtet, wie im NT die paulinischen Briefe. So besteht denn auch zwischen Hiob und Paulus eine gewisse Verwandtschaft, wie wir sehen werden.

Wir wollen nun heute über eine besondere Lehre sprechen, die uns im Buch Hiob wie auch in den Paulus-Briefen von Gott erteilt wird. Bei Hiob liegt der Keim, die Wurzel, die Offenbarung dieser Lehre Gottes; bei Paulus die Entfaltung, Krone und Erfüllung derselben. Zwischen beidem liegt die Erlösungstat unseres Herrn Jesu Christi!

Das Generalthema bei Hiob sowohl als auch bei Paulus lautet: Wie kann der Mensch gerecht sein vor Gott? Und die Antwort bei beiden ist, zunächst kurz gesagt: Die Gottesgerechtigkeit und damit die Gotteserkenntnis erhält der Mensch nur durch eine Wundertat, eine Selbstoffenbarung Gottes!

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Autor: Ludwig, Rudolf | Kategorie(n): Heilsgeschichte, Lehre  |  350 x gelesen

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