Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Henoch wandelte mit Gott

(Nach einem Wortdienst in Berlin)

Wir lesen zwei Worte aus Hebräer 11 und 1. Mose 5:

“Durch Glauben ward Henoch entrückt, damit er den Tod nicht sehen sollte, und er wurde nicht gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor der Entrückung hat er das Zeugnis gehabt, daß er Gott wohlgefallen habe. Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muß glauben, daß Er ist und denen, die Ihn suchen, ein Belohner ist” (Hebr. 11, 5.6).

“Henoch lebte 65 Jahre und zeugte Methusalah. Und Henoch wandelte mit Gott, nachdem er Methusalah gezeugt hatte, 300 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Und alle Tage Henochs waren 365 Jahre. Und Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr, denn Gott nahm ihn hinweg” (1. Mose 5, 21-24).

Henoch lebte inmitten einer Zeit des Abfalls. Sein Name bedeutet “Dargebracht” oder “Geweiht”. In jener Zeit rapiden Abfalls — viermal steht ja in 1. Mose 6, 11.12, daß es eine gottlose Zeit war — müssen die Eltern dieses Henoch etwas davon gewußt und empfunden haben, daß Gott da ist und die Menschen haben möchte. Und daher haben sie ihren Sohn Gott geweiht. Inmitten eines untergehenden Zeitalters war er der einzige Zeuge des lebendigen Gottes. — Wir stellen fünf Punkte heraus:

  1. Die Zeit, in der er lebte;
  2. seinen Glauben;
  3. seinen Wandel;
  4. seine Botschaft;
  5. seine Belohnung.

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Autor: Schadt, Robert | Kategorie(n): Andachten, Das prophetische Wort, Glaubensleben & Wandel  |  1,176 x gelesen

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Fleischliches Versagen und geistliche Erneuerung

(Nach einer Tonbandaufnahme — überarbeitet von Wolfgang Jugel)

“Und es geschah, als David und seine Männer am 3. Tage nach ZIKLAG kamen, da waren die AMALEKITER in den Süden und in ZIKLAG eingefallen; und sie hatten Ziklag geschlagen und es mit Feuer verbrannt” (1. Sam. 30, 1).

Wenn wir solches lesen, erhebt sich doch sofort die Frage: Warum hat Gott dies zugelassen? Hierzu müssen wir in unserer Bibel ein wenig zurückblättern.

Da wird David mit seinen 600 Männern Tag für Tag und Nacht um Nacht von dem verworfenen König Saul gejagt. Einmal birgt er sich in der Höhle Adullam, ein anderes Mal entflieht er in die Wüste Juda; dann wieder weilt er auf einer Bergfeste — und immer weiß er: Die Häscher Sauls verfolgen mich auf Schritt und Tritt! Andererseits hat er die großen Verheißungen Gottes empfangen: Du bist der Gesalbte! Du wirst einmal, König werden! Und schon oft hat er die Erfahrung gemacht, daß Gott auch in der allergrößten Not einen Weg findet, ihn und die Seinigen durchzubringen. 1. Sam. 26, 25 aber berichtet uns von einer Atempause; endlich kehrt einmal Ruhe ein.

Nun können wir aber gar nicht verstehen, was uns Kap. 27, 1 berichtet (dies führte nämlich letztlich zur Vernichtung Ziklags):

“Und DAVID sprach in seinem Herzen: Eines Tages werde ich ja doch durch die Hand Sauls umkommen; nichts kann mir besser sein, als daß ich eilends in das Land der PHILISTER entrinne; dann wird Saul von mir ablassen …”

Damit uns das lebendig wird, müssen wir einmal die Kapitel 1. Sam. 27-29 ganz durchlesen. Ich will nur einige Punkte herausstellen:

David hat einen großen Fehler gemacht, den auch wir begehen, wenn wir gleich ihm in Spannungen und Schwierigkeiten hineinkommen: Daß wir dann mit uns selbst zu Rate gehen und unser eigenes Herz befragen! Stattdessen sollten wir stille werden und uns einmal daran erinnern, wie der lebendige Gott in der Vergangenheit unseres Lebens gehandelt hat und welche kostbaren Verheißungen Er uns für die Zukunft gegeben hat. Dies hätte auch David tun sollen.

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Autor: Schadt, Robert | Kategorie(n): Glaubensleben & Wandel, Israel, Verwandlung & Erstattung  |  1,116 x gelesen

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Der Gott, der Eisen schwimmen läßt

(Nach einer Tonbandaufnahme)

“Und die Söhne der Propheten sprachen zu Elisa: Siehe doch, der Ort, wo wir vor dir wohnen, ist uns zu enge; laß uns doch an den Jordan gehen und von dort ein jeder einen Balken holen und uns dort einen Ort herrichten, um daselbst zu wohnen. Und er sprach: Gehet hin! Und einer sprach: Laß es dir doch gefallen und gehe mit deinen Knechten! Und er sprach: Ich will mitgehen. Und er ging mit ihnen; und sie kamen an den Jordan und hieben die Bäume um. Es geschah aber, als einer einen Balken fällte, da fiel das Eisen ins Wasser; und er schrie und sprach. Ach, mein Herr! Und es war entlehnt! Und der Mann Gottes sprach: Wohin ist es gefallen? Und er zeigte ihm die Stelle; da schnitt er ein Holz ab und warf es hinein und machte das Eisen schwimmen. Und er sprach: Nimm es dir auf! Und er streckte seine Hand aus und nahm es.” (2. Kön. 6, 1-7)

Wer Kap. 4, 1 und 4, 38 und 6, 1 kennt, der weiß, daß hier von den Propheten, den Prophetenschülern oder von den Witwen der Propheten die Rede ist. Kap. 4, 1 spricht von der Witwe, die in einer ganz großen Bedrängnis ist, Kap. 4, 38 von der großen Hungersnot, welche auch die Söhne der Propheten betrifft, und hier in Kap. 6 bereitet der Jordan den Prophetenschülern Not. Was wir in diesen Geschichten lesen, ist ein Produkt von mancherlei Trübsal.

Röm. 11 und 1. Kön. 19 zeigen uns, daß die Propheten mit ihren Schülern das Gesetz der göttlichen Auswahl abschatten. In beiden Kapiteln steht das Wort Gottes: “Ich habe mir 7000 in Israel übriggelassen, die ihre Knie nicht vor dem Baal gebeugt haben!” So ist die Gemeinde des Christus auch eine Auswahl im Zeichen der Trübsal, wie wir es von manchen Gruppen im Alten Bunde wissen. Darum steht in Kol. 3, 1-3 das Wort: “Wenn ihr mit dem Christus wirklich auferstanden seid, dann suchet auch, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes; denn ihr seid Gestorbene, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Wenn aber der Christus geoffenbart werden wird, dann werdet auch ihr mit Ihm enthüllt werden in Herrlichkeit.”

Wenn wir an dieses Grundgesetz des Leidens der Gemeinde Gottes denken, werden wir immer auch erinnert an die Geschwister in den Län­dern, wo sie heute Unsägliches leiden müssen. Was muß die Gottesgemeinde heute in vielen Ländern der Welt erdulden! Trübsalprodukt. —

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Autor: Schadt, Robert | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Glaubensleben & Wandel  |  1,126 x gelesen

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Acht göttliche Wandlungen

(Neujahrsansprache auf der Langensteinbacherhöhe vom 1. Januar 1962)

Zu dem, was ich heute morgen sagen möchte, zwei Bibelstellen:

“Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf daß die Überschwenglichkeit der Kraft sei Gottes und nicht aus uns. Allenthalben bedrängt, aber nicht eingeengt; keinen Ausweg sehend, aber nicht ohne Ausweg; verfolgt, aber nicht verlassen; niedergeworfen, aber nicht umkommend; allezeit das Sterben Jesu am Leibe umhertragend, auf daß auch das Leben Jesu an unserem Leibe offenbar werde.” (2. Kor. 4, 7-10)

“… indem wir in keiner Sache irgendeinen Anstoß geben, auf daß der Dienst nicht verlästert werde, sondern in allem uns erweisen als Gottes Diener: in vielem Ausharren, in Drangsalen, in Nöten, in Ängsten, in Streichen, in Gefängnissen, in Aufständen, in Mühen, in Wachen, in Fasten; in Reinheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Gütigkeit, im Heiligen Geiste, in ungeheuchelter Liebe, im Worte der Wahrheit, in der Kraft Gottes;
durch die Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und Linken;
durch Ehre und Unehre;
durch böses Gerücht und gutes Gerücht;
als Verführer und Wahrhaftige;
als Unbekannte und Wohlbekannte;
als Sterbende, und siehe, wir leben;
als Gezüchtigte und nicht getötet;
als Traurige, aber allezeit uns freuend;
als Arme, aber viele reich machend;
als nichts habend und alles besitzend.”
(2. Kor. 6, 3-10)

Wenn man diese beiden Stellen liest, die Paulus aus der Praxis heraus schreibt, kann man erschrecken. Sie zeigen Licht und Finsternis, ungeheure Spannungen, aber auch den Herrn, der aus den Spannungen herausführt. Darauf möchte ich uns einmal hinweisen auch im Blick auf das neue Jahr, das vor uns liegt und viele ungelöste Fragen mit sich bringt. Werden sie gelöst werden? Das weiß GOTT allein.

Gott ist ein Gott, der auf der einen Seite Spannungen herbeiführt, und zugleich ist Er der, der immer einen Ausweg für uns hat. Er kann Wandlungen vollführen, und darüber möchte ich heute morgen etwas sagen.

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Autor: Schadt, Robert | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Erkenntnis & Wesen Gottes, Lehre, Verwandlung & Erstattung  |  1,071 x gelesen

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