Licht aus dem Dunkel — Ein Wort zur Pfingstbewegung
Vorbemerkung des Schriftleiters (Heinz Schumacher):
Die Veröffentlichung des folgenden Artikels (72 Jahre nach seinem ersten Erscheinen) ist in keiner Weise polemisch oder aggressiv gemeint. Sie richtet sich weder gegen einen Bruder noch gegen einen Kreis unserer Tage, um diese zu verurteilen. Dennoch halten wir diesen Artikel Professor Ströters für wichtig und wegweisend auch für die heutige Zeit. Ströter war es geschenkt, in einer einmaligen Weise mit wenigen kurzen, markanten Strichen das Gefährliche an der Pfingstbewegung seiner Tage herauszustellen, ohne aus der Liebe zu den Brüdern zu fallen. Er zeigt, an welcher Stelle die Gemeinde Gottes gewisse Grenzmarkierungen auf keinen Fall übersehen, gewisse rote Ampeln auf keinen Fall überfahren darf — sonst landet sie heute wie damals in einem gefühlsbezogenen statt wortbezogenen Glauben, verliert die klare Orientierung, kommt ins Rutschen, hat keine biblisch klaren Maßstäbe mehr. Möge dieser Aufsatz auch heute noch vielen dienen dürfen — gerade solchen, die sich nach dem Wirken des Geistes Gottes in Kraft und Fülle sehnen!
H. Sch.
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Die sogenannte “Pfingstbewegung” gehört zu den ernstesten und bedeutsamsten Zeichen dieser “letzten Tage”. Sie ist ein “Gericht am Hause Gottes” … Es vollziehen sich in ihr unwandelbare Gesetze und Ordnungen des göttlichen Waltens … Jedes Verlassen des Schriftbodens schafft dem Fürsten der Finsternis Raum und Gelegenheit. Die Sieghaftigkeit des zweiten Adam (Jesus Christus) all seinen Anschlägen gegenüber, lag lediglich in vollster Unterwerfung unter das geschriebene Wort. Nicht mit Seinen “mächtigen Erfahrungen”, mit gehörten Stimmen vom Himmel, mit geschautem Erscheinen des Heiligen Geistes — und alles das war bei Ihm echt — schlug Jesus den Versucher aus dem Felde, sondern nur mit dem nackten, scharfen, zweischneidigen Schwert des geschriebenen Wortes Gottes (Matth. 4/Lukas 4). Diese einfache, elementare Lektion muß die gläubige Gemeinde immer wieder durchbuchstabieren. Dazu muß und wird ihr auch diese “Pfingstbewegung” dienen, in welcher Satan so viele liebe Gläubige und Heilige übervorteilt hat, weil sie mit Erfahrungen und Erlebnissen, mit Kräften, mit Zeichen, mit Wundern und Gaben operierten — alles Dinge, die ihren Ort und ihre Zeit haben, die aber nie bestimmt und berechnet sind, in dem uns verordneten Kampf als Waffenrüstung zu dienen. Dieser Irrtum hat beschämende Niederlagen gebracht. Er wird noch ärgere bringen, wenn wir nicht lernen.
Autor: Ströter, Ernst F., Prof. | Kategorie(n): Gemeinde, Schwarmgeist, Versuchung & Verführung | 754 x gelesen


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