Der Vorsatz der Äonen in Christus Jesus nach Eph. 3, 11
Teil 1
Gnade sei mit uns und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus.
Wir wollen uns unter das Wort aus Eph. 3, 8-12 stellen: »Mir, dem bei weitem geringstem aller Heiligen, wurde diese Gnade gegeben, den Nationen den unausspürbaren Reichtum des Christus als Evangelium zu verkündigen und alle darüber zu erleuchten, was die Verwaltung des Geheimnisses betrifft, das von den Äonen an in Gott verborgen gewesen war, der das All erschaffen hat, damit nun, durch die herausgerufene Gemeinde den Fürstlichkeiten und Obrigkeiten inmitten der Überhimmlischen die mannigfaltige Weisheit Gottes bekannt gemacht werde entsprechend dem Vorsatz der Äonen, den er in Christus Jesus, unserem Herrn, gefasst hat, in welchem wir, durch seinen Glauben, den Freimut haben und mit Vertrauen den Zutritt zum Vater.«
In Christus sehr geliebte Brüder und Schwestern. Wenn die Menschen einen Vorsatz fassen, stützen sie sich bestenfalls auf Worte, auf Ratschläge von Freunden. Und sie vermuten, dass sie ihren Vorsatz, ihren Plan werden ausführen können. Jeder Vorsatz, der nicht vom Heiligen Geist gewirkt wird, ist wertlos. Gottes Vorsatz wirkt hin auf das Ziel seines Willens und seiner Absichten.
Dies wird bei Paulus’ Seefahrt über Kreta und Melitta, dem heutigen Malta, nach Rom veranschaulicht. Apg. 27, 9-12. Da der sonst ausgezeichnete Hafen zum Überwintern ungeeignet war, gab die Mehrzahl entgegen dem von Paulus Gesagten, den Rat, nach Phönix zu segeln. Da es vom Süden her sanft wehte meinten sie, ihr Vorsatz habe sich gehalten, aber dieser wurde zunichte gemacht, sie gelangten nie dorthin. So ist es mit der menschlichen Weisheit. Die Leute wussten nichts von dem Sturm und dem Schiffbruch, sonst hätten sie ihren Vorsatz geändert. Im Gegensatz dazu hatte Paulus sich vorgesetzt, nach Rom zu gehen. Röm. 1, 13. Da dies Gottes Wille war, Apg. 23, 11, konnte dieser weder durchkreuzt noch verhindert werden. Paulus gelangte nach Rom. Gottes Vorsatz wird immer verwirklicht. Der Apostel Paulus lobt seinen Mitwirker Timotheus, dass er seinem Vorsatz vollends gefolgt sei, 2. Tim. 13. Welches Wort könnte Paulus als seinen Vorsatz gemeint haben? Im Philipperbrief finden wir einen Abschnitt, der sich auf Erkenntnis, Wandel und Dienst bezieht, Phil. 13-15: »… seinem Tod gleichgestaltet werden — ich jage aber danach, ob ich wohl ergreifen möge, wovon ich ergriffen wurde, ich vergesse was hinter mir liegt und strecke mich aus.« Kurz zusammengefasst lautet der Vorsatz des Apostels und Sklaven Paulus:
- Christus zu erkennen,
- Zu erkennen die Kraft seiner Auferstehung,
- Zu erkennen die Gemeinschaft seiner Leiden,
- Zu vergessen, was hinter ihm lag und sich auszustrecken nach dem, was vor ihm lag,
- Zu jagen dem Ziele zu nach dem Kampfpreis der Berufung Gottes droben in Christus Jesus.
Autor: Frey, Otto | Kategorie(n): Erkenntnis & Wesen Gottes, Heilsgeschichte | 555 x gelesen


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