Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Die Verwirklichung unseres Heils

Gott will das Heil der Menschen. Die Bibel als das Wort Gottes bezeugt es vom ersten bis zum letzten Blatt. Gott hat zwar nicht verhindert, dass wegen der Sünde des Menschen Unheil uns heimsucht, aber Er hat schon vor Grundlegung der Welt das Lamm Gottes ausersehen (1. Petr. 1, 20), das der Welt Sünde trägt (Joh. 1, 29). Durch die Sendung Seines Sohnes hat Gott Seine Liebe zu uns sichtbar gemacht. Johannes sagt: Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott Seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch Ihn leben sollen. Darin besteht die Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass Er uns geliebt hat und gesandt Seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden (1. Joh. 4, 9.10). Und diese Versöhnung mit Gott ist bereits geschehen durch den Tod Seines Sohnes, als wir noch von Gott getrennte Sünder und Feinde waren (Röm. 5, 8.10) Nur dadurch ist das Heil Gottes uns zugänglich gemacht. Petrus bezeugt in Apg. 4, 12: In keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden. Das Heil Gottes kann uns Menschen nur durch den Heiland der Welt (1. Joh. 4, 14) zuteil werden.

Was ist Heil Gottes, was beinhaltet es? Zuerst unsere Errettung und Erlösung von der Schuld und Macht der Sünde. Das Wort Heil weist aber auch hin auf Heilung. Wir sind nicht nur belastet mit der Schuld der Sünde, sondern auch behaftet mit der Krankheit der Sünde. Und davon sollen wir heil werden, von dieser tödlichen Krankheit sollen wir ganz genesen. Aber nicht nur das, wir sollen wieder in das ursprüngliche Gottesbild hineingestaltet werden, aus dem wir durch die Sünde gefallen sind. Dann erst hat das Heil Gottes seine volle Auswirkung erlangt, wenn wir Ihm gleich sein werden und Ihn sehen werden, wie Er ist (1. Joh. 3, 2).

Nun zum Thema dieses Beitrages: Auf welche Weise verwirklicht Gott Sein Heil bei den Menschen? Auf diese Frage gibt uns das Zeugnis der Schrift eine dreifache Antwort:

  1. Das Heil Gottes wird Menschen durch Erwählung vor Grundlegung der Welt zuerkannt.
  2. Das Heil Gottes wird den Erwählten im Akt der Rechtfertigung zugesprochen.
  3. Das Heil Gottes wird bei den Gerechtfertigten im Prozess der Heiligung ausgestaltet.

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Autor: Kuch, Martin | Kategorie(n): Gemeinde, Heiligung, Heilsgeschichte  |  870 x gelesen

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Das siebenfache Handeln Gottes

Das Handeln Gottes ist nicht so leicht zu verstehen, weil es sich in unterschiedlichen Wirkungsweisen offenbart. Erst wenn man die verschiedenen Handlungen Gottes zusammen und als Ganzes sieht, erkennt man die volle Wahrheit. Das Wort Gottes, wie wir es in der Bibel vor uns haben, ist die Wahrheit; aber sie erstrahlt in mehreren Farben. Es ist wie beim Licht der Sonne, das sich in der Lichtbrechung durch ein Prisma oder durch Wassertropfen im Regenbogen in den sieben Spektralfarben zeigt und doch zusammengenommen die Farbe weiß ergibt.

So ist auch die Wahrheit des Wortes Gottes zusammen betrachtet hell und klar, aber wir haben die Wahrheit in einem buntfarbenen Gemisch vor uns. Jede der sieben Farben rot, orange, gelb, grün, hellblau, blau, violett ist ein Anteil der weißen Farbe. Falsch wäre es nun, nur einige der Farben für die Wahrheit zu nehmen und andere außer Acht zu lassen.

Es soll hier am Modell der Spektralfarben die buntfarbige Wahrheit des Wortes Gottes dargestellt werden, was ja auch das unterschiedliche Handeln Gottes deutlich macht.

Diese sieben wichtigsten Handlungsweisen Gottes lassen sich in die Leitsätze fassen:

  1. Gott ist der Schöpfer und Erhalter aller Dinge
  2. Gott ist der Erlöser von Sünde und Tod
  3. Gott erwählt Menschen zu Werkzeugen Seines Handelns
  4. Gott sorgt in Liebe und Treue für die Seinen
  5. Gott gibt Menschen in ihren Eigenwillen dahin
  6. Gott richtet Seine Geschöpfe im Prozess des Leidens
  7. Gott vollendet alles Geschaffene hinein in Herrlichkeit

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Autor: Kuch, Martin | Kategorie(n): Erkenntnis & Wesen Gottes  |  973 x gelesen

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Warum man glauben kann, dass Gott alle Menschen rettet

1. Weil es Gottes Wort klar bezeugt

— weil es der erklärte Wille Gottes ist:

Gott will, dass allen Menschen geholfen werde, und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung dass dies zu seiner Zeit gepredigt werde (1. Tim. 2, 4-6).

Zu sagen, Gott will zwar, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, doch er könne nichts machen, wenn der Mensch nicht will, entspricht nicht den biblischen Aussagen über den Willen Gottes.

— weil Gottes Wille absolut ist:

Unser Gott ist im Himmel, er kann schaffen, was er will (Ps. 115, 3).

Alles, was er will, das tut er, im Himmel und auf Erden, im Meer und in allen Tiefen (Ps. 135, 6).

Ich sage: Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich. Wie ich’s gesagt habe, so lasse ich’s kommen; was ich geplant habe, das tue ich auch (Jes. 46, 10.11).

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Autor: Kuch, Martin | Kategorie(n): Allversöhnung  |  1,033 x gelesen

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