Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Aufbruch überweltlicher Mächte gegen das kommende Reich Gottes

(Wortdienst anläßlich der “Prophetischen Woche”, Langensteinbacherhöhe, 11/1979; gekürzte Fassung nach einer Tonbandaufnahme, vom Verfasser durchgesehen)

Unser Thema behandelt umfassende Dinge, und ich bin mir bewußt, nur einige Schwerpunkte setzen zu können.

Wenn wir uns hier zu einer “Prophetischen Woche” zusammengefunden haben, dann sehe ich die Gefahr, daß wir zwar ein Ohr für diese prophetischen Dinge haben, aber vergessen, daß wir ein gehorsames, demütiges und treues Leben in der Jesusnachfolge führen sollten. Daß wir das prophetische Wort und die Heiligung in ein rechtes Verhältnis zueinander bringen, ist mir ein besonderes Anliegen. Wenn wir das prophetische Wort immer vor dem Hintergrund des gesamtbiblischen Zeugnisses sehen, dann wird es uns demütigen, uns gehorsam machen, wir werden in der Hingabe und Treue Jesus gegenüber Fortschritte machen und Ihn sehnsüchtiger erwarten.

Als ich im Gespräch am Tisch das Thema dieses Abends erwähnte, wurde das Wort “Aufbruch” in Frage gestellt. Aufbruch? Sind denn diese Mächte nicht schon lange aufgebrochen? Befinden sie sich nicht in einem mächtigen Vormarsch? — Dieser Gedanke ist natürlich berechtigt. Wurde die Gemeinde Jesu nicht schon von Anfang an vor Verführung gewarnt? Haben wir nicht schon in den Briefen des Neuen Testamentes die Warnung “Glaubet nicht jedem Geist”? Schreibt nicht Johannes in seinem 1. Brief, daß der Widerchrist im Aufbruch sei und schon viele Widerchristen gekommen seien (1. Joh. 2, 18)? Schreibt nicht Paulus, daß wir nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen haben, sondern mit den Beherrschern dieser Welt, die im Unsichtbaren ihr Dasein haben und von da aus sehr wohl in das Sichtbare der Menschen hereinwirken (Eph. 6)? Wurde nicht die Gemeinde Jesu von Anfang an vor den “Weltelementen” gewarnt (Kol. 2, 8 und Gal. 4, 3), von denen gesagt wird, daß sie die “Macher” der Philosophien, Ideologien und Religionen dieser Welt sind, mit denen wir uns von Generation zu Generation auseinanderzusetzen haben?

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Autor: Henninger, Martin | Kategorie(n): Gemeinde, Irrlehre, Religionen, Schwarmgeist, Versuchung & Verführung  |  1,437 x gelesen

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