Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Gedanken eines Nichttheologen zu Kolosser 1, 20

Als völlig ungläubiger, junger Mann wurde ich in die Gemeinde von Prediger Großmann in Berlin, Hasenheide, eingeladen. Dort hörte ich zum erstenmal im Leben eine biblische Verkündigung. Gottes Wort wurde sehr nüchtern, klar und gründlich dargeboten. In mir entstand ein unstillbares Verlangen, mehr über die Bibel zu erfahren. Und wie immer, wenn man sich intensiv damit beschäftigt, bewirkte das lebendige Wort neues Leben. Ich kam zum Glauben und nahm Jesus Christus als meinen Heiland an.

Aber die Hasenheide hat in den Augen vieler Christen einen Schönheitsfehler: Man verkündigt dort unter anderem auch die Allversöhnung. Das erfuhr ich erst später, und auch, wie verwerflich diese Lehre sei. Was hätte ich nun tun sollen? Hätte ich fragen sollen: “Lieber Herr, wie konntest Du nur einen solchen Fehler machen und mich in so einem Kreis zum Glauben kommen lassen? Ist Dir denn gar nichts Besseres eingefallen?” Nein, das tat ich nicht. Mir war ganz klar, dass es mir nicht zusteht, Gott vorzuschreiben, wie Er mich zu führen hat. Ich akzeptiere Seinen Weg und bin dankbar dafür.

Es hat mich immer wieder betroffen gemacht, auf welche Weise viele ernsthaft gläubige Christen mit denjenigen umgehen, die an eine schließliche Rettung aller Verlorenen glauben, weil sie die Bibel beim Wort nehmen. Wie wird das werden, wenn wir uns “im Himmel” wieder begegnen? Es könnte ja sein, dass dort auch Leute dabei sind, die an die Allversöhnung geglaubt haben. Werden sie dann von den besserwissenden, christlichen Brüdern einfach wieder nach rückwärts hinausgestoßen?

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Autor: Künstler, Manfred G. | Kategorie(n): Allversöhnung  |  1,527 x gelesen

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