Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Die biblische Schau

Gottes Plan für die Zeitalter und die Stellung und Aufgabe der Gemeinde darin im Unterschied von Israel und den Völkern

Inhalt:

Aus dem Vorwort zur ersten Auflage
Die Bibel als Buch der Heilsgeschichte
Unterschied zwischen Reich und Gemeinde
Die Reich-Gottes-Geschichte
Die Leibes-Gemeinde
Auserwählt
Ist die Gemeinde Seines Leibes die Brautgemeinde?
Das doppelte Kennzeichen unserer Zeit
Israels Stellung zu den Völkern
Die Bedeutung der Entrückung
Die Völkerlinien
Das Heil Gottes an die Heiden
Die Stellung der Gemeinde im Rat Gottes
Das Verhalten der Gemeinde
Die Aufgabe der Gemeinde
Der vierfache Dienst der Gemeinde
Das Hoffnungswort des NT
Die Kirchenfrage
Die politische Frage
Die Welt als Feuerofen und Missionsfeld


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Aus dem Vorwort zur 1. Auflage

Den ersten Anstoß zu diesen Gedanken habe ich etwa 1927 durch Scofield »Teile das Wort der Wahrheit recht« bekommen. Die Nötigung zu ernsthafter Auseinandersetzung kam auf einer Reise nach Brasilien im Mai 1934 bei der Vorbereitung der Pfingstpredigt auf dem Schiff. Von 1936 ab habe ich dann auf den Hauptvorstandsitzungen und Mitarbeitertagungen des Deutschen Gemeinschafts- Diakonieverbandes u. a. über »Unsere Aufgabe im Plane Gottes«, »Die Gemeinde Gottes, ihre ewige Grundlage, ihr Wesen und Ziel«, »Unsere Stellung und Aufgabe gegenüber Evangelium, Christentum und Nationenwelt«, »Gottes Plan für dieses Zeitalter und die Stellung und Aufgabe der Gemeinde darin« gesprochen. Einen besonderen Dienst hat mir der Vortrag von Direktor Pfarrer Th. Krawielitzki getan, den er 1908 auf der Gnadauer Pfingstkonferenz hielt über »Die Zubereitung der Gemeinde Gottes auf den Tag Jesu und die Evangelisation der Welt«, wie ich auch den persönlichen Gesprächen mit ihm sehr viel verdanke für das Verständnis des Kreuzes und im Zusammenhang damit für die Schicksalsfrage der Kinder Gottes: »Fleisch oder Geist«.

Nun liegt hier das Ostern 1943 gehaltene Referat als mein »Glaubensbekenntnis« vor, wie es in den Bombennächten der folgenden Jahre eine wesentliche Umarbeitung erfahren hat, wobei ich einigen Brüdern für mancherlei Anregung und Ergänzung dankbar bin.

Ich habe die herzliche Bitte, dass der Leser diese Ausführungen nicht bloß durchlese, sondern durchdenke, ja durchbete und zum Anlass nehmen möchte, wirklich im Worte Gottes zu forschen. Wir wollen uns von allen Vorurteilen freimachen und täglich in der Schrift forschen, ob sich’s also verhält (Apg. 17,11), um dann die Stellung der Gemeinde im Rat Gottes immer klarer zu erfassen und unsere Aufgabe entsprechend den göttlichen Ordnungen zu erfüllen.

Marburg/Lahn, Passionszeit 1946, K. F. Hering


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Die Bibel als Buch der Heilsgeschichte

Die Bibel ist das Buch der Heilsgeschichte. In ihr wird uns von Gott und vom Glauben her eine Sinndeutung der Gesamtgeschichte gegeben. Es ist wichtig, dass wir den heilsgeschichtlichen Zusammenhang der Heiligen Schrift erkennen und dadurch das Verständnis der Schrift überhaupt wie auch die rechte Deutung für das ganze Zeitgeschehen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gewinnen, in das unser Einzelgeschick eingebettet ist. Es ist übereinstimmende Lehre der ganzen Heiligen Schrift, dass der lebendige Gott all Sein Walten und Tun in Schöpfung und Erlösung und Vollendung nach einem großen, weisen, von Ihm selbst vorgesehenen Plan ausführt. Es gelten da u. a. zwei unverbrüchliche Grundsätze: Er tut alles fein zu Seiner Zeit (Pred. 3, 11), und Er behandelt ein jegliches nach Seiner Art (1. Mose 1, 21). Ihm sind von Ewigkeit her alle Seine Werke bewusst und bekannt (Apg. 15, 18). Er wirkt alles nach dem Rat Seines Willens (Eph. 1, 11). Auf ewig steht Sein Wort fest im Himmel, denn es muss Ihm alles dienen (Ps. 119, 89-91).

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Autor: Hering, Karl F. | Kategorie(n): Gemeinde, Heilsgeschichte, Israel, Völkerschaften, Wort Gottes (Bibel)  |  1,407 x gelesen

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