Laßt uns nie vergessen, daß immer der Fleischgeborene den
Geistgeborenen lästert und verfolgt, und nie umgekehrt (Gal. 4,29).


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Maria, die Mutter Jesu

Was sagt die Schrift über sie?

Wir hören zunächst ein Wort aus Lukas 1, 26-38:

»Im sechsten Monat (nämlich der Schwangerschaft der Elisabeth) wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die Nazareth heißt, zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßet seist du, Holdselige (oder: Begnadete)! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeite (oder: Gesegnete) unter den Frauen. Da sie aber ihn sah, erschrak sie über seine Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen. Der wird groß sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden, und Gott der Herr wird Ihm den Thron Seines Vaters David geben, und Er wird König sein über das Haus Jakob ewiglich und Seines Königreichs wird kein Ende sein. — Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter und ist jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.«

Was hat man doch im Lauf der Geschichte alles aus der Maria gemacht! Ich will jetzt nur einiges erwähnen. Man nennt sie die »Madonna« — das heißt auf Deutsch »meine Herrin«. Im Evangelium hören wir aber nichts davon; vielmehr lautet das Ur-Glaubensbekenntnis der ersten Christen: »Herr ist Jesus Christus!« (vgl. Röm. 5, 1; 10, 9; 1. Kor. 12, 3; Phil. 2, 11 u. a.). — Oder man nennt sie die »Himmelskönigin«. Davon sagt die Bibel auch nichts. Der Herr Jesus ist es, der sich zur Rechten Gottes gesetzt hat im Himmel; Er ist »König der Könige und Herr der Herren« (Hebr. 1, 13; 10, 12; Offb. 19, 16). — Auch wird sie die »Fürsprecherin« genannt. Gottes Wort aber sagt: »Wir haben einen Fürsprecher bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten« (1. Joh. 2, 1). — Auch wird sie als die »Schlangenzertreterin« bezeichnet und auf Medaillons dargestellt. Man sagt, im Jahr 1830 habe eine Katharina eine Marienvision gehabt, in der sie die Maria auf der Weltkugel habe stehen sehen, mit dem Fuß auf die Schlange tretend. Danach hat man dann Medaillons angefertigt und gesagt, wer ein solches glaubend bei sich trage, werde ganz besondere Segnungen empfangen. Nach der Heiligen Schrift aber sagt Gott in 1. Mose 3, 15: Der von der Frau gekommen ist, Jesus Christus, Er wird der Schlange den Kopf zermalmen.

Aber genug davon; diese Maria soll uns heute nicht beschäftigen, sondern die Maria, die uns die Heilige Schrift vor Augen stellt. Wir betrachten:

  1. Maria von Nazareth, die Begnadete
  2. Maria, die Angefochtene
  3. Maria, die glaubende Bibelleserin
  4. Maria, die Familienmutter
  5. Maria, die Ratgeberin
  6. Maria, die Lernende in der Erziehungsschule Gottes
  7. Maria, Glied der betenden Gemeinde

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Autor: Schard, Joachim | Kategorie(n): Hingabe, Lehre  |  1,223 x gelesen

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Vom Dienst des prophetischen Wortes heute

Die Kreise, in denen heute das prophetisch-heilsgeschichtliche Wort wertgeachtet wird — Christliche Allianz, Langensteinbacherhöhe, »Offener Kreis«, Deizisau u.a.m. — sehe ich in einem geschichtlichen Zusammenhang, den ich hier kurz aufzeigen möchte.

Beginnen müssen wir da bei Johann Albrecht Bengel, dem bekanntesten Theologen Württembergs. Er war nach der Reformation bahnbrechend in der Erkenntnis, daß wir in der Bibel nicht nur eine Sammlung von Büchern und Sprüchen haben, sondern daß sie ein ganzes, zusammenhängendes, sich gegenseitig ergänzendes Buch ist. Gott hat uns in diesem Buch Seinen Plan mit Seiner Schöpfung bis zur Weltvollendung geoffenbart. Diesen Plan verwirklicht Er durch Jesus Christus in einer Reihe verschiedener Haushaltungen oder Zeitalter. Bengel hatte auch eine Reihe von Schülern: z. B. Roos, Burk, Hiller und Oetinger, die zu den sogenannten Schwäbischen Vätern gehören. Ein wichtiger Theologe in der Fortsetzung dieser Geschichte war Tobias Beck (1804 - 1878). Der Theologe Hans Joachim Kraus sagt von ihm: »Erst in Johann Tobias Beck stand aus der Tradition dieses theologischen Lehrkreises ein Gelehrter auf, der die Grundgedanken des biblischen, heilsgeschichtlichen Systems vom akademischen Lehrstuhl in alle Lande verbreitete. Seine geistige Heimat war die von Johann Albrecht Bengel (1687 - 1752) gestaltete biblisch-heilsgeschichtliche Theologie, deren Zentrum das Reich Gottes ist.« Bei Tobias Beck in Tübingen studierte auch der spätere Professor Ernst F. Ströter (1846 - 1922). Beck übte besonderen Einfluß auf den jungen Studenten aus. Nachdem Ströter als Pastor der Methodistenkirche, Professor und Judenmissionar in Amerika tätig war, kam er 1899 nach Europa zurück. Er gehörte hier zu den Vätern der Gemeinschaftsbewegung. Nuelsen, der erste Bischof der Methodistenkirche in Europa, war sein Schwiegersohn. Ab 1907 gab Ströter die Zeitschrift »Das Prophetische Wort« heraus, in der er der glaubenden Gemeinde zusammen mit anderen Mitarbeitern das prophetische Wort der Bibel nahebringen wollte. 1922 übergab Professor Ströter die Herausgabe der Zeitschrift dem Pastor der Methodistenkirche, Direktor Heinrich Schaedel. Dieser übergab 1938 den beiden Lehrern Karl Geyer und Adolf Heller die Schriftleitung. Nach dem II. Weltkrieg gaben ab 1949 Geyer und Heller die Zeitschrift unter dem Namen »Gnade und Herrlichkeit« heraus. Seit 1955 betreut Heinz Schumacher diese Zeitschrift. Aus diesen Kreisen heraus sind manche Freizeiten, Konferenzen, Bibelkreise und auch die Bibelkonferenzstätte Langensteinbacherhöhe entstanden.

Auch der von vielen geschätzte 1972 verstorbene Bibelausleger Heinrich Langenberg, der durch seine »Biblische Begriffskonkordanz«, die »Bildsprache der Apokalypse« und manche Auslegungen bekannt ist, will der Gemeinde das prophetische Wort nahebringen. In einem Vorwort zu einer von Langenbergs Schriften schreibt Pfarrer Fritz Rienecker: »Langenberg ist in der Schule der Beck’schen Theologie gebildet!« So gehen die Spuren über Bengel, Beck und Ströter in die heutige Zeit.

Welchen Dienst will uns nun das Prophetische Wort tun? Der Apostel Petrus sagt dazu in seinem letzten Brief: »Wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe …« (2. Petr. 1, 19).

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Autor: Schard, Joachim | Kategorie(n): Das prophetische Wort  |  368 x gelesen

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Menschheit wohin? — Orientierung am Heilsplan Gottes

Inhaltsverzeichnis

1.
1.1.
1.2.
1.3.
1.4.
1.5.
1.6.
1.7.
1.8.
1.9.
2.
2.1.
2.2.
2.3.
2.4.
2.4.1.
2.4.2.
2.5.
2.6.
2.7.
2.8.
2.9.
3.
3.1.
3.2.
3.3.
3.4.
3.5.
3.6.
3.7.
3.8.
3.9.
4.
4.1.
4.2.
4.3.
4.4.
4.5.
4.6.
4.7.
Einblicke und Durchblicke in Gottes Heilsplan
Der Ursprung aller Dinge
Der Plan der Weltzeiten
Das Lamm zuvor ausersehen
Urschöpfung und Urkatastrophe
Die wiederhergestellte Erde
Der Fall des Menschen
Der Ausgangspunkt der jetzigen Völkergeschichte
Der Turmbau zu Babel und die Völkergeschichte
Die Erwählung Abrahams und Israels
Der Dienst Moses und der Propheten
Das Kreuz Jesu Christi — die Mitte der Heilsgeschichte
Das Kreuz ist Offenbarung des Gerichtes Gottes
Das Kreuz ist Offenbarung der Liebe Gottes
Das jetzige Zeitalter — die Zeit zwischen der Himmelfahrt und Wiederkunft Christi
Das Geheimnis der Verhärtung oder Verblendung Israels (Röm. 11, 25)
Das Geheimnis der Gemeinde
Vom Geheimnis der Gesetzlosigkeit
Die große Weltverführung am Ende unseres Zeitalters
Die Ökumenische Bewegung
Die Ökumene der Religionen
Die ökumenisch-charismatische Spiritualität
Wohin führen diese Entwicklungen?
Das antichristliche Weltreich
Die Pfeiler der Heilsgeschichte
Der erste Pfeiler der Heilsgeschichte
Der zweite Pfeiler der Heilsgeschichte
Der Richterstuhl Christi
Wo stehen wir heute?
Der dritte Pfeiler der Heilsgeschichte
Das Reich Jesu Christi auf der Erde
Die letzte Verführung
Der jüngste Tag, das Weltgericht
Der große weiße Thron (Offbg. 20, 11-15)
Der vierte Pfeiler der Heilsgeschichte
Einen neuen Himmel und eine neue Erde
Der Mittelpunkt der neuen Erde — das himmlische Jerusalem
Die Weltvollendung
Was kommt nun?
Ein Wort zum Schluß

.

Einblicke und Durchblicke in Gottes Heilsplan

Dies Büchlein will einladen zu einem Gang durch die Heilsgeschichte. Der beigelegte Plan markiert die wichtigsten Stationen auf diesem Weg. Es geht um die Frage nach dem Ursprung, dem Zweck und dem Ziel unseres Lebens. Diese Fragen betreffen uns alle. — Wo finden wir Antwort?

Der Dichter Heinrich Heine spricht von einem jungen Mann, der am nächtlichen Meer steht, die Brust voll Wehmut und das Haupt voll Zweifel, der die Wogen fragt:

“Oh, löst mir das Rätsel des Lebens; sagt mir, was bedeutet der Mensch? Woher ist er gekommen? Wo geht er hin? Wer wohnt dort oben? Es blinken die Sterne gleichgültig und kalt, und ein Narr wartet auf Antwort.”

Die Wogen des Meeres bleiben freilich stumm. Sie können keine Antwort geben. Aber gibt es deshalb keine Antwort? Von der Seite des Menschen gibt es nur Weltanschauungen, Religionen, Philosophien, Ideologien und die lassen uns immer wieder mit unerfüllten Sehnsüchten, mit zerbrochenen Hoffnungen oft inmitten von Trümmern zurück. Es gibt ein Buch, in dem steht: “So spricht der Herr” oder “Der Mund des Herrn hat’s geredet”. Die Bibel ist das Offenbarungsbuch, das heißt, in ihr spricht der lebendige Gott durch seine Boten zu uns. Der Prophet Jesaja spricht davon, daß Gott als der Eine, Unvergleichliche daran erkannt sein will, daß er die Karten offen auf den Tisch legt. “… der ich von Anfang an das Ende verkünde und von alters her was noch nicht geschehen ist; der ich spreche: Mein Ratschluß soll zustande kommen und all mein Wohlgefallen werde ich tun. … Ich habe geredet und werde es auch kommen lassen; ich habe entworfen und werde es auch ausführen!” (Jes. 46, 10.11). Das Zeugnis der Heiligen Schrift vom Plan Gottes im Weltgeschehen ist das prophetische, weissagende Wort. Der Apostel Petrus sagt, daß dieses Wort das Licht im Dunkel dieser Welt ist, an dem wir uns orientieren können. Otto Riethmüller hat es im Lied so gesagt: “In die Wirrnis dieser Zeit fahre, Strahl der Ewigkeit, zeig den Kämpfern Platz und Pfad und das Ziel der Gottesstadt!”

Wir wollen in diesem Heft kurz die Hauptstationen des Planes Gottes aufspüren und darum bitten, daß Gott uns Herz, Sinn und Leben dafür öffnet!

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Autor: Schard, Joachim | Kategorie(n): Heilsgeschichte, Lehre  |  1,041 x gelesen

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