Die sogenannte Frauenfrage nach Epheser 5
(Predigt, gehalten am 15. Oktober 1978 auf der Bibelkonferenzstätte Langensteinbacherhöhe; nach einer Tonbandaufnahme)
Epheser 5, 18-33:
“Werdet mit dem Geiste erfüllt, redend zueinander in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern, singend und spielend dem Herrn in eurem Herzen, danksagend allezeit für alles dem Gott und Vater im Namen unseres Herrn Jesus Christus, einander untertan in der Furcht Christi. — Ihr Frauen, seid untertan euren eigenen Männern als dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; Er ist des Leibes Heiland. Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren Männern in allem. — Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, um sie zu heiligen, indem Er sie reinigte durch das Wasserbad im Wort, damit Er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei. So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, wie auch der Christus die Gemeinde. Denn wir sind Glieder Seines Leibes. ‘Deswegen wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und die zwei werden ein Fleisch sein.’ Dieses Geheimnis ist groß; ich aber sage es in bezug auf Christus und die Gemeinde. Jedenfalls auch ihr — jeder von euch liebe seine Frau so wie sich selbst; die Frau aber, dass sie den Mann fürchte.”
Unter der Führung des Heiligen Geistes hatte ich den Eindruck, heute ein Zeugnis ablegen zu sollen über die sogenannte Frauenfrage. Unser Text und viele andere Bibelstellen geben uns, falls wir da Fragen haben, Antwort. Wir alle sind mehr oder weniger von menschlichen Traditionen und Meinungen vorbelastet. Ich gebe mich nicht der Illusion hin, nicht von Meinung und Tradition geprägt zu sein; ich halte auch nicht von vornherein jegliche Tradition für schlecht. Für uns als evangelische Christen gibt es jedoch nur eine absolute Autorität: das Wort Gottes. Wer in den Linien einer Tradition läuft, meint natürlich, auch ohne viel darüber nachzudenken, das Wort Gottes auf seiner Seite zu haben; darum hat es der Heilige Geist oft sehr schwer, neu zu uns zu sprechen, Gottes Wort neu zu Gehör zu bringen. Ich stelle mich selbst darunter, dass es der Heilige Geist schwer hat mit uns, aber es ist mein Wunsch, dem Heiligen Geist in meinem Leben — im Blick auf die Lehre und die Darstellung der Lehre im täglichen Umgang — Raum zu geben.
Autor: Lubahn, Erich, Dr. | Kategorie(n): Gemeinde, Glaubensleben & Wandel, Lehre, Paulusbriefe | 1,227 x gelesen


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