Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Die Menschen der letzten Tage

Gekürzte Zusammenfassung von Wortdiensten der Brüder Karl Geyer, Willy Schirrmacher, Otto Hoffmann, Heinz Schumacher über 2. Tim. 3, 1-5 auf der Karlsruher Jugendfreizeit vom 7. bis 10. April 1955; mit eigenen Worten wiedergegeben und ergänzt von Heinz Schumacher

“Dieses aber wisse, daß in den letzten Tagen schwere Zeiten da sein werden; denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, heillos, ohne natürliche Liebe, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, Verräter, verwegen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen hebend als Gott, die eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen; und von diesen wende dich weg!” (2. Tim. 3, 1-5)

Dieses aber wisse …! Wie manches andere Zeugnis des Neuen Testamentes zeigt auch diese Aufforderung des Nationenapostels an seinen geistlichen Sohn Timotheus die lebendige Naherwartung des wiederkommenden Herrn, wie sie in den Urgemeinden durchweg lebendig war (vgl. dazu etwa 1. Thess. 4, 17; 1. Kor. 7, 29; 2. Kor. 5, 4; Röm. 8, 11). Nur weil Paulus durch Offenbarung Jesu Christi wußte, daß der gegenwärtige Äon seinem Abschluß entgegengeht und daß die “letzten Tage” (nämlich des gegenwärtigen Äons) nahe bevorstehen, konnte er es für notwendig erachten, die besonderen Charakterzüge und Erkennungsmerkmale dieser Zeit hier zur Belehrung und Warnung herauszustellen. Denn nur, wer eine Zeit ihrem Wesen und Charakter, ihrer “Tendenz” und ihrem “Zeitgeist” nach durchschaut hat, ist in der Lage, sich inmitten einer solchen Zeit richtig, d. h. wortgemäß zu verhalten.

Ist diese Naherwartung des Paulus ein “Irrtum”, über den wir längst “erhaben” sind, die wir längst denken und vielleicht auch sprechen lernten: “Mein Herr kommt noch lange nicht!” (Matth. 24, 48.49)? Oder haben wir es hier nicht vielmehr mit einer prophetischen Fernschau von ganz besonderer Deutlichkeit und Schärfe zu tun, die dem Träger dieser Prophetie, der ja gleichsam durch ein göttliches Fernrohr schauen durfte, als ganz nahe bevorstehend erscheinen mußte?

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Autor: Diverse | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Endzeit, Heilsgeschichte, Zeitgeist  |  2,697 x gelesen

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Der Schöpfung Zweck und Ziel

Wozu ist der Mensch in der Welt? Zu welchem Zweck ist er erschaffen worden? Alle Philosophen und Forscher stellen sich diese Frage, doch keiner vermag die Antwort zu finden. Einzig Gottes Wort kann uns darüber Aufklärung geben, und selbst dort liegt die Antwort nicht offen zutage; sie ist eine der Tiefen Gottes (1. Kor. 2:10), für den fleischlichen Denksinn unfaßbar, dem Verstandesmenschen verborgen, selbst dem nur «Religiösen» und «Frommen» verhüllt. Gott aber hat die Antwort den Seinen enthüllt. Die Behauptung, wir könnten erkennen, wozu wir erschaffen wurden, mag manchem vermessen erscheinen. Solche Erkenntnis wird nur dem zuteil, der sich allein vom Wort Gottes erleuchten läßt, statt eigenen Gedanken zu folgen oder auf Philosophien zu achten, wie sie der Vernunft irrender Menschen entspringen.

Gott ist! Dies ist das Fundament, auf das sich alles gründet. Jeder sonstige Ausgangspunkt ist eitel. Wir können weder unendliche Zeiten noch endlosen Raum begreifen; dieselben Schwierigkeiten bestehen, wenn wir den Ursprung Gottes erfassen wollten. Auch ein Gott, von einem anderen, noch älteren Gott erschaffen, erklärt uns nichts, denn wo käme dann dieser ältere her?

Es gibt nur einen Gott, der weder Anfang noch Ende noch Begrenzungen hat. Es ist so, wie Sein Wort es uns sagt: Gott ist Geist (Joh. 4:24).

Gottes erste Schöpfertat

Wir erfahren von einer ersten Schöpfertat Gottes durch die Stellen, die uns kundtun, daß Er im Anfang Christus, Seinen Sohn, ins Dasein rief. Kolosser 1:15 wird dieser genannt: «Das Abbild des unsichtbaren Gottes» und gleichfalls «der Erstgeborene vor einer jeden Schöpfung». Das Wort «Abbild» bedeutet eine sichtbare Darstellung des unsichtbaren Gottes, und es zeigt uns Gottes Verlangen, Sich zu offenbaren. Sein Vorsatz bei der Zeugung Christi war, daß dieser Seine Offenbarung werde. Das Wort «Erstgeborener» ist in der Bibel eine Redefigur und bezeichnet den Höchsten nach Rang und Stellung, den, der in Seines Vaters Würden eintreten soll. Christus erscheint in der Schrift als der Anfang oder Ursprung der Schöpfung Gottes (Off. 3:14). Er war da, bevor irgend etwas sonstiges existierte. Kein lebendiges Wesen, kein Sonnensystem, kein Stäubchen Materie wurde vor Ihm gebildet. Theologen haben sich viel um die Frage gestritten, ob der vormenschliche Christus vom Vater gezeugt oder erschaffen wurde. Alles dies ist eitel. In Seinem Fall besteht kein namhafter Unterschied zwischen beiden Begriffen. Hebräer 2:11 lesen wir, daß Er Sich nicht schämt, die vielen Söhne, die Er verherrlicht, Seine Brüder zu nennen; denn Er und sie sind aus oder von Einem. Alles, was ist, das ganze Weltall, ist aus Gott (Röm. 11 36, 1. Kor. 8:6).

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Autor: Diverse | Kategorie(n): Heilsgeschichte  |  1,013 x gelesen

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Die Berliner Erklärung

Die unterzeichneten Brüder erheben warnend ihre Stimme gegen die sogenannte Pfingstbewegung.

1. Wir sind nach ernster gemeinsamer Prüfung eines umfangreichen und zuverlässigen Materials vor dem Herrn zu folgendem Ergebnis gekommen:

    a) Die Bewegung steht in untrennbarem Zusammenhang mit der Bewegung von Los Angeles — Christiana — Hamburg — Kassel — Großalmerode. Die Versuche, diesen Zusammenhang zu leugnen, scheitern an den vorliegenden Tatsachen.

    b) Die sogenannte Pfingstbewegung ist nicht von oben, sondern von unten; sie hat viele Erscheinungen mit dem Spiritismus gemein. Es wirken in ihr Dämonen, welche, von Satan mit List geleitet, Lüge und Wahrheit vermengen, um die Kinder Gottes zu verführen. In vielen Fällen haben sich die sogenannten “Geistbegabten” nachträglich als besessen erwiesen.

    c) An der Überzeugung, daß diese Bewegung von unten her ist, kann uns die persönliche Treue und Hingebung einzelner führender Geschwister nicht irre machen, auch nicht die Heilungen, Zungen, Weissagungen usw., von denen die Bewegung begleitet ist. Schon oft sind solche Zeichen mit ähnlichen Bewegungen verbunden gewesen, z. B. mit dem Irwingianismus, ja selbst mit der “christlichen Wissenschaft” (Christian Science) und dem Spiritismus.

    d) Der Geist in dieser Bewegung bringt geistige und körperliche Machtwirkungen hervor; dennoch ist es ein falscher Geist. Er hat sich als ein solcher entlarvt. Die häßlichen Erscheinungen, wie Hinstürzen, Gesichtszuckungen, Zittern, Schreien, widerliches lautes Lachen usw. treten auch diesmal in Versammlungen auf. Wir lassen dahingestellt, wieviel davon dämonisch, wieviel hysterisch oder seelisch ist — gottgewirkt sind solche Erscheinungen nicht.

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Autor: Diverse | Kategorie(n): Schwarmgeist  |  1,092 x gelesen

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Der Richterstuhl des Christus

1.) Karl Geyer: Die Gemeinde vor dem Preisrichterstuhl Christi und Gottes

Wenn Paulus in dem 2. Brief an die Korinther schreibt (Kap. 5, 10), dass wir alle vor dem Bäma Christi, der Preisrichterbühne des Christus, offenbar werden müssen, so war dieser Ausdruck für alle, die den Apostel in Korinth gehört hatten, unmissverständlich. Als der Apostel, von Athen kommend, nach Korinth kam (Apg. 18, 1), ging er zuerst in die Synagoge. Als die Juden dort aber widerstrebten und lästerten, schüttelte er die Kleider aus und sprach zu ihnen: »Euer Blut komme auf euren Kopf! Ich bin rein. Von jetzt an wende ich mich zu den Nationen« (Apg. 18, 6). »Und er ging von dannen fort und kam in das Haus eines Gewissen, mit Namen Justus, welcher Gott anbetete, dessen Haus an die Synagoge stieß« (Apg. 18, 7).

Korinth war damals eine Stadt von fast einer Million Einwohnern. Das heutige Korinth ist dagegen nur ein unbedeutender kleiner Platz. — Man hat nun in den vergangenen Jahrzehnten Korinth wieder ausgegraben und dabei auch das Pflaster der damaligen Stadt freigelegt und insbesondere auch das ehemalige Stadion, Gymnasium genannt. Neben diesem Gymnasium nun standen die Synagoge und das Haus des Justus. Die Grundmauern von beiden sind erhalten. Am Eingang des Gymnasiums, des großen Sportplatzes Korinths, befand sich ein erhöhter Platz, die Preisrichterbühne, von der aus die Preisrichter die Läufer in der Rennbahn beobachteten, ob sie nicht die Regeln des Wettkampfes gefährdeten, sondern ehrlich und sauber kämpften und einwandfrei das Ziel erreichten. Man hat daher am Eingang des Stadions, des Gymnasiums, eine große Tafel angebracht, auf der weithin sichtbar der Name Bäma steht. (Die Fotografie davon befindet sich in meinem Besitz. Ein lieber Freund, der das Haus, in dem Paulus damals wohnte, sowie den danebenliegenden Sportplatz besichtigte, besorgte sie mir.)

Da Paulus direkt neben dem großen Sportplatz wohnte, ist es auch nicht verwunderlich, dass er gerade den Korinthern, die ihn ja oftmals in jenem Hause besuchten, schon im 1. Korinther-Brief, Kap. 9, 24-27, schreibt: »Wisset ihr nicht, dass die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber einer den Preis empfängt? — Jeder aber, der kämpft, ist enthaltsam in allem; jene freilich, auf dass sie eine vergängliche Krone (oder einen vergänglichen Kranz) empfangen, wir aber eine(n) unvergängliche(n). Ich laufe daher also, nicht wie aufs Ungewisse; ich kämpfe also, nicht wie einer, der die Luft schlägt; sondern ich zerschlage meinen Leib und führe ihn in Knechtschaft, auf dass ich nicht, nachdem ich anderen gepredigt, selbst verwerflich werde.«

Schon in Kap. 3, 10-15 redete er von der gleichen Sache in einem anderen Bilde. Aber auch dort handelt es sich um den Lohn der Treue, der den Bewährten zuteil wird.

In ähnlicher Weise ermahnt er in seinem letzten Brief, der gleichsam sein Testament darstellt, im 2. Timotheusbrief, zweimal sein geliebtes Kind Timotheus: »Wenn aber auch jemand kämpft, so wird er doch nicht gekrönt (oder bekränzt), er habe denn gesetzmäßig gekämpft« (2. Tim. 2, 5). Vgl. dazu 1, 8; 4, 5-8.

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Autor: Diverse | Kategorie(n): Gemeinde, Gerichte Gottes  |  997 x gelesen

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Die verschiedenen Auferstehungen

Von Karl Geyer, Karl Merz, Heinz Schumacher, Paul Müller, Adolf Heller und Ernst F. Ströter — Zusammengestellt von Heinz Schumacher

Vorbemerkung: 1961 erschienen in mehreren Heften dieser Zeitschrift (Gnade & Herrlichkeit) Artikel von KARL MERZ zum Thema »Die verschiedenen Auferstehungen«. Darauf aufbauend und durch Texte anderer Autoren ergänzt, soll im folgenden von acht verschiedenen Auferstehungen die Rede sein. Es soll aber die Zahl 8 natürlich kein Dogma sein — der eine Schriftforscher wird weniger, ein anderer vielleicht noch mehr Auferstehungen zählen. Auch der Inhalt der Ausführungen soll kein Dogma sein, sondern eine Hilfe zum Glauben und zum weiteren Forschen. Uns ist bewußt, daß z. B. die »Ausauferstehung« von manchen Gläubigen gegenüber dem biblischen Befund überbewertet, von anderen als eine frühere oder fortlaufende Auferstehung ganz abgelehnt wird. Umstritten ist auch unter Gläubigen die Bedeutung der »Ersten Auferstehung« von Offb. 20. Von einer Wiederkehr der früheren Einwohner der Sündenstädte Sodom und Gomorra hört man in der Verkündigung fast nichts. — Wir meinen aber, daß unsere Leser dafür dankbar sein werden, daß einmal der Versuch unternommen wird, die verschiedenen Auferstehungen in einem Artikel zusammenfassend darzustellen. — Unberücksichtigt bleiben die alttestamentlichen Vorbilder der Auferstehung sowie überhaupt alle Auferweckungen, die vor der Auferstehung Jesu Christi stattfanden.

Heinz Schumacher


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1. Die Auferstehung Jesu Christi

Seine Auferstehung ist die grundlegende und wichtigste aller Auferstehungen überhaupt. Hier sei an das sieghafte Auferstehungskapitel 1. Kor. 15 erinnert. (Dr. Paul Müller hat es in seinem Buch »Unser Leben im Licht der Liebe Gottes« in feiner Weise ausgelegt.) In der Auferweckung Seines Sohnes erwies der Vater Seine ganze Macht (Eph. 1, 19), besiegte Er den letzten Feind, den Tod. Auch wenn die Menschheit nach wie vor eine sterbliche und unser Kosmos ein vergehender ist — der Anfang ist gemacht, und Gott wird nicht ruhen, bis »wie in dem Adam alle (Menschen) sterben, also auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden« (1. Kor. 15, 22). Dies geschieht aber nicht auf einmal, sondern in Abteilungen, Gruppen oder Ordnungen. Deshalb ist hier die Rede von mehreren, verschiedenen Auferstehungen. H. Sch.

KARL GEYER (1893-1955) schrieb über die Auferstehung Jesu Christi: Die Auferstehung Jesu Christi ist zunächst der Erweis dafür, daß Christus wirklich Gottes Sohn ist. Bis zu Seiner Auferstehung kam noch keiner im Auferstehungsleibe aus den Toten wieder. Lazarus z. B. wurde nur auferweckt, d. h. in den natürlichen Leib zurückgerufen. Christus ist der Erstgeborene aus den Toten. Vor Seiner Auferstehung konnte der Teufel die Menschen immer damit höhnen, daß ihr Glaube an ein Weiterleben bzw. an eine Auferstehung aus den Toten nur Einbildung sei, weil ja noch keiner von drüben wiedergekommen sei. Nach der Auferstehung des Herrn aber war Satan in dieser Behauptung als Lügner erwiesen.

Wäre Christus nicht mehr aus den Toten auferstanden, dann wäre das ganze Rettungswerk Gottes für die Welt gescheitert gewesen … Ohne die Auferstehung Christi wäre nicht nur die Hoffnung des Vaters, der ja der Gott der Hoffnung ist (Röm. 15, 13) und alle Seine Hoffnung auf Ihn, den Garanten und Bürgen für alle Gottesverheißungen (2. Kor. 1, 20), setzte, umsonst gewesen, sondern auch wir wären alle um jede Hoffnung betrogen. Wir wären die Elendesten unter allen Menschen (1. Kor. 15,19), zweimal betrogen, sowohl um die Lust dieser Welt, auf die wir um der Hoffnung der Auferstehung willen verzichtet hätten, wie dann auch um die Erfüllung dieser zukünftigen Hoffnung selbst.

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Autor: Diverse | Kategorie(n): Entrückung, Tod & Auferstehung  |  1,303 x gelesen

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