Paulus — Sein Leben und seine Briefe
Autor: Ströter, Ernst F., Prof. | Kategorie(n): Paulus, Paulusbriefe | 657 x gelesen1. Saulus, der Pharisäer
Zur Gewinnung eines richtigen Bildes vom Vorleben des großen Apostels der Heiden sind wir erfreulicherweise nicht auf die Tradition angewiesen, sondern in der Apostelgeschichte sowie in den Briefen des Paulus ist uns reiches Quellenmaterial dafür geboten. Phil. 3, 5 redet er von sich als beschnitten am achten Tage, aus dem Geschlechte Israels, vom Stamme Benjamin, einem Hebräer aus Hebräern. Apg. 21, 39 nennt er sich einen jüdischen Mann, aber einen römischen Bürger von Tarsus, einer nicht unbedeutenden Stadt in Cilicien (22, 3), erzogen in Jerusalem zu den Füßen Gamaliels, nach Apg. 5, 34 eines hoch angesehenen Gesetzeslehrers, mit allem Fleiß unterrichtet im väterlichen Gesetz und ein Eiferer für Gott. Vor Agrippas führt er aus (Apg. 26, 4-5): Was meinen Lebenswandel von Jugend auf betrifft, den ich von Anfang unter meinem Volk zu Jerusalem führte, so kennen mich alle Juden, da sie wissen, dass ich früher nach der strengen Sekte unserer Religion gelebt habe, als Pharisäer. Und vor der Menge des Volkes bekennt er frei (Apg. 22, 20): Auch ich stand dabei, als das Blut des Stephanus vergossen ward und verwahrte die Kleider derer, die ihn töteten.
Über seinen hervorragenden Anteil an der Verfolgung, die sich nach dem Tode des ersten Blutzeugen des Evangeliums von Christus wider die junge Muttergemeinde in Judäa erhob, erfahren wir folgendes: Saulus aber verwüstete die Gemeine, indem er in die Häuser eindrang, Männer und Weiber fortschleppte und sie ins Gefängnis überlieferte (Apg. 8, 3).
Er selbst legt gegen sich immer wieder klares Zeugnis ab, wenn er schreibt: Ihr habt von meinem früheren Wandel im Judentum gehört, dass ich die Gemeine Gottes über die Maßen verfolgte und sie zerstörte und übertraf im Judentum viele meiner Altersgenossen in meinem Geschlecht durch übermäßigen Eifer um meine väterlichen Überlieferungen (Gal. 1, 13). Nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeine, nach der Gerechtigkeit im Gesetz unsträflich gewesen (Phil. 3, 6). Ich habe gemeint, ich müsste viel zuwider tun dem Namen Jesu von Nazareth, was ich auch zu Jerusalem tat, und viele der Heiligen schloß ich ins Gefängnis, wozu ich von den Hohenpriestern die Vollmacht empfangen hatte, und wenn sie getötet wurden, gab ich die Stimme dazu. Und in allen Synagogen strafte ich sie oft und zwang sie zu lästern, und über die Maßen wütend über sie verfolgte ich sie auch bis in die auswärtigen Städte (Apg. 26, 9-11).
Ich verfolgte diesen Weg bis auf den Tod, indem ich Männer und Weiber band und ins Gefängnis überlieferte, wie auch der Hohepriester und der ganze Rat der Ältesten mit Zeugnis gibt, von welchen ich sogar Briefe an die Brüder empfing und gen Damaskus zog, um auch die, welche daselbst waren, gebunden gen Jerusalem zu führen, auf dass sie gestraft würden (Apg. 22, 4.5).
Aber so darf er später seinem geistlichen Sohne Timotheus schreiben: Mir ist Erbarmung widerfahren, weil ich es unwissend, im Unglauben getan habe (1. Tim. 1, 13). Und der Gemeine zu Korinth bekennt er in tiefer Beugung: Ich bin der geringste von allen Aposteln, nicht wert, ein Apostel zu heißen, weil ich die Gemeine Gottes verfolgt habe (1. Kor. 15, 9).
2. Seine Bekehrung und Berufung zum Apostel
Von welch hervorragend hoher Bedeutung im Plane Gottes die Bekehrung gerade dieses einen Apostels des Herrn Jesu gewesen sein muss, lässt sich schon aus dem Umstande ermessen, dass der Heilige Geist die Geschichte derselben dreimal in einem Buche des NT berichten lässt. Wir schmelzen zusammen, was uns darüber Apg. 9, 22 und 26 erzählt ist: Saulus aber schnaubte noch drohend und mordend wider die Jünger des Herrn und ging zum Hohepriester und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit, wenn er etliche des Weges fände, Männer und Weiber, er sie gebunden gen Jerusalem führte. Es begab sich nun, als er sich der Stadt Damaskus nahte, dass plötzlich, um die Mittagsstunde, ein Licht vom Himmel ihn umstrahlte, heller, als der Sonne Glanz. Samt seinen Gefährten zu Boden geworfen, hörte er eine Stimme in hebräischer Sprache sagen: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Und der Herr antwortete: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel auszuschlagen. Aber stehe auf und tritt auf deine Füße! Denn dazu bin ich dir erschienen, dich zu verordnen zum Diener und Zeugen dessen, was du gesehen hast und was ich dir noch offenbaren werde. Und ich will dich erretten von dem Volk und den Heiden, unter welche ich dich sende, aufzutun ihre Augen, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, zu empfangen Vergebung der Sünden und ein Erbteil unter den Geheiligten durch den Glauben an mich! Saulus aber sprach mit Zittern und Schrecken: Herr, was willst du, dass ich tun soll? Und der Herr sprach: Gehe in die Stadt, da wird man dir sagen, was du tun sollst. Da stand Saulus von der Erde auf; aber als er seine Augen auftat, sah er doch nichts. So leitete man ihn an der Hand nach Damaskus. Und er konnte drei Tage lang nicht sehen und aß nicht und trank nicht. Was da durch seine Seele zog, vermag ihm niemand nachzuempfinden. Es war ein Vorgeschmack der gewaltigen Erschütterung und des unbeschreiblichen Wehs, das eines Tages Herz und Gemüt seines ganzen Volkes durchziehen wird, in welchen ihre Väter gestochen haben. Denn nach des Apostels späterer Erkenntnis und Bekenntnis war seine eigene Bekehrung mustergültig und typisch für die bevorstehende nationale Buße und Erneuerung Israels bei der Zukunft des Herrn Jesu vom Himmel.
Es war aber ein Jünger zu Damaskus, namens Ananias, zu dem sprach der Herr im Gesicht: Ananias! Stehe auf und gehe in die Gasse, welche die gerade heißt und frage nach einem namens Saulus von Tarsus, denn siehe, er betet! Und er hat im Gesicht einen Mann gesehen zu sich kommen, namens Ananias, der ihm die Hand auflegte, dass er wieder sehend werde. Da antwortete Ananias: Herr; ich habe von vielen gehört von diesem Manne, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem zugefügt hat. Und hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle, die deinen Namen anrufen, zu binden. Aber der Herr sprach zu ihm: Gehe hin, denn dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug, meinen Namen zu tragen vor Heiden und Könige und vor die Kinder Israels. Denn ich werde ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen.
Da ging Ananias hin und kam in das Haus und er legte ihm die Hände auf und sprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf dem Wege, da du herkamest, damit du wieder sehend und mit dem Heiligen Geiste erfüllet würdest! Und alsbald fiel es wie Schuppen von seinen Augen und er sah wieder und stand auf, wurde getauft, nahm Speise und stärkte sich. Ananias aber sprach ferner: Der Gott unserer Väter hat dich vorherbestimmt, seinen Willen zu erkennen und den Gerechten zu sehen und die Stimme aus seinem Munde zu hören. Denn du sollst ihm ein Zeuge sein bei allen Menschen von dem, was du gesehen und gehört hast.
Davon schreibt der Apostel später noch: Ich danke dem, der mich mächtig gemacht hat, Christo Jesu unserm Herrn, der zuletzt nach allen auch von mir, einer unzeitigen Geburt, gesehen worden ist, dass er mich treu erachtete, als er mich in den Dienst einsetzte, der ich zuvor ein Lästerer und Verfolger und Spötter war. Es wurde aber über alle Maßen groß an mir die Gnade unsres Herrn samt dem Glauben und der Liebe, die in Christo Jesu ist, durch welchen ich eingesetzt wurde als Prediger und Apostel — ich sage die Wahrheit und lüge nicht —, als Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit. Ich bin ein Schuldner sowohl der Griechen, wie der Barbaren, sowohl der Weisen, als der Unverständigen; ein Diener Jesu Christi für die Heiden, der das Evangelium Gottes priesterlich verwaltet, auf dass das Opfer der Heiden angenehm werde, geheiligt im Heiligen Geist.
Mit besonderem Nachdruck betont er im Epheserbrief: Ihr habt ja gehört von der Verwaltung der Gnade Gottes, die mir für euch gegeben ist, dass mir ist kundgetan worden das Geheimnis durch Offenbarung, wie ich oben kurz beschrieben habe — nämlich das Geheimnis des Christus, welches in früheren Geschlechtern nicht kundgetan wurde den Menschenkindern, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten im Geist geoffenbart worden ist, nämlich, dass die Heiden Miterben seien und Mitleib und Mitgenossen seiner Verheißung ich Christus durch das Evangelium, dessen Diener ich geworden bin nach der Gabe der Gnade Gottes, die mir gegeben ist nach der Wirkung der Macht seiner Stärke. Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist gegeben diese Gnade, unter den Heiden zu verkündigen den unausforschlichen Reichtum Christi, und alle zu erleuchten darüber, wie es eingerichtet sei mit dem Geheimnis, das verborgen war von den Zeitaltern her in dem Gott, der alles erschaffen hat, damit jetzt den Fürstentümern und Gewalten in den himmlischen Regionen durch die Gemeine die mannigfaltige Weisheit Gottes kund werde.
Etliche Tage nun blieb Paulus bei den Jüngern zu Damaskus und predigte in den Synagogen Jesum, dass er der Messias sei, der Sohn Gottes. Es entsetzten sich aber alle, die ihn hörten und sprachen: Ist das nicht, der zu Jerusalem zerstörte, die diesen Namen anrufen, und der dazu hierher gekommen war, dass er dieselben gebunden zu den Hohenpriestern führte? Saulus aber ward noch mehr gekräftigt und brachte die Juden, die in Damaskus wohnten, in Verwirrung, indem er bewies, dass Jesus der Messias sei.
Gal. 1, 15ff. lesen wir: Als es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner Mutter Leibe an ausgesondert und berufen hat durch seine Gnade, seinen Sohn zu offenbaren in mir, damit ich ihn durch das Evangelium verkündige unter den Heiden, ging ich nicht sofort mit Fleisch und Blut zu Rate, zog auch nicht hinauf nach Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ging weg nach Arabien und kehrte wieder nach Damaskus zurück.
Von einer späteren Verschwörung der Juden in jener Stadt gegen sein Leben spricht er 2. Kor. 11, 32: In Damaskus bewachte der Landpfleger des Königs Aretas die Stadt, da er mich verhaften wollte, und ich ward durch das Fenster in einem Korbe über die Mauer herabgelassen und entrann seinen Händen.
Als er sich in Jerusalem unter die Jünger mengen wollte, mied man ihn, da man ihn für einen Spion, und nicht für einen Jünger hielt, bis sich Barnabas, der Sohn des Trostes, seiner annahm und ihn zu den Zwölfen brachte und ihnen erzählte, wie er auf dem Wege den Herrn gesehen und dass derselbe zu ihm geredet und wie er zu Damaskus freimütig in dem Namen des Herrn Jesu gelehrt hatte. Bei einem späteren Besuch in Jerusalem erschien ihm der Herr abermals in einem Gesicht im Tempel und sprach zu ihm: Eile und gehe schnell von Jerusalem fort, denn sie werden dein Zeugnis von mir nicht annehmen — gehe hin, ich will dich ferne unter die Heiden senden (Apg. 22, 17-21). Die Nachstellungen der griechisch gebildeten Juden in Jerusalem, mit denen er viel disputierte, gaben dann Anlaß, dass er von den Brüdern nach Cäsarea geführt und nach Tarsus gesandt wurde.
Nun hatten die Jünger, welche sich nach dem Tode des Stephanus zerstreut hatten, sich nach Phönizien, Zypern und Antiochien in Syrien gewandt, aber das Wort allein zu den Juden geredet. Etliche aber aus ihnen, Zyprier und Kyrenäer, redeten in Antiochien auch zu den Griechen und fanden Eingang für das Wort. Die Hand des Herrn war mit ihnen und eine große Zahl bekehrte sich zum Herrn. Daraufhin wurde Barnabas von den Zwölfen dorthin gesandt, der mit großer Freude Kenntnis nahm von dem Werk des Herrn unter den Heiden und der dann nach Tarsus reiste und den Saulus von dort nach Antiochien holte. Sie blieben aber ein ganzes Jahr zusammen dort und lehrten eine beträchtliche Menge, und die Jünger wurden zuerst daselbst Christen genannt.
In jeder jungen heidenchristlichen Gemeine in Antiochien waren eine Anzahl Propheten und Lehrer. Als sie nun dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir aus den Barnabas und Saulus zu dem Werk, dazu ich sie berufen habe. Da fasteten und beteten sie und legten ihnen die Hände auf und entließen sie.
Das ist der Anfang der großen und gesegneten Missionstätigkeit unseres Apostels, auf die uns der enge Rahmen unseres Vortrages leider nicht einzugehen gestattet. Wir müssen uns darauf beschränken, ehe wir zur Betrachtung der reichen paulinischen Briefliteratur übergehen, um nochmals kurz und knapp die Hauptzüge seiner eigen-, ja einzigartigen Berufung zum Apostel Jesu Christi an die Nationen zu vergegenwärtigen. Denn nur von da aus kann man einen richtigen Blick und das rechte Verständnis gewinnen für die besondere Art des paulinischen Evangeliums, im Unterschied zu dem der Zwölfe an das Volk Israel jener Tage.
Wir heben folgende zwölf Hauptpunkte hervor:
- Der Pharisäer Saulus ist Vertreter der höchsten gesetzestreuen Frömmigkeit
- Er verkörpert als solcher die denkbar bitterste und fanatischste Feindschaft gegen Christus
- Seine Berufung geschieht nicht, wie die der Zwölf, durch Jesus in den Tagen seines Fleisches auf Erden, sondern durch den verklärten Herrn vom Himmel her
- So vollzieht sich auch seine Bekehrung draußen, auf heidnischem Boden bei Damaskus
- Diese geschieht nicht durch die regelmäßige Verkündigung des Evangeliums vom Glauben, sondern durch die persönliche Erscheinung des herrlichen Herrn vom Himmel
- Paulus ist in keinem Sinne die Wahl der Zwölfe, noch gehört er zu ihrer Zahl
- Er ist nicht einer der Vertreter des zwölfstämmigen Volkes göttlicher Wahl, sondern des Einen unteilbaren Leibes Christi selber
- Sein Apostolat hat zu seiner Voraussetzung das völlige Versagen und das furchtbare Verstockungsgericht seines Volkes Israel
- Er wird berufen und ordiniert durch einen einfachen “Laien” in Damaskus, Ananias
- Er betont mit großem Nachdruck wiederholt, dass er sein Evangelium nicht von Menschen noch durch menschliche Vermittlung, auch nicht von denen empfangen habe, die vor ihm Apostel waren
- Er erklärt ausdrücklich, dass der Inhalt seines Evangeliums ein von Gott seit vordenklichen Zeiten verborgen gehaltenes Geheimnis, also niemals Gegenstand z. B. alttestamentlicher Offenbarung war
- Kern und Schwerpunkt seines Evangeliums ist nicht das verheißene messianische Königreich der Himmel auf Erden, sondern kurz: Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit. Er beansprucht, dass Gott seinen Sohn in ihm, dem Apostel des Leibes, der Gemeine, geoffenbart habe. Diese Gemeine ist demgemäß nicht das erwartete Reich, sondern der Leib, d. h. die persönliche Fülle des Christus Gottes selber.
3. Paulus auf dem Konzil zu Jerusalem
Einer der großen Angelpunkte im Leben und Wirken unseres Apostels war das sogenannte Apostelkonzil zu Jerusalem, davon uns das 15. Kapitel der Apostelgeschichte einen ausführlichen Bericht gibt. Aus diesem ergibt sich ohne Zwang folgendes:
a) Die Muttergemeine zu Jerusalem genoß bei Paulus, wie auch Barnabas bei allen Gläubigen aus den Heiden, die durch ihre Arbeit für den Herrn gewonnen waren, das höchste Ansehen, da man sonst die damals sehr brennende Frage nach der Stellung der Gläubigen aus den Heiden zum Gesetz Mose nicht zur endgültigen Entscheidung ihr vorgelegt hätte. Es ist also unstatthaft, da einen Zwiespalt oder Gegensatz zwischen der paulinischen und der petrinischen Verkündigung zu konstruieren.
b) Jene judenchristliche Urgemeine stand unverkennbar kraft der ihr von den Zwölfen erteilten Unterweisung und Belehrung durchaus auf der Höhe des geistlichen Erkennens, sonst wäre sie nie imstande gewesen, eine Frage von so grundlegender Bedeutung und so großer Tragweite für die Ausgestaltung des paulinischen Evangeliums an die Nationen mit solcher Einmütigkeit zu lösen. Es kann also von einem Versagen oder Befangensein jener Urgemeine aus Israel in Sachen der evangelischen Freiheit niemals die Rede sein.
c) Bei jener Zusammenkunft kam es zu einer klaren beiderseitigen Auseinandersetzung und Verständigung über das den Zwölfen anvertraute Evangelium vom verheißenen messianischen Königreich Gottes auf Erden und der dem Paulus und seinen Mitarbeitern gebotenen Predigt von der auserwählten Gemeine aus allen Nationen, welche die Fülle, den Leib des Christus Gottes selber bildet.
Paulus selbst schreibt darüber Gal. 2, 1-10: Darauf, nach vierzehn Jahren (also wohl im ganzen 17 Jahre nach seiner Bekehrung) zog ich wiederum hinauf nach Jerusalem mit Barnabas und nahm auch Titus mit. Ich zog aber hinauf infolge einer Offenbarung und legte ihnen, besonders den Angesehenen, das Evangelium vor, das ich unter den Heide verkündige, damit ich nicht etwa vergeblich liefe oder gelaufen wäre … Was aber die eingeschlichenen falschen Brüder betrifft, die sich eindrängten, um unsere Freiheit auszukundschaften, die wir in Christo Jesu haben, damit sie uns unterjochen möchten, denen gaben wir auch nicht eine Stunde nach, dass wir uns ihnen unterworfen hätten, nur damit die Wahrheit des Evangeliums bei euch verbleibe. Von denen aber, die das Ansehen hatten — was sie früher waren, darauf kommt es mir nicht an, Gott sieht die Person nicht an — mir haben diese nichts anderes auferlegt. Sondern im Gegenteil, als sie sahen, dass ich betraut bin mit dem Evangelium an die Unbeschnittenen, gleichwie Petrus mit demselben an die Beschneidung — denn der in Petrus kräftig wirkte zum Apostelamt unter der Beschneidung, der wirkte auch in mir kräftig für die Heiden — darum, als sie die Gnade erkannten, die mir gegeben ist, reichten Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen gelten, mir und Barnabas die Hand der Gemeinschaft, damit wir unter den Heiden, sie aber unter der Beschneidung wirkten; nur sollten wir der Armen gedenken, was ich mich auch beflissen habe zu tun.
Aus diesen bisher gemachten Beobachtungen und Berichten, die wir, wie man bemerkt haben wird, fast buchstäblich in Worten der Schrift selbst wiedergeben konnten, haben wir nun den Standpunkt gewonnen für eine richtige Einschätzung und Wertung der paulinischen Briefe im Neuen Testament, in dessen Rahmen sie einen sehr breiten Raum einnehmen.
4. Die Briefe des Apostels Paulus
Wenn man, wie wir es für statthaft halten, auch den Brief an die Hebräer von Paulus geschrieben sein lässt, dann sind seiner Briefe genauso viele, wie Gliederungen im Geschlechtsregister des Herrn Jesu bei Matthäus, nämlich vierzehn, oder zweimal sieben. Ebenso besteht ein auffallender und vielleicht nicht bedeutungsloser Parallelismus zwischen den Briefen des Paulus an sieben überwiegend heidenchristliche Gemeinden und jenen sieben Sendschreiben, die Johannes von Patmos an sieben offenbar judenchristliche Gemeinden der Endzeit richtet und die unter keinen Umständen als Ergänzung oder gar als notwendige Korrektur der paulinischen Unterweisung über die Gemeine des gegenwärtigen Zeitalters aus allen Nationen angesehen werden dürfen. Denn die paulinische Briefliteratur trägt das unverkennbare Gepräge absoluter Vollständigkeit und endgültiger Abgeschlossenheit. In seinen Briefen ist alles enthalten, was die heutige Gemeine in Christo Jesu über sich selbst wissen muss, also dass sie nirgendwoher sonst noch notwendigen Lehrstoff über ihr Wesen und ihre himmlische Berufung sich sammeln müsste.
Im großen Gesamtorganismus des Neuen Testaments bilden die paulinischen Briefe einen kleineren, aber in sich abgerundeten und vollkommenen Organismus für sich, etwa zu vergleichen einem Dotter im Ei. Werfen wir nun einen kurzen orientierenden Blick über die Struktur des ganzen NT: Da haben wir:
a) in den vier Evangelien das Gesamtbild des von allen Propheten verheißenen Sohnes Gottes, der Offenbarung des Wortes im Fleisch in seiner geschichtlichen Erscheinung unter dem Volke Israel auf Erden. Das Heil Gottes geoffenbart allein zu den Juden, unter nur gelegentlichen und vereinzelten Hinweisen auf Gottes Gedanken mit der Völkerwelt. Abschließend mit der Rückkehr des verworfenen Messias in den Schoß des Vaters, der Ihn gesandt hatte.
b) Das nächste Buch, die Apostelgeschichte, ist nicht mit Unrecht das Buch der Übergänge genannt worden. Die Ausgießung des vom Herrn verheißenen Heiligen Geistes geschieht zunächst nur auf Jerusalem und das jüdische Volk, vertreten in den zahlreichen Festbesuchern aus allen Teilen und Provinzen des römischen Weltreiches. Erst nachdem der Hoherat der Juden den Stephanus gemordet und auch dieses zweite gnädige Anbieten des Heils in der gläubigen, geisterfüllten Urgemeine schnöde abgelehnt hatte, geschieht eine zweite, durchaus selbständige, in der Prophetie nicht vorgesehene, von keinem Apostel des Herrn erwartete, souveräne Offenbarung desselben Heiligen Geistes unter den gleichen Zeichen und Kräften auf rein heidnischem Boden, im Hause des römischen Offiziers Kornelius, an einem uns unbekannten und für uns unberechenbaren Tage, dem eigentlichen Geburtstag der Gemeine aus den Heiden. In der Mitte der Apostelgeschichte, Kap. 15, haben wir das oben erwähnte hochwichtige Konzil der Apostel zu Jerusalem, bei welchem die judenchristliche Muttergemeine sich als durchaus der neuen Ordnung der Dinge gewachsen erweist, wie wir oben nachgewiesen haben. Die Zwölfe erkennen die gewaltige Wendung der Dinge im göttlichen Haushalt. Sie leisten, gehorsam dem unverkennbar neuen Programm des himmlischen Herrn, der nun dem Paulus sein besonderes Evangelium vom Leibe Christi an die Nationen anvertraut, Verzicht auf ihre Reichsverkündigung unter den Völkern, die ja doch zu ihrer Voraussetzung die vorherige Bekehrung Israels hat. So verschwinden die Zwölfe nach der Mitte der Apg. vom Schauplatz fast wie in einer Versenkung, und an ihre Stelle tritt der eine glänzende Stern am Himmel göttlicher Heilsverkündigung, Paulus, während Israel tiefer und tiefer in die Nacht der Verfinsterung und Verstockung hinabsinkt. Das Heil Gottes für dieses Zeitalter wird dann nicht von den Zwölfen, sondern nach Gal. 2 von Paulus und seinen Gehilfen in die römische Völkerwelt hinausgetragen und so endet die Apg. mit Paulus in Rom.
c) Dann erfolgen nach göttlicher und rein sachlicher Ordnung die paulinischen Briefe, in welchen, wie bereits gesagt, das ganze vollendete Geheimnis der Gemeine — dem Leibe des Christus, seiner persönlichen Fülle, keines Zusatzes oder Nachtrages bedürftig — enthalten ist. Die Reihenfolge bei diesen Briefen ist nicht chronologisch, d. h. nach der Zeit ihrer Abfassung geregelt, sondern nach ihrer sachlichen, heilsökonomischen Bedeutung und Tragweite, beginnend mit der grundlegenden Epistel an die Gemeine von Rom, der Hauptstadt des großen römischen letzten Weltreiches. Den Abschluß der Gemeinebriefe machen die beiden Briefe an die Thessalonicher, die zu den frühesten aus der Feder des Apostels gehören, aber in denen sachgemäß der Ausgang der gläubigen auf ihren Herrn wartenden Gemeine aus der Welt nicht durch den Tod, sondern durch Entrückung und Verwandlung geweissagt ist. Danach folgen noch die Privatbriefe des Paulus an Timotheus, Titus und Philemon, von welchen hier weiter nicht gesprochen werden muss.
d) Nun aber erfolgt mit einemmal eine Fortsetzung der Schriftoffenbarung neuen Testaments durch die Apostel der Beschneidung und an die Beschneidung. Petrus, Jakobus, Johannes und Judas schreiben Briefe an die unter den Völkern zerstreuten Gläubigen ihres Stammes und Volkes. Diese Briefe sind ein schlagender Beweis dafür, dass erstens Gott sein Volk Israel trotz dessen hartnäckigen Unglaubens dennoch nicht endgültig verstoßen hat, sondern zweitens, dass nach der Vollendung des dem Paulus anvertrauten Geheimnisses vom dem Leibe des verherrlichten Christus durch eine aus allen Heiden zu sammelnde Gemeine die Gedanken Gottes mit Israel als dem Träger des zukünftigen Heiles für die Völkerwelt ihren durch die gesamte Prophetie alten Testaments festgelegten Lauf mit unfehlbarer Sicherheit nehmen werden, wie Paulus das Röm. 11 klar und fest ausspricht: Gottes Gaben und Berufung sind unbereubar; und: Gott kann die ausgebrochenen Zweige Israels wohl wieder einpfropfen in ihren eigenen Ölbaum, d. h. nicht in die heutige Heidenchristenheit mit ihren verschiedenen geschichtlichen Organisationen, sondern als bloß zeitweilig unterbrochene Fortsetzung der anfänglichen Reichsverkündigung durch die 12 Apostel des Lammes, welchen ja bestimmt gesagt war, sie würden mit den Städten Israels nicht fertig werden bis zur Zukunft des Menschensohnes. Das heißt, das ganze alttestamentliche Programm Gottes, wie es die Propheten geschaut und niedergelegt haben, hat durch das Geheimnis des Paulus von der Gemeine nur eine zeitweilige Unterbrechung erfahren, ist aber niemals aufgegeben, noch auf die christliche Kirche dieser Zeit übertragen worden.
e) Alsdann mündet die ganze neutestamentliche Schriftoffenbarung in dem intensiv israelitisch gefärbten Buch der Apokalypse, die der Jünger, den Jesus lieb hatte, auf Patmos empfing und die er den sieben judenchristlichen Gemeinen der Endzeit zur Orientierung in der letzten großen Drangsalsperiode des Volkes Gottes auf Erden vor der Aufrichtung des herrlichen Friedensreiches des Gesalbten zu vermitteln hatte: So ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Hatte Petrus als Antwort des Meisters erhalten.
5. Die einzelnen Briefe
In chronologischer Ordnung folgen dieselben einander wahrscheinlich so: Beide Thessalonicher, Galater, beide Korinther, Römer, Philemon, Kolosser, Epheser, Philipper, 1. Timotheus, Titus, 2. Timotheus. Wohin der Hebräerbrief zu setzen ist, ist ungewiß.
Wir beschränken uns hier in der Inhaltsangabe notgedrungen auf die Briefe an die Gemeinen.
a) Römerbrief
Geschrieben wahrscheinlich im Jahre 60 von Korinth aus. Veranlassung gab des Apostels Verlangen Rom zu besuchen. Thema: Das große Evangelium Gottes in Christo Jesu auf breitester Grundlage für Juden und Griechen. Leitgedanke des lehrhaften Teils: Die Gerechtigkeit Gottes in der Rechtfertigung und Erlösung des Sünders.
Einteilung:
- Alle Welt schuldig vor Gott, unter Gesetz oder ohne Gesetz (Kap. 1, 18 – 3, 20)
- Rechtfertigung des Sünders vor Gott durch die Gerechtigkeit Christi (Kap. 3, 21 – 5, 2)
- Mit Christus gekreuzigt und auferweckt (Kap. 5, 3 – Kap. 7)
- Das Hohelied des triumphierenden Glaubenslebens, der Wandel im Geist (Kap. 8)
- Parenthese: Gottes ewiger Rat und Plan mit Israel unwandelbar, in voller Harmonie mit dem Evangelium an die Nationen (Kap. 9 – 11)
- Wandel und Opferdienst der Gläubigen in der Liebe und guten Werken (Kap. 12, 1 – 16, 27)
b) Die beiden Korintherbriefe
Geschrieben am Ende seiner dreijährigen Tätigkeit in Ephesus um das Jahr 59. Veranlassung: Eine Anfrage von Korinth wegen der Ehe und wegen des Genusses von Götzenopferfleisch; besonders aber die Meldung von den traurigen Spaltungen in jener Gemeine und mancherlei Missständen, die sich eingeschlichen hatten trotz der hohen Ausstattung mit geistlichen Gaben. Der Brief enthält etliche der kostbarsten Juwelen göttlicher Erkenntnis, über die Weisheit Gottes, die Liebe Gottes und die Auferstehung des Leibes.
Es ist keine eigentlich lehrhafte Abhandlung, sondern alles steht unter dem Gesichtspunkt eines würdigen Wandels. Eine streng methodische Gliederung oder Analyse ist kaum möglich, auch nicht notwendig.
Der zweite Brief folgte dem ersten bald, wohl zu Beginn des Jahres 60 von Philippi aus. Der Apostel selbst ist in großer körperlicher Bedrängnis, Mühe und Schmerz. Tiefer aber bewegt ihn die Sorge um die Gemeinen angesichts der Gefahren der Gesetzlichkeit und des argen Misstrauens, das die judaisierenden Irrlehrer gegen ihn ausstreuten, um seine apostolische Autorität zu untergraben.
Einteilung:
- Des Apostels Rechtfertigung seines disziplinarischen Verfahrens (Kap. 1, 1 – 7, 16)
- Die Kollekte für die verarmten Heiligen zu Jerusalem (Kap. 8, 1 – 9, 14)
- Die Verteidigung seines apostolischen Ansehens (Kap. 10, 1 – 13, 14)
c) Galaterbrief
Geschrieben wohl im Jahre 60 bei seinem dritten Besuch in Korinth. Veranlassung: Rückfall der Galater in Gesetzlichkeit.
Neben dem Römerbrief wohl die wichtigste Epistel für die Klarstellung des Evangeliums der freien Gnade gegenüber aller menschlichen Gesetzesfrömmigkeit. Auch fällt aus diesem Brief das heilige Licht auf das Verhältnis zwischen dem paulinischen Evangelium vom Leibe Christi und dem Evangelium von dem verheißenen Königreich, das die Zwölfe zu verwalten hatten.
Einteilung:
- Gruß (Kap. 1, 1-5)
- Thema (Kap. 1, 6-9)
- Pauli Evangelium neue unmittelbare Offenbarung vom Himmel (Kap. 1, 10 – 2, 14)
- Rechtfertigung durch Glauben ohne Gesetz (Kap. 2, 15 – 3, 24)
- Lebensregel Gnade, nicht Beobachtung gesetzlicher Vorschriften (Kap. 3, 25 – 5, 15)
- Heiligung durch den Geist, nicht durch frommes Tun (Kap. 5, 16-24)
- Ermahnungen und Schluß (Kap. 5, 25 – 6, 18)
d) Epheserbrief
Geschrieben von Rom, Jahr 64. Die erste der Gefangenschaftsepisteln. Wahrscheinlich der Kol. 4, 16 genannte Brief an “Laodicäa”, ein Rundschreiben, in Ephesus deponiert und aufbewahrt. Inhalt: Das eigentliche “Geheimnis des Leibes Christi, Seiner Fülle”.
Einteilung:
- Gruß (Kap. 1, 1.2)
- Des Gläubigen Stellung mit Christo in den “Himmlischen” (Kap. 1, 3 – 3, 21)
- Wandel und Dienst im Glauben (Kap. 4, 1 – 5, 17)
- Kampf des geisterfüllten Gläubigen (Kap. 5, 18 – 6, 24)
e) Philipperbrief
Geschrieben auch aus dem Gefängnis, wohl auch um das Jahr 64. Thema: Geistliche Erfahrung. Die dortige Gemeine erscheint als eine normale, in der es nichts zu strafen gibt. Er selbst ein Gefangener Neros, der aber triumphiert im Glauben, erhaben über missliche Umstände, Not und Gefängnis.
Einteilung:
- Christus unser Leben, Grund der Freude auch im Leiden (Kap. 1, 1-30)
- Christus, unser Muster und Vorbild, dienend in Niedrigkeit (Kap. 2, 1-30)
- Christus unser Lebensziel, trotz unserer Unvollkommenheiten (Kap. 3, 1-21)
- Christus unsere Stärke angesichts aller Bedrängnis (Kap. 4, 1-23)
f) Kolosserbrief
Geschrieben wohl gleichzeitig mit dem Epheserbrief aus dem Gefängnis, Jahr 64. Veranlassung: Die Mitteilungen seines Mitgefangenen Epaphras über die der Gemeine drohenden Gefahren des Gnostizismus: Gesetzlichkeit im verlockenden Gewande frommer Askese, Beobachtung von heiligen Tagen und Zeiten; und zweitens falscher Mystizismus, d. h. ein Sicheindrängen in Geheimnisse der unsichtbaren Welt, philosophische Spekulation.
Einteilung:
- Gruß (Kap. 1, 1-8)
- Apostolisches Gebet (Kap. 1, 9-14)
- Der erhöhte Christus als Schöpfer, Erretter und Innewohner der Gläubigen (Kap. 1, 15-29)
- Gottes Fülle leibhaftig in Christus, die unsere Vollkommenheit ist (Kap. 2, 1-23)
- Unser Einssein mit Christus in Auferstehung und Herrlichkeit (Kap. 3, 1-4)
- Christlicher Wandel, als Frucht der Einheit mit Ihm (Kap. 3, 5 – 4, 6)
- Christliche Gemeinschaft (Kap. 4, 7-18)
g) Die beiden Thessalonicherbriefe
Der erste geschrieben im Jahr 54, als frühester Brief des Apostels von Korinth aus. Veranlassung: 1) Diese jungen Christen zu festigen in der Lehre des Evangeliums; 2) Sie zum Fortschreiten in Heiligung zu ermahnen; 3) Sie zu trösten über die Entschlafenen. Die Wiederkunft Christi ist das Zentrum seines Lehrdienstes.
Der zweite, bald darauf geschrieben, veranlasst durch die Beunruhigung der Thessalonicher betreffs der Zukunft des Herrn und unserer Versammlung zu Ihm in der Luft, nach 1. Thess. 4, 13ff. Unterscheidung zwischen dem Tag Jesu Christi und dem alttestamentlichen fixierten “Tage des Herrn”.
6. Das Ende des Apostels
Vermutlich um das Jahr 67 oder 68 wurde er ein Opfer der römischen Christenverfolgung. Genaues wissen wir nicht. In seiner letzten Epistel aus dem Gefängnis in Rom hören wir den triumphierenden Schlussakkord eines einzig reichen und gesegneten Christuslebens:
Ich werde bald geopfert und die Zeit meines Abscheidens ist vorhanden. Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Hinfort liegt für mich bereit die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tage geben wird; nicht allein aber mir, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebgewonnen haben (2. Tim. 4, 6-8).
(Quelle: “Das prophetische Wort” — vergriffene Schriftenreihe von Prof. Ströter und Heinrich Schaedel)


Jeden Sonntag ab 10:00 Uhr von der 