Leib und Weib Jesu Christi
Autor: Malessa, Friedrich | Kategorie(n): Gemeinde, Heilsgeschichte, Israel, Schriftteilung | 736 x gelesenDie Namen Leib und Weib sind bildliche Bezeichnungen für die Gemeinde Jesu Christi. — So meint man.
Ist es aber nicht sonderbar, dass im allgemeinen Sprachgebrauch die Namen Leib und Weib (Bräutigam und Braut) niemals die gleiche Bedeutung haben? Lächerlich wäre es, wenn jemand sie so verwenden wollte. In keiner Sprache ist dafür auch nur die geringste Neigung vorhanden. Aber der Bibel traut man das zu. Als ob die Schreiber der biblischen Schriften so naiv waren und den Unterschied zwischen Leib (Bräutigam) und Weib (Braut) nicht kannten. Dabei steht einwandfrei fest, dass die biblische Sprache äußerst genau ist. Gerade die Bibel ist im Gebrauch der Namen, Zahlen und Begriffe derart sorgfältig, dass man nur staunen muss. Und nun nehmen wir uns — ganz gelinde gesagt — die Freiheit und werfen die biblischen Namen, somit auch die Begriffe durcheinander. Ob wir uns nicht vor der Bibel schuldig gemacht haben? Kurz wollen wir uns die beiden Namen ansehen und beginnen mit dem
LEIB JESU CHRISTI
Es sollte uns bewusst sein, dass nur Paulus den Namen »Leib« für die Gemeinde Jesu Christi verwendet. Warum nur Paulus? Weil er der Alleinige ist, der die Gemeinde als »Geheimnis vor Grundlegung der Welt« zu offenbaren hat. Man lese Eph. 3, Kol. 1, 24ff. Freilich war Paulus nicht der Einzige, dem dieses »Geheimnis« kundgetan wurde. Petrus z. B. hat mit dem Gesicht von den unsauberen Tieren schon davor dieses »Heiden-Geheimnis« angezeigt bekommen (Apg. 10, 9ff.). Sogar der alttestamentliche Daniel hat mit der »wüsten Zeit Israels« dieses geheimnisvolle Geschehen prophezeien müssen 9, 26. Aber nur Paulus hatte den göttlichen Auftrag, »zu enthüllen das Geheimnis, welches in anderen Geschlechtern den Söhnen der Menschen nicht kundgetan worden, wie es jetzt geoffenbart worden ist Seinen heiligen Aposteln und Propheten im Geiste: dass die Nationen Miterben seien und MITEINVERLEIBTE und Mitteilhaber Seiner Verheißung in Christo Jesu durch das Evangelium.« Beachten wir: Nur Paulus darf das »Geheimnis« enthüllen und gibt ihm eine klare Deutung mit dem Namen »Leib«! Damit ist die ganze Wesenhaftigkeit der Gemeinde angezeigt.
Paulus macht auch verständlich, dass der Name »Leib« nicht nur ein formeller Name ist. In dem Namen liegt der ganze Wesensinhalt, denn »Gott gibt IHN (Christus) als Haupt der Herausgerufenen Gemeinde, die da IST SEIN KÖRPER, die Vervollständigung des, der das All in allem vervollständigt« (Eph. 1, 23). Dieses Wort besagt, dass die Gemeinde nicht nur wie ein Leib anzusehen ist, sondern sie ist des Hauptes Leib, d. h. Seine absolute »Vervollständigung«. Und das in zweifacher Hinsicht: wesensmäßig und dienstlich. Somit ist die Gemeinde DER CHRISTUS, und zwar in der GrundFülle-Gestaltung und in der Zeiten-Aus-Gestaltung.
Weil der Leib DER CHRISTUS ist, darum dürfen seine Anfänge nicht nur in der uns naheliegenden Geschichte gesehen werden. Nach Pfingsten ist die letzte Leibes-Aus-Gestaltung unter den Nationen. Das ist des Leibes End-Geschehen. Das Anfangsgeschehen ist »vor Grundlegung der Welt« (Eph. 1, 4). Wie das Haupt über-geschichtlich ist, so auch Sein Leib. — Auch diese Tatsache beweist die unerforschliche Tiefe der Christuszugehörigkeit und der Christuswesenhaftigkeit des Leibes. Er wird darum »gleichgestaltet dem Ebenbild des Sohnes Gottes« (Röm. 8, 28).
Sehr wichtig zu erkennen ist auch die Tatsache, dass der Leib des Hauptes PLÄROMA (Fülle) ist. Christus wird durch die Gemeinde Sein Fülle-Maß empfangen und erlangen. Wo und zu welchem Zeitpunkt? Am Preisrichterstuhl nach der Entrückung (2. Kor. 5, 10). Da ist der Abschluss der »Vervollständigung des Christus«. — Die Ausgestaltungszeit des Leibes ist dreidimensional:
- Vor Grundlegung der Welt ist die Grund-Legung;
- Im Laufe der Zeiten ist die Aus-Führung;
- In der Zeit des Geistes bis zum Preisrichterstuhl ist die Voll-Führung.
Mit der Anzeige, dass der Leib DER CHRISTUS ist, wird auch sein äonischer Dienst erkenntlich. Der Leib hat — kurz gesagt — DIENSTE DES CHRISTUS! Alles, was der Fülle-Christus vollführen soll und wird, geschieht durch Seinen Leib. Der Fülle-Christus hat aber in den Äonen eine zweifache Dienstweise: RICHTEN (Richter) und REGIEREN (König). Alle anderen Dienstobliegenheiten sind den beiden eingeordnet und unterordnet.
Christus, der in den Un-Heils-Zeiten der Welten-Fülle-Heiland werden soll, muss mit dem »Richten« beginnen. Alle Christusdienste sind in erster Linie Richt-Dienste! Wohlverstanden: Königlich verwaltet kann nur das werden, was zuvor her-gerichtet ist. Das »Richten« geht darum dem Regieren voraus. — Darum gingen in den rückliegenden Äonen dem Regieren die Gerichte voraus, beginnend mit dem Ur-Gericht: »Und die Erde ward wüst und leer«, fortlaufend mit der Sintflut usw. Auf jedes Richten (her-richten) folgte das Regieren. Kein Gericht ohne Fortgang im Regieren, und kein Regieren ohne vorausgehendes Gericht.
Wenn der Heils-Fülle-Christus wiederkommen wird, dann vollführt Er die Vollendungs-Gerichte. Übersehen wir nicht die Tatsache: Der Fülle-Christus wird richten. Diese Richt-Vollführungen obliegen dem Leibe Christi. Darum sagt Paulus: »Wisset ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden?« 1. Kor. 6, 2). Des Leibes erste Funktion nach der Vollendung ist Richten! Dass in diesen Gerichten zuerst die antichristliche Welt gerichtet wird, sollte uns klar sein. In den Gerichten wird aber auch gleichzeitig her-gerichtet. Her-gerichtet wird in der Antichristenheit die »Braut des Lammes«. Auf sie kommen wir noch zu sprechen.
Bleiben wir zunächst bei den ersten Leibes-Richt-Diensten. Diese Anfangsgerichte über die antichristliche Welt sind der Anfang vom »Ende«. Wenn nämlich in der antichristlichen, d. h. dämonischen Welt endgültig gerichtet werden soll, dann muss die Dämonie ihre letzte »Ver-Sammlung« haben. Sie ist da in dem Augenblick, wenn der Leib zum Preisrichterstuhl hingerückt wird und die finsteren Abgrundmächte aus den »himmlischen Örtern« vertreibt. Mit dem Augenblick der Entrückung des Leibes beginnen die »himmlischen Gerichte«! »Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel, und sie siegten nicht; auch wurde ihre Stätte nicht mehr im Himmel gefunden. Und es wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, welcher Teufel und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verführt, geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen« Offb. 12, 7-9). Hier verwirklicht sich die paulinische Prophetie: »Wisset ihr nicht, dass wir über Engel richten werden?« (1. Kor. 6, 3). Welche Räume die Gerichte umfassen und aus welchen Zeiten die »Geister« kommen, das können wir jetzt nicht klären. Gewiss sollte uns aber sein, dass hier die totalen und absoluten Gerichte beginnen, weil der Fülle-Christus nunmehr sein End-Richt-Amt antritt. Der Leib Christi steht allda als die höchste Körperschaft im höchsten Dienst. Das ist der Richt-Dienst!
Wie schon angedeutet, werden bei diesen Hin-Richtungen gleichzeitig auch Her-Richtungen offenbar. Die Her-Richt-Dienste praktizieren die Zwei Zeugen, im Gefolge die 144.000 Versiegelten, das Sonnenweib usw. Die Her-Richt-Dienste finden ihre Gestaltung in der »Braut«, die geschmückt dem Bräutigam entgegengeht. »Lasset uns fröhlich sein und frohlocken und Ihm Ehre geben, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und Sein Weib hat sich bereitet« (Offb. 19, 7). Beachten wir die nunmehrigen Geschehnisse: Die Richt-Dienste des Fülle-Christus haben die ersten Ergebnisse erbracht. Sie müssen verwaltet werden. Verwalterdienste, Regierungsdienste, Königsdienste sind erforderlich. Der Richter nimmt die Königs-Dienste auf. Er braucht einen Regierungsstab, ein Ministerium. Für diese Regierungs- und Verwaltungsdienste ist eine »Gehilfin« ersehen. Die Zwei Zeugen leiten den Dienst der »Gehilfin« ein. Es entsteht im Fülle-Maß die andere Körperschaft, die in der Hoch-Zeit als Braut dem Bräutigam angetraut wird. Das ist
DAS WEIB JESU CHRISTI
Das Weib übernimmt die Verwaltung über alle Her-Richt-Ergebnisse. Sie sind auf der Erde und stehen unter dem begrenzten Begriff: Tausendjähriges Friedens-Reich. Hier müssen die Richt-Erfolge königlich verwaltet werden. Die »Gehilfin« hat das majestätische Regiment. Mit der Hochzeit beginnt in dem neuen »Haushalt« das hochwürdige Verwaltungsamt des Weibes.
Nach der Hochzeit läuft das triumphierende Regierungsgeschehen an: »Halleluja, denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten« (Offb. 19, 6). Hier laufen die »irdischen« Weibes-Dienste. Was der »Mann« weiterhin ausrichtet, nimmt das Weib in die »mütterliche Betreuung«. Mann und Weib sind fortan in den sich ergänzenden Richt- und Regierungsdiensten. Richten und Regieren bleibt selbstverständlich die alleinige Sache des Christus. Aber Er vollführt sie durch Seinen Leib und durch Sein Weib. Der Leib ist dem Haupte am nächsten und hat darum die höchsten Dienste. Das Weib ist dem Manne zugetan und hat die getreuen Verwaltungsdienste. Beide Dienste liegen auf gleicher Linie und — man könnte sagen — auf gleicher Höhe, sind aber doch in einer wunderbaren Abhängigkeit und Folgerichtigkeit. Im Richten liegen die lebensmäßigen Eingriffe, im Regieren die beglückenden Ordnungen.
Das Weib ist für die Dienste des irdischen Heils-Haushalts bestimmt. König-Reichs-Dienste sind es. Für sie kommt ein König-Reichs-Volk in Frage. Das ist Israel! Es gereicht jetzt allen Nationen zu dem längst verheißenen Segen: »Durch deinen Samen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden« (1. Mose 22, 18).
Als die Verwaltungs-Dienste erforderlich wurden, ist Israel dafür ersehen worden. Darum hat sich Gott mit diesem Volk der Völker »VERLOBT« (Hos. 2, 21.22). Die Besiegelung dieser »Verlobung« ist die Hochzeit. Nach der Hochzeit führt das Weib diese Dienste im Vollmaß aus. Israel ist es, dem die Heilsaufgabe unter den Nationen gegeben ist. Es wird diese Aufgabe zur vollen Weltbefriedung ausführen. Es ersteht dann im wahrsten Sinne des Wortes das Tausendjährige Friedens-Reich! — Wohlgemerkt: Der Leib hat über-weltliche und über-geschichtliche Bedeutung. Seine Erwählung ist darum »vor Grundlegung der Welt«. Das Weib hat inner-weltliche, d. h. geschichtliche Bedeutung. Seine Erwählung liegt darum in unserer Geschichte.
Die königlichen Regierungs-Dienste des Weibes sind im Tausendjährigen Reich noch nicht die letzten. Im Gegenteil, da sind sie am Anfang! Die »letzten Zeiten« gehen unter dem Begriff: Neuer Himmel und neue Erde. Da sind die Richt- und Regierungsdienste in der umfassendsten Vollführung. Man lese aufmerksam Offb. 21, 22-27. Hier ist vorherrschend die königliche Seite. Das Weib ist hier im glorreichen Vollendungsdienst. — Die Leibes-Dienste für diese »Zeiten« beschreibt Paulus so: »Denn ER muss herrschen, bis dass ER alle Feinde unter Seine Füße gelegt hat. Der letzte Feind, der weggetan wird, ist der Tod« (1. Kor. 15, 26). Deutlich werden hier die höchsten Dienste angezeigt.
Das Ende all dieser Dienste sieht Paulus in der Weise: »Wenn Ihm aber alles untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der Ihm alles unterworfen hat, auf dass Gott alles in allem sei« (1. Kor. 15, 28). Ob es dann noch Unterscheidungen unter den Körperschaften geben wird? Sie waren ja zu ihren Diensten »erwählt«. Wenn die Dienste in das ZIEL-PLÄROMA einmünden, dann sind sie getan. Ob dann die Dienstorgane noch gesondert bestehen müssen? Diese Frage zu klären, steht uns nicht zu. Die paulinische Andeutung »Gott alles in allem« lässt aber vermuten, dass dieses PLÄROMA nicht mehr Vollführungscharakter, sondern Vollendungscharakter hat. So wie »in Christus«, dem ewigen Sohn, alles zur absoluten Einheit gebracht wird, so wird wohl auch »im Vater« eine Einheit erzielt, die durch nichts in Frage gestellt werden kann (1. Joh. 3, 2).
Das ist das Ziel, das unsere Erkenntnisse übersteigt. Hier können wir nur anbetend mit Paulus sprechen: »0 welch eine Tiefe …« (Röm. 11, 33-36). Der Weg zu diesem Ziel heißt Heils-Dienst! Den vollführt der Heiland als Richter und König. Seine Richt- und Königsdienste lässt Er geschehen durch Seinen Leib und durch Sein Weib. In Ihm, dem FÜLLECHRISTUS, muss erst alle Fülle »wohnen« (Kol. 1, 19.20), wenn ER sie dem FÜLLE-VATER übergeben soll.
Zum Schluss die Frage: Sind diese Erkenntnisse so lebenswichtig? Ja, weil sie die Bibel lehrt! Was sie lehrt, muss erkannt werden. Wer den »Heils-Fülle-Christus« nicht erkennt, der kennt auch seine Dienste in den »Zeiten« nicht. Der wird alle Geschehnisse vermengen. Ist das nicht weithin der Fall? Man denke nur an die Unsumme der Katastrophen-Fehldeutungen für die vergangene und gegenwärtige Zeit, nur weil man die Katastrophenansagen der Bibel in eine verkehrte Zeit legt. Was die Weibes-Zeit angeht, kann nicht die Leibes-Zeit betreffen. Wo aber diese Unterscheidung fehlt, da fehlt die Klarheit. Darum wird auch das prophetische Wort so missachtet. Und doch soll es Licht auf unserem Wege sein (2. Petr. 1, 19).
(Quelle: “Gnade und Herrlichkeit”; 3/2000; Paulus-Verlag; Heilbronn)


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Ich habe da mal eine Frage ! 2.Kor. 11,2 Wie legt ihr diesen Vers. aus ? Es muss ja eine Erklärung geben und es wäre nett, wenn ich eure Ansicht erfahren dürfte. Danke
Hallo Michel,
dies ist hier einfach eine Redefigur, ein Bild und betrifft lediglich diesen einen Aspekt, den der (jungfräulichen) Reinheit, nicht mehr.
Der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht. Er ist (selbstverständlich) kein richtiger Dieb und raubt auch nichts. Hier ist es einfach der Aspekt des Unvermuteten, Überraschenden, nicht Planmäßigen.
Noch ein Beispiel:
1Petr 5,8 Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.
Hier ist wieder nur ein Aspekt gemeint: der Löwe als Raubtier, Räuber. Keine weiteren Löwenattribute wie Mut, Kraft, königliches Auftreten usw.
Ich sehe gerade, dass das Konkordante Neue Testament unter der Rubrik “Hinweise auf Redefiguren in der Stichwortkonkordanz” auch direkt auf 2Kor11,2 eingeht. Ich zitiere:
“”Wenn Paulus schreibt, daß er die Korinther dem Christus als eine lautere Jungfrau angetraut und dargestellt habe, so muß dieser Vergleich auf die zwei Punkte beschränkt bleiben, wo Ähnlichkeit besteht, nämlich was ungeteilte Hingabe und Reinheit betrifft. In anderer Weise können die Korinther keinesfalls mit einer Jungfrau verglichen werden - und schon gar nicht mit einer Braut (Hervorhebung von mir). In welchem Punkt jeweils ein Vergleich möglich ist, ergibt sich auch dann ohne weiteres, wenn es nicht ausdrücklich gesagt wird wie hier in 2.Kor.11,2.
Danke erstmal für die Antwort.
Ich habe heute mit meinem Bibellehrer darüber gesprochen und er hat es mit super erklärt.
Mir ist und war klar, dass die Gemeinde der Leib Christi und das Volk Israel die Braut Christi ist.
Somit wird das Volk Israel in verschiedenen Stufen auch als Jungfrau, Hure und Weib bezeichnet.
Es gibt in der Bibel immer ein Bild zwischen dem Mann und der Frau. Die Frau ist dem Mann immer untertan.
Wenn man Jesus und Israel nimmt, dann ist Israel die Frau und Jesus der Mann, also Braut und Bräutigam.
Wenn man aber Israel und die Nationen nimmt, dann nimmt Israel den Nationen gegenüber die männliche Stellung ein.
die männliche Stellung ist immer die herrschende !
Wenn man den Leib, also die Gemeinde und das Haupt, also Christus nimmt und den Vergleich innerhalb dessen macht, dann wird es klar,
dass Christus als der Mann und wir als dir Frau dargestellt werden.
Wird die Gemeinde aber mit Christus vereint gesehen und in Zukunft als richtende und herrschende Macht ( in Christus )
mit Christus, dann hat sie z.B. Israel gegenüber die männliche Stellung.
Sehr interessant, dass sich diese Muster bzw. diese Ordnung durch die Bibel zieht. Die Bibel ist eben sehr genau !
Erfreulich, da hast du einen sehr guten Bibellehrer.
Ich habe heute zu diesem Thema noch etwas gefunden, und zwar auf den Seiten 23 und 23 des Heftes “Babylon - ein endzeitliches Geheimnis” von Gerhard Salomon. Das findet sich auch online auf dieser Seite unter
http://www.come2god.de/2009/03/12/babylon-ein-endzeitliches-geheimnis/
und ist insgesamt sehr empfehlenswert.
Hier die entsprechende Stelle als Zitat (Hervorhebungen von mir):
“”Nun ist Israel bekanntlich bis zur Babylonischen Gefangenschaft immer wieder dem Götzendienst verfallen. Weil sich damit das Volk Gottes letztlich dem Geiste Babels geöffnet hatte, war es kein Zufall, daß Gott gerade Babylon als Zuchtrute für Jerusalem und als Land des Exils benutzte.
Nach dieser äußersten Abfallposition innerhalb des endzeitlichen Israel wollen wir uns nun dem Gegenstück zuwenden: einer Überwinderschar aus den zwölf Stämmen Israels.
In Kapitel 14, 4 werden die 144.000 Erstlinge, was ihre innerste Grundhaltung anbetrifft, als Jungfrauen bezeichnet. Damit ist jene »Urstandsliebe« gemeint, die ganz allein den Herrn meint, und in dieser »ersten Liebe« haben diese Überwinder trotz allen Abfalls um sie herum und trotz aller Versuchungen bis zur himmlischen Zielerreichung durchgehalten. Welch, ein mutmachendes, aber auch anspornendes Zeugnis!
Es sollte nicht übersehen werden, daß als Merkmal ihres Jungfrauenstandes die Nichtbefleckung »mit Weibern« herausgestellt wird. Deshalb kann nicht gemeint sein fleischliche Besudelung, schon gar nicht das Moment der Ehelosigkeit, weil in der Bibel die Ehe so nicht abgewertet wird, sondern geistliche Hurerei, angefangen vom feinsten Götzendienst bis zur schlußendlichen Tieranbetung. Diese Überwinderschar hat sich ganz frei gehalten von jeder Form des Falsch-Religiösen — und das nicht erst im Blick auf die Hure, sondern schon vorher.
Das Wort »Jungfrau«, dem in der Bibel allerhöchster Stellenwert zukommt, wird heute fast nur noch abwertend im Sinne einer komischen Figur verstanden, die man nicht für voll nehmen kann (zu diesem sprachlichen Bedeutungswandel: »Was man unter einem Weibe oder einer Dirne versteht kann weder das Wort ›Frau‹ noch ›Mädchen‹ ersetzen. Die emanzipierte Frau der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts ist entfernt kein Vorbild auf das, was die Bibel unter Weib versteht. Ebensowenig das moderne Mädchen, behost, kurzrockig, verfranst und verwüstet bis hinein in die Tiefen ihres Jugendlebens, ein Vorbild auf das, was die Bibel mit einer lieblichen Dirne meint. Es ist ein typisches und erschreckendes Zeichen der so hemmungslos gewordenen Generation unserer Tage, daß es selten noch eine gesund gewachsene, in ihrem inneren Wesen reif gewordene Jungfrau gibt, wie sie in früheren Zeiten genannt wurde. Infolgedessen werden die wahren ›Mütter‹ immer seltener« (22/S. 54/55).
In Offenbarung 14, 4 ist das Wort »Jungfrau« symbolisch gemeint; es kann dann für beide Geschlechter stehen (2/Sp. 1244).
Symbolisch verwendet Paulus auch von der Skala der sonst in der Bibel so häufigen diesbezüglichen weiblichen Beziehungen im Blick auf die Gemeinde nur je einmal die Ehe (Eph. 5, 31-33) und den Jungfrauenstand (2. Kor. 11, 2). Er will aber nicht sagen, daß die Gemeinde die Frau des Christus oder eine Jungfrau ist. Er gebraucht diese Begriffe lediglich zur Illustration, um einmal das Verhältnis Christi zu seiner Gemeinde als Leitbild für die Liebe des Mannes zu seiner Frau herauszustellen und um zweitens die erstrebte Reinheit der sich auf den Tag Christi bereitenden Gemeinde zum Ausdruck zu bringen, die sich von nichts fesseln lassen soll, um ganz auf Gott ausgerichtet zu sein. Von diesem kostbaren Jungfrauenstand singt Michael Hahn (1758-1819):
Es ist ihr Wohlgefallen
Schon hier das Lamm allein;
Solange sie hier wallen,
Bewahren sie sich rein.
Sie bleiben abgeschieden
Von aller Kreatur;
Sie leben ganz im Frieden
In ihrer Lammsnatur.”"
Grüße
tape
Das bringt es auch auf den Punkt. Ich freue mich sehr, weil ich in den Artikeln herauslese und darin erkennen, dass man Gottes Wort beachtet, studiert und sehr ernst nimmt ! Gott selbst hat uns in seinem Wort Strukturen und Regeln gegeben, die wir beachten müssen.
Ich danke dir von Herzen für deine Mühe.
Wünsche dir Gottes Segen
Liebe Grüße
Michel