Der Schöpfung Zweck und Ziel
Autor: Diverse | Kategorie(n): Heilsgeschichte | 630 x gelesenWozu ist der Mensch in der Welt? Zu welchem Zweck ist er erschaffen worden? Alle Philosophen und Forscher stellen sich diese Frage, doch keiner vermag die Antwort zu finden. Einzig Gottes Wort kann uns darüber Aufklärung geben, und selbst dort liegt die Antwort nicht offen zutage; sie ist eine der Tiefen Gottes (1. Kor. 2:10), für den fleischlichen Denksinn unfaßbar, dem Verstandesmenschen verborgen, selbst dem nur «Religiösen» und «Frommen» verhüllt. Gott aber hat die Antwort den Seinen enthüllt. Die Behauptung, wir könnten erkennen, wozu wir erschaffen wurden, mag manchem vermessen erscheinen. Solche Erkenntnis wird nur dem zuteil, der sich allein vom Wort Gottes erleuchten läßt, statt eigenen Gedanken zu folgen oder auf Philosophien zu achten, wie sie der Vernunft irrender Menschen entspringen.
Gott ist! Dies ist das Fundament, auf das sich alles gründet. Jeder sonstige Ausgangspunkt ist eitel. Wir können weder unendliche Zeiten noch endlosen Raum begreifen; dieselben Schwierigkeiten bestehen, wenn wir den Ursprung Gottes erfassen wollten. Auch ein Gott, von einem anderen, noch älteren Gott erschaffen, erklärt uns nichts, denn wo käme dann dieser ältere her?
Es gibt nur einen Gott, der weder Anfang noch Ende noch Begrenzungen hat. Es ist so, wie Sein Wort es uns sagt: Gott ist Geist (Joh. 4:24).
Gottes erste Schöpfertat
Wir erfahren von einer ersten Schöpfertat Gottes durch die Stellen, die uns kundtun, daß Er im Anfang Christus, Seinen Sohn, ins Dasein rief. Kolosser 1:15 wird dieser genannt: «Das Abbild des unsichtbaren Gottes» und gleichfalls «der Erstgeborene vor einer jeden Schöpfung». Das Wort «Abbild» bedeutet eine sichtbare Darstellung des unsichtbaren Gottes, und es zeigt uns Gottes Verlangen, Sich zu offenbaren. Sein Vorsatz bei der Zeugung Christi war, daß dieser Seine Offenbarung werde. Das Wort «Erstgeborener» ist in der Bibel eine Redefigur und bezeichnet den Höchsten nach Rang und Stellung, den, der in Seines Vaters Würden eintreten soll. Christus erscheint in der Schrift als der Anfang oder Ursprung der Schöpfung Gottes (Off. 3:14). Er war da, bevor irgend etwas sonstiges existierte. Kein lebendiges Wesen, kein Sonnensystem, kein Stäubchen Materie wurde vor Ihm gebildet. Theologen haben sich viel um die Frage gestritten, ob der vormenschliche Christus vom Vater gezeugt oder erschaffen wurde. Alles dies ist eitel. In Seinem Fall besteht kein namhafter Unterschied zwischen beiden Begriffen. Hebräer 2:11 lesen wir, daß Er Sich nicht schämt, die vielen Söhne, die Er verherrlicht, Seine Brüder zu nennen; denn Er und sie sind aus oder von Einem. Alles, was ist, das ganze Weltall, ist aus Gott (Röm. 11 36, 1. Kor. 8:6).
Das All durch Christus
Alles ist durch Christus, wie es uns der Apostel Paulus in majestätischen Worten kundtut: «Denn in Ihm ist das All erschaffen; das in den Himmeln und das auf der Erde … Das All ist durch Ihn und zu Ihm hin erschaffen, und Er ist vor allem, und das All besteht zusammen in Ihm» (Kol. 1:16,17). «So ist jedoch für uns nur Einer Gott, der Vater, aus dem das All ist (und wir sind zu Ihm hingewandt), und nur Einer Herr, Jesus Christus, durch den das All geworden ist (und wir sind es durch Ihn)» (1. Kor. 8:6). Nichts Erschaffenes sollte ohne Gottesoffenbarung bleiben, und weil kein Geschöpf den Unsichtbaren zu schauen vermag (Joh. 1:18; 6:46), mußte Sein sichtbares Abbild vor allem anderen ins Dasein treten, um ihm diese Offenbarung zu werden.
Wir haben keinen Anhaltspunkt dafür, wann die Erschaffung der Himmelskörper oder Sterne begann und mit welchen Wesen sie bevölkert wurden. Daß aber Gott vernunftbegabte Geschöpfe brauchte, um von ihnen erkannt zu werden, geht ebenso klar aus dem vorher Gesagten hervor, wie aus der Schrift hervorgeht, daß eine wunderbare Welt bestand, ehe unsere Erde gebildet wurde. Hiob 38:4, 7 fragt Gott Selbst: «Wo warst du, da Ich die Erde gründete? … Da Mich die Morgensterne miteinander lobten und jauchzten alle Söhne Gottes?». Diese eine kurze Stelle lehrt uns wunderbare und höchst wichtige Dinge, nämlich, daß es Wesen gab, die mit Verständnis zusehen durften, als Gott ein neues, herrliches Meisterwerk ins Dasein rief — Wesen, die fähig waren, die Macht und Weisheit zu würdigen, die sich dabei kundtat, sich ihrer zu freuen und den Schöpfer dafür zu loben. Es hat den Anschein, daß dieses hehre und herrliche Weltall damals durch keinen Mißton getrübt wurde und nichts von Rebellion, Feindschaft und Sünde wußte.
Nun mögen einige meinen, dies sei eine vollkommene Welt gewesen, die sich einer vollkommenen Offenbarung erfreute und deshalb imstande sein mußte, sowohl Gott als auch Seinen Geschöpfen die höchste Befriedigung zu bringen. Doch dies war nicht der Fall. Alles, was die letzteren damals erkennen konnten, war ein Schöpfer von unbegrenzter Kraft und Fähigkeit. Sein innerstes Herz blieb ihnen verborgen. Sie kannten Ihn als den Inbegriff der Allmacht, aber nicht als den Inbegriff der Liebe. Sie vermochten das Gute nicht zu würdigen, da ihnen das Gegenteil unbekannt war. Sie konnten Gerechtigkeit und Heiligkeit nicht verstehen, solange sie nichts von Sünde und Übel ahnten. Sie wußten nicht, was es heißt, das Böse zu überwinden und im Kampf mit ihm das Gute zur höchsten Höhe zu entwickeln. Was sie von der Gottheit erfassen konnten, war nicht viel mehr, als was sogar Ungläubige in der Natur bewundern. Christus, der Offenbarung dieser Gottheit, konnte nur als der Darstellung überwältigender Kraft und Herrlichkeit gehuldigt werden. Da Er hoch über der Schwachheit des Geschöpfes stand, mußte Sein Anblick jedes derselben Ihm wie tot zu Füßen legen.
Eine weitere Enthüllung notwendig
Gott wußte, daß eine weitere Enthüllung notwendig war, um Seiner Selbst, um Seines Christus und um Seiner Schöpfung willen. Es war die Offenbarung des Bösen. Immer wieder brandet der alte theologische Streit um die Frage auf, ob Satan, der Widerwirker, einst vollkommen war und dann fiel oder ob er als die Verkörperung des Bösen erschaffen wurde. Selbst wenn er anfänglich gut gewesen sein sollte, hat nur sein Schöpfer in ihn die Möglichkeit gelegt, der Inbegriff der Bosheit zu werden. Dies ist jedoch sein Daseinszweck. Er ist eine Notwendigkeit für Gottes hehrste Offenbarung.
Wir haben bereits darauf hingewiesen, daß die Erde später gegründet wurde als die Stätten der himmlischen Heerscharen. Da Satan diese Erde heute beherrscht, ist es höchst wahrscheinlich, daß sie erschaffen wurde, um der Schauplatz des großen Kampfes zwischen Gut und Böse zu sein. Es steht außer Frage, daß Satans Macht schauerlich ist. Er selbst sagte zu Christus, daß alle Königreiche der Welt ihm übergeben wurden und daß er sie gibt, wem er will (Luk. 4:5-7). Paulus nennt ihn den Gott dieses Äons (2. Kor. 4:4), und Johannes sagt uns, daß die ganze Welt in dem Bösen liegt (1. Joh. 5:19). Wir kennen aus Seinem Wort auch den Niederwurf der Welt, der auf die Mißwirtschaft und das Versagen ihres Beherrschers zurückzuführen ist. Dieser «Niederwurf» wird gleich zu Beginn der Schrift klar genug angedeutet. Er entspricht der großen Wahrheit, daß Gott diese Erde nicht als Chaos erschuf (Jes. 45:18), sondern daß sie erst später so wurde, und dies nicht ohne Grund (1. Mose 1:2).
Da ist der allmächtige Gott, der Geist und deshalb nicht sichtbar ist für Seine Geschöpfe. Da ist Sein sichtbares Abbild, der Christus, und da ist ein Weltall von Sonnen und Sternen, mit vernunftbegabten Wesen bevölkert, zu dem Zweck erschaffen, Gott zu erkennen, damit Er Sich einen glückseligen Gott nennen kann aufgrund des Widerhalls, den diese Erkenntnis in ihren Herzen erwecken würde. Um diese Offenbarung wirksam zu machen, ist Satan auf dem Plan, ein Wesen von unheimlicher Schlauheit, Begabung und Macht, dem Gott eine Bühne gegeben hat, auf der er erweisen soll, was er in seiner Gegnerschaft zu Gott zu vollbringen imstande ist und wie weitreichend seine Fähigkeiten sind, wenn er sie gegen seinen Schöpfer ausspielt. Diese Bühne, auf der er seinen Charakter als Widerwirker entfalten darf, ist die Erde: ein idealer Anschauungsunterricht für die himmlischen Heerscharen.
Aber erreichte Gott allein hiermit Seinen Vorsatz bei der Erschaffung des Bösen? Wo kam es zur Offenbarung Seines innersten Herzens? Wo zur Offenbarung der unermeßlichen Überlegenheit Christi über jedes andere Wesen? Wo zur Offenbarung des Wertes unbedingter Abhängigkeit von Gott im Gegensatz zu Satans Weg des Eigenwillens und der Selbsterhebung? Was nützte es den Zeugen seiner Mißwirtschaft, dürfte er für immer auf dem eingeschlagenen Weg fortfahren, ohne daß seine Sünde je zu einem Gipfelpunkt käme, der zu seiner eigenen völligen Niederlage führte, sowie zum Triumph des Guten? Die himmlischen Zuschauer könnten sich mit der Zeit an den Anblick seiner Taten gewöhnen: wie er Gott widersteht, ohne je in der Lage zu sein, Ihn allen Ernstes herausfordern zu können, wie er Christus befeindet, ohne Ihn je antasten zu können; wie er allen von der Sünde Unberührten entgegensieht, ohne sie über die ihm von Gott gesetzten Grenzen hinaus versuchen und verfahren zu dürfen. Dieser Zustand wäre gar bald zu einer Art platonischer Feindschaft zwischen Gut und Böse geworden, ohne daß er zu einer wirklichen Entscheidung geführt hätte. Es wäre auf diese Weise nicht zu einer Zurschaustellung der Gnadenschätze gekommen, die in Gottes Herz verborgen liegen, es gäbe auch keine Offenbarung darüber, wie weit sich Seine Liebe herablassen konnte, und auch keine wahre Enthüllung der abgrundtiefen Bosheit Satans und des Gipfelpunkts, zu dem sich die Sünde zu entwickeln vermochte.
So machte Sich Gott daran, die ruinierte Erde wiederherzustellen: damit sie der Schauplatz Seiner krönenden Offenbarung würde. Dies erforderte Umstände, die es Satan ermöglichten, Gott anzugreifen, seine ganze Gottesfeindschaft kundzutun und die Sünde auf die Spitze zu treiben, bis zur Ermordung des Sohnes Gottes. Dann aber, als er wähnte, einen Triumph über Gott feiern zu können, mußte er feststellen, daß er sowohl seinen eigenen, endgültigen Sturz eingeleitet hatte als auch den herrlichen Sieg dessen, den er zu vernichten gehofft hatte.
Nie konnte Christus von Satan angerührt werden, solange Er in der Gestalt Gottes über allem stand. Damit der Widerwirker Ihn zum tödlichen Zweikampf herausfordern konnte, mußte Er Seine göttliche Majestät ablegen und einen Körper annehmen, der diesem Kampf angepaßt war, einen Körper, der verletzt, gebrochen und geopfert werden konnte. Als erste Urform eines solchen Wesens erschuf Gott Adam, den ersten Menschen.
Der Sohn des Menschen
Es ist schwer in Worte zu fassen, was es für Gott bedeutet haben muß, als Er den Menschen ins Dasein rief, den Er in Seinem eigenen Bild formte. Alles, was Sein geliebter Sohn in dieser Gestalt wirken und leiden sollte, muß Ihn dabei bestimmt und geleitet haben. Von keinem anderen Geschöpf ist gesagt, es sei «in Unserem Bilde und nach Unserer Gleichheit» geschaffen worden, als nur von dem Menschen. Das war von Gott so vorgesehen, weil der Christus in Gleichgestalt des Menschen auf diese Erde kommen sollte. Diese Tatsache erhebt den Menschen weit über alle Fürstlichkeiten und Obrigkeiten der überhimmlischen Welten. Nie nahm Christus deren Gestalt an, und Gott erkor nicht sie, Mittler Seiner krönenden Offenbarung an die übrige Schöpfung zu sein. Wenn wir es erfassen, daß wir ins Dasein gerufen wurden, damit Christus in unserer Gleichheit dem All offenbaren kann, was Gott ist, was Er Selbst ist und was Satan ist, dann müssen wir unsere Knie in Anbetung beugen. Solch eine «Weltanschauung» ist überwältigend. Sie ist eine Antwort auf die Frage um unser Dasein, die in ihrer erhabenen Größe alle menschliche Erklärung übertrifft, so wie Gottes Weisheit die unsere übertrifft. Paulus sagt Kolosser 2:15, daß Christus am Kreuz die Oberherrschaften und Obrigkeiten (der Bosheit, denn Satan hat viele Untergebene) von Sich abgestreift, sie öffentlich zur Schau gestellt und sie (mittels des Kreuzes) im Triumph einhergeführt hat. Dies war sicherlich keine Schau für das Volk, das dort zusah. Die Menschen sahen nichts als Schwachheit, Niederlage und Tod auf Golgatha. Es war jedoch ein Schauspiel für alle himmlischen Heerscharen. Petrus bezeichnete die Dinge, die Christi Leiden betreffen sowie Seine Verherrlichung danach, als etwas, in welches sogar die Boten zu spähen begehren (1. Pet. 1:12).
Deshalb nennt Sich Christus immer «Sohn des Menschen», und Er hebt immer wieder hervor, wie es Seine Aufgabe auf Erden sei, den Vater zu offenbaren, und zwar in der Gestalt des Menschen. Dies mußte eine umfassendere Offenbarung sein, als Er sie der Schöpfung in Seinem vormenschlichen Herrlichkeitsdasein zu geben vermochte.
Christi Entäußerung
Im Philipperbrief erhalten wir weiteres Licht über dieses Thema. Christus entäußerte Sich Seiner göttlichen Gestalt, um Mensch zu werden und als ein Mensch gehorsam zu sein bis zum Tod am Kreuz. Wegen Golgatha wurde Er Mensch, denn dort ist der Schauplatz der zentralen Offenbarung Gottes an das Weltall. Was dieses am Kreuz zu sehen bekam, kann durch keine sonstige Enthüllung, keine Zurschaustellung von Macht und Herrlichkeit übertroffen werden.
Gott hat all dies der von Satan beherrschten Welt und der Menschheit nicht gleich von Anfang an klar und unmißverständlich verkündigt. Damit hätte Er Seinen Vorsatz vereitelt. Nie hätte Satan den Christus ermordet, wenn er gewußt hätte, daß diese Tat seine eigene Vernichtung bewirken würde, seine Bloßstellung in unvergleichlicher Schande und Schmach vor allen Geschöpfen. Satan kann wohl die Vorgänge, wie sie in der Schrift geschildert werden, erahnen, vielleicht kennt er sie sogar besser als wir, da er Zugang zur himmlischen Ratsversammlung hat. Er durchschaut auch die Menschen und vermag ihnen arge Gedanken einzuflüstem. Aber er kann nicht in das eindringen, was in Gott verhüllt und verborgen liegt. So hat Gott auch dem Menschen bei seiner Erschaffung nichts weiter gesagt, als daß er die Erde beherrschen solle, wiewohl Satan dort schon herrschte. Es war notwendig, daß Adam über alle weiteren göttlichen Pläne im dunkeln blieb. Unbeeinflußt durch ein verfrühtes Erkennen, sollte er Gottes Vorsatz erfüllen. Und dieser war zunächst ein ganz anderer, als wir ihn erwartet hätten.
Sicher hat Satan geahnt, daß Adam und Eva, diese besonderen Geschöpfe, an seiner Entthronung mitwirken sollten. Wie, das war ihm wohl zunächst noch unklar. Doch das Schriftwort: «Erfüllt die Erde und unterwerft sie euch» (1. Mose 1:28) mußte ihm sagen, daß er es hier mit Rivalen zu tun haben würde. Daher rührt wohl sein brennendes Interesse, den Menschen unter seine Gewalt zu bekommen. Damit beabsichtigt er seinerseits, Gottes Vorsatz mit diesen Wesen zu durchkreuzen, ungewollt hat Satan diesen Vorsatz jedoch erfüllt. Gottes Weisheit übersteigt wahrhaftig all unser Begreifen. Jeden Schachzug, den Sein Feind gegen Ihn unternimmt, verwandelt Er in einen Sieg für Sich Selbst und in eine Niederlage für den Widerwirker.
Ein Leben ohne Erfahrung
Wäre der Mensch in seinem paradiesischen Zustand geblieben, so hätte es nie auf dieser Erde das Kreuz gegeben; es hätte zu keinem Golgatha kommen können, und Christus wäre nicht als ein Mensch erfunden auf diese Erde gekommen. Die Geschichte der Menschheit wäre nicht anders verlaufen als die der Bewohner der Überhimmel: ein Leben in einem herrlichen Garten, nichts wissend von Kampf und Versuchung, mit keiner sonstigen Aufgabe betraut, als üppig wachsende Früchte zu ernten und mit harmlosen Tieren Umgang zu haben. Kein Mitglied einer solchen Menschheit hätte der Welt und den himmlischen Boten ein Schauspiel werden können (1. Kor. 4:9), wie es doch der Plan Gottes erforderte.
Satans Verführung des ersten Menschen
Als Satan leicht und mühelos den ersten Menschen verehrte, meinte er sicher, Gottes Vorhaben mit diesem Geschöpf vereitelt zu haben; diese Menschen würden ihm nicht mehr gefährlich werden können, sie könnte er fortan in der Knechtschaft halten und als ein Werkzeug gebrauchen, um mit ihnen und durch sie den Schöpfer zu befehden. Noch am Tag der Verführung mußte er aus Gottes eigenem Mund erfahren, wie furchtbar er sich geirrt hatte. Er selbst war es, der die Vorbedingung zum Erscheinen des wahren Menschensohnes in seinem Herrschaftsbereich herbeigeführt hatte. Gerade die von ihm zuerst betrogene Frau sollte seinen Besieger gebären. So gab es einen Samen, welcher, auf Gottes Seite stehend, dem Satan feind war. Seine Entthronung durch diesen Samen war damit besiegelt.
Gottes Erlösungsplan
Die gesamte dann folgende Geschichte der Menschheit ist ein schrittweises Hinarbeiten Gottes auf ein Ziel: das Kreuz auf Golgatha. Das Volk, das den Schlangenzertreter hervorbringen und zugleich unter Leitung Satans das Werkzeug zu Seiner Kreuzigung sein sollte, bietet uns Beispiel um Beispiel, wie Gott es für seine Bestimmung erzog, wie Satan seinerseits alles daran setzte, Gottes Plan zu durchkreuzen und wie er doch jedesmal Gott nur Gelegenheit gab, all sein böses Tun gegen ihn selbst zu kehren.
Wenn Satan gemeint hatte, der sündige Mensch würde niemals das Werkzeug zu seiner eigenen Entthronung werden, so übersah er dabei die unfaßbaren Tiefen des Erlösungsplans Gottes. Adam hatte nur, wenn auch unschuldiges, so doch rein seelisches Leben; er war «Fleisch». Dieses Fleisch war Satan nicht gewachsen. Es war nicht Gottes Vorsatz, durch einen schuldlosen ersten Adam, der weder von Gutem noch Bösem wußte, den Sieg über Satan und seine Mächte zu erringen. Dazu reichten Adams Fähigkeiten nicht aus. Um ein Wesen wie Satan zu überwinden, bedurfte es göttlicher Kraft. Sicher hatte Gott in Seinen Feind eine derartige Macht gelegt, daß der Kampf zwischen ihm und dem Christus ein tödliches Ringen sein würde, sonst wäre dieser Kampf ja nur zum Schein gewesen. Er hätte weder für Gott, noch für Christus Selbst, noch für Satan, noch für die Schöpfung bedeutet, was Gottes Vorsatz zugrunde lag. Aber gerade weil Adam nicht unschuldig blieb, konnte die Menschheit in Christus ein neues Haupt, einen zweiten Adam, erhalten. Nachdem der erste Adam versagt hatte, trat ein anderer, unendlich viel besserer an seine Stelle. Nie hätte die Menschheit den zweiten Adam willkommen geheißen, hätte sie im ersten Adam nicht Bankrott gemacht. Gott ließ Satan mit seiner Verführung einen scheinbaren Triumph erringen, um mit einem viel höheren Liebesplan das Böse in Gutes umzuwandeln.
Christus sollte auf Golgatha den Kopf der Schlange zertreten. Aber Er war auch dazu berufen, eine Schar aus der Menschheit herauszurufen und zu Überwindern zu machen, so daß sie dereinst mit Ihm zu herrschen vermag. Was kein Sohn des ersten Adam in der Kraft des von ihm ererbten Lebens werden konnte, das kann er nun durch das Leben sein, das ihm der zweite Adam vermittelt. Wie aber hätte ein Mensch das göttliche Leben empfangen können, ohne vorher die Verderbtheit seines eigenen Lebens zu erkennen? Als Gott dem Satan erlaubte, Adam mit der Sünde zu vergiften, schuf Er Raum für das Leben Seines Retters in allen, die das adamitische Leben in den Tod zu geben bereit sind. Auf diese Weise wird Satan dennoch auf Erden durch Menschen entthront, jedoch durch solche, die durch den ihnen gegebenen Geist Gottes Vollmacht erhielten, wie sie der schuldlose erste Adam nie hätte haben können. Wer meint, die Erlösung sei nur Wiederherstellung paradiesischer Unschuld, geht gründlich fehl. Gott ließ dem Menschen diese Unschuld von Satan nehmen, um ihm statt dessen Seine eigene Gerechtigkeit schenken zu können. Damit der Mensch sich dessen nicht überhebe, mußte er zuvor sein Sündenelend aufs gründlichste kennenlernen.
Mit all seiner List und Schlauheit, mit seinen verzweifelten Bemühungen bewirkt Satan in völliger Verblendung nur seinen eigenen Untergang; er selbst schaffte die Vorbedingungen für das Kreuz, an dem er besiegt werden sollte. Er sieht nicht im voraus, was dieses für ihn bedeutet; er arbeitet Gott in die Hand. Das ist das Drama der Geschichte des Weltalls, dem die gesamte Schöpfung mit Spannung zuschaut und um dessentwillen die Menschheit im Dasein ist, wobei sie die verschiedenen Rollen spielt, die dieses erschütternde Ereignis verlangt. Satan wußte nicht, was er durch Golgatha für das gesamte All vollbringen würde.
Es liegt nahe, von göttlicher Ironie zu reden, wenn man begreift, wie Gott Seinen Feind Schritt für Schritt auf dieses Kreuz hinweisen läßt, so daß er meint, seinem Schöpfer zu schaden, während er tatsächlich dessen unerforschlichem Weisheitsplan dient.
Golgatha mußte um Gottes willen sein. Wenn Gottes Liebe zu Seinen Geschöpfen erwidert werden soll, so kann nichts anderes ihnen Sein Herz so völlig enthüllen als das Kreuz. Dort gab Er Seinen geliebten Sohn für die Ihm feindlich Gesinnten dahin. Dort bewirkte Er die Aussöhnung eines jeden Wesens, das Ihm entfremdet war; dort erwies Er Seine vollkommene Gerechtigkeit, die alle freispricht, die an Ihn glauben. Dort zeigte Er einem staunenden Weltall die unergründlichen Tiefen der Weisheit, die einen Weg bereitet hat, um dereinst alle Sünde abzutun, ohne daß ein Makel oder Flecken auf Seiner Heiligkeit bleibt. Niemals werden Seine Geschöpfe aufhören, neue Wunder im Kreuz zu schauen.
Golgatha um Christi willen
Golgatha mußte sein um Christi willen. Er sollte nicht nur Preis und Anbetung erhalten als der mächtige Repräsentant des allgewaltigen Gottes. Ihm sollte gehuldigt werden als dem, dessen Gehorsam, Selbstverleugnung und Liebe alles übertraf, was irgendein Wesen bisher erkannte. Christus sollte den erhabensten Platz über jedem Geschöpf erhalten, nicht nur Seines Ranges, sondern auch Seiner Verdienste wegen. Niemals hätte die Schöpfung Ihm eine so von Herzen kommende Anbetung zollen können, wäre Er nur der Höchste gewesen, weil Gott Ihn dazu gemacht hat. Das Kreuz hat Ihn als aller Ehren für würdig erwiesen, wegen der Tat, die Er dort vollbrachte, ganz abgesehen von Seiner göttlichen Stellung. Da Gott Ihn erhöhen wollte, (über-erhöhen bedeutet das griechische Wort im Philipperbrief, Phil. 2:9), konnte Er nichts Zweckdienlicheres tun, als Ihn zuerst in alle Tiefen der Leiden und der Schmach zu erniedrigen. Weil Christus dies ertrug, gab Gott Ihm einen Namen, der über alle Namen ist. Weil Christus Sich so tief gebeugt hat, wird jedes Geschöpf freudig anerkennen, daß Er es wert ist, der Höchste zu sein. Golgatha brachte Christus ein Übermaß an Ehren ein, das auf keine andere Weise zu haben war. Darum mußte es geschehen, um Seinetwillen.
Golgatha um Satans willen
Golgatha mußte aber auch um Satans willen sein. Hier gab Gott ihm Gelegenheit zu erweisen, wie tief er in seiner Verderbtheit zu sinken vermochte. Kein Wesen unter den überhimmlischen Heerscharen hätte je eine solche Tat für möglich gehalten. Nun aber können sie sehen, wozu sich das Böse entwickeln kann, können seine furchtbaren Möglichkeiten erkennen. Für Satan war Golgatha scheinbar der Höhepunkt seines Triumphes; doch in Wirklichkeit wurde er dort besiegt und in all seiner Schande vor den erschütterten Zeugen seines Verbrechens durch den überwindenden Christus öffentlich zur Schau gestellt. Alles, was er von nun an tun kann, ist, in ohnmächtiger Wut sein unabwendbares Schicksal zu erwarten, wohl wissend, wie sehr er es verdient hat. Wiewohl Gott ihn noch auf Erden schalten und walten läßt, enthüllt er doch dauernd seine Unzulänglichkeit, zeigt er fortgesetzt, wie er nichts Vollkommenes bewirken kann. Gott schaut gelassen zu, wie er sich bemüht, mit seinen Kräften zu prunken, die Menschheit auf alle möglichen «Höhen» zu führen. Gott wendet alles, was Satan tut, in letztliches Mißlingen, während Sein Christus bereitsteht, um ihn endgültig zu stürzen, wenn seine Zeit gekommen ist. Dann wird der furchtbare Zustand, in den der Widerwirker die Erde versetzt hat, den notwendigen finsteren Hintergrund bilden für das strahlende Licht der Regierung Christi, unter der alles satanische Tun abgetan wird.
Der Mensch
Bis hierhier haben wir das Hauptgewicht auf die große und herrliche Bedeutung unseres Menschentums gelegt. Aber es gibt noch eine andere, eine dunkle Seite. Der Mensch ist nicht nur das Wesen, in dessen Gestalt Christus Gottes krönende Offenbarung wurde, er ist auch das Wesen, durch das sich Satan seinerseits darstellt. Bereits der erste Mensch ließ sich von ihm überlisten und unter seine Zwangsherrschaft bringen. Von da an wurden alle Menschen mehr oder weniger vom Widerwirker gebraucht, um seinen Zwecken zu dienen. Satan benötigt Menschen zur Erreichung seiner Ziele, und Gott bewilligt sie ihm. Doch auch dies dient dem göttlichen Vorsatz. Die große Tragödie des Weltalls, der Kampf zwischen Gut und Böse, das Schauspiel für die gesamte Schöpfung, erfordert vielerlei Rollen; und es sind die Menschen, die sie spielen — Werkzeuge Satans auf der einen Seite, Geräte Gottes auf der anderen. Jeder Mensch kann eines von beiden sein.
Es ist notwendig, auch die dunkle Seite des menschlichen Daseins hervorzuheben, die uns von aller Selbsterhöhung abhalten sollte. Wir haben sicher keinen Anlaß, uns zu rühmen, und Gott hat es in Seiner Weisheit so eingerichtet. Wenn je ein Mensch sich erheben sollte, weil er Gottes Bild an sich trägt, weil er in der Gleichheit des Christus da ist, so möge er sich entsinnen, daß nicht ein einziger seines Geschlechts so blieb, wie Gott ihn erschuf, sondern daß der Mensch gleich zu Beginn seiner Laufbahn versagte. Aber dies ändert nichts daran, daß er damit Gottes Vorsatz ausführte. Im Gegenteil, der Mensch mußte zum Sünder werden um derselben gewaltigen Ursachen willen, die das Kreuz zur Notwendigkeit machten, um Gottes willen, um Christi willen, um Satans willen und um seiner selbst willen. Dies rechtfertigt Gott darin, daß Er den Menschen so empfänglich für die Sünde machte, daß er ihr bei der ersten Versuchung, die sein Schöpfer Selbst ihm in den Weg legte, nachgab. Hätte Gott es anders gewollt, es wäre Ihm ein leichtes gewesen, dem Menschen die Erkenntnis des Bösen vorzuenthalten.
Aber eine neutrale Menschheit war nicht das, was Gott brauchte; denn der Mensch hat eine besondere Bestimmung im Weltall, sonst wäre seine Erschaffung (als von den Wesen in den himmlischen Örtern verschieden) überflüssig gewesen. Gott benötigt Sünder und Feinde, um den zuschauenden Zeugen in den Überhimmeln Aufschluß zu geben über Seine erlösende und versöhnende Macht; Er will aus dem, was Satan verderbte, etwas Höheres machen; aus einst Unschuldigen Überwinder, aus einstigen Sklaven des Widerwirkers siegreiche Krieger, mit Satan zu ihren Füßen. Gott braucht Sünder, um in ihnen einen Widerhall von Liebe und Dank zu erwecken, durch die Errettung von ihrem grausamen Zwingherrn. Nach diesem Widerhall verlangt Sein Herz. Das nie endende Lob für Seine befreiende Tat an ihnen ist etwas, auf das Er nimmer verzichtet. Daher mußte der Mensch zum Sünder werden um Gottes willen.
Der Mensch als Sünder
Darüber hinaus mußte der Mensch zum Sünder werden um Christi willen. Christus sehnt Sich nach Teilnehmern an Seiner Herrlichkeit. Ihn verlangt nach einem Lohn für Seine Leiden, und das sind die, die Er durch Sein eigenes Blut erlöst hat. Er braucht eine Vervollständigung, eine Ergänzung, eine Braut, die Seine Herrschaft auf Erden mit Ihm teilt, und eine Körperschaft, die in den überhimmlischen Regionen mit Ihm ist. Die Zubereitung Seiner Gehilfen für diese Ämter vollzieht sich auf der gleichen Linie wie bei Ihm Selbst, nämlich durch das Kreuz. Christus starb an demselben einen buchstäblichen Tod. Seine Erlösten werden eins mit Ihm in diesem Tod, indem sie Gottes Fluch über ihr Sündenfleisch, wie das Kreuz ihn ausdrückt, bejahen. Während sie allem sterben, was der Begriff «Fleisch» in sich schließt, und nur in der Kraft des auferstandenen, siegreichen Christus leben, werden sie das, was Er Sich vorgesetzt hat. Nur ein Sünder benötigt die Kreuzigung. Um für alle buchstäblich ans Kreuz zu gehen, nahm Christus die Sünde der Welt auf Sich. Um bildlich ans Kreuz zu gehen, muß ein Mensch sein eigenes Verderben erkennen. Was für Gott gilt, wenn es sich um die Dankbarkeit und heiße Liebe der aus Satans Sklaverei Befreiten handelt, gilt auch für Christus. Würde Er ohne das Lob und den Preis der Geschöpfe sein wollen, die Er mit so ungeheuren Kosten erkauft hat? Solche Anbetung Ihm darzubringen, wäre unmöglich für einen, der nie Sünde und ihre Verzweiflung gekannt hat. Nur der jubelnde Dank von Erlösten befriedigt Sein Herz.
Weiterhin mußte der Mensch zum Sünder werden um Satans willen. Gott ist auch gegen Seinen großen Gegner gerecht; Er gibt ihm Gelegenheit zu zeigen, was er vermag. Er überläßt ihm Milliarden von Menschen, gewaltige Reiche, ungeheure Hilfsquellen und Schätze. Nun kann er erweisen, ob er eine glückliche, friedliche Welt ohne Gott aufbauen kann, ob er den Durst der Menschen zu stillen vermag, ob er imstande ist, ihre Leere mit dem zu füllen, was er zu bieten hat: Ehre und Macht, Lust und Vergnügen, Bildung und Zivilisation, all und jedes, was nur zu haben ist, außer dem Einen, der allein unser Herz befriedigen kann. Aber der Mensch wäre nie Satans betrogenes Opfer und Werkzeug geworden, hätte. er sich nicht von Gott abgewandt. Das war die Voraussetzung für des Widerwirkers große Schau, die er auf dieser Erde aufführt. Wohin ist es durch seine Herrschaft gekommen? Kriege über Kriege, Leiden über Leiden, eine Form der Regierung und Verwaltung der irdischen Herrschaft auf die andere folgend. Und jede hat sich als ein Fehlschlag erwiesen, jede wurde durch die Sünde und Selbstsucht aller Beteiligten ruiniert. Doch die größte Enttäuschung für die Menschheit unter Satans Führung steht augenscheinlich unmittelbar bevor, während sie sich anmaßt, eine bessere Welt durch eigene Pläne und Mittel aufbauen zu können. Verblendet verschließt sich der Mensch der Erkenntnis, daß eine verborgene Hand hinter den Kulissen am Werk ist; er sieht nicht, daß Satans öffentlicher Bankrott schon bald fällig ist, wenn er als Tyrann dieses Weltensystems entthront wird, um für Christi glorreiche Herrschaft Raum zu machen.
Außerdem mußte der Mensch zum Sünder werden um seiner selbst willen. Wenn es Gott und Christus nach der Liebe und dem Dank des Geschöpfes verlangte, so gilt für den Menschen dasselbe. Auch er braucht die unaussprechliche, nie endende Freude, einem Erretter aus seinen Fesseln anbetend danken zu dürfen. Nie wüßte er die Freiheit zu würdigen, hätte er nicht zuvor die Knechtschaft gekostet. Nie könnte er Gottes Gerechtigkeit als Gnadengabe begehren, ohne unter der eigenen Sünde geschmachtet zu haben. Er könnte die Bedeutung des Kreuzes nicht fassen, hätte er es nicht selbst gebraucht. Auch wäre er nie für seinen Platz mit Christus auf dem Thron zubereitet worden, wäre er nicht hilflos in den Tiefen der Sünde und der Schande versunken gewesen. Nur aufgrund dieser Erfahrungen kann Gott ihn erhöhen zu der Stellung, die Er ihm zugedacht hat. Ohne dieselben würde er sich selbst rühmen. Nun ist sein Ruhm allein Christus; denn er weiß, daß nur dessen Kraft ihn befähigt, mit Ihm zusammen die höchste Stellung im All einzunehmen.
Gottes Ziel mit den Menschen
Sollten wir noch weitere Schriftbeweise benötigen, um zu erkennen, daß Gott uns erschuf, um Seine krönende Offenbarung für die gesamte Schöpfung herbeizuführen, so wollen wir bedenken, was Paulus den Ephesern schrieb:
«Mir, dem bei weitem geringsten aller Heiligen, wurde diese Gnade gegeben, den Nationen den unausspürbaren Reichtum des Christus als Evangelium zu verkündigen und alle darüber zu erleuchten, was die Verwaltung des Geheimnisses betrifft, das von den Äonen an in Gott verborgen gewesen war, der das All erschaffen hat, damit nun durch die herausgerufene Gemeinde den Fürstlichkeiten und Obrigkeiten inmitten der Überhimmlischen die mannigfaltige Weisheit Gottes bekanntgemacht werde» (Eph. 3:8-10).
Und in der Tat, es ist so, wie geschrieben steht:
«Was kein Auge gewahrt und kein Ohr gehört hat und wozu kein Menschenherz hinaufgestiegen ist, all das hat Gott denen bereitet, die Ihn lieben. Uns aber enthüllt es Gott durch Seinen Geist; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes» (1. Kor. 2:9,10).
(Quelle: Konkordante Schriftenreihe; Konkordanter Verlag, Pforzheim)


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