Wenn die Schrift bezeugt, daß Gott die Welt liebt, so ist damit gar
nichts darüber ausgesagt, wie die Welt ist, sondern nur, wie Gott ist.
Das gilt es einmal ganz klar mit allen Konsequenzen zu fassen.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Das tiefere Geheimnis des priesterlichen Segens

Autor: Kahn, George, Dr.  |  Kategorie(n): Erkenntnis & Wesen Gottes, Lehre  |  649 x gelesen

(Nach einem Vortrag)

Meine teuren Geschwister! Ihr kennt die Verordnung des priesterlichen Segens, wie sie aufgezeichnet ist in 4. Mose 6, 22-26, wo es heißt:

“Und der Herr redete mit Mose und sprach: Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: Also sollt ihr sagen zu den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet: Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr erhebe Sein Angesicht über dir und gebe dir Frieden.”

Wir wollen einmal in die Tiefe forschen, welche Gedanken der Liebe und der Weisheit Gottes dieser Stiftung des priesterlichen Segens zugrunde liegen.

Zunächst sehen wir hier drei Stufungen, die sich wachstümlich zum hohen Schlußziel hin gestalten. Und zwar sind es drei Paare, die sowohl in einer Gegensätzlichkeit wie nachher in einer Synthese erscheinen:

    Der Herr segne dich und behüte dich;
    der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
    der Herr erhebe Sein Angesicht über dir und gebe dir Frieden.

Diese drei Stufen entsprechen genau der großen Stufung, die sich, viel mehr, als man denkt, durch die ganze Heilige Schrift hindurch vorfindet und die sehr sinngemäß gekennzeichnet ist in der Architektur von Stiftshütte und Tempel, nämlich in der Darstellung von Vorhof, Heiligtum und dem Allerheiligsten. Sie kommt auch zum Ausdruck in der paulinischen Lehre an die Gemeinde Christi, wenn der Apostel ermahnt zu prüfen, was da sei vor Gott, dem Allmächtigen, gut, wohlgefällig und vollkommen.

1. “Der Herr segne dich und behüte dich”

Sowohl das hebräische wie auch das griechische Wort für “segnen” heißt auch “loben” — es ist derselbe Wortstamm. Wenn wir den Herrn loben, dann segnen wir, wenn wir segnen, dürfen wir loben. Es ist kennzeichnend, daß es in Hebr. 7, 7 einmal heißt, daß ohne Widerspruch das Geringere von dem Besseren, Höheren, Höherrangigen gesegnet wird. Ohne Widerspruch — das heißt, es gibt Dinge, die man vielleicht verschieden auslegen kann, hier aber gibt es keine Gegenrede.

Wenn sich nun Gott dazu herabläßt, daß Er sich auch von uns segnen läßt (vergleiche Eph. 1, 3), obschon Er der Höhere ist, so muß Er, weil es doch darin keinen Widerspruch gibt, einmal der Tiefere gewesen sein. Und so sehen wir schon hier den großen Heilsgedanken Gottes, der sich in die Tiefe herabgelassen hat, nicht nur auf die menschliche Stufe, sondern in die Tiefen der Tiefe, durch die Erniedrigung Seines Sohnes.

Die erste Aufgabe allen Segens ist die Hinwegnahme des Fluches, das “Entfluchen”. Denn dem Segen entgegenstellend ist der Fluch. In seinen großen Schlußreden in 5. Mose 27-30 stellt Moses das Volk vor die Wahl, Segen oder Fluch zu empfangen. Also segnen bedeutet zunächst “entfluchen”, den Fluch wegnehmen. Stellen wir uns z. B. nur einmal vor, von wieviel Flüchen ein Fleischgericht begleitet ist, bis es küchenfertig vor uns auf dem Tisch steht, vom Schlachten des Tieres bis zu den Flüchen des Metzgerburschen und des Austrägers. Oder wenn ein Haus gebaut wird, von wieviel Flüchen ist es belastet, bei der heutigen Atmosphäre in der Baubranche, bis es schlüsselfertig dasteht! Darum auch hat Israel und das Judentum so viele “berachot”, so viele Segenssprüche. Für die Erstlinge vom Feld, für die ersten Früchte, für alle möglichen Dinge und Belange gab es einen Segensspruch, um den Fluch wegzunehmen. Erste Funktion, erste Sinngebung. Und dann, wenn der Segen schon eingetreten ist, gilt es um seine Erhaltung, um seine Vermehrung zu flehen.

Nun kommt aber gleich das andere: und behüte! Gerade der Gesegnete bedarf in ganz besonderer Weise der Behütung. Gerade der, um beim architektonischen Bild zu bleiben, der aus der Welt hineingerettet wird in den Vorhof, der aus der Gewalt des Fluchs hineingerettet wird in die ersten Segnungen, der bedarf in besonderer Weise der Behütung. Das haben wir alle erlebt; das erleben wir auch manchmal im Dienst an anderen. Die Schlagworte der Volksmissionen treffen zuweilen bei aller Primitivität doch das Richtige. Eines dieser Schlagworte heißt: “Wo Christus wird gehört, da wird der Teufel gestört.” Und das ist gewißlich wahr. Der Mensch in der Welt, der frisch drauflos lebt, wird vom Satan in Ruhe gelassen. Das ist doch die große Anfechtung für viele Fromme, daß es den Menschen ohne Christus so gut geht, nicht nur äußerlich, sondern daß sie auch innerlich manchmal zufrieden und in voller Harmonie erscheinen. Satan läßt sie eben in Ruhe, denn er ist ihrer nach seiner Spekulation sowieso sicher. Wo aber der Rettungsdienst beginnt und einer aus der Macht der Finsternis in die Entfluchungszone, in den Vorhof der ersten Segnungen hinüberwechseln kann, da entbrannt ein Kampf um einen solchen Menschen. Denn keiner wird kampflos von den Mächten der Finsternis freigegeben. Deshalb: und behüte dich. Gerade der Gesegnete bedarf in ganz besonderer Weise der Behütung. Und dann geht es weiter.

2. “Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig”

Wenn der Herr Sein Angesicht leuchten läßt — das zeigt sich eindeutig in der gesamten Schrift —, dann geschieht das zunächst zum Gericht! Es ist gleichsam die Blitzlichtaufnahme von Gott her, die Röntgenaufnahme unserer selbst. Es ist keine Kleinigkeit, Gott zu begegnen. Es ist nicht einmal eine Kleinigkeit, Ihm zu begegnen im Liebesangesicht Seines Sohnes. Als die frommen und einfachen jüdischen Hirten in der Weihnachtsnacht erschraken, da hat ihnen der Engel deswegen keinen Vorwurf gemacht. Nein, dieses Erschrecken war absolut richtig. Es war die gottgefällige Einstellung. Darum hat er sie nicht zurechtgewiesen, sondern getröstet. “Fürchtet euch nicht …” Es ist doch manchmal so, daß wir in der Gemeinde Christi mit dem Herrn Jesus Christus und dadurch auch mit Gott beinahe zuviel und zu einseitig, ich möchte sagen, auf dem Duzbruderfuß angelangt sind und nicht mehr die Distanz, den heiligen Respekt vor dem König der Welt haben. Wenn es im zweiten Psalm heißt: “Küsset den Sohn, damit ihr nicht Schaden erleidet”, dann ist damit der Kuß des Untertanen gemeint, wie ihn Saul, der erste König in Israel, 1. Sam. 10, 1 empfing. Wohl uns, daß dieser König unser bester Freund ist, ein königlicher Freund und Bruder zugleich. Aber vergiß dabei nicht, daß Er der große König ist!

Wenn es also heißt: “Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten”, dann bedeutet das, daß wir uns entkleiden, uns aufdecken lassen vor den Augen Gottes. Dann erst bekommt das andere seinen Sinn: und sei uns gnädig! Denn dann deckt der Herr zu. Decke auf — decke zu! Wenn der Herr Sein Angesicht leuchten läßt, dann deckt Er uns auf. Und wenn wir bereit sind, uns aufdecken zu lassen, dann kann Er zudecken und gnädig sein. Denn der Gnadenakt kann doch nur da sinnvoll sein, wo einer verurteilt ist. Er kann nur über einen Verurteilten ergehen. Und zwar kann der Gnadenakt nur über einen solchen Verurteilten ausgegeben werden — genau wie in der Welt auch — der Einsicht in seine Unwürdigkeit und die Strafwürdigkeit seines Verhaltens bekommen hat.

Gott lasse leuchten Sein Angesicht. Er zeige uns unser Röntgenbild, damit wir nackt und bloß dastehen, auf nichts Eigenes mehr pochen, nichts Gerechtes mehr an uns finden. Wenn wir uns bereitwillig so darstellen lassen und in die Einsicht dieses Zustandes hineinwachsen, dann kann auch das andere kommen. Dann erst sind wir für die Gnade empfänglich.

Die Bundeslade im Allerheiligsten mit dem Sühnedeckel ist ein Vorbild darauf. Diese Lade war aus Akazienholz verfertigt, aus dem minderwertigsten Holz, das es gibt, doch umkleidet mit Gold. Ob man sie von vorn oder hinten, von links oder rechts, von oben oder von unten sah, — gar nichts mehr war von diesem minderen Akazienholz festzustellen. Das ist die Darstellung dieser zweiten Stufe des priesterlichen Segens: “Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.” Der Herr decke dich auf, damit Er nachher dich minderes Akazienholz mit Gold umkleiden kann.

Das hebräische Wort für Akazienholz heißt Sittim. Und Israel wird im Worte Gottes einmal gesagt: “Gedenke doch dessen, was von Sittim bis Gilgal geschehen ist” (Micha 6, 5). In Sittim fand die große Beschneidung statt. Und Gilgal heißt Erlösung. Es hängt mit dem Wort Golgatha zusammen. Vergesset nicht, was geschehen ist vom minderen Akazienholz bis hin nach Golgatha, wo ihr mit dem Gold der Erlösung umkleidet wurdet!

Nur so, meine teuren Geschwister, können wir auch verstehen, was der Apostel Paulus im Römerbrief Kap. 8, Vers 1 kundtut: “So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christo Jesu sind.” Wie falsch wird das doch oft verstanden! Das heißt keineswegs, daß wir nun nicht mehr irren oder fehlgehen könnten. Aber es bedeutet, daß der, der auf Grund unseres Akazienholz-Zustandes ein Anrecht an uns hätte, es nun nicht mehr hat. In der Schweiz, das wißt ihr vielleicht, nehmen unsere Soldaten ihre gesamte Ausrüstung mit heim. Nun stellen wir uns einmal vor, eine Truppe käme aus den Manövern heim und würde am Samstag um 11 Uhr entlassen. In diesem Moment ist der Wehrmann rechtlich bereits wieder Zivilist. Und nun nehmen wir an, aus lauter Freude trinkt er über den Durst und wird vielleicht in einen Raufhandel verwickelt oder hat einen Motorradunfall. Nun kommt er, obgleich er rechtlich bereits wieder Zivilist ist, doch um seines Kleides, um seines Waffenrockes willen, den er anhat, noch vor ein Militärstrafgericht. Bei uns ist es umgekehrt. Um unseres Niedrigkeitskleides willen kämen wir eigentlich noch unter die Gerichtsbarkeit des Anklägers. Aber weil wir mit Gold überzogen sind und der Herr uns gnädig ist, hat Satan kein Verklagungsrecht mehr über uns und keine Staatsanwaltsfunktionen mehr auszuüben. Sondern wir sind in die Gerichtsbarkeit des lieben Sohnes verpflanzt, und unser Sprecher ist der Heilige Geist. Das ist die Veränderung, die von Sittim bis Gilgal geschah. Das ist das gnädige Zudecken des Herrn, nachdem wir uns von Seinem leuchtenden Angesicht haben aufdecken lassen.

3. “Der Herr erhebe Sein Angesicht über dir und gebe dir Frieden”

Aber das ist noch nicht alles. Das sind Höhepunkte wie im Heiligtum, aber noch keine Gewähr eines Dauerzustandes. Ihr habt vielleicht schon bei einer Evangelisation, bei einer Freizeit große Segnungen erhalten und die Nähe Gottes verspürt, habt das Hinüberwechseln aus dem Herrschaftsbereich der Kräfte dieser Welt in den Herrschaftsbereich des lieben Sohnes erfahren. Aber es ist noch kein Dauerzustand. Irgendein Schicksalsschlag kommt, eine Prüfung, und alles scheint wie verflogen. Und darum kommt nun noch das Letzte, das Größte: “Der Herr erhebe Sein Angesicht über dir und gebe dir Frieden.”

Auch das müssen und können wir nur erklären von der israelitischen Vorstellungswelt her.
Ihr wißt, daß die Schechina, die Herrlichkeit Gottes, als Feuersäule oder Rauchwolke über der Stiftshütte lagerte, je nachdem, ob es Tag oder Nacht war; daß sie sich erhob, sobald es galt, das Zelt abzubrechen und weiterzuwandern, und sich wieder niederließ, wenn Gott einen neuen Lagerplatz verordnete. Was bedeutet das? Gleichsam das, was wir im Liede singen: “Jesu, geh voran auf der Lebensbahn”, daß nur Er unser immerwährender Führer sein soll. Der Herr erhebe Sein Angesicht über dir, das heißt, Er sei der einzige und immerwährende Führer. Er gebe dir kund die Zeiten der Ruhe und die Zeiten des Aufbruchs und der Aktivität. Er leite dich in die Zeit der Stille und des Abwartens und gleichsam des Lagergottesdienstes und rufe dich zu anderer Zeit wieder auf zum Weiterwandern in wachstümlicher Gestaltung. Das bedeutet es: Er erhebe Sein Angesicht über dir. Er sei dein alleiniger Führer, und erst so kann Er dir auch Seinen vollen Frieden schenken.

Das hebräische Wort für Friede “Schalom” bedeutet Unversehrtheit. Jerusalem ist die “unversehrte Stadt des Friedens auf der Höhe.” Unversehrt genau in dem Sinne, wie der Apostel Petrus in 1. Petr. 1, 4 das Erbe unserer Hoffnung unversehrbar und unverletzlich nennt. Und das griechische Wort für Friede “eirene”, woher der Mädchenname Irene kommt, bedeutet “man redet miteinander”. Es gibt einen doppelten Frieden, es gibt den Frieden in der Welt und den Frieden der Herzensstellung. In den Abschiedsreden, Joh. 14, 27, sagt der Herr Jesus Christus den Jüngern: Ich lasse euch nun den Frieden und gebe euch noch Meinen persönlichen Frieden mit. Im Tausendjahrreich der Königsherrschaft Jesu Christi wird der äußere Friede vorhanden sein, nach dem alle Kreatur lechzt, die Tiere vorab. Aber in diesem Äon, wo vom äußeren Frieden keine Spur zu finden ist, dürfen wir als echte Kinder Gottes diesen anderen tiefen Frieden des Herzens, den Frieden der Gemeinschaft Jesu, Seinen Frieden, bereits reichlich in uns tragen. Und wenn dieser Friede nicht in unserem Leben Gestalt gewonnen hat, liebe Brüder und Schwestern, laßt es mich offen sagen, dann ist das ein Zeichen dafür, daß sich der Herr noch nicht vollends erhoben hat über unserem Leben, daß wir nur vereinzelte Höhepunkte der Gemeinschaft kennen, aber noch nicht den Herrn als Führer. Solange du noch ein Gefäß der Angst und Beklemmung und des Bangens bist, bist du noch nicht “en Christo” (in Christo), bist du vielleicht “pros Christon” (zu Christus hin), bist du guter Vorhofsmensch. Du bist dann vielleicht schon zum Teil in die Heiligung eingetreten, aber noch nicht gewurzelt in Christo, in Christus drin. Sonst könntest du nicht ein Gefäß des Zweifelns und der Furcht und des Unfriedens sein. “Der Herr erhebe Sein Angesicht über dir und schenke dir Seinen Frieden!” —

Ich betrachte es als eine große Weisheit und als einen Willensbeschluß Gottes, der ja auch Herr über den Gottesdienst, seine Gestaltung und Liturgie ist, daß in der jüdischen Gottesdienstordnung in der Synagoge dieser priesterliche Segen im Zentrum des Gottesdienstes steht, bei der Wiederholung des Hauptgebetes im Responsorium des Vorbeters und der Gemeinde. Und zwar nicht als leer und schal gewordener Formalismus, wie wir es manchmal in den Kirchengemeinden haben, wo der Segen am Schluß des Gottesdienstes erteilt wird, wenn in einer Art Aufbruchstimmung schon der eine den Mantel vom Haken reicht und der andere die Münze sucht, die er am Ausgang einwerfen will. Denn diese Verordnung des Segens hat ja noch eine Fortsetzung im letzten Vers von 4. Mose 6, und die lautet folgendermaßen: “Denn ihr sollt Meinen Namen auf die Kinder Israel legen, daß Ich sie segne.”
Wenn wir uns davon Rechenschaft geben, wann Gott mit Seinem Volk Israel für diesen Äon abgebrochen hat, dann müssen wir sagen: Als sie diesen Namen, der über alle Namen ist, nicht auf sich legen lassen wollten. Und wann wird Er wieder endgültig und insgesamt mit ihnen Heilsgeschichte schreiben? Wenn sie diesen Namen wieder auf sich legen lassen und gläubig rufen werden: “Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!” (Matth. 23, 39).

Nun, meine Geschwister, wenn ihr in unserer Zeit sinnvoll für Israel beten wollt, dann kenne ich kein schöneres und besseres Gebet, als daß ihr diesen priesterlichen Segen, der ja in erster Linie für sie bestimmt war, in der rechten Herzensstellung in diesem Sinne betet:

“Der Herr segne euch und behüte euch!” Ihr seid die Gesegneten des Herrn, und darum bedürft ihr in dieser letzten Zeit, wo sich die Mächte der Finsternis noch einmal zusammengeballt aufmachen, besonders der Behütung. “Der Herr lasse Sein Angesicht über euch leuchten und sei euch gnädig!” Der Herr entkleide euch! Lasset euch entkleiden vom Blick und von der Röntgenaufnahme Gottes! Pocht nicht allzuviel auf eure Gaben! Nehmt sie dankbar und demütig als ein Geschenk Gottes! Pocht auch nicht zuviel auf eure kolonisatorischen Leistungen, rechnet nicht zuviel mit eurer Armee und Wissenschaft! Nein, der Herr lasse Sein Angesicht über euch leuchten, damit Er gnädig sein kann. Und der Herr erhebe Sein Angesicht, wie Er es getan hat über den Vätern, über Mose und den Propheten. Er werde wieder ganz ausschließlich euer Führer, und nur so könnt ihr auch Seinen Frieden bleibend empfangen.

Und auch für euch, meine Geschwister, möchte gelten: Der Herr segne und behüte: der Herr nehme den Fluch weg und lasse den bereits empfangenen Segen bewahrt bleiben und vervielfältigt werden. Er lasse Sein Angesicht leuchten und sei gnädig: Er decke auf und decke zu in Seiner Gnade. Und Er werde dein alleiniger immerwährender Führer und schenke dir so Seinen heiligen Frieden. Amen.

(Quelle: “Leben aus Glauben und Gnade”; Paulus-Verlag; Heilbronn)

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