Die Güte und die Strenge Gottes
Autor: Czerwinski, Carl | Kategorie(n): Heilsgeschichte, Israel, Völkerschaften | 766 x gelesenRömer 11:22-29
Nachdem Paulus das große Thema von der Versöhnung in den Kapiteln 5-8 des Römerbriefes im Hinblick auf den einzelnen behandelt hat, nimmt er im 11. Kapitel dasselbe Thema wieder auf, aber nunmehr im Blick auf Israel und die Nationen. Immer schon hat es in Israel einen gläubigen Überrest (11:5) gegeben; so wird es auch in der Zukunft sein. Israels Kränkung hat den Nationen der Welt den Reichtum der Versöhnung gebracht (11:12); aber trotz ihrer Verstockung bleiben die Menschen aus Gottes altem Bundesvolk «Geliebte um der Väter willen» (11:28).
Während der gegenwärtigen geheimen Verwaltung der Gnade Gottes geht von der Nation Israel kein Licht aus; im Gleichnis bleibt Israel zwar weiterhin der edle Ölbaum, aber andere Nationen werden vorübergehend als Lichtträger eingesetzt. Ihnen gilt die Mahnung von Römer 11:18: «Prahle nicht gegen die Zweige!»
Würden sie, denen er das schrieb, ihn gefragt haben: «Wieso und warum schreibst du uns solche Mahnung? Erkläre und begründe uns das doch noch näher, damit wir das besser verstehen!», so gibt er in Römer 11:22-29 die Antwort. In dieser richtet er ihren Blick wieder auf Gott und Sein Handeln mit beiden, nämlich mit Israel, Seinem erwählten Volk, und den Nationen.
Vers 22: «So nimm nun wahr die Güte und die Strenge Gottes!» Betrachte beides eingehend mit Nachdenken! Es liegt ja alles vor dir in einem freien Blickfeld. In diesem Blickfeld siehst du, was jetzt der erwählten Nation widerfährt. Du siehst, wie Gottes Strenge sich jetzt an ihr auswirkt, weil sie, diese in Gottes Gunst hineingenommene und in einem besonderen Vorzug stehende Nation, jetzt fällt. Ein Teil (Vers 25), nicht die ganze Nation, fiel jetzt schlimmer als jemals in den Unglauben (Vers 23), in die Verstockung (Vers 25), fiel hinein sogar in den Abgrund der Feindschaft (Vers 28).
Beachten wir hier die Steigerung: Unglauben, Verstockung, Feindschaft. Das sind die Kennzeichen des Fallens dieser Nation, die durch den besonderen Vorzug von seiten Gottes vor Ihm stand (denn Fallen setzt immer ein Stehen voraus):
Unglauben in bezug auf die Offenbarung der Gerechtigkeit Gottes und die Rechtfertigung des Glaubenden.
Verstockung im Pochen auf ihre Vorzüge im Fleisch (Beschneidung und Gesetz). Diese Verhärtung machte sie blind für das Werk des heiligen Geistes in ihrer Mitte.
Feindschaft gegen Gottes Werk, welches nun zu den Nationen übergriff durch Paulus und seine Mitarbeiter. Es war nicht gewollte Feindschaft gegen Gott, sondern in erster Linie Feindschaft gegen die Träger des alles Bisherige überragenden Evangeliums der Rechtfertigung durch Glauben allein und der Versöhnung der Welt (also auch der Nationen) durch Gott in Christus. (Siehe auch Apg. 7:51: «Stets prallt ihr zusammen mit dem Geist, dem heiligen». Vgl. 1. Kor. 1:18.) Das Wort vom Kreuz wurde auch den Juden zur Torheit, d. h. zur Fußangel, in welcher sie sich fingen.
Durch dieses Fallen kamen sie unter die Strenge Gottes. Die Strenge ist das Gegenteil von Güte und Freundlichkeit. Das griechische Wort für «Strenge» hat den Begriff des Schneidens in sich. Wer von Gottes Güte und Liebe durch Unglauben abgeschnitten ist, erfährt die Strenge Gottes, und das ist etwas Einschneidendes. Das bereitet viele Schmerzen und ist etwas Gerichtsmäßiges.
Vers 22: «An denen, welche fallen, zwar die Strenge». Wenn wir Israels Geschichte von damals bis heute und durch die Prophetie der Schrift von heute bis zum Schluß der großen Drangsal überblicken, so sehen wir durch zwei Jahrtausende hindurch den langen Gerichtsweg Israels als Offenbarung der Strenge Gottes. Ein verworfenes Volk, ein fluchbeladenes Volk, gebrandmarkte, geächtete Menschen! Ein Volk, das keine Heimat, kein Heiligtum, keinen Retter, kein Licht, keinen Gott hat und daher für die andern Völker kein Lichtträger sein kann. — O, was schließt das doch alles in sich! Wieviel Jammer, Not, Tränen, Blutvergießen, gebrochene Herzen kennzeichnenden Weg der Juden unter den Nationen. Wer könnte die Summe dieses Elends nennen, welches sie durch ihr Fallen über sich und andere gebracht haben?
Was wünschen wir, denen Gott über diese Dinge Licht aus Seinem Worte gegeben hat, mehr, als daß man durch das Anschauen der Strenge Gottes über Israel erkennen würde, daß dieses Volk durch sein Fallen so unter den Fluch gekommen ist und nicht aus anderer Ursache. Die Verschiedenheit des Blutes der Rassen hat gewiß ihre Bedeutung für die Beurteilung der schöpferisch in die Völker hineingelegten Naturanlagen. Aber bei diesem großen Problem: Israel und die Nationen, welches wir heute besprechen, geht es nach dem Zeugnis der Schrift um ein Stehen vor Gott in Seiner Güte durch Glauben (Vers 20) oder ein Fallen in die Strenge Gottes durch Unglauben.
Wir wenden uns nun zu der nächsten hier vor uns liegenden Wahrheit, die uns bezeugt wird mit dem Wort: «An dir aber die Güte Gottes, so du in der Güte beharrst, sonst wirst auch du ausgehauen werden».
Wer ist dieser «Du» in diesem Vers? Es ist der Gläubige aus den Heiden, aus den Nationen, der hier in diesem Fall vor Paulus die Nationen selbst repräsentiert. Denn der Apostel behandelt hier Gottes Verhalten zu Israel und zu den Nationen in nationaler Hinsicht. Israel als Volk und die Nationen als solche stehen in seinem Gesichtsfeld. Israel ist gefallen und die Nationen sind unter die Güte, und nach Vers 30 sogar unter das Erbarmen gekommen! Heißt das nun, dass alle in den Völkern, die die frohe Botschaft des Heils bekommen haben, begnadigte und gerettete Menschen, Gläubige und Kinder Gottes geworden sind? Nein, das heißt es nicht. Paulus bezeugt das klar genug, dass der Glaube nicht das Teil aller ist, und dass sein Evangelium denen, die vom Gott dieses Äons geblendete Sinne haben, verhüllt ist, und dass Gott jetzt nur diejenigen, die Er in Christus zuvor erkannt und für die Ebenbildlichkeit Christi zuvor bestimmt hat, beruft, rechtfertigt und herrlich macht. Es ist also nur eine Auswahl, ein Bruchteil von allen, die einen bestimmten Stand in der Gnade in Christus Jesus bekommen (Röm. 5:2).
Und doch steht hier, daß die Nationen infolge des Falles Israels unter die Güte und das Erbarmen Gottes und sogar in ein Glaubensverhältnis (Vers 20) zu Gott gekommen sind. Wie ist das zu verstehen?
Um die Antwort zu finden, müssen wir das beachten, was Paulus in Kap. 16:25 ein enthülltes Geheimnis im Zusammenhang mit seinem Evangelium nennt. In diesem Geheimnis handelt es sich nicht um Christus und seine Gemeinde, sondern um die große paulinische Verkündigung der Versöhnung der Welt durch Gott in Christus. Sie war ein Geheimnis geblieben; denn die Prophetie kannte nur ein Gesegnetwerden der Nationen durch Israel zur Zeit der Königsherrschaft Christi und nicht zur Zeit des Abfalls der erwählten Nation.
Israel lehnte die Glaubensgerechtigkeit ab und verwarf damit die von Gott gelegte Grundlage für den Stand des Glaubenden in Errettung, um auf seinen Vorzügen im Fleisch und dadurch auf dem Boden der alten Menschheit und der alten Schöpfung stehen zu bleiben. Israel lehnte ab. Paulus und Barnabas gehen zu den Nationen, und ihre Botschaft findet an vielen Orten Glauben. Paulus bezeugt dies sehr ausführlich in anderen Kapiteln dieses Briefes.
Sollte die Liebe Gottes, die Gott in der Hingabe Seines Sohnes für Seine Feinde offenbarte und wodurch Er ihre Sünden nicht anrechnete, in Seinem Herzen zurückgehalten bleiben denen gegenüber, die aus den Nationen der Botschaft von der Rechtfertigung durch Glauben Vertrauen schenkten und es wagten, sie anzunehmen? Nein, niemals! Der Strom der Liebe und Gnade strömte nun eben. Nahm Israel als Volk ihn nicht auf, dann mußte er seinen Lauf zu den Nationen nehmen, damit nun auf diesem Boden der tiefsten Finsternis, des größten Verderbens die überragende Macht der Gnade Gottes offenbar würde. Dass dies nun auf Grund des Unglaubens der Juden geschah, mit andern Worten, dass infolge des Unbrauchbarwerdens des für die Nationen bereiteten Segenskanals, die Nationen jetzt durch den erhöhten Christus gesegnet wurden, und zwar mit noch größerer Errettung, als Israel sie verkündigt bekam, das war im ganzen Plan Gottes ein Geheimnis gewesen, «verschwiegen in den äonischen Zeiten» (Röm. 16:25).
So kamen die Nationen unter die Güte Gottes. Das Wort Güte oder Freundlichkeit deutet darauf hin, dass Gott hier nicht eine verheißene Bundesverpflichtung erfüllte, sondern von Sich aus in freiem Wohlwollen, oder, wie es Epheser 1:5 heißt, «nach der Lust Seines Willen» handelte. Israel steht in der Bündnistreue seines Gottes. Auch die Strenge Gottes gehört dazu. Die Nationen aber stehen jetzt in der Güte und Freundlichkeit, Gottes auf Grund der Versöhnung.
Damit wir die Beziehung, welche die Nationen nun zu Gott und dem ihnen gegebenen Segen haben, in ihrer Eigenart recht verstehen, gebraucht Paulus in dieser Abhandlung das treffende Bild von dem Ölbaum mit den ausgebrochenen und den eingepfropften Zweigen.
Dieses Bild müssen wir uns jetzt näher ansehen. Die jüdische Nation ist in der Prophetie unter drei Bildern aus dem Pflanzenreich dargestellt, nämlich Ölbaum, Feigenbaum und Weinstock (oder auch Weinberg). Diese Bäume sind also Symbole Israels, und zwar sind sie es in dreifacher Hinsicht, nämlich der Ölbaum im Blick auf Israel als Licht und Geistträger für die Nationen im kommenden Königreich, der Feigenbaum im Blick auf Israels Wiederbelebung und Fruchtbarkeit und der Weinstock (1) im Blick auf die göttliche Pflege und Treue, die Er diesem aus Ägypten geholten «Weinstock» angedeihen ließ und (2) besonders im Blick auf die leiblichen Segnungen der Glückseligkeit (dass der Wein erfreue des Menschen Herz, Ps. 104:15), im Glückseligkeitsreich Christi. Öl und Wein waren die Heilmittel des barmherzigen Samariters, der ein Typus ist auf Christus, der die unter die Räuber gefallene Menschheit zur Zeit Seiner Herrschaft heilen wird.
Hier kommt für die Belehrung, die Paulus den Nationen gibt, der Ölbaum als Symbol in Betracht. Geistliches Licht und geistliches Leben wurde diesem Volk insonderheit im Pfingsthaushalt gegeben. Die Fettigkeit (V. 17) dieses Ölbaumes war nicht gering. Tausende wurden gläubig; mächtig wirkte Gottes Geist in Zeichen und Wundern, in Gaben und Kräften des zukünftigen Äons (Heb. 6:5). Doch bald zeigten sich die Kennzeichen der Verstockung, besonders bei der Führerschicht des Volkes; Verfolgungen der Gläubigen setzten ein, und schrittweise schritt die Verblendung und die Feindschaft einer Vollreife entgegen, und das Resultat war, dass ein Teil der Zweige dieses Ölbaumes gerichtsmäßig herausgeschnitten wurde von Gott. Der 2. Petrusbrief, der Judasbrief, der Hebräerbrief, der 1. Johannesbrief geben uns Zeugnis von dem Abfall vieler in Israel, die erst gläubig geworden waren und dann herausgeschnittene Zweige wurden.
Paulus, der Nationenapostel, und seine Mitarbeiter aber durchziehen Kleinasien mit der Botschaft Gottes, und in vielen Provinzen und Städten werden Nichtjuden gläubig. Der Strom der Gnade überschreitet sein bisheriges Flußbett und fließt breit durch die Länder am Mittelmeer, bis er schließlich auch Rom, das politische Zentrum der damaligen Welt, erreicht. Die Nationen waren nun in die Güte und in die Begnadigung Gottes hineingekommen. Sie, die im einzelnen Zweige eines großen weitverzweigten, wilden Nationenölbaumes waren, wurden durch die Güte Gottes wider ihre Natur (Vers 24) eingepfropft in den edlen Ölbaum Gottes. Es soll Tatsache sein, dass man in den Ländern des Mittelmeeres gute alte Ölbäume, die nicht mehr recht fruchtbar sind, dadurch verjüngen kann, dass man Zweige von wilden Ölbäumen in sie einpfropft; also eine Art des Pfropfens, wie sie sonst bei anderen Bäumen nicht üblich ist; deshalb heißt es hier Vers 24: «gegen die Natur».
Wir wollen das hier von Paulus gebrauchte Bild noch ein wenig mehr ins Auge fassen, um seine Lehren recht zu erkennen: Die Juden sind der edle Ölbaum Gottes. Viele seiner eigenen Zweige wurden ausgeschnitten. Nationenzweige aber eingepfropft — dieses Gleichnis erklärt die Situation, wie sie damals, als Paulus diesen Brief schrieb, vorlag, und ich füge hinzu: auch heute noch in gleicher Weise vorliegt.
Nun müssen wir aber auf der Hut sein, dass wir das richtige Teilen des Wortes der Wahrheit nicht übersehen und nicht den Fehler machen, dass wir das hier von Paulus gebrauchte Bild verwischen oder es über die Grenzen seiner Bedeutung hinausstrecken: Dass die Nationen als wilde Zweige in den Ölbaum eingepfropft wurden, bedeutet nicht, dass sie fortan mit dem gläubigen Teil Israels zusammen das Königreich Jesu Christi bilden oder das Reich Gottes in der Welt, oder dass alle, die in den Nationen gläubig werden, kein anders geartetes Heil hätten als die Gläubigen, die damals in Israel hauptsächlich durch den Dienst der Apostel der Beschneidung zum Glauben kamen.
Die Aussage des Paulus in Römer 15:16 hilft uns, den Ölbaum in Kapitel 11 besser zu verstehen: Damals tat Paulus noch Priesterdienst unter den Nationen mit dem Evangelium Gottes. Den Ausdruck «Evangelium Gottes» gebraucht er zum erstenmal am Anfang dieses Briefes und kennzeichnet es näher als dasjenige, welches Er durch Seine Propheten in Heiligen Schriften zuvor verheißen hat über Seinen Sohn, der aus dem Samen Davids gekommen ist dem Fleische nach usw. Paulus ist ein gutes Stück seines Dienstweges mit den Aposteln der Beschneidung gegangen und hat dabei in gleicher Weise wie sie die Botschaft von dem verheißenen Sohn Gottes aus dem Samen Davids allen verkündigt, deren Ohr er fand. Solange das erwählte Volk nicht verworfen war, zielte das Werk des heiligen Geistes auf die Wiederherstellung des irdischen Königreiches für Israel hin.
Hätte Israel damals den Ruf Gottes erkannt und angenommen, dann hätte es selbst unter (den Nationen seine königlichpriesterliche Tätigkeit ausgeübt, und die Nationen wären unter das Zepter des Messias gekommen. Aber Israel war in der Verhärtung begriffen, doch noch nicht verworfen. Christus Selbst wurde von Stephanus zur Rechten Gottes stehend geschaut, gleichsam zum Aufbruch Seines Wiederkommens zu Seinem Eigentumsvolk bereit. Aus diesem Zustand der erwählten Nation ergab sich für Paulus der Charakter seines Dienstes unter den Nationen zu jener Zeit des Überganges, wie er ihn in Römer 15:16-28 schildert. Beachten wir dort auch besonders den 27. Vers, in welchem Paulus sagt, dass die Nationen der geistlichen Güter Israels teilhaftig wurden. Ähnlich wie es im zukünftigen Königreich sein wird, kamen die Nationen als solche damals unter bestimmte Segnungen, die der heilige Geist in der erwählten Nation wirksam gemacht hatte; denn die Rettung kam von den Juden.
Ein mächtiger Einfluss des Geistes und des Wortes Gottes drang durch die Lande und machte nicht einmal vor den Toren des kaiserlichen Hofes in Rom halt. Die «Fettigkeit des Ölbaumes», das ist das Werk des heiligen Geistes von Jerusalem ausgehend, floss in die Nationen hinein. Dadurch wurden diese unter bestimmte Wirkungen Gottes gebracht, sagen wir einmal: in eine bestimmte Schule Gottes genommen — und darin sind sie heute noch.
Wo Schule ist, wird unterrichtet, gelernt und verlernt. Da sind Aufgaben und Pflichten, aber auch Züchtigungen und Strafen. Es kommt aber auch ein Schulabschluss, ein Examen. War es nicht auch so mit Israel unter dem Gesetz? Die Nationen haben seit der Verwerfung Israels unter ihren Obrigkeiten und deren Gesetzen einen Stand, der dem Stand Israels unter dem Gesetz auffallend ähnlich ist. Auch enthalten ihre Gesetze noch viel «Fett» der Gesetze in Israel. Dabei haben sie fortgesetzt in ihrer Mitte die Verkündigung der Heilsbotschaft, welche ihnen sagt: nicht in euch liegen die Fähigkeiten, euer Verderben zu überwinden; nicht ihr könnt euch retten durch eigene von Gesetzen geleiteten Anstrengungen; nicht ihr könnt eure Todeswunde selber heilen — denn Christus allein schafft neue Menschen, in Seinem Namen allein ist Errettung. Eine Verkündigung, wie sie Israel durch Christus und Seine Apostel damals kaum bekam. Zu der Fettigkeit des Ölbaumes, an welcher die Nationen nun Anteil bekommen haben, gehört vor allem die schriftliche Gottesoffenbarung, das Zeugnis Mose, der Propheten und Apostel. Gehören diese Träger der Gottesoffenbarung nicht alle zur jüdischen Nation, zu dem edlen Ölbaum? Was wären die Nationen heute ohne diese Fettigkeit? Israel ist jetzt ohne Licht — die Nationen haben Gottes Wort; denn es wird nicht in Jerusalem gedruckt, sondern in Stuttgart, Zürich, London, New York usw.
So du in der Güte beharrst!
«So nimm nun wahr die Güte und die Strenge Gottes! An denen, welche fallen, zwar die Strenge, an dir aber die Güte Gottes, so du in der Güte beharrst, sonst wirst auch du ausgehauen werden.»
Wer wird ausgehauen? Niemals ein einzelner gläubiger Mensch; denn jetzt ist die Zeit der Gnade Gottes, ja der unvermischten Gnade, welche Er reichlich auf alle überfließen läßt, die Ihn heute um Vergebung einer Kränkung bitten (Eph. 1:7), womit sie Sein Herz verwundet haben. Wir Gläubigen heute sind so innig mit Christus verbunden, dass dieses Einssein mit Ihm unter dem Gleichnis eines Körpers dargestellt wird. Immer wieder spricht Paulus von uns als den Gliedern der Körperschaft Christi, der Leibesgemeinde. Sie würde ja verstümmelt werden, gleich einem menschlichen Körper, wenn einzelne Glieder herausgehauen werden könnten, weil sie nicht in der Güte beharrt haben oder sonstwie den Geist Gottes, den heiligen, betrübten (Eph. 4:30).
Zur Zeit der Pfingstgemeinde in Jerusalem war die Situation noch anders. Die gläubigen Juden damals hatten Sündenvergebung mit Bewährungsfrist, wie es der Herr Jesus Selber im Gleichnis vom «Schalksknecht» (Mat. 18:23-35) dargelegt hatte und wie es Petrus mit seinem Strafwunder an Ananias und Sapphira praktizierte. Dies war in Übereinstimmung mit Jesu Wort von der Rebe am Weinstock, welche weggenommen wird, wenn sie keine Frucht bringt (Joh. 15:2).
Aber in Römer 11 ist weder von den Reben am Weinstock (gläubigen Juden, welche in das irdische Königreich eingehen werden) die Rede, noch von den Gliedern an Christi Körper (welche für den überhimmlischen Segensbereich vorgesehen sind) sondern von ganzen Nationen! In Römer 11 wird nie von dem Geschick einzelner Gläubiger gesprochen; alles, was darüber zu sagen ist, steht in Kapitel 1-8 des Römerbriefes.
Um es noch einmal zu wiederholen: Während der gegenwärtigen geheimen Verwaltung der Gnade Gottes (Eph. 3:2, 9) geht von der Nation Israel (dem edlen Ölbaum) kein Licht aus. Andere Nationen wurden vorübergehend als Lichtträger eingesetzt (wilder Ölbaum eingepfropft), z. B. Deutschland und die Schweiz in der Reformationszeit. Dass Gottes Wort in der Gegenwart leuchten kann, geschieht mit Genehmigung oder Duldung der Obrigkeiten seitens der meisten «christlichen» und atheistischen Nationen der Erde. Aber mit unserer Entrückung wird der Zeugendienst in dieser Art aufhören. Dieser Zeitpunkt wird mit dem Ausdruck beschrieben: «… bis dass die Vervollständigung [aus] den Nationen eingehe». Alsdann wird Israel als Nation gerettet werden; der wilde Ölbaum ist dann wieder ausgehauen (11.22: «… wirst auch du ausgehauen werden»), und die einstmals ausgebrochenen (jüdischen) Zweige (11:17) werden in den eigenen edlen Ölbaum zurückgepfropft (11:24).
Mit diesem Gleichnisbild soll gesagt werden, dass der Ölbaum (dessen Wurzel ja heilig ist, 11:16) nach wie vor der eigentliche Lichtträger ist. Doch von unserer Entrückung an wird der Leuchtdienst nicht länger von den Nationen versehen werden, sondern vielmehr wieder von Israel selber.
So wie der Ölbaum ein irdisches Gewächs ist, dessen Früchte das Öl zum Leuchten und zur Speise für seelische Leiber geben, so wird die jüdische Nation in der Erfüllung ihrer irdischen Aufgabe den Nationen im Königreich der Vermittler leiblicher Segnungen sein, d. h. Segnungen, die freilich geistlich in ihrem Ursprung sind, aber sich in der Leiblichkeit der irdischen Sphäre auswirken werden. Wären mit den eingepfropften Zweigen die Glieder des Leibes Christi im gegenwärtigen Haushalt der Gnade gemeint, dann hätten sie mit dem auserwählten Volk ein irdisches Losteil und wären mit diesem Volk zusammen dazu bestimmt, Untertanen des Messias in Seinem weltweiten Königreich auf der Erde zu sein. Dieses würde im Widerspruch stehen mit der überragenden Botschaft des Paulus für die in Christus vor dem Niederwurf der Welt erwählte Leibesgemeinde. Denn sie ist dazu bestimmt durch den Vorsatz Gottes, Christi herrliches Organ zu sein in den überhimmlischen Regionen. Ferner können wir nicht die letzte Hälfte von Vers 22 auf die Körperschaft Christi und ihre Glieder anwenden, ohne uns in Widerspruch zu Römer 8:29-39 zu setzen. — Wir hängen an dem verherrlichten Christus Gottes und nicht an der königlich-priesterlichen irdischen Nation unsers Gottes. Von unserer aus Gnaden erhöhten Stellung aus können wir Israel und die Nationen in ihren Beziehungen zueinander um so besser überblicken und Ihn allezeit preisen für unsere große Errettung und unser herrliches Überhimmlisches Losteil.
Nun zum Schluß noch etwas über die endliche Errettung Israels.
Interessant ist nach Vers 24 die Tatsache, dass der edle Ölbaum, der doch Israel als Gottes Volk mit einer besonderen Bestimmung darstellt, stehen bleibt, bis die ausgebrochenen Zweige wieder eingepfropft werden oder damit sie wieder eingepfropft werden können.
Wenn Israel auch buchstäblich jetzt verworfen ist, so steht es im Rate Gottes doch da als ein Volk. Der Ölbaum ist nicht samt und sonders für immer weggetan, nein, er trägt ja jetzt sogar — schon lange und immer noch — die Nationen als eingepfropfte Zweige. Andernfalls hätten die Nationen ja gar keine Güte Gottes empfangen, sie hätten kein Fett vom Ölbaum, kein Licht und keine Wahrheit und keine Heilskunde im Worte Gottes. Dass sie dieses aber haben, haben sie der Güte Gottes und dem Eingepfropftsein in den Ölbaum zu verdanken. Also, von Gott aus gesehen, steht dieser Ölbaum, Sein Volk, immer noch — obwohl verworfen — vor Ihm; denn Verworfensein ist nicht Verstoßensein. In dem Wortschatz Gottes, in welchem all die Ausdrücke stehen, die Sein Tun und Handeln kennzeichnen, steht das Wort «verstoßen» nicht.
Aber das Wort «verwerfen» steht darin. Es ist ein hartes Wort. Aber die Härte dieses Wortes wird sehr gemildert durch die Wahrheit, dass dieses Verwerfen (1) vorübergehend und (2) im Plane Gottes Vorbedingung für die Offenbarung noch größerer Herrlichkeit Gottes ist.
Dass dies so ist, können wir nun in den nächsten Versen sehen. In Vers 25 macht Paulus das Geheimnis der Zeitdauer der Verstockung Israels bekannt. Dass dieses Volk abfallen und in die Strenge Gottes hineinkommen würde, war schon längst von den Propheten des alten Bundes verkündigt worden; auch hatte der Herr Selbst es in Seinen Reden (z. B. Mat. 23 und 24) dem Volk ganz klar verkündigt, dass es dem Gericht schon verfallen sei; aber wie lange dieses währen würde, das war nie gesagt worden. Auch in Jesaja 6:11-13 erhält der Prophet auf seine Frage («Bis wann?») keine klare Antwort, statt dessen aber die Zusage von der Bewahrung des «heiligen Samens». — Die genaue Zeitdauer der Verstockung Israels blieb ein Geheimnis, bis Gott dies durch Paulus in Römer 11:25 enthüllen ließ:
«Bis dass die Vervollständigung der Nationen eingehe»
Die Konkordante Übersetzung des N.T. ist unseres Wissens die einzige, welche das griechische Urtextwort pleroma konsequent mit Füllung, bzw. Vervollständigung wiedergegeben hat. Wie in unserer Stichwortkonkordanz, S.444, näher erklärt wird, ist seine Grundbedeutung das, was etwas füllt oder vollständig macht («Des Herrn ist die Erde und das, was sie füllt.» 1. Kor. 10:26). Es ist also keineswegs die Fülle oder der Zustand des Vollseins damit gemeint; es geht hier lediglich um das, was hinzugetan wird, um voll oder vollständig zu machen. In diesem Sinne spricht auch Paulus im Römerbrief mehrfach von Vervollständigung:
- «Folglich ist die Liebe die Vervollständigung des Gesetzes» (13:10)
- «…in [zur] Vervollständigung des Segens Christi» (15:29)
- «… Wieviel mehr ihre (Israels) Vervollständigung» (11:12)
- «… Vervollständigung der Nationen eingehe» (11:25)
Wenn Israels Kränkung, Niedergang und Wegwurf (die Zeit der durch die ausgebrochenen Zweige verursachten Lücke, Röm. 11:12-15) der Welt bereits den ganzen Reichtum der Versöhnung einbrachte, wieviel mehr wird Israels Wiederannahme (die Vervollständigung der genannten Lücke) für die Welt bedeuten? Die Antwort steht Römer 11:15: «Leben aus den Toten!»
Gottes gegenwärtiges Versöhnungsangebot an die Welt bedeutet, wie gesagt, den Reichtum der Nationen (11:12). Den Lesern des Römerbriefes brauchte nicht besonders gesagt zu werden, dass lediglich die Berufenen Jesu Christi (Röm. 1:5,6) inmitten aller Nationen tatsächlich in den Genuß dieser Versöhnung kommen. Im gleichen Sinne ist auch Römer 9:30 zu verstehen: «Dass die Nationen, die nicht der Gerechtigkeit nachjagten, Gerechtigkeit ergriffen — eine Gerechtigkeit aber aus Glauben».
Dies zu fassen, bereitet keine großen Schwierigkeiten, wenn man sich immer wieder vor Augen hält, dass es in der zweiten Hälfte der Epistel an die Römer (in den Kapiteln 9-11) niemals um den einzelnen noch um die einzelnen geht, sondern um die Beziehungen zwischen Gott und Israel als Nation, sowie zwischen Gott und den Nationen in ihrer Gesamtheit.
Dies gilt auch für Römer 11:25. Wieviele Berufene Jesu Christi inmitten aller Nationen die Versöhnung bereits angenommen haben und wieviele sie noch annehmen werden, ist eine müßige Frage. Wichtig ist nur, dass Gott heute allen Nationen die Versöhnungshand entgegenhält; denn in ihrer Mitte gibt es Vorher-Ausersehene, die Er noch nicht berufen hat. Solange sie fehlen, besteht in der Gesamtschar der Gläubigen (welche die Leibesgemeinde ausmachen sollen) noch eine Lücke, die ausgefüllt werden muß. Dies wird der Fall sein, sobald Gott alle Vorher-Ausersehenen (Röm. 8:30) auch berufen hat, um sie zu rechtfertigen und zu verherrlichen. — Dann wird die Vervollständigung aus den Nationen eingegangen sein. Solange aber die Zahl der Berufenen noch nicht vollständig ist, wird Gott Seine Versöhnungshand nicht zurückziehen.
Bis diese Vervollständigung erreicht ist, bleiben die Nationen dieser Erde in ihrer Gesamtheit als wilder Ölbaum eingepfropft und versehen (an Israels Stelle) den Leuchtdienst durch die Verbreitung des Wortes Gottes, eben um der Auserwählten willen, die Gott noch berufen wird. Er ist in Seinem Wort viel logischer als wir in unserem Denken. Römer 11:25 sagt daher nichts von dem einzelnen oder den einzelnen, welche als letzte berufen werden; denn in den Kapiteln 8-11 geht es nicht um den einzelnen, wie schon betont wurde. In unnachahmlicher Weisheit spricht Gottes Wort in Römer 11:25 von der Auffüllung, der Vervollständigung der Lücke unter den Berufenen und gebraucht damit einen Ausdruck, der zu allen Zeiten paßt, von der Abfassung des Römerbriefes an (als die Lücke noch groß war) bis zur letzten Stunde vor unserer Entrückung (wenn die allerletzten Vorher-Ausersehenen berufen, gerechtfertigt und verherrlicht werden).
Vers 26: «… und also all Israel gerettet werden wird». — All Israel steht im Gegensatz zum Überrest (Röm. 11:5). Auch hier geht es nicht um die Errettung eines jeden einzelnen in Israel, sondern in erster Linie um die Errettung von ganz Israel als Nation, damit es seinen Dienst als «königliches Priestertum» (1. Pet. 2:9), als Lichtträger für Gottes Wort aufnehmen kann. Wir wissen, dass dies nicht unmittelbar nach unserer Entrückung geschehen wird; denn die darauffolgenden Gerichte Gottes werden ja nicht nur die Nationen, sondern auch Israel in der großen Drangsal treffen; und auch im Königreich wird es weiterhin Aufrührer und Übertreter geben, welche die in Matthäus 5:21-30 vorgesehenen Strafen treffen werden, bis ein jeder auch den letzten Heller bezahlt haben wird (Mat. 5:26).
Die mannigfaltige Weisheit Gottes
Israels Verstockung ist also, wie wir gesehen haben, nicht nur vorübergehend, sondern Seiner Planung gemäß geradezu die Vorbedingung für die Enthüllung Seiner Herrlichkeit auf Erden im kommenden Königreich durch Israel — und in den überhimmlischen Regionen durch die Körperschaft Christi, die Leibesgemeinde. Wir Menschen müssen geistliche Wahrheit durch Gegensätze lernen, um Gottes mannigfaltige Weisheit erfassen zu können: Zuerst mußte Israel in die Knechtschaft Ägyptens, ehe es die Segnungen des gelobten Landes genießen konnte. Jetzt muß es die Leiden der Zerstreuung durchkosten, ehe es wiederhergestellt wird. Zuerst schließt Gott alle in den Unglauben ein, ehe Er Sich aller erbarmt. Zuerst stehen alle in Adam, ehe sie in Christus zu stehen kommen. Zuerst der Sturmwind bei Elia, dann das stille, sanfte Säuseln der Gottesnähe. Zuerst das mißlungene Gefäß auf der Drehscheibe des Töpfers, dann das andere nach Seinem Wohlgefallen. Auch die Zornesgefäße (Röm. 9:22, 23) sind nicht Selbstzweck oder nur dazu da, gerichtet zu werden, sondern dass Gott Seine Barmherzigkeit erweise an den Gefäßen der Barmherzigkeit. Ehe die neue Schöpfung Seine Herrlichkeiten preist, muß eine alte Schöpfung Ihm die Plattform bilden zur Offenbarung Seiner Liebe. Ehe eine neue Menschheit vor Seinem Angesicht steht, stellt Er in die alte das Kreuz von Golgatha hinein zum Erweis Seiner Gerechtigkeit und Versöhnung.
So hat unser großer Rettergott immer ein Erstes und Zweites in der Durchführung Seines großen Liebesplanes. Aber das Erste ist nur um des Zweiten willen da, und in dem Zweiten offenbart Er Seine Herrlichkeit mit Macht und Fülle. «Gnädig und barmherzig ist der Herr, langsam zum Zorn und groß an Güte und Wahrheit», so lautet Seine eigene Kunde von Seinem Charakter. Aber Seine Barmherzigkeit und Gnade wirft Er nicht ohne weiteres den Menschen in den Schoß, sondern schenkt sie denen, die am Rande ihres Könnens sind und Sein Erbarmen begehren.
Zu diesem Zweck setzte Er Israel und die Nationen in wechselseitige Beziehungen zueinander. Darum müssen sie sich gegenseitig üben, bis sie genug aneinander haben und beide nach göttlicher Ordnung in Sein Erbarmen kommen auf Grund ihres Zusammenbruchs.
Unser Gott ist ein Gott der Herrlichkeit. Seine Herrlichkeit offenbart Er aber in ganz besonderer Weise darin, dass Er die Fehlwege Israels und der Nationen und des einzelnen Menschen — nicht nur richtet und vergibt, sondern sie mithineinverwoben hat in Seinen großen Rettungsplan, damit auf einem sehr dunklen Hintergrund die Herrlichkeit Seiner Weisheit, Treue, Langmut, Gerechtigkeit und Liebe um so heller erstrahle. Den Haushalt der Gnade, den Paulus zum Verwalten bekam für die Gemeinde des Leibes Christi, hat diese — menschlich gesprochen — der Verhärtung Israels zu verdanken. So mußte es kommen, dass Gott Sein größtes Geheimnis: Christus und Seine Gemeinde mit ihrer Herrlichkeit in den himmlischen Regionen, offenbaren konnte. Das hatte kein Auge gesehen und kein Ohr gehört, und keinem Menschen konnte das in den Sinn kommen. Uns aber hat Gott dies geoffenbart durch Seinen Geist, der auch die Tiefen Gottes erforscht (1. Kor. 2:9, 10).
Aus Ihm und durch Ihn und zu Ihm hin
Der Grund für Gottes Bündnistreue gegenüber Israel wird in Vers 29 genannt: «Denn unbereubar sind die Gnadengaben und die Berufung Gottes». — Israels Gnadengaben sind laut Römer 9:4 «der Sohnesstand und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißungen». Sie alle wurden (ebenso wie Israels Berufung zum königlichen Priestertum) nicht aufgehoben, sondern lediglich aufgeschoben, bis dass die Vervollständigung aus den Nationen eingehe. Dies wird in den Schlußversen des elften Römerkapitels mit folgenden Worten zusammengefaßt:
«Denn ebenso wie ihr (Nationen) einst widerspenstig gegen Gott wart, nun aber Erbarmen erlangtet durch deren (Israels) Widerspenstigkeit, also sind auch diese (Israel) nun widerspenstig gegen das gerade euch (Nationen) gewährte Erbarmen, auf dass auch sie (Israel) nun Erbarmen erlangen. Denn Gott schließt alle zusammen ein in Widerspenstigkeit, damit Er Sich aller erbarme.
O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unausforschlich sind Seine Urteile und unausspürbar Seine Wege! Denn wer erkannte den Sinn des Herrn? Oder wer ward Sein Ratgeber? Oder wer gibt Ihm etwas zuerst, und es wird ihm vergolten werden? Denn aus Ihm und durch Ihn und zu Ihm ist das All. Ihm sei die Herrlichkeit für die Äonen! Amen!» Römer 11:32-36.
(Quelle: Konkordante Schriftenreihe des Konkordanten Verlages, Pforzheim)


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