Gottes Zorn ist Wegbereiter seiner Gnade und Güte, und die uns
auferlegten Leiden bewirken in uns eine über die Maßen gewichtige
Herrlichkeit. Das ist die durchaus positive Frucht von Zorn und Strafe.


Adolf Heller (1895 - 1973)
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Biblische Beweisführung über das Ende der “Hölle”

Vorbemerkung von Heinz Schumacher:

Nachdem in jüngster Zeit in christlichen Publikationen mehrfach von der »Hölle« die Rede war, wollen auch wir uns des Themas annehmen. Vorab sei angemerkt, dass das Wort »Hölle« in der Bibel überhaupt nicht vorkommt, wohl aber ist die Rede von der Gehenna (u. a. in Matth. 5, 22.29; 10, 28; 23, 33; Mark. 9, 43.45.47), vom »äonischen Feuer« (u. a. in Matth. 25, 41; Jud. 7) und vom Feuersee (Offb. 19, 20; 20, 10.14.15; 21, 8). — In der ihm eigenen Gründlichkeit hat Professor E. F. Ströter 1915 das Aufhören der Feuersee-Pein (»Höllenpein«) biblisch bewiesen*. Im Folgenden können Sie diesen Text lesen, leicht gekürzt und mit Zwischenüberschriften versehen. Gewaltige Gedanken in gewaltiger Sprache!

(* In seinem Buch »Das Evangelium Gottes von der Allversöhnung in Christus«, S. 288-307 in der verlinkten PDF-Datei.)


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Als letzter Feind wird der Tod abgetan (1. Kor. 15, 26)

Ein kurzes, knappes, aber ungemein inhaltreiches Wort. Zunächst ist zu bemerken, dass dasselbe in erfrischender Deutlichkeit aufräumt mit der philosophischen Lüge, dass der Tod ein wahrer Freund der armen Menschheit sei, daher der Name »Freund Hein«.

Dass der leibliche Tod unter gewissen Umständen als eine Art Befreiung oder Erleichterung eines schweren, schier unerträglichen Loses voll furchtbarer Schmerzen, Gebundenheiten und dergleichen angesehen werden kann, ist zuzugeben. Aber das gilt auch nur unter gewissen Voraussetzungen, z. B. wenn Christus unser Leben geworden, dann ist Sterben Gewinn (Phil. 1, 21). Gewiss aber nicht in dem Sinne, dass es uns wirkliche Erlösung brächte, sondern nur so, dass wir durch den Triumph dessen, der dem Tode die Macht genommen hat, auch imstande sind, über ihn zu triumphieren, insofern, als er uns nur in die innigere, ungetrübte Gemeinschaft mit seinem Besieger bringen muss.

Dabei steht die Erlösung unsres Leibes aus seinen Banden durch Auferstehung noch aus. Daher betont auch derselbe Paulus, der Sterben als einen Gewinn bezeichnen durfte, mit großer Bestimmtheit: Lieber nicht Entkleidetwerden, d. h. leiblich Sterben, sondern Überkleidetwerden, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben (2. Kor. 5, 4).

Nein, die Schrift behält unter allen Umständen Recht gegen allen Betrug der Finsternis und Philosophie. Der Tod ist ein Feind des Lebens. Daher ist von einem völligen Triumph des Lebensfürsten in der ganzen weiten Schöpfung nur dann erst die Rede, wenn der letzte Feind, der Tod, ganz aufgehoben sein wird. Und das ist es, was uns dieses Wort in bestimmte Aussicht stellt. Was will es uns sagen?

Man mag sich den Inhalt dieser Verheißung (1. Kor. 15, 26) ausdenken, wie man will, eins ist ganz unabweislich: Sie kann niemals als erfüllt gelten, solange noch irgendwo im ganzen weiten Bereich der Herrschaft des Herrn Jesus irgendein anderer Feind als solcher existiert und sein Wesen hat.

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Autor: Ströter, Ernst F., Prof. | Kategorie(n): Allversöhnung, Gerichte Gottes, Heilsgeschichte  |  39 x gelesen

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Der einzige, allein wahre Gott, Sein Sohn und Seine Söhne

»Ich bin Jahweh, und es ist sonst kein Gott außer Mir. Ein gerechter und rettender Gott ist keiner außer Mir … Ich bin Gott und keiner sonst.« — »Ich bin Jahweh, der König Israels und sein Erlöser … Außer Mir ist kein Gott« (Jes. 45, 21.22; 44, 6).

Je näher wir der letzten Zeit des Endes kommen, desto mehr vermischen sich Politik und Religion. Schon vor mehr als 50 Jahren hat Friedrich Malessa vorausgesehen, dass am Ende eine zuvor entstandene Welteinheitsreligion Wegbereiter für eine Welteinheitsregierung sein wird. Einerseits wenden sich die Menschen — insbesondere im europäischen Raum — immer mehr vom inspirierten Wort der Bibel ab, andererseits werden sie immer religiöser. Der Ruf nach dem Dialog mit und unter den Weltreligionen wird immer lauter. Man sucht gemeinsame »Werte« und Ziele herauszufinden, Trennendes zu beseitigen und Toleranz zu üben. Das größte Hindernis für diese Einheitsbestrebungen ist der »Alleinvertretungsanspruch« Jesu: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich« (Joh. 14, 6).

Darum haben im Sommer 2006 namhafte protestantische Theologen in einem Aufruf, der von prominenten Persönlichkeiten mit unterzeichnet wurde, die Christen aufgefordert, »endlich den Alleinvertretungsanspruch Gottes aufzugeben und sich in die Gemeinschaft der Weltreligionen einzureihen« (Topic 6/06). Es ist auffallend, dass die Aufforderungen zur Toleranz gegenüber anderen Religionen einseitig von »Christen« an »Christen« gerichtet werden, während z. B. der Islam nicht daran denkt, seinen Anspruch, die ganze Welt dem Koran zu unterwerfen, aufzugeben und gegenüber dem Gott der Bibel Toleranz zu üben. Mit der Leugnung der Erlösungstat Jesu, des Sohnes Gottes, am Kreuz von Golgatha und der Herabstufung Jesu lediglich zum Propheten, als den Ihn auch der Koran anerkennt, wird die Grundlage der christlichen Botschaft und des Glaubens zerstört (1. Kor. 15, 14-19) und das Christentum zu einer der vielen Religionen degradiert.

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Autor: Herbst, Gerhard | Kategorie(n): Erkenntnis & Wesen Gottes, Kirchentum, Religionen, Zeitgeist  |  29 x gelesen

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Eisen und Erz, Symbole für Sünde und Gericht

Wir wollen ein Siebenfaches betrachten:

  1. Eisen, ein Bild der Sünde
  2. Gefängnisse und Fesseln von Eisen und Erz
  3. Erz, das Metall des Vorhofs
  4. Der eiserne Schmelzofen
  5. Die eherne Schlange
  6. Der Eisenschmied
  7. Eisen und Erz, dem Jahweh geheiligt

1. Eisen, ein Bild der Sünde

Eisen ist unedles Metall und wird deshalb oft als Bild der Sünde und Widerspenstigkeit gebraucht. Wir begegnen ihm schon auf den ersten Blättern der Heiligen Schrift, in 1. Mose 4, 22. Dort lesen wir von Tubalkain, einem Hämmerer von erzenem und eisernem Werkzeug. Sein Name heißt auf Deutsch: Besitzer des Erdreichs. Er gehörte nicht zu der gottesfürchtigen Sethlinie, sondern stammte aus der gottlosen Kainslinie.

So können wir verstehen, dass er auf das Paradies, von dem die Überlieferung berichtete, und auf die Verheißungen, die dort seinen gefallenen Voreltern gegeben worden waren, keinen Wert legte und sein Verlangen auf diese verfluchte Erde und ihre Schätze richtete. —

In Jer. 17, 1 steht geschrieben, dass Judas Sünde mit eisernem Griffel, mit diamantener Spitze in die Tafeln ihrer Herzen und in die Hörner ihrer Altäre eingegraben ist. Dass Diamant als Bild der Härte gebraucht wird, ersehen wir aus Sach. 7, 12, wo es heißt: »Sie machten ihr Herz zu Diamant, um das Gesetz nicht zu hören.«

Gott hat doppelte Buchführung. Einmal steht Judas Sünde in ihrem eigenen Herzen, im Gewissen eingegraben, und zum andern ist sie eingeritzt in die Hörner der Altäre.

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Biblische Symbolik  |  28 x gelesen

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Maria, die Mutter Jesu

Was sagt die Schrift über sie?

Wir hören zunächst ein Wort aus Lukas 1, 26-38:

»Im sechsten Monat (nämlich der Schwangerschaft der Elisabeth) wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die Nazareth heißt, zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßet seist du, Holdselige (oder: Begnadete)! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeite (oder: Gesegnete) unter den Frauen. Da sie aber ihn sah, erschrak sie über seine Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen. Der wird groß sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden, und Gott der Herr wird Ihm den Thron Seines Vaters David geben, und Er wird König sein über das Haus Jakob ewiglich und Seines Königreichs wird kein Ende sein. — Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter und ist jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.«

Was hat man doch im Lauf der Geschichte alles aus der Maria gemacht! Ich will jetzt nur einiges erwähnen. Man nennt sie die »Madonna« — das heißt auf Deutsch »meine Herrin«. Im Evangelium hören wir aber nichts davon; vielmehr lautet das Ur-Glaubensbekenntnis der ersten Christen: »Herr ist Jesus Christus!« (vgl. Röm. 5, 1; 10, 9; 1. Kor. 12, 3; Phil. 2, 11 u. a.). — Oder man nennt sie die »Himmelskönigin«. Davon sagt die Bibel auch nichts. Der Herr Jesus ist es, der sich zur Rechten Gottes gesetzt hat im Himmel; Er ist »König der Könige und Herr der Herren« (Hebr. 1, 13; 10, 12; Offb. 19, 16). — Auch wird sie die »Fürsprecherin« genannt. Gottes Wort aber sagt: »Wir haben einen Fürsprecher bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten« (1. Joh. 2, 1). — Auch wird sie als die »Schlangenzertreterin« bezeichnet und auf Medaillons dargestellt. Man sagt, im Jahr 1830 habe eine Katharina eine Marienvision gehabt, in der sie die Maria auf der Weltkugel habe stehen sehen, mit dem Fuß auf die Schlange tretend. Danach hat man dann Medaillons angefertigt und gesagt, wer ein solches glaubend bei sich trage, werde ganz besondere Segnungen empfangen. Nach der Heiligen Schrift aber sagt Gott in 1. Mose 3, 15: Der von der Frau gekommen ist, Jesus Christus, Er wird der Schlange den Kopf zermalmen.

Aber genug davon; diese Maria soll uns heute nicht beschäftigen, sondern die Maria, die uns die Heilige Schrift vor Augen stellt. Wir betrachten:

  1. Maria von Nazareth, die Begnadete
  2. Maria, die Angefochtene
  3. Maria, die glaubende Bibelleserin
  4. Maria, die Familienmutter
  5. Maria, die Ratgeberin
  6. Maria, die Lernende in der Erziehungsschule Gottes
  7. Maria, Glied der betenden Gemeinde

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Autor: Schard, Joachim | Kategorie(n): Hingabe, Lehre  |  29 x gelesen

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Das Evangelium von der Sohnschaft

Die frohe Botschaft der Bibel — insbesondere des Neuen Testaments — enthält viele herrliche Verheißungen für die erwählten und berufenen Gläubigen. Eine der kostbarsten göttlichen Gnadengaben ist das Geschenk der Sohnschaft in Verbindung mit der einmaligen Stellung der Gemeinde Jesu Christi.

Der Sohnschaftsstand der Glieder des Leibes Christi ist aber nur möglich infolge der Herrlichkeit des Erstgeborenen, Jesus Christus, und Seiner wunderbaren Mittlerschaft. In Psalm 2, 7 wird die prääonische Zeugung des Sohnes Gottes verkündet. Bis zu diesem wunderbaren Akt war Gott das allein existierende Wesen. Gott, der Vater Jesu Christi, hatte aber einen Entschluss gefasst, nicht nur einen Sohn ins Leben zu rufen, sondern viele Brüder dieses Erstlings (Röm. 8, 29).

Und wer die Heilsgeschichte der Bibel kennt, weiß auch, dass Gott nicht eher ruht, bis auch die ganze Schöpfung in den Sohnesstand versetzt sein wird. Dazu bedarf es der Mithilfe der erlösten Gemeinde, die eine enorm wichtige Zukunftsaufgabe nach ihrer Vollendung erhält. Diese »Ekklesia« (Auswahl, Herausgerufene) ist nicht zum Selbstzweck erlöst, sondern zum Mitherrschen und -regieren bestimmt.

Wir betrachten im Folgenden

  1. Die Sohnschaft der Gemeinde Jesu Christi und die Knechtschaft der Religiosität
  2. Die heilsgeschichtliche Entwicklung der Sohnschaftsphasen
  3. Die Konsequenzen der Erwählung zum Sohnesstand

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Autor: Heinemann, Karl | Kategorie(n): Gemeinde, Glaubensleben & Wandel, Irrlehre, Kirchentum, Religionen  |  39 x gelesen

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Die Menschen der letzten Tage

Gekürzte Zusammenfassung von Wortdiensten der Brüder Karl Geyer, Willy Schirrmacher, Otto Hoffmann, Heinz Schumacher über 2. Tim. 3, 1-5 auf der Karlsruher Jugendfreizeit vom 7. bis 10. April 1955; mit eigenen Worten wiedergegeben und ergänzt von Heinz Schumacher

“Dieses aber wisse, daß in den letzten Tagen schwere Zeiten da sein werden; denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, heillos, ohne natürliche Liebe, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, Verräter, verwegen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen hebend als Gott, die eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen; und von diesen wende dich weg!” (2. Tim. 3, 1-5)

Dieses aber wisse …! Wie manches andere Zeugnis des Neuen Testamentes zeigt auch diese Aufforderung des Nationenapostels an seinen geistlichen Sohn Timotheus die lebendige Naherwartung des wiederkommenden Herrn, wie sie in den Urgemeinden durchweg lebendig war (vgl. dazu etwa 1. Thess. 4, 17; 1. Kor. 7, 29; 2. Kor. 5, 4; Röm. 8, 11). Nur weil Paulus durch Offenbarung Jesu Christi wußte, daß der gegenwärtige Äon seinem Abschluß entgegengeht und daß die “letzten Tage” (nämlich des gegenwärtigen Äons) nahe bevorstehen, konnte er es für notwendig erachten, die besonderen Charakterzüge und Erkennungsmerkmale dieser Zeit hier zur Belehrung und Warnung herauszustellen. Denn nur, wer eine Zeit ihrem Wesen und Charakter, ihrer “Tendenz” und ihrem “Zeitgeist” nach durchschaut hat, ist in der Lage, sich inmitten einer solchen Zeit richtig, d. h. wortgemäß zu verhalten.

Ist diese Naherwartung des Paulus ein “Irrtum”, über den wir längst “erhaben” sind, die wir längst denken und vielleicht auch sprechen lernten: “Mein Herr kommt noch lange nicht!” (Matth. 24, 48.49)? Oder haben wir es hier nicht vielmehr mit einer prophetischen Fernschau von ganz besonderer Deutlichkeit und Schärfe zu tun, die dem Träger dieser Prophetie, der ja gleichsam durch ein göttliches Fernrohr schauen durfte, als ganz nahe bevorstehend erscheinen mußte?

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Autor: Diverse | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Endzeit, Heilsgeschichte, Zeitgeist  |  38 x gelesen

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Gedenket eurer Lehrer!

Ein Wort zum Heimgang unseres Bruders Karl Geyer

Unserem allweisen und alliebenden Gott und Vater in Christo hat es gefallen, unseren teuren, hochgeschätzten Bruder Karl Geyer heimzurufen. Unser törichter Verstand will es nicht fassen; unser unverständiges Herz möchte ihn zurückholen; nur der Glaubensgehorsam kann auch dazu sagen: “Der Herr hat ihn uns gegeben, der Herr hat ihn uns genommen, der Name des Herrn sei gelobt!”

Einer, der weithin als eine Säule der Gemeinde Gottes angesehen wurde (Gal. 2, 4), ward abberufen. Wie sollen wir als Hinterbliebene — und dazu gehören ja letztlich alle, denen er in ihrem geistlichen Leben etwas bedeutet hat; wie vielen ist er Vater, Seelsorger, Lehrer, Prophet gewesen! — uns nun angesichts solch göttlicher Führung verhalten? Sollen wir klagen, jammern oder gar zweifeln und murren? Oder alle Regungen des Gedenkens und Erinnerns um des Schmerzes willen, vielleicht auch aus falscher “Geistlichkeit”, vorerst mit Gewalt ersticken? — Beides sei ferne!

Dem Schreiber des Hebräerbriefes wurde es durch den Heiligen Geist geschenkt, auch für solche Lage den Gläubigen eine Richtlinie gottgewollten Verhaltens zu geben. Er setzt sie uns in Kapitel 13, 7 auseinander in den drei kurzen, klaren Ermahnungen:

  1. Gedenket eurer Lehrer!
  2. Ihr Ende schauet an!
  3. Folget ihrem Glauben nach!

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Autor: Schumacher, Heinz | Kategorie(n): Glaubensleben & Wandel, Lebensbilder  |  32 x gelesen

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Christi Herrlichkeit nach Hebr. 1, 1-6

Das ganze Wort Gottes ist vom ersten bis zum letzten Vers ein Enthüllungsbuch der Herrlichkeit des Christus. Aber wir bedürfen geöffneter Augen des Herzens, um diesen Lichtglanz überall aufleuchten zu sehen. Wer von uns erkennt z. B. am Gesetz des Herrn göttliche “Wunder”? Jedenfalls tat das David, denn er betet in Ps. 119, 18: “Öffne meine Augen, damit ich Wunder schaue in (genauer: aus) deinem Gesetz!”

Wenn auch die heilige Schrift immer und überall “Christus treibt”, wie Luther sagt, so erstrahlt doch die Herrlichkeit des Sohnes Gottes in manchen Zusammenhängen in besonders hellem Glanz. Denken wir nur etwa an den 22. Psalm oder an Jes. 53, wo uns der Gekreuzigte klar und deutlich gezeigt wird. Oder erinnern wir uns an die Abschiedsreden Jesu im Johannesevangelium, an das Hohelied der Sohnschaft in Römer 8 oder an die Enthüllung der Herrlichkeit der Gemeinde in Eph. 1-3! Das sind wirkliche Edelsteine von wunderbarer Schönheit, deren beseligendes Licht wir uns immer wieder in wachstümlicher Erkenntnis ins Herz leuchten lassen.

Ein solches Schmuckstück der Christusherrlichkeit, wenn wir so sagen dürfen, sind auch die ersten Verse des Hebräerbriefes. Lesen wir aus dem ersten Kapitel Verse 1-6:

“Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohne, den er gesetzt hat zum Erben aller Dinge, durch den er auch die Äonen gemacht hat; welcher, der Abglanz seiner Herrlichkeit und der Abdruck seines Wesens seiend und alle Dinge durch das Wort seiner Macht tragend, nachdem er durch sich selbst die Reinigung der Sünden bewirkt, sich gesetzt hat zur Rechten der Majestät in der Höhe; indem er um soviel besser geworden ist als die Engel, als er einen vorzüglicheren Namen vor ihnen ererbt hat. Denn zu welchem der Engel hat er je gesagt: ‘Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt’? Und wiederum: ‘Ich will ihm zum Vater, und er soll mir zum Sohne sein’? Wenn er aber den Erstgeborenen wiederum in das Bewohnte einführt, spricht er: ‘Alle Engel Gottes sollen ihn anbeten.’”

Es ist völlig unmöglich, im Rahmen einer kurzen Arbeit den ganzen Herrlichkeitsinhalt des obigen Schriftabschnittes anzudeuten, geschweige denn auszuschöpfen. Aber zehn Strahlen dieses Christusglanzes wollen wir uns ins Herz und Gewissen leuchten lassen:

  1. Gott redet im Sohn
  2. Christus ist der Erbe aller Dinge
  3. Er ist der Schöpfer der Äonen
  4. Er ist der Abglanz der Herrlichkeit Gottes
  5. Er ist der Abdruck des Gotteswesens
  6. Er ist der Träger des All
  7. Er hat die Reinigung der Sünden bewirkt
  8. Er sitzt zur Rechten der Majestät in der Höhe
  9. Er ist besser als die Engel
  10. Alle Engel werden ihn anbeten

Die Größe und Schönheit, die Allmacht und Treue unsres Herrn und Hauptes glaubend und anbetend anzuschauen, ist und bleibt für den Erlösten das Köstlichste, das er auf seiner Pilgerfahrt durch diese Welt voller Angst und Weh, voller Schuld und Not haben und genießen kann. Möchten auch diese Betrachtungen dazu dienen, daß uns Christus groß, herrlich und anbetungswürdig wird, damit unsre Herzen in wartender, dankbarer Hingabe allein an ihm hangen!

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Erkenntnis & Wesen Gottes, Lehre  |  34 x gelesen

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Prophetie für die Nationen

Der von der Bibel angezeigte dritte Korpus ist die Nationenwelt. Dieser Körper ist allerdings ein waschechter Unheils-Körper, der bestehen bleibt, bis auch ihm in den Heilszeitaltern das volle Heil zuteil wird.

Als Korpus müssen auch die Nationen bewertet werden, weil sie ihre organische Vereinigung im Antichristen finden. Somit ist das vorausgehende und ausreifende Antichristentum gleichfalls korporativ zu sehen. Auch das Antichristentum ist ein Gebilde mit Haupt, Leib und Gliedern.

Von den Nationen spricht das prophetische Wort nur im Zusammenhang mit den anderen Körpern: Israel und Gemeinde Jesu Christi. Allein der Anfang der Nationen ist gesondert erwähnt. In ganz großen Zügen wird berichtet, daß “die Menschen vom Geiste Gottes sich nicht strafen ließen” (1. Mos. 6, 3) und darum in allem Eifer in antigöttlicher (= anstattgöttlicher) Weise die Einheit erstrebten, die im Turmbau zu Babel ihre Darstellung fand. Jedoch war für diesen Korpus die endgültige “Gottesstunde” noch nicht da. Gott hat ihn zunächst nach seiner Weise zerschlagen und zerteilt. Die Teile — Nationen genannt (Luther: Heiden) — sind in alle Himmelsrichtungen verstreut worden und bilden seit jener Zeit die undefinierbare und undisziplinierte Nationen-Welt.

Die anderen Körper nehmen zur Nationenwelt eine unterschiedliche Stellung ein. Der “Leib Jesu Christi” ist aus den Nationen herausgewählt und hat eine Herauswahl-Stellung. Das “Weib Jesu Christi” ist für die Nationen erwählt und hat eine nationale, schließlich eine internationale Stellung. Die Gemeinde hat darum zur Nationenwelt eine indirekte Beziehung, Israel dagegen eine direkte. Die Gemeinde ist unter den Nationen ein “Fremdkörper”, Israel dagegen ist bis zu einer gewissen Zeit der verwandte oder sogar der gleichgeartete Körper. Israel ist eine Nation unter den Nationen.

Nach der eindeutigen Darstellung des prophetischen Wortes steht die Nationenwelt im Zeichen des Tieres! Hierbei darf nicht zuerst das tierische, d. h. das bestialische Wesen gesehen werden, sondern das untergeordnete und unterstellte. Das Tier gehört zur untergeordneten Kreatur.

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Autor: Malessa, Friedrich | Kategorie(n): Das prophetische Wort, Endzeit, Heilsgeschichte, Kirchentum, Völkerschaften  |  38 x gelesen

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Göttliche Unmöglichkeiten

Gott vermag alles; ist Er doch der Allmächtige und der Allwissende, der Allgegenwärtige und der All-Liebende. Aber nicht nur Ihm, auch den Glaubenden sind alle Dinge möglich (Mark. 9, 23).

Hierbei wollen wir jedoch bedenken, daß der Glaube nicht eine Sache unsrer zügellosen Fantasie oder unsres hochmütigen und gierigen Eigenwillens ist, sondern im eigentlichen Sinn immer Gehorsam des Glaubens bedeutet.

In Matth. 17, 20 bezeugt der Herr seinen Jüngern: “Nichts wird euch unmöglich sein” und fügt die überaus wichtige, leider so wenig beachtete Ergänzung hinzu: “Diese Art aber fährt nicht aus, als nur durch Gebet und Fasten.” Es handelt sich im Zusammenhang um Vollmacht über Finsternisgewalten. Die Schrift kennt nämlich verschiedene Arten von Dämonen. Die einen müssen schon einem Gebetswort weichen, während andre nur durch Gebet und Fasten ausfahren.

Es gibt viele treue Brüder, die über solche Worte die Achsel zucken und meinen: “Das geht uns nichts an, das gilt für Israel, das ist Königreichslinie! Wir aber als der Körper Christi haben damit nichts zu tun.”

So richtig und wichtig auf der einen Seite die klare Unterscheidung zwischen den Israel gegebenen, klaren Verheißungen und den Zusagen für die Gemeinde des Leibes Christi sind, so wollen wir doch andererseits nicht vergessen, daß “alles unser ist” (1. Kor. 3, 21-23), und wir so, wenn auch vorerst nur geistlicherweise, auch das besitzen und genießen dürfen, was im Vollumfang später einmal Israel für seine Herrschaft über die Erde gehört. —

Obgleich nun Gott alle Dinge möglich sind, so gibt es doch auch für Ihn gewisse Unmöglichkeiten. Die Schrift nennt ihrer nicht weniger als 84. Davon finden wir 14 in den Paulusbriefen, 3 in dem Schreiben an die Hebräer und 2 in den Episteln des Petrus. Wir wollen, sonderlich aus den Evangelien, eine Reihe wichtiger Schriftzusammenhänge betrachten, die solche Unmöglichkeiten nennen, die für unser persönliches Glaubensleben und für unsern Dienst in Lehre und Ermunterung wichtig und köstlich sind.

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Autor: Heller, Adolf | Kategorie(n): Erkenntnis & Wesen Gottes, Glaubensleben & Wandel, Lehre  |  37 x gelesen

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